Wozu werden Waffen gebraucht?
Waffengesetze entwaffnen Gesetzestreue bis zur
Schutzlosigkeit,
aber Gesetzlose behalten ihre Waffen ...
Zahlen und Fakten ● Statistik zu tatsächlichem Waffengebrauch ● Alle Macht dem Volke!
Um es vorweg zu schicken: ein
Großteil der Behörden geht derzeit vernünftig mit dem Waffengesetz um,
Erlaubnisse werden ausgestellt, wie es das Gesetz vorsieht.
Dennoch wird zur Zeit von zu vielen Behörden das Gesetz an zu vielen Stellen
völlig sinnentstellt angewandt. Die Auslegung - oftmals durch
Erlasse der jeweiligen Länderinnenministerien vorgegeben - widerspricht
einerseits klar dem Gesetzestext, andererseits werden vor allem den
Sportschützen Beschränkungen auferlegt, die der Gesetzgeber so nicht wollte.
Um nur einige Beispiele zu nennen: Eine Erwerbsmengenbeschränkung
von zwei Waffen pro Halbjahr wird bei der neuen "Sportschützen-WBK"
vorgeschrieben, obwohl diese nur für die "Grüne WBK" gelten soll. Einzelnachweise des Verbandes
über die "schießsportliche Eignung" für jeden Waffenkauf auf die neue
Sportschützen-WBK werden gefordert. Sogar für den Erwerb von
Einzellader-Langwaffen auf eine alte "Gelbe WBK" werden derzeit von
einigen Behörden Bedürfnisbescheinigungen des Verbandes gefordert.
Mit dem Antrag für eine "Sportschützen-WBK"
soll der Bedarf der Waffen geschätzt werden, anschließend wird die
Erlaubnis auf die beantragte Zahl begrenzt ausgestellt.
Diese Auslegungen des neuen
Waffengesetzes dürfen nicht zu neuen, vom Gesetzgeber gar nicht vorgesehenen
Standards führen, die dann ihrerseits die Verwaltungsvorschrift des Bundes
beeinflussen. Wir müssen uns deshalb rechtzeitig gegen derartige
Entscheidungen zur Wehr setzten.
Wir bitten daher Mitglieder des Forum Waffenrecht und andere Interessierte,
die von diesen oder ähnlichen fehlerhaften Gesetzesauslegungen betroffen
sind, uns dies - unter Angabe des Bundeslandes und der Behörde - schriftlich
mitzuteilen.
Das Forum Waffenrecht wird Betroffenen in Fällen grundsätzlicher Bedeutung
ggf. fachliche und finanzielle Unterstützung zukommen lassen. Nur der
Betroffene - das heißt nur Sie als Sportschütze, Jäger oder Sammler - kann
die Verwaltungspraxis durch die Gerichte überprüfen lassen!
Auf geht's im Interesse aller!
Forum Waffenrecht e.V.
Landvogtei 1-3
79312 Emmendingen
Fax: 07641 / 92 92 30
info@fwr.de
An welche dunkle Zeit der deutschen Vergangenheit müssen
Sie denken, wenn sie folgende Aussage lesen?
„Bei der Abwägung ist zu berücksichtigen, daß
der Gebrauch von Waffen zunächst dem Schutz der Rechtsordnung dient und
dieser Schutz mit Waffengewalt als Kernbereich dem Staat obliegt. Aus diesem
Grunde sind die Vorschriften des Gesetzes nicht nur bei Ausnahmeregelungen
restriktiv auszulegen.”
Man fühlt sich erst einmal in die Zeiten der „DDR”
oder des Nationalsozialismus zurückversetzt. Doch stammt dieses Zitat aus
einem offiziellen Verwaltungsvorschriftsentwurf des Jahres 2005, übrigens um
die Verwaltungsvorschrift zum kürzlich verschärften Waffengesetz.
Welches Bürgerbild hat unser Staat, bzw. dessen Verwaltung, die uns Deutsche
nur noch als Subjekt betrachtet, das sich dem staatlichen Allmachtsanspruch
unbedingt zu unterwerfen hat und ihm bei möglichen Unstimmigkeiten
Waffengewalt androht. Daß dabei das Grundgesetz, insbesondere die
Grundrechte bis hin zu Artikel 20(4) einfach mal vergessen werden,
erschreckt dabei ebenso.
Wir erinnern uns, das deutsche Waffengesetz betrifft Sportschützen, Jäger
und Waffensammler, alles Bürger, die nicht nur sachkundig sondern auch
zuverlässig sein müssen, sprich nicht vorbestraft. Bürger, die durch das
Waffengesetz schon einer Überwachung unterliegen, die kriminell gesehen
unbedenklich ist.
Was traut unser Staat uns Bürgern - Verzeihung, man muß nun sagen, seinen
Untertanen - zu? Umsturz? Bürgerkrieg? Und das ausgerechnet gegenüber
Leuten, die schon ihre waffenrechtliche Zuverlässigkeit verlieren, wenn sie
betrunken Auto fahren, die als gesellschaftliche Gruppe in der
Kriminalstatistik deutlich weniger häufig vorkommt, als der Rest des Volkes.
Wieso mißtraut er ihnen derart?
Oder ist es nicht viel mehr wieder an der Zeit, daß wir uns vor dem solchem
Staat fürchten müssen, der solche unbeschreiblich frechen, dem
demokratischen Rechtsstaat spottende, Begründungen in seine Vorschriften
hineinschreibt?
So wenig wie wir es wollen, daß jeder psychopathische Rambo an Waffen kommt,
wollen wir, daß ein paranoider deutscher Staat sich sein Volk zum Feind
erklärt und ihm Waffengewalt androht.
Siehe hierzu auch die Diskussion in Waffen-Online
http://foren.waffen-online.de/index.php?showtopic=301912
LM: In Deutschland war es immer der Staat, der mit Waffen
Unheil anrichtete; sowohl im Ausland als gegen sein eigenes Volk. In solchen
Aussagen entlarvt sich der heutige deutsche Staat als
furchtbar. Die Staatler zittern. Mehr Gelassenheit wäre angebracht!
Flammenwerferattentat in Schule ● vor Erfurt ● ... nach Erfurt ● Waffenverbandserklärung ● FDP ●
○ Sport ○ Sammeln ○ Brauchtum ○ Notwehr ○ Gefahren ○ Sinn und Zweck deutscher Waffengesetzgebung ○ Zu erwartende Erfolge einer Waffenrechtänderung ○ Zumutbarkeitsgrenzen ○ Selbstverteidigung gar ohne Waffen? ○ Öffentliche Meinung ○ ,,Sichere Aufbewahrung" in Finnland ○ Erfahrungen in England ○ Schweiz ○ Australien ○ Amerika ○ Jude klagt ○ Schützenvereine ○ Waffenverbandserklärung, FDP
Sebastian Edathy, MdB, SPD, schrieb ,
,,Mit
der Novellierung des Waffenrechts wird in der Bundesrepublik Deutschland ein
gewachsenes Verständnis darüber, daß die Verwendung von Waffen primär dem Schutz
der Rechtsordnung zu dienen hat und dieser Schutz als Kernbereich staatlichen
Handelns dem Staat obliegt, ohne gravierende Brüche fortgeschrieben."
Falsch, Sie irren!
Die Rechtsordnung besteht, weil sie dem üblichen sittlichen Empfinden des Volkes
entspricht, dies freiwillig so handelt, nicht weil waffenstarrende staatliche
Rechtsschützer dies mit Waffengewalt erzwingen. Ihre Äußerung zeigt
selbstbezogenes Verwaltungsdenken, ohne Bezug zum wahren Leben. Staatskernigen
Ordnungsschutz, wie Sie ihn wollen, konnte selbst Stalin, der alte Bluthund,
nicht auf die von ihnen beschriebene Weise erreichen, obwohl der wahrlich Gewalt
gegen seine Völker einsetzte, dabei in den Jahren von 1929 bis 1953 dem Gehorsam
20 Millionen Menschen opferte.
Eine Regierung die derart, wie mit dem jetzigen Entwurf Anfang 2002 in die Rechte und Freiheiten des deutschen Volkes eingreifen will, ist für mich nicht mehr wählbar.
Tatsächlich dienen Schußwaffen dem Zwecke zu schießen; bei Jagd, Sport, Notwehr und gelegentlich im Krieg. Polizeilich Schußwaffen zu gebrauchen ist ebenfalls nur in Notwehr oder Nothilfe geboten, nicht um Ordnung zu schaffen! Polizeilichen Mißbrauch gibt's auch hier bei uns. Selbst Polizeistaaten können Verbrechen nicht verhindern. Sie als Staatsvertreter haben also eine unzutreffende Vorstellung wozu Waffen eigentlich gebraucht werden, verkennen deren Bestimmung.
Wir deutsche, sachkundige, gesetzestreue Waffenträger werden folgende WaffG-Änderungen nicht hinnehmen:
Im Entwurf das Bedürfnis für Waffen von der Voraussetzung
Waffen zu erwerben, in ein Verwaltungsinstrument ständig und allgegenwärtig
den Besitz zu kontrollieren, zu wandeln, indem die Ordnungsbehörde dauerhaft
prüfe, ob ein erworbene Waffe (auch alte) weiter behalten werden dürfen.
Nein! Den Bestandsschutz unserer Waffen lassen wir
uns nicht nehmen! Wir behalten unsere einmal erworben Waffen. Eigentum bleibt!
Im Entwurf die unverletzliche Wohnung den Ordnungsbehörden
zur beliebigen Nachschau ohne richterliche Anordnung zu öffnen. Für jeden
einer Straftat Verdächtigen muß erst ein Richter ein richterliche Anordnung
treffen. Dafür gibt es in Deutschland jeden Tag in der Woche rund um die Uhr
jederzeit tatbereite Richternotdienste. Aber bei auf Zuverlässigkeit geprüften
Waffenträgern soll eine einfache Ordnungsbehörde einfach so in der
unverletzlichen Wohnung nachschauen dürfen?
Nein! Wir Waffenträger lassen uns nicht
verfassungswidrig schlechter als Straftatverdächtige behandeln. Die Wohnung
bleibt grundgesetzlich unangetastet!
Im Entwurf sollen Jagdwaffen ,,geeignet und erforderlich"
sein. Damit soll die Behörde erst über den Erwerb entscheiden, statt des
Jägers Waffen lediglich zu registrieren. Jäger haben das ,,grüne Abitur" in
langer und schwieriger theoretischer und praktischer Schulung erlernt und ihre
Sachkunde und Eignung für ihre schwere Aufgabe damit unter Beweis gestellt.
Solche Qualifikation fehlt den Ämtern durchweg. Daher sind die nicht geeignet,
derartig Entscheidungen zu treffen oder zu kommentieren. Der Entwurf läßt
vermuten, durch diese schmutzige Hintertür sollen den Jägern ihre Waffenzahl
beschränkt werden.
Nein! Verschiedenes Wild und verschiedene Jagden
brauchen verschieden Waffen. Der Jagdschein bleibt für Jäger uneingeschränkte
Waffenerwerbsberechtigung.
Im Entwurf sollen Schützenvereine faule Mitglieder den Behörden melden,
damit die denen dann deren Waffen einziehen. Damit wird das Ehrenamt in für
den gesellschaftlichen Zusammenhang wichtigen Vereinen mißbraucht, die
Verantwortlichen vertrauenschädigend als ,,Blockwart" unseligen Andenkens der
NS-Zeit benutzt.
Nein! Ehrenamt, Schweigepflicht und Eigentum bleiben
unangetastet. Der Vorsitzende schweigt. Der faule Schütze behält seine
Brauchtums- oder Sportwaffen!
Im jetzigen Entwurf soll der ,,gelben Waffenbesitzkarte"
die Erwerbsberechtigung für Einzelladerlangwaffen, ganz gleich ob Luft- Klein- oder Großkalibergewehr, eben den typischen Sportwaffen genommen werden.
Statt dessen soll der Sportschützen Bedürfnis jedesmal neu umfassend geprüft
werden. Der vorbereitende Antragsaufwand sollen die Sportverbänden im Ehrenamt
leisten.
Nein! Die Sportverbände machen keine satzungsfremde,
unbezahlte Behördenarbeit. Die ,;gelbe WBK" wird nicht beschnitten!
Der Entwurf fordert bei Sportschützen bei jeder neu
erworbenen Sportwaffe umfassend zu prüfen, ob mit den bereits vorhandenen
aktiv geschoßen wird. Nur dann solle ein Waffe neu erworben werden dürfen,
alle anderen würden eingezogen. Die anfallenden Entschädigungskosten müßte der
Staat tragen. Das geltende Verwaltungsrecht sieht die Rücknahme begünstigender
Bescheide auch gar nicht vor. Wir Sportler kaufen nicht teure präzise
Sportgeräte wie Gnadenbeweise fürstlicher Privilegien, die gewährt, aber auch
jederzeit wieder eingezogen werden können.
Nein. Die grundgesetzliche Eigentumsgarantie bleibt
auch für Sportwaffen bestehen.
Der Entwurf will in versteckter Grausamkeit das Erbrecht
bei Waffen in fünf Jahren ersatzlos streichen. Seit das 1972er
WaffG gilt, wurde keine geerbte Waffe je mißbräuchlich zu Straftaten
verwendet. Der Entwurf stellt damit ohne Not die Verfassung in Frage.
Nein! Das Eltern-Kind-Verhältnis wird auch nach dem
Tode im Erbe aufrechterhalten. Das verfassungsmäßig garantierte Eigentum
bleibt auch im Erbfall bestehen!
Obwohl kein Anlaß erkennbar ist, soll den Waffen- und
Munitionssammlern durch unmöglich erfüllbare Auflagen verwehrt werden sich in
dieser Hinsicht frei zu entfalten. Kulturhistorisch bedeutende Sammlungen im
Erbfall oder anders weiterzugeben ebenfalls abgeschnitten. Mißbräuche
derartiger Sammlungen sind nicht häufiger als bei Gemälden oder
Blechspielzeug. Sammler tragen durch Ihre Beschäftigung bei, anschaulich
Geschichte erlebbar zu machen und pflegen somit unser aller geistiges Erbe,
ohne das kein Volk sich zusammengehörig fühlen kann.
Nein! Sammler sollen sich in ihrer kulturell
bedeutende Arbeit zum Wohle weiterhin ohne zusätzliche Beschränkungen frei
entfalten! Wir wollen unser Geschichte auch in Waffen erkennen und erleben.
Trotz jahrelanger intensiver and konstruktiver Gespräche der
Bundesregierung mit den betroffenen Verbänden wurde Forderungen der Länder ein
inakzeptabler Gesetzentwurf zugeleitet. Dieser Entwurf berücksichtigt die
ständig von den Verbänden vorgetragenen Sachargumente in keiner Weise; im
Gegenteil, abgrundtiefes Mißtrauen der behördlichen Textverfasser die
rechtstreuen and zuverlässigen legalen Waffenbesitzer prägen ihn. Wenn der Staat
seinem Volk so sehr mißtraut, möge er sich doch bitten ein neues Volk zu
verwalten suchen, meinte Berthold Brecht bei ähnlicher Gelegenheit. Andernfalls
werden 4,5 Millionen deutsche Waffenträger im Herbst 2002 sich eine neue
Staatsspitze suchen. Hamburg hat das bereits hinter sich.
Wenn Sie als Abgeordneter, obwohl sonst im Leben möglicherweise nie mit Waffen
in Berührung, und daher mit der Sache wenig vertraut, diesem perfiden Entwurf,
der die meisten Regelungen ins alleinig Ermessen der Behörde stellen will, damit
keine lästigen Verwaltungsgerichtsverfahren die Bürokratie noch stören können,
zustimmen, geben Sie damit die parlamentarische Hoheit Gesetze zu erlassen
praktisch an die Exekutive ab. Der Souverän wird's merken.
Dieser Waffengeseztentwurf soll sowohl Grundrechte (Unverletzliche Wohnung Eigentum) als auch die Staatsverfassung (Gewaltenteilung mit richterlicher Überprüfung der Exekutive) hinterrücks aushebeln. Er ist undemokratisch.
Die Kosten den Entwurf umzusetzen liegen einerseits bei einem derartig umfangreichen Gesetz, wie immer in solchen Fällen, in jahrelanger Rechtsunsicherheit der Betroffenen, die sich erst langsam auf die neue Lage einstellen müssen. Das führt bei erheblicher Mehrarbeit im Ergebnis zu einer langen Lähmung. Die gewaltige Umstellung, gepaart mit vielfältigen neuen Aufgaben bei stark erhöhter Prüfungsfrequenz werden die waffenrechtlichen Stellen der Ordnungsämter unter der riesigen neuen Aufgabe personell jahrelang zusammenbrechen lassen.
Wozu das alles? Sicherheit kann damit nicht gewonnen werden. Wahlen auch nicht (aber verloren). Obwohl schon das 1972er WaffG wegen der Ende-60er-Jahre-Terroristen damals weit über ein vernünftigen Ziel hinausschoß und mehr regelt, als nötig (z. B. Langwaffenerwerb) können wir doch inzwischen alle damit umgehen und leben. Wozu ohne Not Bekanntes und Bewährtes ändern, wenn es nichts zu gewinnen gibt. Hören Sie auf die betroffenen Verbände und waffentragende Wähler. Lehnen Sie den Entwurf ab.
Eine Vereinfachung wäre lediglich das 1972er WaffG insgesamt zu widerrufen und das bis dahin gültige Waffenrecht wieder in Kraft zu setzen. Vorschriften und Urteile dazu gibt es bereits, wären sofort anwendbar. Die Verwaltungsentlastung wäre spürbar. Länder und Gemeinden könnten aufatmen, statt unter dem neuen Entwurf gepeinigt aufzuheulen. Bedenken Sie das.
Lesen Sie bitte hier, wozu Waffen eigentlich gebraucht werden ...
Nach dem Vorwort werden Notwendigkeit und Bedeutung der Waffen für: Jagd, Sport, Sammeln, Brauchtum, Notwehr, Gefahren, Sinn und Zweck deutscher Waffengesetzgebung, Zu erwartende Erfolge einer Waffenrechtänderung, Zumutbarkeitsgrenzen, Selbstverteidigung gar ohne Waffen?, Öffentliche Meinung, ,,Sichere Aufbewahrung" in Finnland, Erfahrungen in Schweiz, Australien, Amerika, Jude klagt, ... nach Erfurt, erläutert. Schützenvereine, Waffenverbandserklärung, FDP
Jagd braucht Waffen: Deutschland ist schon lange keine ursprüngliche, vormenschliche, nacheiszeitliche Natur mehr, sondern seit Jahrhunderten künstlich und nimmermüde gepflegt angelegte Kulturlandschaft. Ohne von Bär, Wolf und Luchs oder menschlichen Jägern unbejagt, würde Wild im Felde zu Schaden gehen und in den wenigen gebliebenen Wäldern den Jungwuchs wegäsen, bis der Wald überaltert ausstürbe.
Unbejagt würde Wild bis auf untragbare Dichte für sich und die Landschaft überhandnehmen, bis es an Hunger mangelnd, von Seuchen befallen, hingerafft zusammenbrechen würde. Wild und die Landschaft würden in unregelmäßigen Abständen in geradezu biblischen Katastrophen elend zusammenbrechen, wie heute noch in Afrika unregelmäßige Heuschreckenschwärme alles kahl fressen, eine zerstörte Landschaft hinterlassend dann endlich an selbst verursachtem Nahrungsmangel zugrunde gehen. Das oft sogenannte „biologische Gleichgewicht“, das sich scheinbar ohne menschliches Zutun einstellt, ist kein paradiesischer Zustand von Ausgleich, Auskommen und Frieden, sondern das Überhandnehmen des Einen auf Kosten des Anderen mit endlich mangelverursachtem Zusammenbruch.
Jagd wirkt im Sinne einer Wild- und Landschaftspflege ausgleichend, nimmt den sonst starken Schwankungen die schlimmste Spitze. Nur durch die seit Jahrhunderten in deutscher Waidgerechtigkeit geübte Jagd sind hier derartig vielfältige und gesunde Wildbestände im Ausgleich mit der Landwirtschaft zu Freude der Jäger und der allgemeinen, draußen im Grünen Erholung suchenden Allgemeinheit bewahrt worden. Gerade die Pflicht des Jägers dem Landwirt den erlittene Wildschaden zu ersetzen, führt zu maßvoller Hege und ausreichender Jagd. Wildpret ist gesunde Nahrung, Natur pur. Wildpret schmeckt hervorragend, ist dabei mager und würzig. Wildpret ist gesundes Fleisch. Wild lebt frei im Wald besser, als gefangenes Zuchtvieh im Stall. Wild stirbt, ohne seinen Tod vorher zu ahnen, schnell durch des Jägers saubere Kugel besser, als geschundenes Hausvieh, ahnungsvoll nach langem Transport, im Schlachthof.
Sachkunde ist zur Jagd unabdingbar. Örtliche Gegebenheiten verlangen nach örtlichen Lösungen. Waffenbestimmungen für die Jagd sollen also den Rahmen bilden, in dem sich die jagdnotwendigen Lösungen ohne weiteren Aufwand leicht ermöglichen und verwirklichen lassen.
Was braucht der Verbrecher? Waffe, Wagen, Geld, aber kein Zeugen! Jäger sind meist allein mit Wagen und Waffe in Feld oder Wald unterwegs. Daher sind Jäger für Verbrecher willkommene Beute, bevorzugte Opfer. Der Wunsch auch ohne Hege, Pacht oder sonstigen Aufwand im ganzjährig zu tierischer Beute zu kommen, bewegt Wilderer dem Wild unwaidmännisch nachzustellen. Jäger werden also leichter und öfter als die überwiegende Zahl gewöhnlicher Stadtbewohner in bewaffnete Auseinandersetzungen verwickelt. Die auf weite Entfernungen gut geeigneten Jagdbüchsen und -flinten sind für derartige Nahkämpfe zu unhandlich, sind dazu also ungeeignet. Der Jäger benötigt zu seiner eigenen Sicherheit, zum Jagdschutz, also eine wirksame handliche Waffe, ein Pistole. Diese Pistole ist in ihren Anforderungen wohl am besten mit Dienstwaffen der Polizei- und Militärkräfte zu vergleichen. Eine Jagdschutzpistole muß klein sein, damit der Jäger sie auch immer mit sich trägt. Die Jagdschutzpistole muß mehrschüssig und feuerkräftig sein, damit im Falle eines Fehlschusses der Angegriffene noch eine weiter Chance zu überleben hat. Die Jagdschutzpistole muß auf Menschen wirksam sein. Bei den langsamen Geschwindigkeiten die Pistolenkugeln aufweisen, nützen nur Sondergeschosse, nämlich sich aufweitende Hohlspitzgeschoße, dem Schutzzweck der Jagdschutzpistole. Aufgepilzten Hohlspitzgeschoße wirken der größeren Fläche wegen eher flach, dringen nicht so tief ein. da oft lebenswichtige Organe nicht restlos durchlöchert werden ist bei guter Aufhaltewirkung Hohlspitzmunition also auch für den getroffenen Angreifer weniger schädlich. Die unbeteiligte Umgebung wäre durch Hohlspitzmunition ebenfalls weniger von Durchschüssen bedroht (Man denke nur an München!).
Weniger im Wald, eher in Feld und Wiese leben Niederwild und viele andere nicht bejagte Tiere, besonders bodenbrütende Vögel, denen von Fuchs und Steinmarder nachgestellt wird. In den letzten Jahrzehnten sind in Deutschland zu den bekannten und gewohnten Räubern noch fremde, als Pelztiere eingeführte!, gefräßige Raubzeuge wie Marderhund, Waschbär oder Mink aus Amerika oder Asien hinzugekommen. Fünfundzwanzig Paare Wiesenweihen brüten Deutschland. Die sind wunderschöne elegante Segelflieger, die sich in höchst nützlicher Weise fast nur von Feldmäusen ernähren. Um den im Bestand gefährdeten Wiesenbrütern zu ermöglichen, wenigstens mal ein Gelege hochzubekommen, tatsächlich Küken zu erblicken, statt nur dem Fuchs hinterherzuweinen, müssen von Jägern auf Fuchs und Marderhund Fallen gestellt werden. Will der Jäger sichergehen kein Tier ungewollt im Eisen totzuschlagen (seltenen Baummarder) stellt er Lebendfallen auf, die er ein bis zweimal täglich absucht. Ist Raubzeug gefangen wird es getötet. Dazu bedarf es einer für die Fallenjagd geeigneten Waffe. Da sich häufig auch wertvolle Pelztiere, denn die sind im wesentlichen jene Räuber, die Wiesenbrütern gefährden, in den Fallen finden, soll die Waffe das Rauchwerk nicht in Fetzen schießen. Eine im Personenschutz notwendige und geeignete Waffe ist für einen 1 kg Steinmarder so groß, als wolle man mit Kanonen auf Spatzen schießen. Zur Fallenjagd benötigt der Jäger also eine kleine schwache Waffe, z. b. mit .22 lfB Munition. Ein billiger Revolver tut es. Große Magazine für kampfstarke Feuerkraft sind für die Fallenjagd ja nicht gefragt.
Um die derzeitige Zweideutigkeit auszuräumen, soll das Bundesjagdgesetz dahingehend geändert werden, daß die Fallenjagd eindeutig auch mit Kurzwaffen unter 200 Joule betrieben werden kann.
Nicht jeder Schuß bannt das getroffene Wild an den Anschuß. Selbst mit sauberem Kammerschuß getroffene Stücke flüchten. Der Jäger wird also mit seinem Hund die Schweißfährte (Blutspur) nachsuchen. Das wunde Wild flüchtet in Deckung, also in dichten Busch oder Baumjungwuchs oder Schilfbestände. Der nachsuchende Jäger muß mit der einen Hand an der Hundeleine dem Wild in sperriges Dickicht folgen. Langwaffen blieben dabei meist irgendwo hängen, so daß der Jäger mehr mit seiner Waffe, den Zweigen die sich in sein Gesicht oder Augenlicht bohren, als mit seinem Hund und dem nachzusuchenden Wild beschäftigt wäre. Dabei ist nicht alles Wild wie Rehe harmlos.
180 kg schwere Hirsche zerhauen mit ihren Schalen (Hufe) einem Wolf mit einem Hieb die Wirbelsäule. Von einem Schlag mit 10 kg Geweih gar nicht zu reden. 200 kg schwere Sauen springen, wenn es sein muß, zwei Meter hoch. Der gestellte annehmende Keiler läßt es meist bei einem Hieb mit seinen Waffen, die einem das Bein zerschlitzen, den der Geschlitzte, wenn er nicht verblutet, mit Glück sogar überleben kann. Bachen beißen mit Kiefern wie von drei Schäferhunden. Sie lassen von dem liegenden Opfer nicht ab, bis es tot ist. Als Allesfresser, also auch Fleischfresser, beginnen sie dann, sofern allein und in Ruhe, ihre Beute zu verzehren oder gegen Angreifer zu verteidigen.
Annehmende Sauen müssen, wenn der Jäger nicht sein Leben dran geben will, blitzschnell von vorn, also durch den Schädelknochen, erschossen werden. Dafür benötigt er eine geeignete Kurzwaffe. Die bisher im Jagdgebrauch notwendigen Kurzwaffen langen dafür nicht hin. Nur sicherste und stärkste Kurzwaffen kommen Frage. Während zur Fallenjagd niedliche Patronen im Kaliber von 5,6 bis 7,65 mm höchstens geeignet waren, im Jagdschutz die üblichen Polizeipatronen, also 9 mm Luger, .357 Mag. für Revolver oder ähnliche in handlichen Taschenpistolen oder Revolvern gut hinreichten, muß für den notwendigen Kampfschuß auf den annehmenden 200 kg Keiler deutlich hochgerüstet werden. Also 10 mm Auto, 9 x 25 Dillon, .41 Magnum. .44 Magnum .440 Corbon, .454 Casull oder .50 eingesetzt werden. So groß sind die mindest erforderlichen Patronen. Weniger wäre lebensgefährlich.
Ist der Jäger auch Sportschütze, will er seine Schießfertigkeit lernen, üben, bessern und im sportlichen Wettkampf messen und unter Beweis stellen, muß er dazu Gerät besitzen, mit dem er sich hinter den Sportschützen nicht zu verstecken braucht. Also ein Waffe mit feineinstellbarer Zieleinrichtung (Mikrometervisier), blendfreiem Korn, das sich im jagdlichen Einsatz allerdings, weil es hinterschliffen ist, nicht aus dem Halfter ziehen ließe. Eine reine Sportwaffe ist hier gemeint. Jagdschutzdienstwaffen sollen auch in Frost und Dreck sicher zu nutzen sein. Daher sind alle Passungen weit – sie klappern. Sportlich geeignete Waffe benötigen enge Passungen. Selbst bei gleicher Munition, z. b. 9 mm Luger oder .357 Mag kann nie mit einer Dienstwaffe beste sportliche Leistung erreicht werden. Genau so wenig, wie ein Sportwaffe alltagstauglich ist.
Wie oben erläutert, bedarf der Jäger regelmäßig drei
Kurzwaffen, um für alle Fälle gewappnet zu sein. Widersinnigerweise wird
derzeit nur ein Bedürfnis für zwei Kurzwaffen unterstellt.
Regelmäßige sind Jägern also Bedürfnisse für drei, statt wie bisher nur zwei,
Kurzwaffen anzunehmen.
Der Jäger, der auch Sportschütze ist, muß sich für den Sport selbstverständlich angemessen Sportwaffen beschaffen dürfen. Jäger dürfen durch ihre Arbeit für das Allgemeinwohl nicht in ihrer sportlichen Entfaltung behindert werden. Also dürfen die Sportkurzwaffen nicht auf sein Jagdkurzwaffenkontingent angerechnet werden, oder umgekehrt, sondern sind von den Dienstwaffen unabhängig eigenständig nach sportlichen Erfordernissen zu betrachten; selbst wenn sie in dieselbe Waffenbesitzkarteeingetragen werden.
Der Jäger Regelbedürfnis sollte also mit 3 + X vermutet werden (X nach dessen sportlichen Bedürfnissen)
Für Kurzwaffen müssen sich Jäger mit langer Laufzeit und hohen Kosten den Erwerb einer Kurzwaffe vor dem Erwerb genehmigen lassen; also bevor sie kaufen. Waffen müssen wie ein Hemd passen. Ob sie in Größe und Abzug zu der führenden Hand passen ist erst festzustellen, wenn mit der Waffe auf dem Stand geschossen wird. Die derzeitigen sachfremdem Voreintragvorschriften behindern diesen Versuch, da der Jäger sich nicht vom Händler einige Kurzwaffen mitgeben lassen kann, um die dann in Ruhe und Muße auf dem Stand zu prüfen, ob sie zu ihm passen.
Der Jäger soll kraft seines Jagdscheines Kurzwaffen und
Kurzwaffenmunition, genau wie Langwaffen, erwerben dürfen. Erst binnen
angemessener Frist (z. B. vier Wochen) soll er die Waffen in die
Waffenbesitzkarte von der zuständigen Behörde eintragen lassen.
Bonn, 18. Oktober (bme) - ,,Die Jagd hat für den ländlichen
Raum eine wichtige ökonomische, ökologische und soziale Bedeutung", sagte
Bundesernährungsminister Karl-Heinz Funke am vergangenen Wochenende (16.
Oktober 1999) anläßlich des 50-jährigen Jubiläums des Deutschen
Jagdschutz-Verbandes in Fulda. Allein an Jagdpachterlösen flössen jährlich
über eine halbe Milliarde DM in den ländlichen Raum. Auch Wirtschaftszweige,
die vorzugsweise auf dem Land angesiedelt seien, profitierten maßgeblich von
der Jagd, so z. B. das ländliche Hotel- und Gaststättengewerbe, der Landhandel
und die Waffen- und Zubehörhersteller. Die Jagd sei eine nachhaltige Nutzung
natürlicher Ressourcen, die Jäger trügen wesentlich zur Erhaltung der
vielfältigen Tier und Pflanzenwelt in Deutschland bei, und zwar mit
beträchtlichen Ausgaben in privaten Biotop- und Artenschutzprojekten.
Funke dankte der deutschen Jägerschaft für ihr ,,mit Sachverstand und Augenmaß
betriebenes Waidwerk und ihren Anteil am bewährten Jagdsystem." Nur durch ihre
Hegeleistung könne ein natürliches Gleichgewicht in unseren Wäldern
aufrechterhalten werden, das durch das Fehlen natürlicher Feinde vieler
Tierarten sonst erheblich gestört würde. Der Deutsche Jagdschutzverband sei
ein wichtiger und hilfreicher Gesprächspartner bei der Suche nach
jagdpolitischen Problemlösungen, wie z. B. bei der Diskussion über die Jagd
auf Rabenvögel, Änderungen bei den Jagdzeiten oder beim Waffenrecht. Er werde
sich dafür einsetzen, so der Minister, daß Waffenrecht übersichtlicher,
handhabbarer und bürgernäher zu gestalten. Unnötige Erschwernisse für Jäger
und Sportschützen müßten dabei unterbleiben. Denn das Problem der
Kriminalität mit Waffen gehe nicht von den legalen,
sondern von den illegalen Waffenbesitzern aus.
Jagd, Sport, Sammeln, Brauchtum, Notwehr, Gefahren, Sinn und Zweck deutscher Waffengesetzgebung, Zu erwartende Erfolge einer Waffenrechtänderung, Zumutbarkeitsgrenzen, Selbstverteidigung gar ohne Waffen?, Öffentliche Meinung, ,,Sichere Aufbewahrung" in Finnland, Erfahrungen in Schweiz, Australien, Amerika, Jude klagt, Schützenvereine, Waffenverbandserklärung, FDP
Sport braucht Waffen: Geschossenen Ringe oder getroffene Tontauben sind eindeutig zu zählen. Da der Schützen Schießleistungen also leicht zu messen sind, ist zu Schießen eine Kunst, die sich besonders für Wettkämpfe eignet. Da sich Schützen beim Schießen auf dem Stand meist mit anderen Schützen treffen ist die Gelegenheit zu Geselligkeit und spontanen Wettkämpfen (Der Verlierer zahlt den Kaffee! Schlag ein. Es gilt!) günstig gegeben. Die Schießstandbetreiber, gleich ob gewerblich oder als gemeinnütziger Verein, unterhalten oft eine Wirtschaft, so daß sich geselliges Beisammensein unter Gleichgesinnten in gemütlicher Runde von selbst aus der Sache leicht ergibt. Besonders ältere Menschen, die nicht mehr arbeiten, begrüßen die Geselligkeit im Schützenverein aus dem Haus unter Leute zu kommen, sich ins Leben zu stürzen.
In den Schützengilden finden sich meist zwei ganz unterschiedliche Arten Mitglieder. Einerseits jene, denen geselliger Freizeitgestaltung wichtiger als Medaillen sind, und andererseits reine Sportler deren Sinn nach Vereins-, Kreis-, Landes-, Deutschlandweitem und letztlich olympischen Ruhm steht. Schießsport ist in verschiedenen Olympischen Disziplinen vertreten. Beide Arten Schützen vertragen sich gut. Jugendarbeit ist immer besonders wichtig, so auch an der Waffe. Sportlich zu schießen ist wesentlich ein Frage der Selbstzucht. Schüler die gut schießen können, können sich meist gut besinnen, ziehen daraus förderliche Eigenschaften für die Schule und das spätere Leben. Ein größerer Versuch ergab dies, wie mir Olympiasieger Norbert Klaar (Schnellfeuerpistole) mitteilte. Wenn ich richtig erinnere, ist die Studie beim DSB in Wiesbaden erhältlich. Ebenfalls gesellschaftlich günstig wirken sich die gemeinsame Sportarbeit von jung und alt aus. Der Generationen übergreifende Schießsport wirkt sich günstig auf das Verständnis füreinander aus; bindet also die Gesellschaft zusammen, fördert ein miteinander.
Statt als Sportschützen nur jene, die regelrechten Schießsport auf genehmigten Schießstätten zur Teilnahme an ordentlichen Schießwettbewerben zu achten, sollte das Vergnügen nicht zu kurz kommen. Es sollten also auch solche Schützen ein anzuerkennendes Bedürfnis eine Waffe, gleich welcher Art, zu besitzen anerkannt bekommen, die einfach nur zum Vergnügen schießen wollen. Wenn jemand Halma spielen, Eisig;en, oder mit Freunden gemeinsam das längste Brot der Welt backen will, um in das „Guiness book of records“ aufgenommen, möchte, käme niemand auf die Idee nach besonderem Bedürfnis zu fragen. Warum muß dann das bei Vergnügen mit Waffen zu schießen belegt werden?
Die verwaltungsintensive, hinderliche, wenig zweckdienliche, Bedürfnisregelung sollte gelockert werden oder ganz entfallen.
Jagd, Sport, Sammeln, Brauchtum, Notwehr, Gefahren, Sinn und Zweck deutscher Waffengesetzgebung, Zu erwartende Erfolge einer Waffenrechtänderung, Zumutbarkeitsgrenzen, Selbstverteidigung gar ohne Waffen?, Öffentliche Meinung, ,,Sichere Aufbewahrung" in Finnland, Erfahrungen in Schweiz, Australien, Amerika, Jude klagt, Schützenvereine, Waffenverbandserklärung, FDP
Sammeln braucht Waffen: Erst die Waffe scheidet den Menschen vom Tier. Erst Waffen ermöglichten dem, gegen Raubtiere benachteiligten Menschenahnen, vom Baume herabzusteigen, sich vom Löwenfraß zum Ackerbauer und Viehzüchter, kurz vom affenähnlichen Vorfahren zum heutigen Menschen zu entwickeln. Kindererziehung, Klugheit, ausreichend Schlaf und Nahrung wären ohne Bewaffnung in der Entwicklung dieser Welt für uns sonst nicht zu haben gewesen. Die schlecht bewaffneten Affen im Wald mögen als mahnendes Beispiel dienen. Obwohl schon Schimpansen angreifenden Raubtieren mit der Keule dem Angreifer gezielt den Schädel einschlagen. Sie haben den Sprung zu Zivilisation und Kultur ohne Schußweitewaffen, wie wir Menschen sie gebrauchen, nicht schaffen können.
Da unsere menschliche Geschichte so untrennbar eng mit Waffen verknüpft ist, sind Waffen auch nicht irgendwelchen sonstigen Gebrauchgegenständen gleichzusetzen. Waffen genießen bei ihren Freunden und Gegnern immer eine besondere Stellung. Sie tragen über deren Zweck hinaus eine Bedeutung in sich, wie sonst vielleicht nur seegehende Schiffe oder Kunstgegenstände. Aufstieg und Fall aller Völker aller Zeiten dieser Welt ist unabdingbar an Waffen geknüpft.
Waffen atmen derartige Geschichte. Dabei kann sowohl das gewisse Baumuster einer bestimmten Waffe, als auch deren Besitzer der Waffe die besondere Bedeutung verleihen. Unser Vorfahren heißten ihre Waffen sogar Namen; nicht nur wie in der aufgeklärten Moderne eine Seriennummer des Industriezeitalters. Hermann des Cheruskers Schwert mit dem er die römische Invasion nach Germanin im Teutoburger Wald aufhielt. Oder als Schweizer, Wilhelm Tell’s Armbrust mit der er in der hohlen Gasse den von den Habsburgern für die Innerschweiz eingesetzten Vogt Geßler erschoß. Daraufhin sich die Schweiz aus dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation herauslöst und darob ihre Eigenstaatlichkeit begann. Wer möchte nicht Hindenburg's Dienstpistole, die er trug als er in Tauroggen gegen sechsfache feindliche Übermacht den Ersten Weltkrieg gegen Rußland für Deutschland gewann (Frieden von Brest-Litowsk) in seiner Sammlung wissen.
Daher ist Waffen zu sammeln eine geradezu mystische Art sich mit Geschichte zu beschäftigen.
Von berühmten Waffentragenden mal abgesehen, kommen den technischen Irrungen und Wirren auf dem Weg vom Faustkeil bis zur zum Sturmgewehr auch geschichtliche, zum Teil epochemachende Bedeutung zu. Wenn Kaiser Wilhelm II die Erfindung der Gebrüdern Paul und Max Mauser bei deren Vorstellung der Selbstladepistole C-96 (Kal. 7,63 Mauser) im Jahre 1896 vor der Preußischen Gewehrkommission auf dem Schießstand Katharinenholz, unweit des Sommerschlosses Sanssouci als Kavallerieseitenwaffe anerkannte „Gut! Machen Sie mir ein Gewehr der Art!“ und Paul Mauser ein Leben lang den Auftrag zu verwirklichen suchte, bei den Versuchen ein Auge verlor, und die Sache letztlich an den Behörden, die bis 1943 verboten den Lauf zum Gaszapfen anzubohren, scheiterte, dann sind auch die Irrungen und Wirrungen auf dem Weg vom Repetierer des 19ten Jahrhunderts bis zum Sturmgewehr des 20. Jahrhunderts bedeutende Meilensteine der Geschichte.
Eine Waffensammlung ist dabei nicht an den Geldwert der Stücke gebunden. Die Technik- oder kulturgeschichtliche Bedeutung einer Sammlung, oder auch nur eines einzelnen Stückes ergibt sich aus deren Stellung in der Geschichte selbst. Sammlungen auf Stücke bis zu einem gewissen Zeitpunkt, oder eine gewisse Bauart oder Zweck festzulegen, widerspricht der Bedeutung die Waffen im Laufe der Geschichte hatten, haben werden. Die Zeit läuft weiter.
Wenn ich in Karlshorst, da Generalfeldmarschall Keitel am 8. Mai 1945 vor den Alliierten, insbesondere Marschall Schukow, kapitulierte, im heutigen Deutsch-Russischen-Museum, ein Wunderwerk der Technik seiner Zeit, das Sturmgewehr 44, dessen Bauprinzip den Gebrüdern Mauser ein halbes Jahrhundert verboten war, das heute das Grundmuster für die Bewaffnung aller Armeen dieser Welt darstellt, rüde im Lauf mit einer Bohrung beschädigt sehen muß, finde ich die Zerstörung schwer zu verantworten. Wie können wir der Bedeutung eines solchen Ortes und einer mit dessen Geschichte untrennbar verbundenen seltenen Waffe, gerecht werden, wenn wir das kostbare Stück anbohren. Es ist als wolle man im der Kunstsammlung Prado in Madrid dem Gemälde "Nackte Maja" von Goya einen Schlüpfer übermalen, weil sonst Minderjährige auf dumme Gedanken kommen könnten. Undenkbar! Bedeutende geschichtliche Stücke zu verändern, gehört sich nicht. Eine für andere wertvolle Exponate (z. B. kostbare Gemälde oder antike Statuen) übliche Sicherung sollte reichen.
Für einen geschichtsbewußten Staat gehört sich nicht, für Waffen solch schändende Zerstörung von Museen und Sammlungen zu fordern. Vorschlag: Alte Waffen in Sammler- oder Museenhand sollen in ihrem gebrauchsfähigen Urzustand schießfertig erhalten bleiben dürfen, statt brutal Löcher in sie bohren zu müssen. Eine Schande! Denkt auch an den internationalen Leihverkehr für Wanderausstellungen und den Tausch zwischen Museen, der mit derlei Zerstörungen unsererseits ausgeschlossen wird, weil ausländischen Institutionen sich über derlei Stücke nur noch totlachen!
Jagd, Sport, Sammeln, Brauchtum, Notwehr, Gefahren, Sinn und Zweck deutscher Waffengesetzgebung, Zu erwartende Erfolge einer Waffenrechtänderung, Zumutbarkeitsgrenzen, Selbstverteidigung gar ohne Waffen?, Öffentliche Meinung, ,,Sichere Aufbewahrung" in Finnland, Erfahrungen in Schweiz, Australien, Amerika, Jude klagt, ... nach Erfurt, Schützenvereine, Waffenverbandserklärung, FDP
Brauchtum braucht Waffen: Friedrich der II, auch Friedrich der Große genannt, war der preußische König, der angesichts der im Nachbarland Frankreich erfolgten Umwälzungen einen Weg suchte im Reich die Regeln den damals neuen Zeiten anzupassen. Er suchte einen Staat zu führen der den den Bedürfnissen des Volkes diente, das Volk und Land entwickelte, kräftigte und zur Blüte führte. Er war neuen Gedanken aufgeschlossen, holte durch vorzügliche Behandlung ausländische Fachleute nach Preußen. Holländer, die den Wasserbau wie sonst niemand konnten, machten den Oderbruch urbar, ließ in Ostpreußen den Friedrichgraben zwischen Memel und Gilge graben, daß der ganzen Küstenstrich hinter dem kurischen Haff urbar und besiedelbar wurde. Obwohl unumschränkter Herrscher, der sich die Wurst nicht vom Teller zeihen ließ, begriff er Montesquieu’s Gedanken der Rechtstaatlichkeit als auch für sich verbindlich indem er im Streit mit dem Müller, der neben seinem Sommersitz Sanssouci bei Wind laut klappernd mahlte, sich dem Gerichtspruch „Arbeit geht vor“ beugte. Er hätte den Müller auch für immer in den Kerker stecken können.
Wegen seiner besonderen Wirkung im geschichtlichen Übergang vom Absolutismus zum modernen Rechtsstaat ist der Mann noch heute in aller Welt so berühmt, daß sogar amerikanische Präsidenten den Wunsch äußern, gerade in Sanssouci einmal speisen zu dürfen, was ihnen gewährt wird. Als großer Herrscher seiner Zeit hielt „der alte Fritz“ sich als Leibwache die berühmten Langen Kerls. Die waren bewaffnet. In Erinnerung an den großen preußischen König gibt es die „Langen Kerls“ als Brauchtum pflegenden Verein noch heute. Solche Geschichte bewahrenden und weitergebenden Leute brauchen selbstverständlich die in die bewahrte, nachgestellte Zeit gehörigen Waffen, müssen damit zu gegebener Gelegenheit auch schießen. Jede Nation benötigt lebendiges Geschichtswissen, um sich in der Welt zurecht zu finden, um Werte zu erkennen und einordnen zu können. Ohne Geschichte wäre Alles beliebig. Gemeinsame Geschichte stiftet gemeinsamen Sinn und Zusammenhalt. Werte, die wir in der heutigen globalisierten arbeitsteiligen Industrie-, Handels- und Dienstleistungsgesellschaft mehr denn je brauchen.
"Wildschütz Jennerwein" ein Wilderer also, der durch die
Kugel eines "feigen Jägers" in den Rücken gestorben sein soll, und der "Räuber
Mathias Kneißl" aus dem Landkreis Dachau, dessen letzten Worte "Gehd d'Woch
scho guad o!" (hochdeutsch) "Die Woche fängt ja schon gut an!", als er an
einem Montag in Augsburg unter das Fallbeil mußte, begeistern noch heute,
obwohl er ein zweifacher Polizistenörder war. Wie so oft - ein ganz "normaler"
Verbrecher, der erst im Nachhinein zu einer Art Volksheld Robin Hood wurde ...
wie auch immer - die Leut brauchen sowas. Trotz Bewachung wird am Jennerwein's
Todestag als Ehrung immer wieder eine gewilderte Gams an seinem Grab in
Tegernsee abgelegt. In letzten Fall fördert als Ruhm verheißende
Bewährungsaufgabe die Strafe das Brauchtum. Zur lebendigen Brauchtumspflege
gehören in allen Ländern die jeweiligen Waffen vergangener Zeit, ob nun
Armbrust, Steinschloßbüchse oder Mauser's Militärgewehr 98, von dem immerhin
so 150 Millionen Stück gebaut wurden, dessen Patrone 88 (aus dem
Dreikaiserjahr 1888) noch heute Grundlage fast aller Jagdpatronen dieser Welt
ist.
Mauser gedenkend, sollte eigentlich in jedem Haushalt ein Gewehr 98 stehen.
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Notwehr braucht Waffen: Angegriffene steht meist ohne Hilfe allein da. Die Polizei schützt ihn nicht. Die verfolgt später nur den Täter, um ihn seiner gerechten Bestrafung durch die Gerichte zuzuführen. Straftaten können so nicht unmittelbar verhindert werden. Das kann jedermann nur (ggf. (mit oder ohne Schußwaffen) bewaffnete) selbst in eigener unmittelbarer Notwehr. Schlimme Verbrecher kann man nicht mit guten Gesetzen von bösen Straftaten abhalten, versteht sich von selbst. Auch die Polizei kann Verbrecher nicht hindern böse Straftaten zu begehen. Nur der Angegriffen selbst kann sich in seiner Not wehren, am besten hinreichend bewaffnet. Verbrecher wollen ihren ungerechtfertigten Vorteil ja gerade gewinnen, indem sie Gesetze, an die sich alle Gesetzestreuen anderen halten, brechen. Wollten sich Verbrecher an Gesetze halten, wäre deren vermuteter Übervorteil Regeln zu verletzen, über jene, die Gesetze für sich als bindend ansehen, hinfällig. Die Behinderung der Verbrechensopfer sich bewaffnet zu wehren begründet den eigentümlichen Unsinn deutscher post-RAF Waffengesetzgebung seit 1972.
Als nach dem Krieg und Wiederaufbau unseres zerstörten Deutschlandes die ersten erwachsenen Kinder ihre Eltern in den 60er Jahren zu fragen begannen „Was tatet ihr im Dritten Reich?“ und nicht alle Antworten gefielen, entstand ein breite Protestbewegung gegen Eltern, überhaupt gegen alles alt hergebrachte. Deren krassesten Auswüchse jenseits des äußersten Randes, wurden, außerhalb der Gesellschaft, die Banken überfallenden, entführenden, erpressenden, mordenden Terroristen der Roten Armee Fraktion (RAF). Das alte Waffengesetz von 1938 schien plötzlich nicht mehr gut genug zu sein, gesellschaftlichen Entwicklungen dieser Art Herr zu werden. Ein falscher Ansatz, wie sich später zeigte. Waffengesetze können als reines Ordnungsrecht, auch wenn strafbewehrt, nicht gesellschaftliche Entwicklungen beeinflussen.
Schon die Nazis, die 1938 mit dem damaligen Waffengesetz, um das Verbrechen auszurotten, die bis dahin übliche freie Waffennutzung einschränkten, konnten selbst mit dem totalen Staat, mit heute indiskutablen weitestreichenden Zwangsmitteln, das gesetzte Ziel nicht erreichen. Auch im Dritten Reich wurden den drakonischen Strafen trotzend, Verbrechen begangen. Die einfältige scheinbare Einsicht „Ein starker Mann, werde mich schon schützen, werde das schon machen!“ ging und geht nicht auf. Verbrecher werden nämliche so geschreckt:
Der angehende Verbrecher bildet ein Wagnis-zu-Gewinn-Verhältnis.
Gewagt wird gesellschaftliche Mißbilligung, Ächtung, Haft, Strafe, Verletzung oder gar der Tod. Gewonnen sollen Geld, Macht, u. ä. werden. Dann stellt er noch eine Entdeckungswahrscheinlichkeit auf. Nach Prof. Hans Alberts, Polizeihochschule Hamburg, ist die ein wesentliches Merkmal Täterverhalten zu erklären.
Erst nach geschätztem Wagnis-zu-Gewinn-Verhältnis entscheidet sich der Verbrecher zu handeln.
Ein bewaffneter Angriff gegen bewaffnete Opfer ist äußert gewagt, denn ein Schußwaffenangriff nimmt die eigene leibliche Vernichtung in Kauf, denn nur gekonnte schwierige Kopf- und hohe Wirbelsäulentreffer führen zur sofortigen Kampfbeendigung, lärmen, ziehen Aufmerksamkeit und Polizeierscheinen nach sich, werden in der polizeilichen Ermittlungsarbeit bevorzugt.
Für solch hohes Wagnis sollte sich der mögliche Gewinn dann schon lohnen, sonst sucht sich der angehende Verbrecher einen anderen Weg sein Bedürfnisse zu befriedigen, läßt also den Vorsatz ein Gewaltverbrechen gegen ein bewaffnetes Opfer zu führen, leichter fallen als gegen ein unbewaffnetes Opfer. Verbrecher wollen Beute – keine Schießereien.
Anscheinend denken Verbrecher eben genau so, denn die Gewaltverbrechenzahlen sind in den meisten US-Staaten, die Schußwaffen zu führen erlauben, niedriger als im heutigen entwaffneten England! Auch in dem seit der Jahrhundertwende weitgehend entwaffneten New York City bewirkt das Waffenverbot nicht das gewünschte Ergebnis, Gewaltverbrechen mit Schußwaffen zu verhindern. In England und Australien stiegen ach den dortigen Kurzwaffenverboten die bewaffnete Kriminalität mit eben solch Kurzwaffen stark an. Die Verbote waren kontraproduktiv. Waffenverbote begünstigen böswillige Angriffe gegen wehrlose Opfer!
Jeder Soldat, Polizist oder Jäger läuft andauern bewaffnet unter Bewaffneten herum. Zwischen denen herrscht gelegentlich auch Streit. Den Streit beizulegen werden hier Waffen grundsätzlich nie gebraucht. Im Gegenteil! Das Wissen um den Besitz der eigenen Waffe hilft oft, den eigenen Streitgeist im Zaume zu halten, sich in beherrschter Selbstzucht zu üben. Wer will schon wegen einer Unbedachtsamkeit seine Lizenz verlieren?
Ist nun deutlich, nicht Waffen, sondern Verbrecher bilden das Problem?
Verbrecher sollen also bekämpft werden, nicht Waffen. Denn nicht Waffen, sondern Menschen, und zwar böse, klauen, brechen ein, brennen, schänden, töten oder morden gar. Damit die Guten sich der Bösen erwehren können, sollen die Guten die Möglichkeit haben sich zu bewaffnen und ggf. die Bösen abwehren zu können. Die Kriminellen sind eh schon, werden immer als deren ureigenes Handwerkzeug bewaffnet sein und bleiben. Ordnungsrecht betrifft nur die, die sich daran halten. Verbrecher nicht. Verbrecher halten sich nicht ans Waffengesetz. Die erreicht man damit nicht. Solange gesetzgebende Politik diesen grundlegenden Zusammenhang zwischen gesellschaftliches Handeln lenken sollenden Wunschvorstellungen und tatsächlichen, unmittelbaren Gesetzwirkungen für das einzelne Opfer mißachtet, läuft sie ins Leere. Wenn der Gesetzgeber widersinnig Täter und Opfer in einen Gesetztopf wirft, beide gleich regeln will, obwohl nicht Gleiches zu regeln ist, statt die Schutzwürdigen von den Rechtbrechern getrennt zu behandeln, wird sich Verbrechensabwehr nicht bessern lassen, Mitglieder der Ostmafia sind mit gemeldeten Waffen mitsamt den dafür nötigen (ggf. falschen) Waffenpapieren ausgerüstet. Täuschende falsche Papiere sind für organisierte international operierende Verbrecher ebenso Handwerkszeug wie Waffen. Verbrecher muß man mit polizeilichen Mitteln verfolgen, nicht mit Ordnungsrecht.
Die strafverfolgenden (sic!) Staatsanwaltschaft und Polizei regen sich immer erst nach der bösen Tat. Die Polizei läuft den Tätern nach der Tat hinterher, nicht dem Opfer schützend vorweg, sofern es sich nicht vielleicht um den Landesinnenminister auf Reisen handelt, sondern um Oma vorm Fernseher im Sessel mit dem Familienschmuck und ein klein bißchen Bargeld im Schrank.
Der nicht Opfer sein will muß sich schützen. Der nicht ungeschützt Opfer sein soll, muß sich selbst wehren können. Um sich notfalls wehren zu können, darf ich dem Opfer nicht per Waffengesetz verbieten, sich zu bewaffnen.
Die letzten Teile der terroristischen RAF, die damals mit größtem Aufwand gesuchte Staatsfeindin Nr.1, die nicht erschossen wurden oder im Gefängnis landeten, ließen von deren vermeintlichen anti-nationalsozialistischen Gewalttaten (denn die alten Nazis waren schon seit Jahrzehnten von der Geschichtsbühne verschwunden, die nachahmenden Glatzkopfbomberjackentypen gab es damals noch nicht) für eine pro-sowjetische Zukunft erst ab, als sich die kommunistische Idee mit deren Zusammenbruch endgültig selbst erledigt hatte, ab. Nicht Gesetze, noch Verfolgung, und zwar mit größtem Einsatz, konnten die „linken Brüder“ von deren wirren bösen Taten abbringen, sondern allein deren verlorener Traum.
Wozu noch Terroristenwaffengesetze von 1972, wenn keine Terroristen von 1968 mehr da sind?
Schon das Reichswaffengesetz von 1938 konnte seinen beabsichtigten Zweck, gewaltige Verbrechen mit Waffen zu verhindern, nicht erfüllen. Genau so wenig wie das Bundeswaffengesetz von 1972 den Terrorismus nicht aushebeln konnte. Die Leidtragenden der sich jeweilig verschärfenden Gesetze waren die schutzlos gemachten Bürger, die nun immer leichtere Opfer der Verbrecher wurden. Halt – nicht ganz! Wir Deutschen haben die verordneten Gesetze nie ganz vollzogen. Sowohl unter Hitler, als wir uns wegen kleinerer Kleinigkeiten, als verbotene Waffen zu besitzen, schnell morgens um 2 Uhr von der GeStaPo abgeholt uns im KZ oder am Galgen wiederfanden, noch nach dem verlorenen Krieg, als die Besatzer schlicht jeden zu erschießen drohten, der noch eine Waffe habe, gaben wir alle Waffen ab. Ein paar Waffen, alte Prügel, gerade genug um dem Schein Genüge zu tun, wurden vielleicht abgegeben. Die meisten Waffen blieben den Drohungen trotzend dort, da sie hingehören: im Haus. Übliche Schätzungen gehen von 5 bis 10 Millionen Waffen in deutscher Hand aus. Dabei sind oft mehrere Waffen in einer Hand, so daß die Zahl durch Waffen geschützter Haushalte als noch geringer anzusehen wäre. Wenn ich bedenke, wie ich oft in Erbfällen bei Waffen als bekannter Jäger um Rat gefragt werde, wieviele jener Waffen teils seit vielen vielen Jahrzehnten über Kriege und Besatzungen hinweg, nicht angemeldet sind, dann erschienen mir vorige Schätzungen über deutschen Waffenbesitz in privater Hand glaubwürdig.
Der „deutsche Michel“ ist wohl gar nicht so trottelig, wie er in den Witzblattzeichnungen verrissen wird.
Denn nicht nur Verbrecher wägen Wagnis gegen Gewinn ab, auch Väter: Des gewöhnlichen Familienvaters (Opfer) Rechnung sieht so aus:
Er wohnt mit seiner Sippe in geordneten Verhältnissen zu Haus in bescheidenem Wohlstand. Er hat wie alle sein Auto, seine Einrichtung, sein Sparkonto. Er lebt so, daß er niemals Ärger mit der Obrigkeit hervorrufen wollte und würde. Er ist unauffällig harmlos, wie eben fast alle.
Seit Polen offen ist, schwappt das ganze Elend von Asien bis Schneidemühl zu uns in den „goldenen Westen“. Gegen uns ist Polen bitter arm, Rußland und Rumänien noch ärmer. Wie müssen wir den noch weiter Gereisten erscheinen, wenn die schlesische Alte, die gelegentlich ein Westpakete, wie wir nach dem Krieg Care-Paktete von den Amerikanern, bekamen, bekommt, bei Besuch aus Rußland sagt, denen erschiene Schlesien „reich wie Amerika“! Durch die völlig anderen Verhältnisse hier und da ist er plötzlich für Leute, die außer ihrem Leben kaum noch etwas zu verlieren haben, wie eine gemästete Weihnachtsganz reif zu schlachten. Wenn die bürgerkriegsgewohnte albanisch Banden erst in seiner Wohnung sind, kann er die Polizei nicht mehr zu Hilfe rufen. Wenn seine Frau vergewaltigt, er solange gefoltert, bis er doch die Geheimzahl zu seiner EC herausgab und beide überleben, haben sie noch Glück gehabt.
Aber er hat ja noch Großvaters, oder Vaters, oder die nicht gemeldete, von Freunden gekaufte alte Luger08 Pistole. Die Gute liegt geladen griffbereit im Nachttisch. Gut. Dann also Sieg oder Tod! Er ist doch nicht so blöd, seine einzige Lebensversicherung aus der Hand zu geben. Ne, echt nicht!
Den Gewinn, einen Angriff zu überleben, kann er gar nicht hoch genug werten.
Nun zu anderen Seite des Wagnis-zu-Gewin-Verhältnisses. Da der Vater keine Genehmigung besitzt (er kein Sportschütze oder Jäger ist, er kein anerkanntes Bedürfnis eine Waffe zu besitzen, sich zu schützen hat, keines Bedürfnisses würdig scheint, so sieht der Staat also seinen Wert, interessant, wird er sich merken, wenn der Staat mal was von ihm will) ist er vom Staat mit Strafe bedroht. Was kann ihm schlimmsten Falles geschehen? Das erste mal ein saftige Geldstrafe. Das zweite Mal schon ein halbes Jahr Haft, oder so. Wie oft wird er wohl erwischt, wenn er nicht in der Kneipe am Kiez mit der „Wumme“ den Dickem markiere, sondern die Waffe fein säuberlich nur zur ggf. Abwehr rechtswidriger Angriffe in Notwehr bereit hält. Na, genau so oft wie die anderen 5 oder 10 Millionen, die es genauso machen, also fast nie. Im Vergleich auf der einen Seite Leib, Leben, Gut, Ehre oder Glück zu verlieren, oder auf der anderen Seite fast nie zu einer Strafe verurteilt werden zu können, wiegt dermaßen deutlich zu einer Seite, daß er keine Schwierigkeiten hat sich richtig zu entscheiden! Auch wenn die Strafe verschärft würde.
Oder zeigen wir einen Mann mit Wirtschaft in einer Kleinstadt auf dem Lande. Ein Familienbetrieb. Frau, Schwägerin und Großmutter arbeiten mit. Alle Einnahmen fließen bar in die Kasse. Der Mann bring sein Geld regelmäßig zur Bank. Schutzbedürftig? Derzeit nach gängiger Rechtslage mitnichten. Denn 500.000 DM ( immerhin ½ Million DM) sind die regelmäßig bewegte Summe, ab der ein Bedürfnis für einen Waffenschein, also die Berechtigung eine Waffe zum Schutz in der Öffentlichkeit zu führen beträgt. Der Mann bewirtschaftet nicht das ,,Vier Jahreszeiten" Hotel in Hamburg oder das ,,Adlon" in Berlin. So groß ist er nicht. Nein, ganz gewöhnlich. Der Mann sieht das Schutzbedürfnis für sich und die Seinen allerdings nicht erst bei haushohen Beträgen, denn mehrere Familien mit Kindern leben von der gut gehenden Wirtschaft. Die Häuser der Beteiligten sind, wie üblich, teils auf Kredit gebaut, die nun abgezahlt werden. Jeder im Ort weiß, wann der Mann mit dem Geld zu Bank fährt. Also steckt er sich die Pistole eben so in die Tasche. Lieber 15 Minuten verboten, als das ganze Leben tot, sagt er sich.
Als Sportschütze hätte er zwar Waffen, aber eben nur Sportwaffen. Sportwaffen taugen nicht als Dienstwaffen und umgekehrt. Der Mann wäre dann immerhin sachkundig, an Waffen geübt, aus dem Geschäft gewohnt Verantwortung für sich und andere zu tragen.
Pappi Großvaters hat die 08-Luger aus Flandern schließlich bei Todesstrafe vor den Russen bis zu ihm hinübergerettet. Da wird er doch nicht den Familienstolz beschmutzen und das Erbe wegen ein paar Monaten „schwedischer Gardinen“ mit Freigang weggeben; obendrein als leichtes und bekanntes Opfer seine Lebensgrundlage gefährden. Nein, nie; Er ist doch nicht blöd!
Das sind also die normalen Familienväter, die normalerweise nicht mal ein Markstück stehlen würden. Sind die nun kriminell? Nein! Aber die schiefe Gesetzlage, die des Mannes Schutzbedürfnis verneint, kriminalisiert ihn dennoch!
Das Waffengesetz soll dem häuslichen Schutzbedürfnis endlich wider Rechnung tragen und jedem für den Hausgebrauch notwendige Waffen gewähren.
Zitat Herr Janssen:
Der Nutzen des privaten Waffenbesitzes in den U. S. A. überwiegt den Schaden bei weiten, nicht nur indem die Waffe bei einer Bedrohung abgefeuert (~ 1470 Fälle, s. o.) oder entblößt wird (zwischen 1,5 und 2,5 Mio. Fälle, je nach Studie, s. z.B. [2a]), sondern indem das Wagnis, auf ein bewaffnetes Opfer treffen zu können, Kriminelle ganz abschreckt oder auf konfrontationslose Straftaten ausweichen läßt. Diese Abwägung gilt unter Kriminologen als gesichert: Kleck erhielt für [2a] 1993 den Hindelang Award, die höchste Auszeichnung der ,,American Society for Criminology" für den wichtigsten Beitrag zur Kriminologie der vorangehenden drei Jahre.
[2] a) Gary Kleck, "Point Blank: Guns and Violence in America", Aldine de Gruyter, ISBN 0-202-30419-1 (1991); b) National Safety Council, "Accident Facts", ISBN 0-87912-183-1, (1994).
Hier folgt weiteres zu Selbstschutz und Notwehr, einschließlich ethischer und rechtlicher Betrachtungen.
Jagd, Sport, Sammeln, Brauchtum, Notwehr, Gefahren, Sinn und Zweck deutscher Waffengesetzgebung, Zu erwartende Erfolge einer Waffenrechtänderung, Zumutbarkeitsgrenzen, Selbstverteidigung gar ohne Waffen?, Öffentliche Meinung, ,,Sichere Aufbewahrung" in Finnland, Erfahrungen in Schweiz, Australien, Amerika, Jude klagt, Abgeordnete (MdB) ...nach Erfurt, Schützenvereine, Waffenverbandserklärung, FDP
| Tatwerkzeuge - Straftaten | |
| Messer | 237 |
| nachweislich illegal beschaffte Schußwaffen | 56 |
| Baseballschläger | 31 |
| Maschinenpistolen, Besitzverbot, der Erwerb entzieht sich vollständig dem Waffengesetz | 31 |
| Handgranaten, Besitzverbot, der Erwerb entzieht sich vollständig dem Waffengesetz | 18 |
| Eisenstange | 17 |
| Beil, Axt | 15 |
| Straftaten von Polizisten mit Polizeiwaffen (keine Vorfälle während des Dienstes) | 14 |
| Hammer | 11 |
| Aids-Spritze | 7 |
| Knüppel, Nagelbrett | 7 |
| gelenkter Angriff durch Hund, teilw. mit Todesfolge! | 5 |
| Schwert | 5 |
| Schraubenzieher | 4 |
| Stein | 4 |
| Schere | 3 |
| Schal, Schnürsenkel | 3 |
| Schlagring - Besitzverbot durch Waffengesetz | 3 |
| Panzerfaust - Besitzverbot durch Waffengesetz | 3 |
| Schreckschußpistolen | 3 |
| Armbrust, frei verkäufliche tödliche Waffe, ein Angriff auf Polizei | 2 |
| gezieltes Feuerlegen, in einem Fall Frau mit Benzin übergossen | 2 |
| Spielzeugpistolen | 2 |
| Fleischgabel | 2 |
| Jagdgewehr, also legal besessen, jeweils Selbstmorde | 2 |
| Spaten, z. B. Opfer Jakub Fitsman | 2 |
| Fahrradkette | 2 |
| Jagdgewehr, also legal besessen, Bedrohung | 1 |
| Kettensäge, Angriff auf Polizisten | 1 |
| Blasrohr | 1 |
| Golfschläger | 1 |
| Motorradhelm | 1 |
| Ersticken durch Kissen | 1 |
Obwohl hier (Statistik zu tatsächlichem Waffengebrauch, Tatwerkzeugtabelle rechts) hier nur ein kleiner Teil der jährlich stattfindenden Straftaten ausgewertet werden konnte, verhalten sich die Tatwerkzeuge zueinander für alle Taten stellvertretend. Schwere Straftaten seit 1998 im Großraums Frankfurt/Main, bei denen die benutzte Waffenart gemeldet wurde, wurden gemustert. Als Ergebnis zeigt sich, fast so viele Straftatenwerden mit Messern, wie mit allen anderen Waffen zusammen, begangen. Blickt man lediglich auf Faustfeuerwaffen, so machen selbst die illegal besessenen gerade mal 10% der benutzten Tatwaffen aus. Gewehre - sieht man von zwei Jägerselbstmorden ab - werden in der Statistik überhaupt nicht genannt. Insgesamt fällt auf, die meisten schweren Straftaten werden mit vollständig frei verfügbaren und haushaltsüblichen Gegenständen, an deren Verbot oder Einschränkung niemand auch nur im Geringsten denkt, verübt.
Gesetzwidrig besessene Waffen, der nächst folgende Anteil, können durch Gesetze nicht weiter geregelt werden, denn sie sind bereits verboten. Deren illegale Besitzer beweisen damit ohnedies nicht daran denken, sich an Gesetze zu halten. Ordnungsgemäß besessene Waffen spielen kaum eine Rolle, nur bei Polizisten, die ihre Dienstwaffe zu Straftaten einsetzen. Ansonsten sind legale Waffen überwiegend bei Selbstmorden und Affekthandlungen gegen den Lebensgefährten etc. eingesetzt worden, also bei Straftaten, bei denen ansonsten andere Mittel, oft Küchenmesser etc. eingesetzt wurden. Daher, hätte der Täter keine Schußwaffe besessen, ist kaum erkennbar, wären dieser Affekthandlung mangels Waffe unterlassen worden.
Waffen sind gefährlich. Dazu sind sie da. Gefährlich zu sein ist ihre eigene Bestimmung. Nehmen wir mal die Jagd und Sportwaffen aus, wenden uns den Verteidigungswaffen für das Haus zu. Also den Waffen, die der häuslichen Enge wegen, meist Pistolen sein werden. Welche Gefahr geht von diesen Waffen aus? Mißbrauch! Welcher Mißbrauch? Daß die bewaffneten wackeren Männer plötzlich nach der letzten Mineralösteuererhöhung das Finanzministerium stürmen, um dem „verdammten“ Finanzminister „der uns den letzten Tropfen Blut aus dem Tank saugen will“ endlich die letzte Stunde anzuzählen?
Wohl kaum. Es gab in Deutschland seit den ersten Waffengesetzen schon schlimmere Zumutungen. Nie wurde in Deutschland bewaffnet gestreikt. Der letzte Militärstreik 1918 richtete sich zuerst gegen den Krieg, weniger gegen die Regierung. Wir Deutsche sind nicht so. Wir Deutsche lieben berechenbare Verhältnis über alles Andere. wir wollen Ordnung. Wir möchte nicht selbst Unordnung verursachen. Uns Deutschen würde dabei schlecht werden. Waffen zur Revolution zu mißbrauchen ist einfach nicht deutsche Art.
Sicherheitswagnis: unausgebildete sachunkundige Verteidiger
Wie könnten Waffe sonst noch mißbraucht werden? Sachfremd! Oh, hier lauern wirkliche Gefahren. Waffen sind technische Geräte, deren Gebrauch erst gelernt werden muß. Um hinreichende Schießfertigkeiten, die in der Not dann nutzbringend eingesetzt werden können, zu entwickeln, muß der sich auf den Notwehrfall Vorbereitende üben. Den Schußwaffengebrauch sachgerecht zu erlernen, regelmäßig auf dem Stand zu üben fällt ohne Bedürfnis, => folglich ohne Genehmigung, => folglich ohne WBK aber sehr schwer. Zu Haus sieht niemand die verboten Waffe. Das Ding aber regelmäßig mit sich durch die Gegend zum Schießstand zu tragen ist schon etwas Anderes. Nein, nein. Die Waffe bleibt da sie schon immer war – zu Haus! ... und ihr Nutzer sachunkundig, ungeübt.
Statt die Tatsachen der vielen Waffen im schutzbedürftigen deutschen Volk zu leugnen, sollten wir die Augen öffnen, den wahren Zuständen in Auge sehen. Statt uns sich in immer maßregelndere Vorschriften „zum Wohle des deutschen Volkes“ „Seinen Nutzen mehrend und Schaden von ihm abwenden“ in Amtsstuben, Ausschußsälen und Parlamenten verträumt ein vermeintliches ,,Paradies" ohne Waffen zu ersinnen, sollen wir endlich die Notwendigkeit und Bedeutung der Waffen in Privathand für Deutschland anerkennen. Zur Besserung sollen wir kleinliche Gängelungen braver Bürger und beschämende Bedürfnisprüfungen als überflüssigen Unrat in den Müllkübel der Geschichte werfen. Der ins waffenlose ,,Paradies" streben mag, solle sich sehr sicher sicher sein, auch nur dorthin zu gelangen, in eine Welt ohne Fehl und Tadel! Andern Falles wappne er sich besser.
In Waffendingen wird der deutsche Staat nicht als freundlicher Dienstleister, der er so gern sein möchte, von seinen ihn tragenden Steuerzahler empfunden, sondern als ungnädige Herrschaft, der man sich unterwürfig als Bittsteller zu nähern habe. Die Lage ist doch inzwischen grotesk geworden. An jeder Dönerbude ist nach paarmaligem Erscheinen die Makarov oder Tokarev für „'nen Fuffi“ zu haben, während allein die Genehmigung einer Kurzwaffe auf dem Amt 150 DM kostet, von dem möglicherweise wegen ungünstiger Öffnungszeiten und weiter Wege auf dem Land notwendigen Urlaub und demzufolge Ferien- oder Lohnverlust gar nicht zu reden. Frau und Kinder werden sich bedanken, wenn Pappi deswegen nicht mit ins Freibad oder zum Weihnachtsmärchen kann.
Der besorgte Vater Staat ist alt geworden. Zu alt um die heutige Welt seiner Kinder noch angemessen zu verstehen! Die sind aus der Schule längst raus, verdienen erstes eigenes Lehrgeld, fahren den eigenen Wagen, aber er will ihnen noch den Gebrauch von Streichhölzern verbieten wollen, da sonst das Haus abbrenne. Derartig klaffen Waffengesetz gegen Waffenwirklichkeit auseinander.
Viele gefährdeten und besorgten Väter, die mit der Waffe weder Einkaufszentren überfallen, noch Nachbarn, der seinen Hund schon wieder in den eigen Vorgarten hat sch... lassen gleich im Zorn mit der Waffe „umnieten“, sollen legal öffentlich ihre Waffen richtig zu gebrauchen lernen, damit Unfälle aus mangelnder Kenntnis und Übung gemindert werden.
Damit auch der kleine Mann ohne teure Leibwache sein Glück gegen Verbrecher schützen kann, soll ihm regelmäßig ein Bedürfnis ein Waffe zu besitzen unterstellt werden – ohne im deshalb eine Jäger- oder Sportschützenprüfung abzuverlangen.
Jagd, Sport, Sammeln, Brauchtum, Notwehr, Gefahren, Sinn und Zweck deutscher Waffengesetzgebung, Zu erwartende Erfolge einer Waffenrechtänderung, Zumutbarkeitsgrenzen, Selbstverteidigung gar ohne Waffen?, Öffentliche Meinung, ,,Sichere Aufbewahrung" in Finnland, Erfahrungen in Schweiz, Australien, Amerika, Jude klagt, ...nach Erfurt, Schützenvereine, Waffenverbandserklärung, FDP
Waffengesetze sollen, wie alles staatliche Handeln „zum Wohle des Volkes“ geschaffen werden. Sie sollen „seinen Nutzen mehren und Schaden von ihm abwenden“. Waffen sind bei der landschaftspflegenden und Essen und Freude bringender Jagd, oder dem gesellschaftlich zusammenhaltenden Gebrauch bei Sport und Brauchtumspflege, oder dem Weltverständnis durch Geschichtsbewußtsein fördernden Sammlungen geeignet „seinen Nutzen zu mehren“. Viel wichtiger, und zwar unabdingbar, sind Waffen geeignet von staatstragenden Bürgern „Schaden abzuwehren“, indem sie vor Verbrechen schützen!
Waffengesetzgebung soll als Zweck obigen verfassungsbedingten Sinn, auf den alle staatliche Würdenträger ihren Amtseid schwören, günstig befördern, zu verwirklichen helfen, nämlich zum Wohle des Volkes seinen Nutzen zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden.
Das geht manchmal schief, wie unten stehende Beispiele munter erläutern:
Stalin in der Sowjetunion verbot 1929 deren Bürgern Waffen zu tragen. Von 1929 bis 1953 wurden 20 Millionen politische Abweichler oder einfach Bürgerliche, unfähig, sich selbst zu wehren, von deren eigener sowjetischen Regierung zusammengetrieben und vernichtet.
Die Türkei verbot ihren Bewohnern 1911 Waffen zu tragen. Von 1915 bis 1917 wurden 1,5 Millionen Armenier, unfähig, sich zu wehren, von den Türken zusammengetrieben und vernichtet.
China verbot 1935 seinen Bürgern Waffen zu tragen. Von 1948 bis 1976 wurden 20 Millionen Antikommunisten, Christen, politischen Selbstständige und Erneuerer, unfähig, sich zu selbst zu wehren von deren eigenen chinesischen Regierung, zusammengetrieben und vernichtet.
Wir verboten 1938 Waffen. Von 1939 bis 1945 wurden 13 Millionen Juden, Schwule, Zigeuner, geistig kranke Leute und anderen ,,Untermenschen", unfähig, sich zu selbst zu wehren, von uns zusammengetrieben und zernichtet.
Guatemala verbot 1964 seinen Bürgern Waffen zu tragen. Von 1964 bis 1981 wurden 100.000 Maya-Indianer, unfähig, sich selbst zu verteidigen, von deren eigenen guatemaltekischen Regierung zusammengetrieben und vernichtet.
Idi Amin Dada in Uganda verbot 1970 seinen Bürgern Waffen zu tragen. Von 1971 bis 1979 wurden 300.000 Christen, unfähig, sich selbst zu wehren, von deren eigener ugandischen Regierung zusammengetrieben und vernichtet.
Pol Pot in Kambodscha verbot seinen Bürgern 1956 Waffen zu tragen. Von 1957 bis 1977 wurden 1 Millionen "Intellektuelle", unfähig, sich selbst zu wehren von deren eigenen kambodschanischen Regierung zusammengetrieben und vernichtet.
Da die Entgleisungen wohlbekannt sind, ist nicht mal mehr von der Möglichkeit auszugehen ein Volk ohne Bürgerkrieg zu entwaffnen, nicht mal uns Deutsche, die wir sonst nichts wie Unordnung fürchten. ... aber wenn's ums Leben geht ... Die letzte große Einkaufswelle zu Zeit der Notstandsgesetzgebung 1968 sättigte die Haushalte bereits.
Deutsche Waffengesetzgebung soll Waffengebrauch in sachgerechte, vernünftige und ungefährliche Bahnen lenken. Sie soll helfen die notwendigen Waffen zweckdienlich zu nutzen, ohne vermeidbaren Schaden anzurichten. Langwaffen lassen ich mal in der Schadenbetrachtung außen vor, da die so unhandlich sind, daß die kaum mißbräuchlich von Verbrechern eingesetzt werden.
Langwaffenerwerb sollten also im Sinne leerer Kassen und eines schlanken Staates, wie von 1848 bis 1972, wieder allen frei gegeben werden, um unnütze teure Verwaltung zu sparen.
Anerkannten Gewalttätern = Einschlägig vorbestraften, sollten Kurzwaffen zu besitzen verboten werden – ausschließen läßt er sich nicht.
Allen anständigen Deutschen sollte hingegen nicht länger das Bedürfnis, sich gegen die seit 20 Jahren zunehmend steigernde Gewaltbedrohung wehren zu können, staatlicherseits verwehrt werden. Die bewaffnete und legale Verteidigung von Leben, Gesundheit wie sonstigen schutzwürdigen Werten im eigenen Haus, also sich vorsorglich auf eine Notwehrlage vorbereiten zu können, sollte als allgemein notwendiges zu befriedigendes Bedürfnis regelmäßig angenommen werden. Laßt also besorgte Väter wieder legal werden. Sie schützen sich selbst, die Polizei kann den notwendigen Schutz nicht leisten.
Jeder Haushalt sollte in Kurzwaffe zur Heimwehr besitzen. Nachteile sind nicht zu erwarten, siehe Schweiz
Jagd, Sport, Sammeln, Brauchtum, Notwehr, Gefahren, Sinn und Zweck deutscher Waffengesetzgebung, Zu erwartende Erfolge einer Waffenrechtänderung, Zumutbarkeitsgrenzen, Selbstverteidigung gar ohne Waffen?, Öffentliche Meinung, ,,Sichere Aufbewahrung" in Finnland, Erfahrungen in Schweiz, Australien, Amerika, Jude klagt, ...nach Erfurt, Schützenvereine, Waffenverbandserklärung, FDP
Eine Lockerung im Sinne obiger Besserungsvorschläge (besonders des Schutzbedürfnisses als Waffenbesitzbedürfnis endlich anzuerkennen) würde zunächst einem weiten besorgten schützenwerten staatstragenden Bevölkerung endlich den Weg aus der Illegalität ermöglichen, in den sie bisherige Gesetze (wirkungslos) zwangen. Eine Lockerung würde so dem Rechtsfrieden dienen, Bürger und Staat in dieser Hinsicht wieder miteinander versöhnen. Der gute Schub könnte sich auch in Bereichen in denen der Staat auf das Volk angewiesen ist (z. B. Steuerfreudigkeit) auswirken.
Die überfällige Legalisierung möglichen Opfer, die sich verteidigen können müssen, würde den heutigen heimlichen Waffenbesitzern endlich ermöglichen sachgerecht mit ihren Waffen zu üben und sie sicher zu handhaben. So wird die Unfallgefahr durch sachfremden Gebrauch abnehmen. Die vielen vorhanden Waffen würden sicherer.
Die notwendige, aber aus den bekannten Gründen unterbliebene Waffenausbildung und -übung, wird deren bestimmungsgemäße Wirkung, nämlich Gefahren abzuwehren, zum Nutzen der sich Schützenden und zum Schaden der Verbrecher verbessern. Wenn die Bösewichter erst merken, was ihnen blüht, wenn sie in fremde Häuser, in denen sich Vätern mit Waffen, die sie auch zu gebrauchen wissen, befinden, einsteigen, werden die bald nach England weiterziehen.
Als Erfolg einer Waffenrechtlockerung wird Kriminalität zurückgehen.
Deutschland hängt in seiner Informationinfrastrukurentwicklung hinter den Vereinigten Staaten von Amerika weit hinterher. Fortschrittliche Entwicklungen zur Information- und Kommunikationstechnik kommen meist von dort aus den U. S. A. Wenn wir unseren Nachteil überwinden wollen, die Zukunftsfähigkeit Deutschland sichern wollen, müssen wir unbedingt amerikanische Fachleute ins Land holen. Denen sind aber Länder, in denen sie ihr Eigentum und Leben nicht ausreichend vor Kriminellen geschützt wissen, noch selbst mit der Waffe schützen können, unangenehm. Sie bleiben dann lieber weg. Diese weichen Standortnachteile behindern unsere wirtschaftliche Entwicklung. Einem Amerikaner oder Schweizer ist schlecht beizubringen, daß er seine Waffen zu Haus lassen muß, wenn er bei uns arbeiten soll. Er fühlt sich dann zu Recht wehrlos.
Ein durch Waffenrechtlockerung verbesserte Sicherheit und schwindende Kriminalität wirkte sich als Standortvorteil günstig auf die wirtschaftliche Entwicklung, damit verbunden auch hiesige Arbeitsplätze aus.
Waffenrechtverschärfungen würden kontraproduktiv wirken, weil sich noch Wenigere an nochmals verschärften Gesetze halten würden. Allgemeine Gesetzlosigkeit in bedeutungsvollen gefühlsbeladenen Waffendingen leistete aber einer insgesamt laxeren Haltung zu Gesetzen und Staat Vorschub. Derartige „Schüsse nach hinten“ gefährden die Übereinstimmung zwischen Staat und Bürger, richten allgemein mehr Vertrauensschaden an, als mit nicht zu erzeilender Sicherheitsmangelabwehr gewonnen werde könnte. Machen wir uns nichts vor: An Gesetze halten sich nur die Braven, jedoch nicht die einer Bestrafung Hohn lachenden Verbrecher.
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Über Zumutbarkeitsgrenzen zu schreiben ist nach dem bisher Erörterten eigentlich müßig. Die Zumutbarkeitsgrenzen sind lange überschritten. Jäger, Schützen, Sammler und Brauchtümler, die mit großem Einsatz ihre Zwecke zum gesellschaftlichen Allgemeinwohl betreiben, können auch in Zukunft deren Zwecke mit einigermaßen vertretbarem behördlichem Aufwand erreichen, weil bei denen die Waffen eben mit Leidenschaft verbunden sind, die auch Zeit- und Geldopfer trägt. Die gewöhnlichen Häuschenbauer sind mangels unmittelbar empfundener Notwendigkeit die Waffen öffentlich führen zu müssen, bereits vom gesetzlichen Regelwerk nicht mehr zu erreichen. Da noch von Zumutbarkeit zu sprechen, ist witzlos.
Eher ist zu fragen, ob der deutsche Staat sich selbst die nutzlose Verwaltung der braven Jäger, Schützen, Sammler, Brauchtümler in der bisherigen aufwendigen teuren Form noch zumuten sollte. Sollen ohne nennenswerten Sicherheitsgewinn unnötige waffenverbundenen Verwaltungslasten weiter getragen werden? Wozu? Die Leute sind viel zu sehr auf ihren anerkannten Waffenbesitz bedacht, als das sie zu unbeherrschte Dummheiten neigen würden. Daß der redliche Mann, der nur seine Familie, sein Leib und Leben, sein Haus und Gut notfalls vor Angriffen mit Waffen wirksam schützen können möchte, sein unmittelbar bestehendes Schutzbedürfnis, staatlicherseits nicht anerkannt bekommt, empfindet er als Zumutung.
Aber eben nicht nicht mit Ordnungsrecht für das gesetzestreue Volk, sondern mit polizeilichen Mitteln und entschlossener bewaffneter Gegenwehr aller Angegriffenen in Notwehr.
Die Öffentliche Meinung Meinung ist eh schon gekippt!
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Von Tilo Hacke. Spätestens gegen mehrere Gegner, bzw. auch nur gegen einen baseballschlägerschwingenden, glatzköpfigen, Bomberjacken tragenden, Springerstiefel tretenden Gegner kann JEDER Kampfkünstler einpacken - von Messern ganz zu schweigen! Dazu nenne ich hier aus Selbstverteidigungschwerpunkt Ju-Jutsu Fortgeschrittenen-Lehrgängen einige Erfahrungen.
Mehrere Gegner abzuwehren:
Bereits bei zwei geeint angreifenden Gegnern stellte sich heraus, für einen gewöhnlichen Ju-Jutsuka mit 2 wöchentlichen Übungsstunden ist einzig einigermaßen sicher möglich Schaden von Leib und Leben zu wehren, vorsorglich den Gegner anzugreifen
Nur wesentlich häufiger deren Fertigkeiten übende höhere Dan-Träger konnten derartige Angriffe auch ohne vorsorglich, d. h. den Gegner anzugreifend, zuverlässig wehren
Ab 3 Angreifern hatten nur noch die "Cracks" (Frank Pieskovy, Steiner, usw.) gute Abwehrquoten die auch nur, weil jene nur Techniken, die für die Angreifer im Ernstfalle tödlich wären, oder zumindest zu schwersten Verletzungen führten, nutzten
Zu Waffen:
Messer: Nur überdurchschnittlich Geübte könnten zuverlässig Messerangriffe abwehren. Gegen Messerangriffe genießen leichte, bewegliche Verteidiger Vorteile
Schwere, starre Schlagwaffen, wie Eisenrohr oder Baseballschläger: Da durch der Angriffwaffen hohen Gewichtes kurzzeitig tote Winkel entstehen, könnten, nach einiger Übung, sich mäßig Geübte gegen derartige Schlagwaffen wehren.
Leichte starre Schlagwaffen (Ratanstock, Golfschläger): Ungeübter Angreifer: sind deutlich schwieriger als schwere Schlagwaffen abzuwehren, da sich die toten Winkel kürzer bieten. Geübter Angreifer: Nur für Experten, Angegriffene: Bo-Jitsu-Erfahrung: Sind auch für Cracks fast unmöglich abzuwehren
Bewegliche Schlagwaffen (Ketten, Nun-Chaku): Ungeübter Angreifer: Wie schwere starre Schlagwaffe. Geübter Angreifer: Wie leichte Schlagwaffen
Während man mit einer Schußwaffe die Möglichkeit hat, einem mit Baseballschläger angreifendem ins Bein zu schießen (übliche Polizeitaktik), enthalten die für solchen Fall trainierten Ju-Jutsu-Techniken Komponenten „Genickdrehhebel“ oder „Ellenbogenschlag unters Kinn“ ein hohes Risiko damit zu töten. Da die einzige Möglichkeit waffenlose Selbstverteidigung wirksam zu gestalten, EXTREME Techniken anzuwenden ist, ist für den Angreifer selbst bei tatsächlicher Benutzung einer Schußwaffe das Gesundheitrisiko geringer, als bei waffenloser Selbstverteidigung. Merke: Obwohl es für den Außenstehenden nicht so scheinen mag, sind sichere waffenlose Techniken in der Not einen Angriff abzuwehren in der Regel EXTREM brutal, da man ja zur Abwehr die Schußweite aufgeben muß.
Kurz zusammen gefaßt:
Obwohl sich gelernte und geübte Kampfkünstler gegen derlei bewaffnete Angriffe ohne zusätzliche eigene Waffe möglicherweise wehren könnten, können nicht alle im Abwehrkampf hinreichend gut und schnell genug sein, um erfolgreich die Not zu wenden; Frauen oder Alte schon gar nicht. Folglich => Eine mitgeführte Schußwaffe "Herr 9 mm Luger" wehrt in Not jedenfalls zuverlässiger und für den Angreifer weniger schädlich, da in 95% der Straßenfälle wahrscheinlich schon mit der Waffe zu drohen reicht, die Angreifer unverrichteter Dinge wegzuschrecken. Alles andere ist Wunschdenken!
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Donnerstag, den 24. Februar 2000 20:15 Uhr wurde im 3 Programm Hessen eine Live-Diskussions "Legaler Waffenbesitz" gesendet. Die Frage erörterten ein Polizeigewerkschaftler, Rechtsanwalt Streitberger von Forum Waffenrecht sowie ein amerikanischer Journalist. Zu der Sendung wurde von 19:30 bis 20:45 eine Telefonabstimmung durchgeführt:
Von über 12.000 Anrufern stimmten 77% gegen eine Verschärfung, nur 23% dafür.
Timo Richter berichtet über die Sendung:
Im großen und ganzen einigte man sich in der Runde, nicht das Waffenrecht solle verschärft werden, sondern illegaler Waffengebrauchs besser kontrolliert werden, da in Deutschland 1. mehr illegale als legale Waffen im Volk sind und 2. Straftaten fast ausschließlich mit illegalen Waffen begangen werden.
Der Amerikaner meinte immer wieder, Waffen seien grundsätzlich zu töten da. Der Polizeigewerkschafter meinte, die Polizei könne aufgrund schlechten Etats und mangelndem Personal nicht gegen illegalen Waffenbesitz vorgehen. Außerdem fügte er hinzu, der Schußwaffengebrauch sei seit 1971 stark gesunken. Nur die Medien peitschen die Sache so hoch, daß dem Bürger Angst und Bange würde.
Timo Richter meint: Wenn die Polizei aufhöre, leicht zu fangende Verkehrssünder triumphierend als erwischte Schwerverbrecher unredlich als Sicherheitsgewinn hinzustellen, sondern sich kümmerte illegalen Waffenhandel einzuhalten, dann hätte die Polizei dafür auch genügend Polizisten. Da, zusätzlich zu allem das sonst noch für Unwesen mit illegalen Waffen getrieben wird, mittlerweile schon in Schulen Schußwaffen gehandelt werden, immer öfter Gewalttaten in der Schule verübt werden, steht die Gefahr der Waffen in Kinderhänden wohl in keinem Verhältnis zu der Gefährlichkeit eines Autos.
Die Bedrohung durch Kriminalität, verbunden mit deren als unzureichend empfunden staatlichen Bekämpfung, kippte 2001 nach 40 Jahren die regierende SPD in Hamburg vom Thron. Ole von Beust und besonders Ronald Barnabas Schill verbuchten eine erdrutschartigen Wahlsieg in traditionellen SPD-Wählerschaften in Wilhelmsburg und anderen ,,Kleine-Leute-Gegenden", also bei Menschen, die nicht wie ein Waffen- und Wundballistik-Sachverständiger Physiker seitenlange Erörterungen ins Internet stellen, sondern sich bedroht und verlassen fühlen. Von denen gibt es weit mehr als waffenkundige Akademiker. Diese vielen kleinen Leute wollen die im Schweiße ihres Angesichtes hart errungenen Früchte ihre Arbeit in Ruhe fröhlich genießen, statt sich von schwarzhaarigen Banden klauen zu lassen. Eigentum ist jedem Anständigen heilig. Ein junger Türke mit Wohnsitz in Bremen verdingte sich ebenso bei Osama bin Laden's Al Kaida, wie die orientalischen Flugschüler aus Hamburg-Harburg. Das Hamburger Wahlergebnis kann als eine Art ,,politischer Notwehr" aufgefaßt werden.
Wenn nun der Waffenbesitz, der allein schützen kann, noch weiter als bisher eingeschränkt wird, kümmert sich bald ,,keine Sau" mehr um das Waffengesetz. Dann herrscht landauf, landab fröhliche Illegalität. Bundestagsabgeordnete und Parteien, die solches fabrizieren, werden den gehörigen Denkzettel verpaßt bekommen.
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Seit Jahren fahre ich, erstmal vom finnischen Munitionshersteller Lapua als
Dank für meine Mitarbeit für Jagdmunition eingeladen, nach Finnland zur Jagd.
Bei etwa einem zehntel Bevölkerung wie in Deutschland jagen dort dennoch etwa
300.000 Mann. Im Schnitt also etwa zehnmal so viel wie hier bei uns. Im
übrigen gewannen die Finnen in ihrem letzen Kriege gegen die Sowjetunion ihre
Freiheit von russischer Fremdherrschaft. Lediglich Karelien ging verloren.
Daher mag verständlich erscheinen, daß die Finnen viel unverkrampfter mit
Waffen umgehen als wir. Nehmen wir nur die sogenannte ,,Sichere Aufbewahrung".
Gerade weil in Finnland, zumindest auf dem Land in jedem Haushalt, überall
Waffen sind, meist Jagdwaffen, ist die sicher Aufbewahrung dort wichtig. Ein
Waffe sicher aufzubewahren bedeutet in Finnland, sie an den Garderobenhaken zu
hängen, damit niemand darüber fällt. Mehr nicht! Dessen trotz geschieht dort
auch nicht mehr oder weniger Bösen mit Waffen, als in anderen Ländern auch.
Die Aufbewahrung ändert daran nichts.
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Sammeln, Brauchtum,
Notwehr, Gefahren,
Sinn und Zweck deutscher Waffengesetzgebung,
Zu erwartende Erfolge einer Waffenrechtänderung,
Zumutbarkeitsgrenzen,
Selbstverteidigung gar ohne Waffen?,
Öffentliche Meinung, ,,Sichere
Aufbewahrung" in Finnland, Erfahrungen in Schweiz,
Australien, Amerika,
Jude klagt,
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FDP
Von Tom Jenny: Hallo zusammen, ich erweckte wohl den falschen Eindruck, in der Schweiz würden Vollautomaten wie warme Semmeln verkauft. Dem ist aber nicht so. Man kriegt diese nur als Inhaber der "kantonalen Bewilligung für Seriefeuerwaffen und verbotenem Zubehör", die man jedoch in aller Regel bekommt, wenn man nicht vorbestraft ist, oder anderweitig unzuverlässig erscheint. Deren Verkauf muß, das ist bei den Waffen nicht der Fall, behördlich gemeldet werden.
Die Schweizer Armee zählt einschließlich der Reservisten 450.000 Mann. Jeder hat während seiner 25-jährigen Dienstzeit sein automatisches Sturmgewehr mit Kriegsmunition zuhause im Kleiderschrank stehen. Das Gewehr behält der Soldat als Reservist nach Dienstende. Bei 7 Millionen Schweizern stehen hier also etwa 800.000 Militärsturmgewehre in Privathaushalten herum.
Das Verhältnis zur Waffe ist hier in der Schweiz einfach nicht so verklemmt wie anderswo. Daß schärfere Waffengesetze nichts bringen, merkt man spätestens wenn man sich bewußt wird, daß der Schußwaffenmißbrauch in Deutschland um ein Vielfaches höher als bei uns ist. Das ,,Mehr Waffen = mehr Kriminalität" ist so einfach zu widerlegen. Wenn das stimmen würde, müßten wir längst russische Verhältnisse haben. Die russen haben mit 20 Mordfällen auf 100.000 Einwohner die Amerikaner schon längst "überrundet". Kriminelle haben sowieso einen entscheidenden Vorteill: Sie halten sich nicht an Gesetze. Oder schert sich eine Straßengang aus Los Angeles darum, ob jetzt diese Cobra Maschinenpistole illegal oder nicht ist? MfG Tom
Datum: Thu, 07 Sep 2000 23:54:11 +0200 Von: Ernst
Ottenbacher Foren: de.alt.technik.waffen, de.soc.recht.misc
In USA gab es 1995 240.000 beim BATF registrierte Maschinengewehre. Die Hälfte
davon sind in Privatbesitz. Die andere Hälfte befindet sich im Einsatz bei
Polizei und Regierungsbehörden. Seit 1934 wurde genau ein (!) Verbrechen mit
einem privaten Maschinengewehr verübt (nämlich am 15. September 1988 ein Mord)
Gruß Ernst
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Betreff: [Fullbore] Naughty people with guns Datum: Fri, 28 Jul 2000 10:15:53 +1000 Von: John Kielly <kiels@powerup.com.au>
The following is a press release from the Australian Government that was reported at the local radio station but inexplicably was missed by the print &; TV media in Queensland (Surprise, surprise!). You can find details at http://www.ssaa.org.au/aicreport.html:
Media Release Australian Minister for Justice and Customs 26th July 2000
Licensed gun owners are not responsible for firearm homicides.
Licensed firearm owners are not responsible for the
majority of firearm-related homicides, according to research by the Australian
Institute of Criminology, released today by Senator Amanda Vanstone, Minister
for Justice and Customs.
"Licensed gun owners are law-abiding citizens with legitimate reasons for
owning the weapons they have."
"In over 90 per cent of firearm-related homicides the offenders are not licensed and the weapons are not registered," Senator Vanstone said.
"In 1998/99 there were 64 firearms-related homicides in Australia, the lowest number since the National Homicide Monitoring Program commenced a decade ago."
"The rate of firearm-related homicide in Australia is 14 times less than the rate in the U.S.A."
"However, the use of handguns in homicides in Australia has increased from 13% in 1995/96 to 42% in 1998/99. Positively though, not one handgun used in a homicide between 1997 and 1999 was used by a licensed owner. One gun was registered, but to the victim".
"The problem therefore appears to be handguns, that are diverted illegally into the black market for criminal use."
"I have already raised this disturbing increase in the diversion of handguns into illegal use with the Australasian Police Ministers' Council and a working group is currently undertaking a comprehensive examination of the use of handguns in crime and relevant policing strategies."
"Clearly this AIC paper confirms that the Federal Government was correct in introducing tougher penalties to deter people from importing prohibited goods such as firearms."
"The licensing, registration, and storage requirements imposed by the new firearms regulations have significantly restricted the availability and access to certain firearms."
"The recent ABS data on recorded crime, released last month, showed welcome trends in firearm-related crime. As well as showing that the use of firearms in homicides in the calendar year 1999 fell to its lowest level since 1995, the ABS report showed the use of firearms in all robberies had decreased by more than half between 1993 and 1999 and the proportion of firearms used in armed robberies had also declined from 18% in 1998 to 15% in 1999."
"While these are welcome developments, we should all remember that those at the frontline of fighting crime, who daily face the risks posed by firearms and other dangerous weapons, are sons, daughters, parents and partners. Whenever we talk about crime statistics, it is appropriate to remember the valuable contribution of our police men and women."
It has now been 12 months since gun owners in Australia were forced to surrender 640,381 personal firearms to be destroyed, a program costing the government more than $500 million dollars.
And now the results are in: Australia-wide, homicides are up 3.2 percent; Australia-wide, assaults are up 8.6 percent; Australia-wide, armed robberies are up 44 percent (yes, 44 percent). In the state of Victoria, homicides with firearms are up 300 percent. Figures over the previous 25 years show a steady decrease in armed robbery with firearms (changed drastically in the past 12 months). There has been a dramatic increase in break-ins and assaults of the elderly.
Australian politicians are on the spot and at a loss to explain how no improvement in "safety" has been observed after such monumental effort and expense was successfully expended in "ridding society of guns."
Bet you won't see this data on the evening news or hear your governor or members of the state Assembly disseminating this information. It's time to state it plainly: Guns in the hands of honest citizens save lives and property and, yes, gun-control laws only affect the law-abiding citizens.
Take note before it's too late. Learn from others mistakes. Stay armed!
Freiheit bedeutet:
Freie Meinung und politischen Willen zu äußern, um parlamentarische Mehrheiten zu beschaffen.
Jeder Wähler besitzt frei Waffen, um sicher zu sein, den Willen auch immer frei kund tun zu können.
Deshalb stehen in den USA das 1. und 2. Verfassungsanhang.
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http://www.thescotsman.co.uk - Scotland's best selling quality national
newspaper.
Ban fails to halt gun crime
THE criminal use of handguns increased by 40 per cent in the two years
immediately after the weapons were banned in the wake of the Dunblane
shootings, according to a new study. The number of crimes in which a handgun
was reported to have been used increased from 2,648 in 1997-98 to 3,685 in
1999-2000, the report claimed.
Alison Gray,
Monday, 16 July 2001,
The Scotsman
Die Waffengesetzgebung einer Gesellschaft ist ein zuverlässiger Maßstab für die Beurteilung der geistigen und moralischen Gesundheit einer Staatsführung und Administration und der liberalen Potenz einer Gesellschaft. Strenge Waffengesetze entwaffnen die Bürger und bewaffnen die Unterwelt. Sie zeigen in der Regel nur das Unsicherheitsgefühl obrigkeitsstaatlicher Verwaltungsbeamter und deren unberechtigter Angst vor der eigenen Bevölkerung, der stets Mißtrauen entgegen gebracht wird.
Colin Greenwood, Britischer Police Superintendent
Sonntag 13. Oktober 2002, 05:39 Uhr
Mordrate in Großbritannien erreicht Rekordhöhe
(AFP) Die Mordrate in Großbritannien ist auf dem höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen vor hundert Jahren. Obwohl die Regierung beteuert habe, Gewaltverbrechen unter Kontrolle gebracht zu haben, sei die Mordrate so hoch wie nie, berichtete die Zeitung "Sunday Times". Im ersten Quartal 2002 habe die britische Polizei 885 Morde aufgenommen, das seien vier Prozent mehr als 2001 und 20 Prozent mehr als 1997. Während die Regierung in der kommenden Woche verkünden wolle, daß sie die Straßenkriminalität im September in zehn Gebieten erfolgreich eingedämmt habe, enthülle die Statistik eine deutliche Zunahme von Mord und anderen Gewaltverbrechen.
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Herrn Bundesminister des Innern
Dr. Otto Schily
Alt Moabit 101
D-11014 Berlin
Betrifft: Waffengesetz-Entwurf vom 20.6. 01, insbesondere Kommentare und
Begleitschreiben
Hier: Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Ministerialrat Jürgen Brenneke, Referat
IS 1b
Sehr geehrter Herr Bundesminister des Innern,
unter Berücksichtigung auf das Bundesbeamtengesetz, besonders der Paragraphen 52 bis 56, erlaube ich mir, hiermit in aller Form und Entschiedenheit die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen MR Brenneke einzureichen. Vorauszuschicken ist, daß ich dies nicht in meiner Eigenschaft als Chefredakteur der Waffenzeitschrift VISIER oder als Gründungsmitglied des Forum Waffenrecht, als Sportschütze noch irgendwie als Angehöriger der sonst so gern von Herrn Brenneke als ,,Waffenlobby" titulierten Interessenvertretungen tue. Sondern diese Dienstaufsichtsbeschwerde schreibe ich, weil mich das Verhalten und die schriftlichen Äußerungen des Herrn Brenneke ganz persönlich als Jude tangieren, der zufällig auch noch legaler Waffenbesitzer und -träger ist. Ich spreche auch im Namen anderer Gemeindemitglieder in Bochum und Frankfurt, die sich ebenfalls betroffen fühlen. Für den obengenannten Zweck aber dürfte wohl eine Unterschrift reichen. Gegebenenfalls ließe sich noch einiges nachsenden.
Nun zum Tatbestand: Zum wiederholten Mal (zuletzt in den Begründungen zum
WaffG-Entwurf vom 20.6. 00, Seite 6) behauptet MR Brenneke auf Seite 7 seiner
Anmerkungen zum Novellierungsentwurf vom 20.6.2001, das
Reichswaffengesetz von 1938 a) sei ein Großzügigeres gewesen, um b) damals
die ,,bedrängten wirtschaftlichen Lage" des Waffengewerbes zu verbessern.
Beides ist eine üble Geschichtsklitterung, wie ich in einem Artikel vom
Oktober 2000 über den damaligen Entwurf schon einmal nachwies. Zum einen war
die Waffengesetz-Praxis des NS-Regime alles andere als liberal oder großzügig
- ganz unabhängig von gewissen, als propagandistisch zu wertenden Äußerungen
in jener Zeit. Zum andern herrschte 1938 aufgrund der Vorbereitung des
faschistischen Angriffskrieges in der gesamten Waffenbranche Deutschlands
absolute Hochkonjunktur: von bedrängter wirtschaftlicher Lage keine Spur.
Trotzdem findet sich nun eine fast gleichlautende, nur geringfügig und
unwesentlich redigierte Passage im neuen Entwurfstext vom Juni
diesen Jahres. Es entzieht sich meinem Verständnis, warum ein solcher Passus
überhaupt Eingang in die Begründungen zum Waffengesetz-Entwurf fand - es sei
denn, um als Seitenhieb gegen die böse ,,Waffenlobby" zu nutzen, die
,,wirtschaftspolitische Interessen" vor ,,sicherheitspolitische Belange"
stellt. Denn dieser Tenor war in der einen oder anderen Form des öfteren von
Herrn Brenneke zu vernehmen und fand sich dann auch in einem Spiegel-Artikel
im letzten Jahr wieder - ganz offensichtlich durch eine gezielte Indiskretion
aus Ihrem Haus lanciert. Damals hieß es, die ,,Waffenlobby" hätte Sie, Herr
Minister, ,,über den Tisch gezogen."
Das nationalsozialistische Unrechtsregime nutzte schon das Reichswaffengesetz
von 1928 und noch mehr dasjenige vom März 1938 als Instrument der
Unterdrückung der Bevölkerung, der Verfestigung ihrer eigenen Machtstrukturen
und der Diskriminierung von Minderheiten. Daß viele Passagen daraus teilweise
wortwörtlich und völlig unkritisch als tradierte Rechtsnormen ins
Bundeswaffengesetz übernommen wurden, stellt an sich schon eine Schande der
deutschen Nachkriegsgesetzgebung dar. Aber nun stellt ein Mitarbeiter Ihres
Hauses unkorrigiert die oben beschriebenen Behauptungen auf, in einem
offiziellen Schriftsatz, der auch noch an alle anderen vom WaffG
betroffenen Ressorts und Ministerien herausgeht. Er verbreitet damit eine propagandistische Sicht des NS-Regimes, wie man sie sonst nur von
Ewiggestrigen an gewissen Stammtischen zu hören bekommt. Dazu ist der
Betreffende auch noch Volljurist und mit dem Waffengesetz seit Jahren direkt
betraut. Ich kann mir nicht vorstellen, daß dies alles nur eine Art
Mißverständnis ist, oder daß Herr Brenneke nur einer Fehlinformation
aufgesessen ist.
Denn das hieße auch, er hat sich nie mit den unrechtsstaatlichen Wurzeln und
der verbrecherischen Praxis der Waffengesetze in der jüngeren deutschen
Vergangenheit befaßt. Schwer zu glauben. Auch schwer vorzustellen, daß der
Betreffende nicht die wissenschaftlichen Aufarbeitungen zum deutschen
Waffengesetz kennt. Die jüngste dieser Art erschien im Arizona Journal of
International and Comparative Law, Vol. 17, No. 3 , Stephen Halbrook: ,,Nazi
Firearms Law and the Disarming of the German Jews". Der Verfasser ist übrigens
kein Jude, sondern ein hochkarätiger Anwalt aus D. C. Es gäbe noch viel zu
sagen zum Thema Waffengesetz-Entwurf und über dessen überwachungsstaatliche
Tendenzen. Aber für heute soll diese Beschwerde reichen. Ich hoffe, Sie
verstehen meine Empörung. In Erwartung Ihrer geschätzten Antwort verbleibe ich
Mit den besten Wünschen
Dr. rer. pol. David Th. Schiller
Jagd, Sport, Sammeln, Brauchtum, Notwehr, Gefahren, Sinn und Zweck deutscher Waffengesetzgebung, Zu erwartende Erfolge einer Waffenrechtänderung, Zumutbarkeitsgrenzen, Selbstverteidigung gar ohne Waffen?, Öffentliche Meinung, ,,Sichere Aufbewahrung" in Finnland, Erfahrungen in Schweiz, Australien, Amerika, Jude klagt, ...nach Erfurt, Schützenvereine, Waffenverbandserklärung, FDP
New York (dpa) - Die USA sind bei der ersten UN-Konferenz
über den globalen Handel mit Kleinwaffen offen auf Konfrontation gegangen. Sie
drohten schon zum Auftakt der zweiwöchigen Konferenz an, sich allen
Beschlüssen zur Kontrolle internationaler Waffengeschäfte zu widersetzen.
Außerdem will Washington mögliche Beschränkungen des privaten Waffenbesitzes
blockieren, wie der Staatssekretär im US- Außenministerium, John Bolten, der
UN-Vollversammlung am Montag (Ortszeit) ankündigte. Seinen Worten zufolge
sind Pistolen und Revolver zum Jagen und Sportschießen ein »legitimer Aspekt«
amerikanischen Alltags.
Diplomatische Kreise am UN-Hauptsitz in New York reagierten mit Bestürzung auf
die Haltung der Amerikaner. Die USA sind die größten Produzenten von
„sogenannten“ Kleinwaffen. Rußland, das ebenfalls zu den führenden
Waffenherstellern der Welt gehört, wollte sich noch im Laufe des Dienstags zu
Wort melden. Im Vorfeld jedoch hatte sich auch Moskau, ebenso wie Washington
und Peking, gegen verschärfte Kontrollen des Kleinwaffenhandels ausgesprochen,
wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Damit war das Ziel der Konferenz, die
Staatengemeinschaft auf freiwillige Maßnahmen gegen die globale Flut illegaler
Kleinwaffen einzuschwören, aus der Sicht von Diplomaten schon bei deren Beginn
in Frage gestellt.
Unter Kleinwaffen fallen nach UN-Definition Revolver, Pistolen,
Schnellfeuergewehre und Maschinenpistolen. Als Leichtwaffen werden schwere
Maschinengewehre, Mörser, Handgranaten und Granatwerfer bezeichnet.
Copyright: Deutsche Presse Agentur, Mittwoch, 11. Juli 2001
Jagd,
Sport, Sammeln, Brauchtum,
Notwehr, Gefahren,
Sinn und Zweck deutscher Waffengesetzgebung,
Zu erwartende Erfolge einer Waffenrechtänderung,
Zumutbarkeitsgrenzen,
Selbstverteidigung gar ohne Waffen?,
Öffentliche Meinung, ,,Sichere
Aufbewahrung" in Finnland, Erfahrungen in Schweiz,
Australien, Amerika,
Jude klagt,
...nach Erfurt,
Schützenvereine,
Waffenverbandserklärung, FDP
... nach Erfurt
Warum Massenmord?
Erfurt hätte verhindert werden können!
Grüne wollen Deutsche entwaffnen!
Italien stärkt
Selbstverteidigung! Forderungen,
Waffenverbandserklärung,
FDP
Kriminalitätsstatistik 2001 liegt vor
"2001 wurde in 11.270 Fällen mit einer Schußwaffe gedroht und damit um 9,7
Prozent weniger als im Vorjahr. Geschossen wurde in 5.416 Fällen, eine Abnahme
um 21,9 Prozent."
Grüne
wollen Deutsche entwaffenen
6. Mai 2002 Am Montagabend wollte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) mit den
Ministerpräsidenten der Länder Konsequenzen aus dem Amoklauf eines Ex-Schülers
am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt erörtern. Grünen-Chefin
Claudia Roth sagte, ihre Partei wolle "die Gesellschaft entwaffnen".
Der Grünen-Spitzenkandidat Joschka Fischer ergänzte: "Es gibt keinen Grund, da
tolerant zu sein." Er sehe auch nicht ein, daß Tiere wie etwa Kampfhunde als
Waffe eingesetzt würden. FDP-Chef Guido Westerwelle wandte sich gegen
übereilte Vorschläge und sagte, isolierte Maßnahmen wie eine punktuelle
Änderung des Waffenrechts reichten nicht aus. Quelle
:http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!200013,200050,525444/SH/0/depot/0/index.html
Der Massenmörder Obert Steinhäuser hätte vom Ordnungsamt ausgebremst werden können, wenn die dort ihre Arbeit gemacht hätten, wie es sich (und nach den Buchstaben des Gesetzes) gehört. Heute morgen stellte die Staatsanwaltschaft Erfurt das Ermittlungsverfahren gegen ein Mitglied eines Erfurter Vereins, der dem Amokläufer die Waffe verkaufte. Dieses Mitglied meldete dem Amt sofort den Verkauf (!) Das heißt, alle Lügenmärchen des Erfurter Ordnungsamtes und der Stadt, alles wäre rechtens und man hätte garnicht wissen können etc. - sind hinfällig. Spätestens zwischen dem 5. bis 10. November hätten sich die Erfurter den Herrn S. vorladen können, samt WBK, weil er nicht zum Abstempeln erschien. Dann wäre wahrscheinlich das Ding mit der Repetierflinte geplatzt und er hätte sich wegen der OWi einen WBK-Entzug eingefangen. (doc schiller)
Vorhandenes Waffenrecht langte dazu. Es hätte nur durchgeführt werden müssen
Der Spiegel schreibt im Artikel
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,194501,00.html (kursive
Hervorhebungen von mir),
<Zitat>
Und wiederum behaupten die Beamten, daß diese Waffe nicht zugelassen worden wäre, wenn Steinhäuser sie angemeldet hätte. Denn auch diese Waffe taugt wenig für sportliche Schießübungen. Steinhäuser kaufte die Pistole am 18. Oktober von einem Privatmann für rund 600 Euro. Auch der private Verkäufer sei seiner Pflicht nicht nachgekommen und habe den Verkauf nicht beim Ordnungsamt gemeldet, sagte der Erfurter Verwaltungssprecher.
Die Staatsanwaltschaft hingegen teilte mit, der Verkäufer habe die Abgabe der Pistole angezeigt. Ein zuerst gegen ihn eingeleitetes Ermittlungsverfahren werde schon bald wieder eingestellt, sagte die Behördensprecherin Anette Schmidt. Zu dem Widerspruch und der Frage, warum das Amt auch in diesem Fall nicht aktiv wurde und auf Steinhäuser zuging, wollte bei der Stadtverwaltung am Freitag niemand Stellung nehmen.
Star-Anwalt will Erfurt auf Schadenersatz verklagen
Bei der Stadt Erfurt sieht man die Verantwortlichkeit für die lockeren oder nicht vorhandenen Kontrollen freilich nicht bei sich selbst, sondern weiter oben - beim Gesetzgeber. "Wir brauchen für die Kontrolle eine Pflicht zur Rückmeldung ans Amt, und zwar von jedem, der eine Waffe verkauft", fordert der Behördensprecher Jäger auf die Frage, ob das Amt nicht etwas lax mit seiner Kontrollpflicht umgegangen sei. "Nur mit einer solchen Meldepflicht können wir unsere Pflicht ausüben", so Jäger weiter.
</Zitat>
Der Erfurter
Amtmann Jäger erzählt himmelschreienden Blödsinn,
den der Spiegel möglicherweise nicht erkennen konnte, der mit dem Waffenrecht
vertrauten Personen aber sofort auffällt.
Jede private Person ist
verpflichtet Waffenkäufe und Verkäufe ihrem zuständigen ,,Waffenamt“ (je nach
Land ein andere Behörde) binnen 2 Wochen bei Kurzwaffen und binnen 4 Wochen
bei Langwaffen anzuzeigen und die Waffenbesitzkarte vorzulegen. Darin trägt
das Amt dann die Änderung ein und schickt ein Kontrollmitteilung an das Amt
des Handelspartners also Küfers, oder Verkäufers. Der Gesetzgeber hat also ein
lückenlose Verfolgung aller Waffen vorgesehen. Verstößt eine Person schuldhaft
gegen waffenrechtliche Bestimmungen, begründet das Zweifel an deren
Zuverlässigkeit, aufgrund derer der Person die waffenrechtlichen Erlaubnisse
entzogen werden können. Binnen vierwöchigen Frist muß die unzuverlässige
Person die Waffen dann Berechtigten übergeben (Büchsenmacher,
Waffenhändler, Privatperson mit Erwerbsberechtigung) oder di Waffen werden
eingezogen.
Bei Gefahr im Verzug erscheint die Polizei gewöhnlich sofort bei der Person zu
Haus und nimmt die Waffen erst mal mit. Anschließend wird die Rechtmäßigkeit
des Einzuges geprüft.
Das Jäger nach den schrecklichen Vorfällen sein Dienstpflichten immer noch
nicht kennt ist kraß. Bei einer ordentlichen Behörde hätte der Amtmann bei
derartigen Unregelmäßigkeiten die Person zur Rede gestellt und wäre dann auf
die Fehler (übliche 12/70 Flinte genehmigt, aber 12/76 Magnum Flinte gekauft)
hin schon Verdacht geschöpft und wäre jedenfalls aufmerksam geworden.
Die meisten Sportvereine haben sich beim Flintenschießen seit Jahren auf die Patrone 12/70 mit 28 g Schrotladung geeinigt, um mit vergleichbarem Gerät die Wettbewerbe zu bestreiten.
12/76 Magnum mit Schrotladungen bis 50 Gramm werden ausschließlich zur Jagd benutzt.
Kürzlich war der ORB-Fernsehsender in der Potsdamer Schützengilde von 1465 e. V. und drehte dort zum neuen Waffenrecht einen Beitrag. Er wurde am 30. April um 20:45 im ORB ausgestrahlt.
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20.45 |
KLARTEXT Das Magazin |
Ich versuchte angesichts der Erfurter Tat insbesondere klarzumachen:
Ordnungsrecht kann nicht Kriminalität abwehren,
Waffenrecht keine Bluttat verhindern.
Das von 1938 bis 1972 gültige deutsche Waffenrecht war ähnlich freiheitlich,
wie heute die Gesetze unser deutschsprachigen Nachbarn Österreich und
Schweiz heute noch sind. Die 1972er Verschärfung aufgrund der
RAF-Anschläge (Buback, Schleyer usw.) vervielfachte die Verwaltung ohne den
illegalen Waffenmißbrauch zu beeinflussen. Die Verschärfung förderte
Verdruß, nicht die Sicherheit. Die RAF als Denkmodell erledigte sich nach
dem Zusammenbruch der ,,Utopie Sowjetunion“ nicht wegen
des 1972er Waffenrechtes. Heute, nach 30 Jahren scharfem 1972
er Waffengesetz in Deutschland wird ein weitere Verschärfung
2002 genauso wenig öffentlich Sicherheit befördern wie das 1972 er
WaffG, nur wieder mehr Kosten, Verwaltung und Verdruß erzeugen. Schlanker
Staat ist anderes. Ordnungsrecht kann nicht Kriminalität abwehren.
Schützen- und andere Vereine leisten große Beiträge,
Jugendliche im Heranwachsen in die gesellschaftlichen Vorgänge und Werte
gute einzubinden.
Gerade die Vereine, Schützen- und andere, schmieden die Mitglieder und in
der Jugendarbeit die Kinder, aufgrund gemeinsamer Anstrengungen, Erlebnisse
und Erfolge so zusammen, das in dem sich ergebenen gesellschaftlichen
Beziehungsgeflecht immer durch wohlwollende Anteilnahme, Anerkennung oder
Tadel, wenn erforderlich, die Grundwerte menschlichen Zusammenlebens
vermittelt, geübt und gelebt werden. Gelegentliche Ausreißer berühren die
Gültigkeit dieser Regel keineswegs. Daß der böse Robert seit einem halben
Jahr von der Schule geworfen war, ohne das sein Eltern etwas davon wußten,
legt nahe, dessen Eltern wegen Verwahrlosung zur Rede zu stellen. Die Eltern
sind ihrer Erziehungsaufgabe offensichtlich nur mangelhaft nachgekommen. Daß
der Junge in seine Schützenverein auffällig unauffällig war, sollte uns
allen Anreiz sein, mehr miteinander zu reden und auf eher Zurückhaltende und
Verschlossene mit offen Händen und freiem Blick zuzugehen, um sie
einzubinden, statt sie allein möglicherweise finsteren Träume zu überlassen,
bis der Einsame seinen Gefühlsstau dann in solch verzweifelter Wahnsinnstat
ohne Ausweg sinnlos entlädt.
Kriminalitätsvorsorge sind erträgliche gesellschaftliche
Verhältnisse in denen jeder sein Auskommen findet, Leistung anerkannt wird
und abweichendes Verhalten von ,,bekannten“ Beziehungspersonen geächtet
wird. Genau das leisten Schützen- und andere Vereine.
Aufregung und Trauer nach der Bluttat ist angebracht. Trauer auch. Wieder
mal statt zu denken sinnlos zu handeln nicht. Wann merkt unsere Politik
endlich, was die Gesellschaft schon weiß: Die seit Jahrzehnten angewandte
Methode jedes Problem, daß mindestens 2 Wochen die Schlagzeilen beherrscht,
mit einem Gesetzt zu bedenken und dann das Gesetz zu vergessen, tagt nicht.
Unsere Verwaltungen blicken in vielen Fällen durch den Regelwust schon gar
nicht mehr durch. Die Finanzämter am wenigsten. Die Gerichte sind zumindest
in den unteren Instanzen ebenfalls überfordert, sprechen daher im Ergebnis
völlig willkürliche Urteile, die erst in höheren Instanzen, die sich
vorrangig mit Rechtsfragen, statt mit Tatsachenfeststellung, wie die
unterer, beschäftigen, geraderücken müssen. Unternehmen und Volk stöhnen
unter der nutzlosen Regelungswut und den damit verbundenen Kosten, erzürnen
sich an zu häufigen Fehlentscheidungen.
Unternehmen wandern in geeignetere Länder ab. Menschen wandern politisch ab.
Beides ist für Deutschland nicht gut, weder wirtschaftlich noch politisch.
Eine Gesellschaft in der man sich über die Grundwerte einig ist, auf deren
Grundlage man sich dann trefflich über anstehenden Tagesaufgaben
auseinandersetzt; eine Wirtschaft, die sowohl für leistungsstarke als auch
für leistungsschwache hinreichend Möglichkeiten bietet zum allgemeine
Wohlstand beizutragen, ohne durch übergroße Verwaltungs- und Abgabenlasten
die einfachen Arbeit zu überteuern und damit die ungelernten Arbeiter vor
die Tür zu setzten, gewähren Zustände die eine Erfurter Bluttat weniger
wahrscheinlich machen, als heute.
Jugendlich sollen früh an den Sport herangeführt werden,
wenn wir im olympischen Leistungsport mithalten wollen. Daher ist die
Entscheidung Jugendlichen ab 10 Jahren Luftgewehrschießen ab 14 Jahren
Kleinkalibergewehr zu schießen richtig; nur KK sollte auf 12 abgesenkt
werden. Gerade das regelmäßige lehren und üben unter Aufsicht mit
gelegentlichen Wettbewerben als großem Ereignis mit Lob oder Enttäuschung
erzeiht Kinder in gesellschaftlich wertvollen Verhaltenweisen und Werten;
ganz gleich ob nun die Mädchen reiten oder die Jungs schießen. Ehrenamtlich
Ausbilder und vereine sollten gefördert werden.
Nicht der Hammer, sondern der Schmied verantwortet den (falschen) Schlag. Schließlich sollen Polizei und Soldaten ja auch weiter mit Waffen Gewalt ausüben; nur eben zu anerkannten Zwecken!
Der beabsichtigte Eingriff in Grundrechte aus verfassungsrechtlicher Sicht nicht hinnehmbar. Die geplanten zeitlichen Beschränkung des "Rechts auf Waffenhaltung" ist schränkt das Eigentum unzulässige ein. Verfassungsrechtlich bedenklich ist ebenso der für den Ablauf von 5 Jahren vorgesehene Wegfall des Erbrechtes. In den 30 Jahren der Geltung des bisherigen Waffengesetzes ist kein einziger Fall der mißbräuchlichen Nutzung einer ererbten Waffe bekannt geworden. Die lebenslang wiederkehrende Bedürfnisprüfung ‑auch für bereits erworbene Waffen – verletzt den Bestandschutz von Treu und Glauben. Die beabsichtigte Neuregelung des Jagdscheines entkleidet ihn durch die Hintertür seiner Aufgabe als "Erwerbsberechtigungsurkunde". Als Jäger mit dem Jagdschein zwar im Handel zwar Waffen erwerben zu dürfen, aber erst bei der Anmeldung die Behörde entscheiden zu lassen, ob die Waffe "geeignet und erforderlich ist" und deshalb behalten werden darf, ist schlicht hirnrissig.
Daneben enthält die Novelle eine Reihe von Regelungen, die nur den bürokratischen Aufwand unerträglich erhöhen, jedoch keine durchgreifende Steigerung der öffentlichen Sicherheit erbringen werden. Beispielhaft sind insoweit zu nennen:
Bedürfnisprüfung im Zusammenhang mit der gelben Waffenbesitzkarte, d.h. bei Neuerwerb wird eine umfassende Bedürfnisprüfung durchgeführt anstatt wie bisher nur bei der ersten Beantragung der Waffenbesitzkarte, muß entfallen. Prüfung bei Neuerwerb, ob mit den bereits im Besitz befindlichen Waffen aktiv geschossen wird, als Erlaubniskriterium für den Besitz, muß entfallen. Nachträgliche 15 Mio. Gas und Schreckschußwaffen zu registrieren, muß entfallen. Verkürzung des Regelüberprüfungszeitraums von 5 auf 3 Jahren, muß entfallen. Überzogene Anforderungen an die Waffenaufbewahrung müssen entfallen. Überörtliche Wettbewerbe erfordern mit den Sportwaffen von zu Haus aus auch zu reisen. Der die Aufbewahrung verbieten wolle, der wolle den Sport als solchen verbieten und solle das dann auch so sagen. Autos sind auch gefährlich. Dessen trotz käme niemand auf den Gedanke allen Deutschen vorschreibe zu wollen jeden Abend den Wagen wieder beim Mietwagenunternehmen abzugeben und morgens von dort zu Fuß wieder abzuholen. Langwaffen aus den Regelungen ganz herauszunehmen, da die sicherheitsmäßig sowieso unbedenklich sind (eben anders als reißerische amerikanische Actionfilme zeigen).
Zusammenfassung
Die Novelle soll Waffen rechtmäßig zu gebrauchen und kulturhistorisch bedeutsam zu sammeln in einer Weise reglementieren, die in einem völligen Mißverhältnis zu einem vorgeblichen, aber nicht zutreffenden, Sicherheitsgewinn steht. Vor den seltenen Fällen, in denen legale Waffenbesitzer später kriminell handeln (insbesondere bei Beziehungstaten), schützt kein noch so scharfes Waffengesetz das Opfer. Das kann sich allenfalls nur selbst in Notwehr schützen (bewaffnet übrigens besser als unbewaffnet)!
Die Polizeigewerkschaft behauptet fälschlich ein Gewaltmonopol des Staates. Tatsächlich geht in unserer deutschen Demokratie aber alle Gewalt vom Volke aus; der Staat ist nur sein Diener. Wie oft die Polizei ihre Waffen selbst mißbrauchte, steht in Waffengebrauch. Vertrauen in die Polizei, wie alle anderen staatlichen Stellen, sollte mit Kontrolle verknüpft bleiben. Ein Gegengewicht gegen die staatlichen Waffenträger ist notwendig um Mißbrauch zu beschränken.
Keine noch so zahlreiche und gewaltige Polizei kann flächendeckend rund um die Gewaltverbrechen verhindern. Selbst im ein Einzelfall besonders bewachte Personen können nicht beschützt werden (fragen Sie die Herrn Schäuble oder Lafontaine mal nach deren Erfahrungen mit Polizeischutz und Gewaltverbrechern). Der Staat mit allen Organen seiner geteilten Gewalt kann ggf. lediglich die Opfer rächen. Verhindern kann staatliche Gewalt Verbrechen nicht.
Genauso kann bloßes Ordnungsrecht, wie das Waffenrecht, kein Verbrechen verhindern.
Sowohl die bösen RAF-Attentäter der späten 60er wie der böse Robert heutiger Zeit wußten um die Verwerflichkeit von Mord oder Totschlag, deren Strafbarkeit und der allgemeinen staatlichen Verfolgung derartigen Tuns. Dennoch setzten sie sich über die gesellschaftlichen anerkannten Werte und staatlich strafbewehrten Verbote hinweg und mordeten. Zu glauben dermaßen entschlossene Täter würden durch bloßes Ordnungsrecht von scheußlichen Taten abzuhalten gewesen sein, ist Schreibtischdenken jenseits irgendeinem Bezug zum richtigen Leben. Auf solch dumme Gedanken können nur aktenverstaubte Menschen, die außer Verwaltung im Leben nichts kennengelernt haben, kommen. Überlassen wird denen nicht, unsere Freiheiten sinnlos zu beschneiden.
Wie in den meisten anderen Bereichen innerer Sicherheit läßt sich auch bei den Waffen kein Gesetzesdefizit sondern allenfalls ein Gesetzesvollzugsdefizit feststellen. Statt permanenter Überprüfung und intensiver Durchleuchtung der Persönlichkeit aller Waffenbesitzer wäre wichtiger, daß mit dem Waffenrecht beschäftigte Behördenpersonal kümmerte sich intensiv um die wenigen Fälle, in denen KONKRET begründete Zweifel an der Zuverlässigkeit von Waffenbesitzern und Antragstellern bestehen. Statt. mehr Sicherheit durch schärfere Gesetze zu versprechen, sollten die bisherigen Eingriffsregelungen bei hinreichenden Verdachtsmomenten konsequent angewendet werden.
... und früher
Wußten Sie daß zu Kaiser’s Zeiten, als Deutschland am größten (Land und Leute) sowie zur Zeit der industriellen Revolution und dem schnellen Anwachsen der Großstädte im ganzen Reich gerade mal 400.000 Hoheitsträger langten, das ganze Reich einschließlich unserer Kolonien zu verwalten? Kennen Sie die Zahl heute? Heute sind 8 Millionen Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst damit beschäftigt Volk und Wirtschaft vorzuschreiben, wie wir zu leben haben. Von gut 32 Millionen Schaffenden ist das bereits jeder vierte. Zu Kaiser’s Zeiten lebte ich noch nicht. Aber ich frage mich, zu welcher Zeit in Deutschland zu leben wohl freiheitlicher war und auch so empfunden wurde.
Damals, als z.B. Köln am schnellsten wuchs, genügten dort gerade mal 12 Mann in der Bauabteilung. Heute wühlen dort es 1200 Mann durch selbstgeschaffenen Aktenberge. Was machen die heute besser? Wann war ein Haus zu bauen wohl schneller, einfacher und günstiger möglich? Damals oder heute? Als der Kölner Dom gebaut wurde, zweifellos eine große und anspruchvolle Aufgabe mit einem Ergebnis, das Jahrhunderte dasteht und sogar englische Bomber überlebte! gab es in Köln noch überhaupt kein Bauamt!
Ja wir müssen uns rühren! Sonst rauben uns die selbsternannten ,,guten Menschen“ jede Freiheit und verwalten bald alles, einschließlich uns insbesondere unser Geld. Schließlich beanspruchen unsere ,,Wohltäter“ gesicherte Versorgungsposten auf unser Kosten. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Wahrheit oder Sachlichkeit ranken dabei anscheinend nur noch ganz am unteren Ende der Werte.
Sehr geehrter Herr Möller,
es gibt keinen direkten Beschluß zum Thema "Waffenrecht". Sie können jedoch ab
nächster Woche im Rahmen des Wahlprogrammes oder auf der Seite
www.fdp.parteitag.de unter
"Arbeitskreis V" darüber informiert werden.
Mit freundlichen Grüßen
Rabea Döbeling
Universum Gruppe
Büro Berlin
Fon:+49(030)28 87 22-0
Fax:+49(030)28 87 22-22
rabea.doebeling@universum.de
Sehr geehrter Herr Möller!
Haben Sie vielen Dank für Ihre Mail zum Thema Verschärfung des Waffenrechts. Sie werden festgestellt haben, daß sich die FDP am Wettlauf der großen Parteien um populistische Forderungen zur Verschärfung des Waffenrechts nicht beteiligt hat. Wir haben großen Wert darauf gelegt, angesichts des schrecklichen Verbrechens in Erfurt inne zu halten und den Sachverhalt sorgfältig zu prüfen. Diese Prüfung hat ergeben, daß sich einige der Schnellschüsse bereits nach kurzer Zeit als falsch und ungeeignet erwiesen haben. Für die FDP bleibt der illegale Waffenhandel und Waffenbesitz der Schwerpunkt des politischen Handelns. Auch nach Erfurt bleibt es richtig, daß 99.99% aller Delikte mit illegalen Waffen begangen werden. Eine weitere Konsequenz aus Erfurt ist die Feststellung, daß bestehende Gesetze durch die örtlichen Behörden nicht beachtet und nicht richtig angewandt worden sind. Wir fordern statt neuer Gesetze einen besseren Vollzug der bestehenden rechtlichen Bestimmungen durch eine verbesserte Ausbildung und Ausstattung der Vollzugsbehörden. Beim legalen Waffenbesitz setzt sich die FDP für eine Änderung des Waffengesetzes mit dem Ziel ein, den Erwerb von Schußwaffen durch Jugendliche und Heranwachsende zu begrenzen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Überlegungen muß bei der Erziehung liegen. Nach den guten Erfahrungen mit einer früheren Kommission fordert die FDP deshalb die Einrichtung einer Gewaltkommission, die Eltern, Schulen und Ausbildungseinrichtungen sowie der Politik hilfreiche Anregungen geben soll.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg van Essen, MdB
joerg.essen@bundestag.de
Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion
In Estland ist der Waffenbesitz für alle Bürger legal. Einen
Waffenschein zu machen ist recht einfach. Man führt die Waffe.
Interessanterweise führt das dazu, daß die illegalen Waffenbesitzer (wenn z.B.
ein Polizist jemanden entwaffnet und die Waffe behält, oder ein Nichtbürger
sich eine besorgt) durch das recht offene Gesetz meist genauso
verantwortungsvoll mit ihrer illegalen Waffen umgehen, wie die legalen
Waffenbesitzer - die Gründe für eine Waffe sind meist die gleichen - Schießen
zum Spaß, weniger zur Selbstverteidigung - und man nicht auffallen will. Wobei
ich anmerken muß, daß die Polizei 2001 lediglich 327 illegale Waffen
erwischte.
Das Lustige an dem Ganzen ist, in Estland gibt es nur wenige morde gibt. 1999
zum Beispiel gab es genau 3 (!) morde, und nur 10 Fälle von
Schußwaffengebrauch.
Das stimmt nachdenklich, oder?
Für die Neugierigen, Ende 2001 gab es in Estland
29.233 private Waffenbesitzer
45. 265 legale Waffen im privaten Besitz
Alle gängigen Kaliber sind praktisch erlaubt. Die Geschosse dürfen Stahlkern
haben, Vollmantel, Halbmantel und reine Bleikugeln sind erlaubt. Die Waffen
*müssen* verdeckt getragen werden. Elektroschocker sind verboten.
interessant, oder?
D. H. Shadowhawk 26. November 2002 2:52
Für einen Sportschützen sind Waffen Sportgeräte, für einen Jäger Werkzeuge, für berechtigte Personen mit Waffenschein sogar eine Lebensversicherung. Wenn Politiker Waffen als bloße Tötungsinstrumente sehen, dann hat das weniger mit dem objektiven Sachverhalt zu tun, sondern mit Sachunkenntnis oder gar der Projektion eigener zweifelhafter Ansichten auf Millionen unbescholtener Bürger.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Die Europäische Legalwaffen-Föderation (E.L.F.) lehnt die Vorschläge aus
gewissen Kreisen der Politik, wie z.B. Herrn Gassmanns , den Zutritt zur
Waffenbörse Stuttgart für Jugendliche unter 18 Jahre zu verbieten, ab.
Zum einen widerspricht eine derartige Maßnahme dem elterlichen Erziehungsrecht,
da der Besuch einer Waffenbörse keinerlei jugendgefährdende Auswirkungen hat und
auch sonst keine sachlichen Gründe für diese Maßnahme sprechen, zum anderen ist
die Beschäftigung mit dem Schießsport für die Entwicklung von Jugendlichen sehr
förderlich. Somit ist die Verbotsargumentation gleich doppelt widersinnig.
Polemische Zerrbilder der Waffenbörse als Ort, an dem Jugendliche mit
„Tötungsinstrumenten“ in Berührung kommen, entbehren jeglicher sachlichen
Grundlage. Für einen Sportschützen sind Waffen Sportgeräte, für einen Jäger
Werkzeuge, für berechtigte Personen mit Waffenschein sogar eine
Lebensversicherung. Wenn Politiker Waffen als bloße Tötungsinstrumente sehen,
dann hat das weniger mit dem objektiven Sachverhalt zu tun, sondern mit
Sachunkenntnis oder gar der Projektion eigener zweifelhafter Ansichten auf
Millionen unbescholtener Bürger.
Auf die Sachunkenntnis weist auch die Verwendung unpassender Paragraphen in der
Argumentation des Herrn Gassmann hin, die mit dem Thema nichts zu tun haben. Wer
nicht einmal das Waffengesetz als solches kennt und zitieren kann, sollte mit
Mutmaßßsungen und Verunglimpfungen der (sachkundegeprüften) Sportschützen,
Waffensammler und Jäger etwas zurückhaltender sein.
Die Waffenbörse Stuttgart hat im Verbund mit anderen Börsen als Familienereignis
einen festen Platz in der Terminplanung vieler Bürger. Es gibt keinen Grund
(außer der Profilierungssucht einzelner Politiker und deren bemühen um die
„Lufthoheit über den Kinderbetten“), diese Tradition zu zerschlagen.
Die gesetzlichen Vorgaben und Kontrollen garantieren, daß auf der Messe Waffen
nur an Berechtigte verkauft werden, so daß auch in Hinblick auf die Problematik
illegaler Waffen mit diesen Einschränkungen nichts gewonnen würde. Jahrelang
wurde die Messe ohne Beanstandungen durchgeführt!
Die E.L.F. lehnt daher ein Zutrittsverbot zur Waffenbörse Stuttgart für
Jugendliche sowie die Verunglimpfung der Messe als solche ab und ruft zu einem
sachlichen, von ideologischem Verbotsbestreben freien Umgang mit der Börse, die
auch einen Wirtschaftsfaktor darstellt, auf.
Die E.L.F. weist etwaige Unterstellungen zurück, aufgrund derer der Eindruck
entsteht, auf der Waffenbörse Stuttgart würden illegal Waffen verkauft.
Im übrigen distanzieren wir uns ausdrücklich davon, als
Legalwaffenbesitzer mit Nationalsozialisten und anderen Rechtsextremen in einen
Topf geworfen zu werden.
Gerne stehen wir Ihnen unter info@elf-ev.org
für weitere Fragen zur Verfügung. Besuchen Sie auch unsere Website unter
http://www.elf-ev.org
Mit freundlichen Grüßen,
Frank Schaffer, Gründungsmitglied Europäische Legalwaffen-Föderation e.V.
Physicians:
The number of physicians in the U.S. is 700,000. Accidental deaths caused by Physicians per year are 120,000. Accidental deaths per physician is 0.171. (Statistics courtesy of U.S. Dept.of Health &;Human Services)
Guns:
The number of gun owners in the U.S. is 80,000,000. The number of accidental gun deaths per year (all age groups) is 1 ,500. The number of accidental deaths per gun owner is 0.000188.
Statistically, doctors are approximately 9,000 times more dangerous than gun owners. Remember, "Guns don't kill people; doctors do." FACT: NOT EVERYONE HAS A GUN, BUT ALMOST EVERYONE HAS AT LEAST ONE DOCTOR. Please alert your friends to this alarming threat. We must ban doctors before this gets completely out of hand! Out of concern for the public at large, I have withheld the statistics on lawyers for fear the shock would cause people to panic and seek medical attention.
Sehr geehrter Herr Möller,
ich wollte Sie um Erlaubnis bitten, an alle von mir versendeten e-mails einen
Link zu Ihrer Homepage, insbesondere zu dem Thema "Waffen
im Volk" anzuhängen, um so viele Leute wie möglich über die derzeitigen
Umstände in diesem Land zu informieren, auf daß sich deren Augen und Geist für
die Realität öffnen.
Es freut mich sehr, daß es in diesem Land noch Menschen gibt, die die Augen
nicht vor der Wahrheit verschließen und bemerken, dass die Regierung durch
permanente Gesetzesschikanen, Verschärfungen sowie Neuschaffung der Gesetze,
versucht UNS das Volk systematisch Zug um Zug zu entwaffnen und uns damit
jegliche Chance nehmen zu können uns gegen eine bewaffnete Regierung wehren zu
können und ihr damit zu widersprechen.
Meiner Meinung nach verfolgt die Regierung schon seit langem den Kurs des
entmündigten, gläsernen Bürgers, der sich sein bißchen eigene Meinung nur noch
durch die von der Politik schon lange beeinflußten Medien bildet.
In einer Demokratie geht alle Macht vom Volke aus! So sollte es zumindest sein
und die edlen Herren Politiker sollen eigentlich unsere Interessen vertreten und
nicht nur ihre eigenen. Doch leider ist dieses Verständnis in den Köpfen des
Volkes fast erloschen. Der normale Deutsche verkommt zu einer obrigkeitshörigen
Marionette. Dies gilt zu verhindern!
In der Hoffnung unsere Mitbürger wach zu rütteln, verbleibe ich mit den besten
Grüßen.
Christian Keller, Dienstag, 10. Januar 2006 14:47
Hallo Lutz,
gerade 10 Stunden ist es her, daß 16 Menschen von der Hand eines jungen (17
Jahre) Irren starben,
da schreien die ersten schon nach strengeren Waffengesetzen, nach dem Verbot,
Waffen zuhause aufzubewahren und der elektronischen Registrierung von Waffen und
deren Besitzern.
Dies scheint schon eine Reflexhandlung von Politikern aller Coleur zu sein und
von Journalisten aller Blätter.
Eines finde ich nur seltsam: Als ich in dem Alter war, hatten wir alle
Luftgewehre und schwarze Flobert-Büchsen. Unsere Fahrtenmesser hatten lange
feststehende Klingen. Niemand starb deswegen. Allerdings war das Maximum an
Gewalteindruck jener, den Karl May bei uns hinterließ oder der Kriegsfilm am
Samstag Abend, den wir nur sehen durften, wenn Mutter meinte, es wäre noch zu
vertreten.
Heute sind sogar Waffenimitate und Messer mit Klingen länger als 12 cm verboten.
Dafür kann ich mir im Internet, im Fernsehen und als Videospiel jede
pervertierte Form von Gewalt ansehen, die ich mag. Zugang zu Internet, Fernsehen
und Videospiel hat jeder 10-jährige. Wie blöd ist derjenige, der die Ursache für Schulschießen im Waffenrecht
sucht?
Der Junge soll laut der Äußerungen seines Umfeldes völlig normal und unauffällig
gewesen sein: Schwarze Klamotten, ständig Ballerspiele und sehr introvertiert.
Finde ich schon wieder seltsam: Als ich in dem Alter war, wäre so einer völlig
unnormal und auffällig gewesen.
Also schließen wir demnächst unsere Waffen im Vereinsheim ein und warten auf den
nächsten Amoklauf. Ach ja, ich bin nicht zu Kaisers Zeiten aufgewachsen, sondern
heute erst 42, aber vor 25 Jahren gab es eben noch kein Internet und Videospiel
und im Fernsehen nur 3 Programme.
Liebe Grüße, Jan, Donnerstag, 12. März 2009 00:21
„Die Gesellschaft kann nicht verhindern, daß ein Mensch sich an der Welt rächt, von der er sich gedemütigt glaubt.“ Quelle, Vor allem unmittelbar persönlich Bekannte, Freunde und Verwandte wirken auf einen Menschen und seine Gefühle ein, weniger die Gesellschaft als Ganze. Amokläufe sind von der Gesellschaft als Ganze nicht zu verhindern. Rachemassaker kann nur die unmittelbaren Umgebung des möglichen Täters verhindern, vor der Tat im täglichen Leben mit alltäglichen Mitteln, nämlich angemessenem menschlichen Umgang, aber wenn das versagt, während der Tat nur mit Waffen. Daher sollen mehr Waffen ins Volk.
Lutz Möller, Samstag, den 14. März 2009,
Hallo Lutz,
dem Gezänk um den Waffenbesitz und dessen Fortbestehen ließe sich doch sofort
die Luft aus den Segeln nehmen, falls gezeigt werden könnte, daß
Waffen im Volk nicht nur ein Wagnis
darstellen, sondern es auch in der Vergangenheit Fälle gab, bei denen Waffen in
Privathand Leben retteten. Gibt es solche Fälle überhaupt? Falls dem so ist,
sollten die publiziert werden!
LM: Das Flammenenwerferattentat auf die Ursula-Kuhr-Schule in Köln Volkhoven am 11 Juni 1964 beendete dem Vernehmen nach ein Schrebergärtner mit seinem Kleinkalibergewehr (die mal nicht zur Schädlingsabwehr in seinem Garten).
Liebe Grüße, Jan, Sonntag, 15. März 2009 21:29
Hallo Lutz,
Ich glaube, dem folgenden muß man nichts hinzufügen.
Gruß Rainer R. , Montag, 16. März 2009 08:44

Wie schon bei einem anderen Amoklauf an
einer Schule in Deutschland ist die Verwunderung groß,
wieso gerade so etwas in Deutschland passieren
konnte. Man wird dafür erneut keine Antwort finden und am
Ende den Täter medienwirksam und psychologisch
durch Horden von Möchtegern-Experten zum eigentlichen
Opfer machen oder die Schuld auf
Computerspiele schieben.
Dabei ist die Frage nach den Ursachen einfach zu klären. Amokläufe an Schulen in Deutschland
begannen nach der der ausufernden Berichterstattung deutscher
Medien nach dem Massaker an der Columbine
Highschool in den USA in Littleton.
In der gewohnt blutlüsternen Manier, wie es bei den
Medienkonzernen in Deutschland üblich ist, wurde
monatelang über den Fall berichtet. So konnten zu dem
Zeitpunkt noch potentielle Nachahmungstäter erfahren wie
sehr man, wenn auch auf eine zweifelhafte Art, erhöhte
Medianaufmerksamkeit erlangen kann. Das ist der
Hauptgrund für die nachfolgenden Amokläufer, nämlich den
Vorbildern gleichzutun. Der etwas nachahmt hat sich
vorher genauestens informiert. Wie geht das besser als durch Medien, die einem
jedes wichtige Detail als Anleitung frei
Haus liefern?
Sicher werden deutschen Medien diese Begründung
vehement, wie es allgemein ihre Art ist, zurückweisen.
Einsicht war noch nie eine Stärke deutscher Medienkonzerne. Lieber, als sich
eigene Fehler einzugestehen, zeigt man mit dem Finger auf Andere. Die
konzernen „Gralshüter der Wahrheit“, die
„Alles-Entlarver
der Nation“ sind das eigentliche Verderben Deutschlands. Weder die Printmedien noch die
Fernsehsender können sich von dieser, ihnen jetzt anhaftenden,
Mitschuld befreien. Als dritter Machtzweig der deutschen
Polyarchie haben sie sich verselbständigt, üben ihre
Macht rücksichtslos aus und steuern Deutschland sittlich
und moralisch in den Untergang.
Eines der schlimmsten Beispiele für Gülle-Journalismus
liefert der deutsche TV Sender RTL. Man zerrt Kinder und
Jugendliche, die weinen oder sich noch im Schockzustand
befinden, vor die Kameras. Selbst vor Trauernden hat man
keinen Achtung, noch besitzt man einen Hauch von
Taktgefühl und mischt sich mitsamt Reporter und
Kamerateams unter die Menschen die sich zur Andacht
versammelt haben. Oft erwischt man sich dabei sich zu
wünschen, die betroffenen Kameraobjekte würden die
Zeckenjournalisten mit einer kräftigen Tracht Prügel in
ihre sittlichen Schranken weisen. Nach der Einführung des
Privatfernsehens in Deutschland ersetzte Masse Güte.
Ohne die Sensationsgier und die übertriebene
Berichterstattung am Schulmassaker von Littleton (USA)
an der Columbine High School, hätte es das Drama von
Erfurt nie gegeben und ohne die widerwärtige und
monatelange Schlagzeilenmacherei am Schul-Amoklauf am
Gutenberg-Gymnasium hätte es jetzt kein Winnenden
gegeben. Was jetzt erneut in den deutschen Medien fast 24
Stunden lang abläuft, wird weitere Taten von Amokläufern
an Schulen auslösen.
Sankt Gallen, 12. März 2009, Quelle

Tagesschauumfrage am 16. März 2009 hier aufgenommen
Rainer,
ich muß hinzufügen, sei der Lohn der Tat vermeintlich unsterbliche Aufmerksamkeit, wird für die mit Leben bezahlt, eigenem wie fremdem. Das rechnet sich doch nicht. Tote fühlen und erleben nicht; tote Täter auch nicht.
Sei der Lohn der Tat sich einmal alle Schranken zu durchbrechen, einmal ganz frei zu sein, zu tun was am strengsten verboten ist, nämlich zu töten, haben die Eltern und andere für die Erziehung des „Schrankenbrechers“ Verantwortlich in der Erziehung, indem sie versäumten dem „Ausraster“ hinreichend oft Schranke zu setzen und ihn dabei die Wohltat von Zucht und Sitte erkennen zu lassen, daß er sich mit der Zucht abfinden konnte und in der Sitte wohl aufgehoben fühlen konnte, vollkommen versagt. Das hat Methode.
Heute ist Jedem verboten einem beliebigen frechen Rotzbengel, der sich gerade vorbeibenimmt sofort auf offener Straße in der Öffentlichkeit eine verdiente Schelle hinter die Ohren zu verpassen, damit der merkt, daß er damit nicht durchkommt. Daß fehlt heute. Früher war da anders! Was haben sich Verwandt, Freunde und Bekannte aufgeregt, wenn meine Kinder mal was an die Löffel bekommen haben. „Man schlägt doch Kinder nicht, nie!“ feindeten sie mich an. Man schlägt Kinder fast nie, aber manchmal eben doch. Wenn das berechtigt war, halten die das auch gut aus. Wenn das nicht berechtigt war, ist die Sache schlimmer, aber auch das trägt ein von Liebe durchdrungene gute Vater-Kind-Beziehung.
Kinder benötigen keine vollkommenen Eltern und auch keine solche Umgebung, um gut zu wachsen. Die fließenden Grenzen zwischen Gut oder Böse, zwischen anständig oder unanständig, zwischen nützlich oder schädlich zu erkennen und darin ein sittliche Haltung zu bilden, sich zu einem sittlichen und nützlichen Glied der Gesellschaft zu entwickeln erfordert gerade zwiespältige Lagen, die Entscheidungen erfordern, zu erleben, auch Schwierigkeiten zu erfahren und zunächst geführt und später immer selbstständiger gesellschaftsverträgliche Entscheidungen zu treffen. Das Eltern-Kind oder Lehrer-Schülerverhältnis ist keine Beziehung zwischen Gleichen, sonder zwischen Ungleichen. Macht und Unterordnung bestimmen die ebenso wie 1. Achtung und 2. Liebe in genau der Reihenfolge, nie umgekehrt. Zu Führen schließt bei Fehlern die Strafe mit ein. Die Strafe soll die anstoßen mit der die Einsicht komme soll. Lob, Ermunterung und Vergünstigungen zu gewähren gehören ebenso dazu; Vorbild und Nachahmung ebenso.
Ohne Gehorsam geht gar nichts. Jegliche Erziehung bedingt ihn zunächst als die Beziehung regelnde Grundlage. Leben Eltern und Kinder, Lehrer und Schüler auf dieser Grundlage, bilden sich so die notwenigen inneren Schranken für ein vornehmlich friedliches Miteinander. Eine belastbare „innere Führung“, ein guter Begriff meiner militärischen Dienstzeit, muß in jedem Kind geschaffen werden, damit es auch Notlagen innerlich ungefochten meistern kann.
An all dem hat es bei dem Amokläufer von Winnenden offenbar gefehlt.
Die Methode, die ich meine, ist Führung an sich zu verteufeln. Das fing mit dem Führer an, hörte da aber lange noch nicht auf, sondern ging viel weiter, zu weit, wie ich meine. Die 1968er Protestler waren groß darin, Mißstände im Dritten Reich anzuprangern, und wer wollte da nach dem verlorenen Krieg unter den Besatzern widersprechen. Zu viel war ja auch falsch gewesen. Leider wurde damals das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und die traurigen Ergebnisse erleben wir heute nach dem Marsch der 68er in die Institutionen. Da sitzen sie heute und zerträumen Deutschland. Die Frage, was man noch als Pflicht empfinden mußte, welchen Befehlen, wenn der Zweck schlecht war und damit die Mittel ebenfalls, unbedingt gehorcht werden mußte, erfordert immer einen Vergleich mit den inneren Werten, die den Einzelnen sittlich ausmachen, damit die innere Führung die äußere Führung prüfen, und ggf. verwerfen kann. Damals wie heute. Wenn aber Führung an sich abgelehnt wird, Zucht verboten wird, wie, frage ich, soll dann Erziehung anständige Ergebnisse bringen. Sie kann es nicht. Sie tut es nicht. Führlose Kinder verwahrlosen innerlich. Das macht Sie anfällig für Abseitiges, so wie 2009 in Winnenden.
Die Nutznießer der Methode mit Banalitäten wie „Der Führer war schlecht“, oder „Die Luft soll sauber sein“, zu der vorbehaltlose Zustimmung erwartet und eingefordert werden kann, sind politische „Bauernfänger“, Scharlatane, die Dumme brachen, den Sie etwas vormachen können, um von denen zunächst Legitimation, Büros, Gehälter, Geld und letztlich Macht zu bekommen. Dabei macht die Macht nicht halt sondern geht bis in Religiöse, als dem nicht mehr ohne den Vorwurf der Ketzerei zu Hinterfragenden, nur zu Glaubenden und zu Befolgenden, Stichwort „Klima“. Da wären wir in Deutschland dann wieder mal beim freiheitslosen Führerprinzip, daß die 68er zunächst so verteufelten, angelangt.
Um also ein Leben ohne wahrscheinliche Amokläufe vorrangig in gesellschaftlichem Frieden und Freiheit zu führen, muß für die Dauer der Kindeserziehung die Freiheit der Kinder eingeschränkt, müssen die mit den erforderlichen Zuchtmitteln (vergünstigenden, wie strafenden) geführt werden, damit die später innerlich sich selbst führend verantwortlich handeln können und werden. Die Freiheit zu tun, was man will, erfordert auch zu erkennen, was man nicht tun darf (z. B. Amok zu laufen). Das komm nicht von selbst. Das muß vorgelebt und beigebracht werden. Freiheit ist nie grenzenlos. Den Amokläufer kostet sein kurzzeitige Befreiung von allen Schranken, das Leben. Wie blöd, so zu handeln.
Laßt euch nicht von den Leute mit der Methode vereinnahmen, rate ich. Das wäre der Untergang.
Gruß Lutz,
Hallo Herr Möller,
wenn ich mir Winnenden und die Berichterstattung ansehe, wird mir schlecht. Wie
kann es sein, daß in unserer komplett kranken und mediengeilen Gesellschaft der
Massenmord von Littleton nachgestellt wird und die Täter glorifiziert werden?
Warum läßt man traumatisierte Kinder nicht einfach in Ruhe ?
Was geht eigentlich in den Köpfen dieser Sensationsjournalisten vor ?
Ich denke, das grundlegende Problem ist ein gesellschaftliches, es beginnt schon
im Kindergarten und der Grundschule mit der Ausgrenzung einiger Kinder, die
zurückhaltender sind, sich vielleicht nicht die neuesten Sachen tragen oder in
einigen Bereichen (z.B. Sprachentwicklung) dank der Beschneidung von Logopädie
und Ergotherapie nicht so leistungsfähig sind wie der Durchschnitt. Es zieht
sich dann durch die Schulzeit, indem den Kindern keine Grenzen mehr gesetzt
werden - insbesondere lernen viele Kinder nicht mehr, daß ihr Handeln
Konsequenzen hat und sie für diese geradestehen müssen. Grenzen Anderer
respektieren zu müssen führt zu Konflikten, nur wer bringt den Kindern heute
Konfliktlösungsstrategien bei ? Welches Elternhaus kann sich denn heute noch
leisten, den Kindern hinreichend Halt zu bieten, indem die Eltern mal nicht auf
dem Job sind und das Kind sich zu Hause allein beschäftigen muß ?
LM: Das ist kein Frage von Zeit, sondern zunächst von Wollen!
Oder noch schlimmer, wenn Eltern ihre Hartz
4-Perspektivlosigkeit ggfs. sogar in Alkohol ertränken oder zwischendurch
schwarzarbeiten, um zumindest ein gewisses Mindestmaß an Lebensstandard zu
halten ? Wo sollen die Kinder heute eigenverantwortliches Handeln und friedliche
Konfliktlösung lernen, wenn zu Hause die Abwesenheit der Eltern oder die
Perspektivlosigkeit vorgelebt und in der Schule ausgegrenzt wird ?
Ich plane in Kürze eine öffentliche Petition, die den Gesetzgeber auffordert,
ggfs. anstelle des Religionsunterrichtes verpflichtenden Ethik-Unterricht in den
Schulen einzuführen, um dort Konfliktlösung und Eigenverantwortung zu
vermitteln. Es gibt wunderbare Präventionsprogramme in diesem Bereich, die bei
konsequenter Anwendung potentielle Ausraster auch frühzeitig erkennen und
präventiv tätig werden können, anstatt zu lamentieren, wenn es wieder 17 Tote zu
beklagen gibt. Dies würde aller Voraussicht nach deutlich mehr helfen als das
Verbot von Waffen jeglicher Art.
Außerdem werde ich beim Präsidenten des Journalistenverbandes über die
Berichterstattung zu diesen Massakern protestieren. Es kann doch wohl nicht im
Sinne der Presse sein, die Täter zu Märtyrern zu stilisieren und weitere
Amokläufe zu provozieren - insbesondere, wo doch eine große Anzahl von
Psychologen den ausufernden Sensationsjournalismus als eines der Hauptprobleme
in diesem Fällen gebrandmarkt hat.
Gleichfalls sollte jedoch jedem Waffenbesitzer klar sein, wie er seine Sachen
aufzubewahren hat. Dies schließt die Aufbewahrung der Tresorschlüssel mit ein -
vorzugsweise sollten diese in einem eigenen Safe mit Elektronikschloß lagern.
Den Code darf man natürlich nicht auf den Tresor schreiben. Soviel
Verantwortungsbewußtsein sollte man den Legalwaffenbesitzern, zu denen ich ja
auch gehöre, doch wohl unterstellen können.
Mit freundlichen Grüßen, Saskia W.,
Montag, 16. März
2009 13:30
Tag Frau W.,
mich würde nicht stören, wenn meine Tochter an meine Waffen käme. Sie hat ja ihren eigenen und auch ihren eigenen Jagdschein, ist dabei vernünftig und sittlich. Ich würde die ihr jederzeit leihen. Waffen bedeuten bei vernünftigen Umgang damit keine Gefahr und meine Töchter auch nicht.
Hallo Lutz,
Deinen Nachsatz zu Winnenden unterschreibe ich Dir
diskussionslos. Leider hat in Deutschland ein pisslaues Demokratieverständnis
Einzug gehalten, von dessen Ausläufern wir mehr und mehr gebeutelt werden. Einer
davon ist die antiautoritäre Erziehung. Du hast soooo recht, mit Deinem
Schreiben. Leider ist das, was in unseren Schulen und auch in den meisten
Familien läuft, genau das Gegenteil. Aber das Ganze ist ein gesellschaftliches
Problem. Kinder sind in unserer von der Globalisierung gezeichneten Gesellschaft
unpraktisch und nur im Wege. Wenn sie dann schon mal auf der Welt sind - meist
eh nur Eins, soll sich der Fernseher um die Erziehung kümmern, denn erstens hat
man für Erziehung keine Zeit und zweitens keine Ahnung. Außerdem hat man ja die
Zuwandererkinder als Ausgleich zur aussterbenden Urbevölkerung. Die meisten
Lehrer sind froh, wenn sie nicht erziehen müssen und zur Seite schauen können.
LM: Eltern müssen Lehren zunächst mal schulfähige Kinder zuführen, damit jene die dann unterrichten können. Lehrer können Versäumnisse der Eltern nicht ausbügeln. Dafür paßt das Zahlenverhältnis gar nicht.
Lehre haben ja auch keinerlei Machtbefugnisse mehr und müssen froh sein, wenn sie von unserem Nachwuchs nicht die Fresse poliert bekommen. Ich bin überzeugt, daß wir noch unser blaues Wunder erleben werden. Als Beweis schicke ich Dir eine Absonderung der Oberindianerin der Antiautoritären Erziehung (T-Online heute).
Grüne fordern „Abrüstung und Entwaffnung“ In der Politik geht die Debatte um die Konsequenzen nach dem Amoklauf weiter. Während sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für schärfere Kontrollen von Waffenbesitzern stark machte, nannte die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth, diesen Vorschlag unzureichend. „In Deutschland befinden sich rund sieben Millionen gefährliche Schußwaffen legal in privater Hand. Bei dieser Zahl kann die Forderung nach Winnenden nur lauten: Abrüstung und Entwaffnung!“, sagte sie dem MDR. Die Politik müsse zum Schutz der Kinder und gegen die Interessen der Waffenlobby ein Zeichen setzen .
LM: Sie personifiziert die Methode.
Leider hat Frau Roth vergessen, was sie mit den 20 Mio. illegalen Waffen machen wird, die es in Deutschland gibt. Auch fällt mir auf, daß sich Frau Roth immer wieder und vor allem vorrangig zu Themen äußert, bei denen sie offensichtlich völlig ahnungslos ist. Das ist übrigens auch ein Phänomen unserer Zeit. Aber um darauf einzugehen, würde wahrscheinlich Dein Netzplatz gesprengt werden.
Mir läuft nur ein eisiger Schauer über den Rücken, wenn ich daran denke, daß diese „Vögel“ mal Regierungspartei waren und vielleicht auch mal richtig die Macht übernehmen.
LM: Genau darauf legen Sie es an!
Die Medien haben sie größtenteils hinter sich, daß sieht man schon an den Umfrageergebnissen.
Oh Gott, oh Gott.
Gruß Rainer E. Montag, 16. März 2009 14:11
Rainer,
das ist kein Wunder, sondern Absicht und hat Methode. Anders als Amokläufer benötigen Medien unbedingt Aufmerksamkeit. Das ist ihr Zweck. Ohne die gingen sie zugrunde. Das ist ihre wirtschaftliche Grundlage. Wahrheit wird nicht gefordert, allenfalls geduldet, aber nur, wenn die nicht stört. Der Marsch in die Institutionen erlaubt ein getürktes Wechselballspiel zwischen Schreihälsen, wie dem von Dir so genannten „Vogel“, den Medien, die das Geplärre zu deren eigen Nutzen verstärken und verbreiten, sowie dann wieder der Politik, die dann vermeintlich demokratisch auf die Volksstimme regieren muß. Da ein solchen Wechselballspiel mit nur zwei öffentlichen Teilnehmern gar zu auffällig wäre, und wir noch nicht alle so verdummt sind, als daß uns nicht bald auffiele, wie wir betuppt werden sollen, tauchen „unabhängige“ Dritte auf, die Schutztruppen, nämlich Blumenschützer, Tierschützer, Bimboschützer, Kinderschützer, Wasserschützer und so weiter und so fort, Spendensammler sind das gleich Pack. All jene benutzen nun die Methode mit plattesten Weisheiten auf Dummenfang zu gehen. Die geneigte Politik im Bunde, muß schon wieder regieren und gibt Geld und gute Worte, hier mal ein Bürogebäude, da mal eine notwendige Unterstützung, Ländereien und so weiter. Da die Schutztruppen regierungsunabhängig sind (eher hängt die Regierung, oder Teile davon, oder die Opposition, an denen) hat die Regierung auch keinen näheren Einblick in die Mittelverwendung. So arbeitet wir Steuerzahler denn für Mißbrauch.
Klar sollte sein, daß diese Schandmühle nur von dummen Eseln gedreht werden kann. Die antiautoritäre Erziehung, die ja gar keine ist, sondern nur ein schäbige Ausrede für faule oder unfähige jedenfalls verantwortungslos geduldete Verwahrlosung, bringt eben diese dumme Esel hervor, manchmal auch Schweine, wie die Täter von Erfurt und Winnenden. So schafft die Methode ihr Brut als Brüter, der uns in den Abgrund ziehen wird, wenn wir Ehrbaren nicht wirksam gegensteuern.
Seit Politik bezahlt wird (das war großbürgerlichen Zeiten in Hamburg schon mal anders) und Schutz- und Spendentruppen vom Staat ausgehalten werden, ziehen Posten und Truppen Schmarotzer, denen das Gemeinwohl schnurzwurst ist, an, einzig um sich versogt zu wissen und eine große Lippe zu führen. Widerlich!
Ein großartiges Land wie Deutschland mit seinen hellen Köpfen verdient eine Führung, die sich um Volk und Land sorgt, nicht es behindert oder ausplündert. Nur der unbedingte Wille die Wahrheit zu erkennen und ehrlich und wahrhaftig zu handeln kann uns vor dem Untergang bewahren. Laßt euch nicht belügen!
Lutz Möller,
Es entsetzlich die Nachrichten zur Amoktat in Winnenden zu verfolgen - einfach entsetzlich. Nach erster Sprachlosigkeit kommen Fragezeichen, Reaktionen und weitere Fragezeichen. Herr Schäuble zeigt sich derzeit bedächtig, andere Politiker wiederholen ihre Stereotype. Ursachenforschung ist angesagt: Die Jugend sei keinen Schuß Pulver wert, sll mein Urgroßvater gesagt haben. Die Suche nach: Winnenden „prallt am Bundesfamilenministerum ab“ führt einem Welt Interview mit Walter Hollstein (Professor für Soziologie).
Ich bin der Meinung, durch verfehlte Erziehungspolitik der letzten 3 Jahrzehnte entstand eine Ohnmacht der Erziehungsbeauftragten. Es muß neu aufgesetzt werden. Kanalisierte Ventile Aggressionen abzubauen fehlen. Die letzte Jugendgeneration ist so angepaßt, das sie nichtmal eine Protestbewegung hervorgebracht hat - das ist beängstigend. Ein Amoklauf ist ein Zeichen äußerster Hilflosigkeit. Ein Patentrezept hat niemand - Hilfe brauchen viele - vor allem junge Menschen.
Mich dauert unsere Jugend !
Gruß Ihr N. T., Montag, 16. März 2009 17:52
Liebe Jagdfreunde,
nach dem schrecklichen Amoklauf von Winnenden ist, wie zu erwarten die
Medienhetze auf Legalwaffenbesitzer eröffnet worden. Während zunächst nur die
Sportschützen im Fokus der Diskussion standen, trifft es nun inzwischen auch uns
Jäger.
Am Montag ging ein Antrag
der Links-Bundetagsfraktion in den Bundestag. Dies beantragt ein Verbot
aller Privatwaffen im Haus
LM: Wie in der sowjetisch besetzen Zone. Das hat Methode.
Nun könnte
man sich zurücklehnen und denken, ja die Linken in der Opposition finden sowieso
kein Gehör und gehören selber sicher verwahrt, und zwar in einer Irrenanstalt.
Inzwischen haben sich die üblichen Verdächtigen aus der Grünen-Partei diesem
Antrag angeschlossen - auch noch kein Grund zur Beunruhigung. Nun heute morgen
die dpa-Meldung, die Grünenfraktion unterstütz diesen Antrag und aus der
SPD-Fraktion wird mittlerweile auch Einzelzustimmung signalisiert. Der Antrag
wird nicht durchgehen, aber er wird für große Verunsicherung auch in der
Koalition und im Bundesrat sorgen.
Im SPIEGEL, Deutschlands größtes Nachrichtenmagazin und mittlerweile
Kampfpostille mit ähnlichem Sensationsstil wie die BILD, wird die Hexenjagd auf
Legalwaffenbesitzer über 12 Seiten in der aktuellen Ausgabe von dieser Woche so
richtig angeheizt. Ich habe den Artikel eingescannt und als Anlage beigefügt
(Jagdfreunde mit Herz-Kreislaufproblemen sollten das nicht lesen). Stichwort:
Jäger sollen nur noch zwei Langwaffen besitzen!
Hier noch Weiteres:
Stuttgart: Sowohl in der großen Koalition in Berlin als auch in der
baden-württembergischen Landesregierung wird über Konsequenzen aus dem Amoklauf
von Winnenden und mögliche Gesetzesverschärfungen beraten. Ministerpräsident
Günther Oettinger (CDU) kündigte am Dienstag an, eine Arbeitsgruppe einzusetzen.
Sie soll mit Experten besetzt und bis Sommer Vorschläge erarbeiten. Der offene
Brief von Hinterbliebenen gebe «wichtige Anstöße». Auch auf Bundesebene wird das
Schreiben der Angehörigen, in dem eine Verschärfung des Waffenrechts gefordert
wird, als Grundlage für Schlußfolgerungen angesehen. Oettinger zufolge sollen in
der Arbeitsgruppe Experten unter der Leitung des früheren Stuttgarter
Regierungspräsidenten Udo Andriof erörtern, «welche Lehren aus dieser
schrecklichen Tat gezogen werden können und müssen». Er erwarte sich Vorschläge,
die rechtlich und technisch umsetzbar seien. Den offenen Brief nannte Oettinger
«sehr sachlich». Er stelle «genau die Fragen, die wir uns auch stellen». Es sei
zu prüfen, inwieweit das Waffenrecht restriktiver gehandhabt werden und der
Jugendschutz in den Medien verbessert werden müsse.
München: Nach dem
Amoklauf von Winnenden nimmt das Münchner Kreisverwaltungsreferat die
Waffenbesitzer unter die Lupe. So wird die Waffenbehörde alle 20-tausend
Münchner Waffenbesitzer anschreiben und schriftliche Nachweise über den
Aufbewahrungsort ihrer Pistolen und Gewehre verlangen. Konkret müssen die
Waffensitzer mit Fotos, Kaufbelegen oder Gutachten innerhalb von drei Monaten
belegen, daß sie ihre Schußwaffen in Tresoren oder abschließbaren
Metallschränken aufbewahren. Wer diesen Nachweis nicht erbringen kann, dem
werden seine Waffen abgenommen, kündigte KVR-Referent Wilfried Blume-Beyerle am
Mittwoch an. Etwa 15-tausend Waffenbesitzer sind sogenannte Altbesitzer und
Erben. Rund 3.500 Waffenerlaubnisse gingen an Jäger, knapp 1.400 an
Sportschützen. Das KVR fordert in dem Schreiben gerade auch die Altbesitzer auf,
ihre geerbten Waffen freiwillig abzugeben und damit das Gefahrenpotenzial zu
reduzieren. Blume-Beyerle hofft mit der großangelegten Anschreibeaktion, das
Bewußtsein der Waffenbesitzer zu schärfen und appelliert an deren
Verantwortungsbewußtsein. Das KVR hat nun eine 6-köpfige Arbeitsgruppe
eingerichtet, die kontrolliert, ob die Verwahrvorschriften eingehalten werden.
Berlin: Als Konsequenz aus dem Massaker von Winnenden fordert der Berliner
Innensenator Ehrhart Körting ein schärferes Waffenrecht - gegen den Widerstand
der Waffenlobby. Wenn ein Jäger 20 Gewehre habe, sei das „Waffenfetischismus“,
sagt der SPD-Politiker dem SPIEGEL.
LM: Körting braucht ja selbst auch keine Waffen. Die tragen nämlich seine eigenen Schutzmänner. Damit mien ich nicht den Schupo auf der Straße, sondern seine geübten Muskelmänner im Anzug im schwarzen 7er BMW mit Blaulicht und Begleitschutz. Der sich das aus Steuermitteln bezahlen läßt kann sich fein zurücklegen und heucheln.
Nach Auffassung von
Ehrhart Körting (SPD) muß das Waffenrecht novelliert werden, um die Anzahl
privater Schußwaffen zu reduzieren. "Wir haben ganz klar zu viele Waffen in
diesem Land", sagte der Berliner Innensenator in einem SPIEGEL-Interview - und
jede Waffe berge eine tödliche Gefahr.
Bereits bei der ersten Novelle des Waffengesetzes 2002, nach dem Massaker von
Erfurt, habe er eine deutliche Begrenzung des Waffenbesitzes gefordert, damit
etwa Jäger nicht unbeschränkt Waffen kaufen können: "Wir sagten, vier Gewehre
müßten doch bitte schön reichen", so der Sicherheitspolitiker. Doch das habe
sich nicht durchsetzen lasse. „Die haben uns ausgebremst“, sagte Körting über
ein Länderbündnis aus Bayern und Nordrhein-Westfalen, „Flächenländer mit einem
Netzwerk von Schützenvereinen.“ Einer gut organisierten Waffenlobby sei
gelungen, das Gesetz weichzuspülen. Jetzt sei es an der Zeit für sinnvolle
Begrenzungen: „Mir hat noch niemand erklären können, warum ein Jäger 20 Gewehre
haben muß. Das ist Waffenfetischismus.“ Depots für Waffen oder Munition in
Schützenheimen hält Körting allerdings für den falschen Weg und setzt eher auf
technische Lösungen zur Blockierung von Waffen, etwa per PIN-Code oder
Daumenabdruck. Obwohl die Bundesregierung das geltende Waffenrecht für
ausreichend hält, will der Berliner Innensenator in der Konferenz der
Länderinnenminister eine Initiative für eine Verschärfung des Waffenrechts
starten: „Meine SPD-Kollegen werden eine Linie verfolgen, die meiner ähnlich
ist.“ Und auch die CDU-Minister sind nach Körtings Meinung „angesichts dieses
schrecklichen Verbrechens nachdenklich geworden“.
Wer jetzt von uns Jägern noch meint, es treffe nur die Sportschützen ist sehr
naiv!
Herzliche Grüße, Jochen H., Donnerstag, 26. März 2009 03:02
Der meine Jagdinfos künftig nicht mehr haben will - eine kurze Rückmail und ich
nehme Dich aus dem Verteiler.
Nach dem bedauerlichen Vorfall in Winnenden schreien schon wieder die Stimmen, allen voran der Berliner Innensenator Dr. Körting, der in der Vergangenheit nicht unbedingt durch schlüssige Konzepte glänzte, Waffengesetze in Deutschland zu verschärfen. Diese Anfeindungen abzuwehren um die Zukunft unserer Jagd und unseres Schießsportes langfristig zu sichern ist, bedingt durch die Zersplitterung der legalen Waffenbesitzen in viel kleine Vereine erschwert. Das Forum Waffenrecht stellt nach meiner Ansicht die Bündelung der Interessen aller rechtmäßiger Waffenbesitzer, Sportschützen, Jäger und Sammler, dar. Die Mitgliederzahl bestimmt das politische Gewicht einer solchen Vereinigung. Gegenwärtig sind nur etwa 30.000 Jäger und Sportschützen dort Mitglied. Das sind deutlich zu wenige! Bei allein ~ 300.000 Jagdscheininhabern ist die Menge geradezu lächerlich! Deshalb rufe ich alle, denen Jagd und Schießsport am Herzen liegt zu:
Werdet Mitglied im „Forum
Waffenrecht“! Versucht in Eurem Umfeld weitere Mitglieder zu gewinnen. Der
Jahresbeitrag für ein Fördermitglied beträgt 12,- €. Das sollte es Jedem wert
sein.
Der nachfolgende Link bringt Euch auf die entsprechende Seite
http://www.fwr.de/
Gruß, NB, Montag, 23. März 2009 11:09
LM: Genau so ist das. Marschiere getrennt, schlage vereint. Also, der noch nicht drin ist, trete ein, sofort!
Betreff:
Einigkeit stärkt
Hallo Lutz!
Das ist schon richtig, wobei es um zwei Führungspersonen des FWR, allen voran
Herrn Streitberger, heftigste Diskussionen gab und gibt. Diese betrafen und
betreffen weiterhin die angebliche Verwicklung in und um den Hersteller des bzw.
das angebliche Sicherungssystem Armatix, einschließlich dessen Forcierung.
Armatix, eine Firma die Waffen mittels Sperrsystemen, die in den Lauf eingesetzt
werden, sicherer und uns das Leben schwerer machen will, versucht derzeit mit
massivstem Druck sowie fragwürdigen Methoden Ihr System zu retten. Zu retten
deshalb, weil ein Test von Visier die
Untauglichkeit des Systems gezeigt hat. Daraufhin wurde der Verlag und die
Redakteure mit einer einstweiligen Verfügung belegt und die registrierten
Büchsenmacher sogar aufgefordert die betreffenden Seiten in den noch vorhandenen
Visier Ausgaben zu entfernen. Infos dazu und die entsprechenden Dokumente sende
ich Dir gerne.
Mittlerweile bildet sich auch eine wirkliche Alternative zum FWR mit
hervorragenden Leuten an der Spitze. Ich möchte derzeit noch nicht vom
FWR abraten, die neue Führungsriege soll
zeigen, ob sie es schafft sich neu, unabhängig und vor allem für den legalen
Waffenbesitz zu positionieren. Als Vorstand unsers Schützenvereines rate ich
momentan dazu zweigleisig zu fahren. Eine zweite Lobbyvereinigung kann uns in
diesem Land und der derzeitigen Position nur nützlich sein. Hier der Link zur
„Fördervereinigung legaler Waffenbesitz“:
http://www.fvlw.de
Für uns Jäger sollte
die Mitgliedschaft zu BEIDEN Vereinigungen eigentlich Pflicht sein. Im Hinblick
auf die sonstigen Kosten des Jagens, sind die beiden Beiträge absolut
vernachlässigbar, dienen aber einer gemeinsamen Sache.
Beste Grüße, Markus, Donnerstag, 26. März 2009 13:09
Betreff:
Schweinebande jagt legale
Waffenbesitzer....
Hallo Lutz,
ich möchte hier ausdrücklich noch mal unterstreichen, was Jochen H. geschrieben
hat. Ich kann nur an alle legalen Waffenbesitzer appellieren, dem
Forum Waffenrecht beizutreten. Als Mitglied hat
man auch die Möglichkeit eine spezielle Waffen-Rechtsschutzversicherung
abzuschließen, die man vielleicht schneller braucht, als einem lieb ist.
Ich habe heute mit der Frau eines Geschäftspartners gesprochen, die mit der
Familie des Täters von Winnenden befreundet ist. Die Hysterie dort, vor allem
durch die Medien inszeniert, ist unbeschreiblich. Nur zwei Fakten zum
Nachdenken: Tatsache ist, daß nicht klar ist, wo Timm die Munition her hatte und
zweitens, in welchem Umfang Tim in ärztlicher Behandlung war. Dazu stellt sich
die Frage, wer welchen Arzt von seiner ärztlichen Schweigepflicht gegenüber den
Medien, entbunden hat. Das wochenlange geifernde, hysterische Berichten mit
vollem Namen z. B. in der Bild, führt zum Ächten der Familie des Täters und zum
Generalangriff auf die legalen Waffenbesitzer! An Stelle einer Nachrichtensperre
wird sensationsgierig nächsten Amokläufern die Bühne bereitet. Gleichzeitig wird
eine psychotische Hetzjagd auf hunderttausende unbescholtene und gesetzestreue
legale Waffenbesitzer eröffnet.
Ich hoffe, Lutz,
unter Deinen Lesern gibt auch ein paar jagende Politiker oder sonstige Leute mit
Einfluß gibt, die ihren Einfluß geltend machen, daß endlich „der Ball etwas
flach gehalten wird“. Ich finde, die Tiraden einiger
Politiker schon faschistoide Formen annimmt. Wir Jäger sollten auch nicht
nach der neuen deutschen Manier zur Seite schauen und hoffen, es würde nur die
Sportschützen erwischen! Teile und Herrsche! Wir sollen scheibchenweise
demontiert werden. In 20 Jahren werden nach dem Willen der Volksverhetzer dann
wahrscheinlich Polizisten die Wildschweinrotten zusammenschießen. Dann gute aber
gute Nacht!
Gruß von Rainer, Donnerstag, 26. März 2009 17:32
Guten Abend Lutz,
erstmal besten Dank für die schnelle Lieferung.
Zur Vertretung für sog. Legalwaffenbesitzer sei mir eine kurze Anmerkung erlaubt. Meine Mitgliedschaft im FWR wird zum Ende diesen Jahres von mir gekündigt werden. Armatix ist dabei nur das I-Tüpfelchen, das meine Entscheidung erleichtert hat. Ich bin im FvlW, und fühle mich dort seriöser und effektiver vertreten. Die spez. Rechtschutzversicherung habe ich dort auch, und das sehr günstig.
Die Positionierung
von FWR ist mir nicht mehr klar. Werden Waffenblockierungssysteme vermarktet?
Wer ist daran im FWR wie auch immer finanziell beteiligt, oder profitiert
persönlich? Welche, zugegebenermaßen schwierig umzusetzende, vollmundig
verkündigte „Lobbyarbeit“ wurde vom FWR in Berlin geleistet? Oder geht es um die
Vermarktung von Versicherungen an Sportschützen und Jäger? Hat sich Herr
Streitberger damit seine Kanzlei gefüllt? Die beste Lobbyarbeit leistet jeder
von uns selbst, indem er verdammt nochmal seine Waffen ordnungsgemäß gegen
unbefugte Benutzung sichert, sich als Jäger auf dem Schießstand und bei der Jagd
als handhabungssicher im Umgang mit der Waffe zeigt. Einer unserer
Sachbearbeiter der zuständigen Waffenbehörde beschäftigt sich in letzter Zeit
erschreckend häufig mit Vorkommnissen bzgl. Waffenaufbewahrung und Vorkommnissen
bei der Jagdausübung, Schußwaffen betreffend. Es darf in nächster Zeit nichts,
aber auch rein gar nichts mehr im Zusammenhang mit der Aufbewahrung und Gebrauch
von Schußwaffen aus dem Ruder laufen, sonst können wir Alle einpacken!
Dirk S. Donnerstag, 26. März 2009 20:35
Hallo Lutz,
ich möchte kurz berichtigen, ich bin im VdW Verband für Waffentechnik und -geschichte e.V. Mitglied, aber nicht wie von dir in Abänderung meiner Mail im FvlW.
Grüße, Dirk S., Donnerstag, 26. März 2009 21:50
LM: Ja aber wo ist deren Netzplatz bitte?
Hallo Lutz,
bitte gern: http://www.vdw-duesseldorf.de/
Dirk S., Donnerstag, 26. März 2009 21:58
Hallo Lutz,
nach Dirk S. Beitrag will ich mich zu diesem
Thema doch nochmals äußern.
Grundsätzlich ist es mir völlig gleich, wie der Verband heißt, der meine Belange
als legaler Waffenbesitzer vertritt. Derzeit scheint mir, wird sich dadurch
verzettelt, daß sich jeder in einen eigenen Winzklub verzieht, den keiner kennt
und nicht mal schnell im Netz zu finden ist. Was will so was bewegen? Das ist
mindestens genau so schlimm, wie seine Meinung nur am Stammtisch zu äußern oder
zu hoffen, es träfe wenigstens nur die Anderen (Schützen). In den Medien war das
einzig zählbare, die Stellungnahme
von Beck. Den Dreizeiler von Herrn Borchert kann jeder selbst werten.
Selbstdisziplin als Lobbyarbeit zu verkaufen ist nach meiner Meinung ganz schön weit hergeholt. Ich habe knapp 18 Jahre gedient, da brauch mir niemand zu sagen, wie Waffe und Munition zu lagern sind - aber wahrscheinlich ist es eh Eulen nach Athen zu tragen, das den Lesern von Lutz Möllers Seiten zu sagen. Es gibt eben auch andere, die sich offensichtlich für nichts interessieren. Lobbyarbeit ist aus meiner Sicht eine Interessenvertretung an den Stellen, die Entscheidungen treffen, wie z.B. im Parlament, in den Kommissionen, die nun wieder gebildet werden. Was ist von einer Kommission zu erwarten, die von Pazifisten, Tierschützern und Jagdgegnern durchsetzt ist? Politiker wollen die Menge, den Wähler gewinnen. Was die Menge über die Jagd denkt, brauche ich Euch nicht zu sagen. Da hat unsere Öffentlichkeitsarbeit sicherlich versagt.
Als Beispiel kopiere ich mal eine Lesermeinung von Volker Wollnys Seite rein. Die kann sich jeder mal an den Spiegel stecken.
„Lieber Herr Jäger, ich mag Jäger nicht besonders, weil viele von Ihnen so selbstherrlich auftreten, ähnlich den Reitern. Herrenmentalität halt. Aber was Sie hier geschrieben haben, ist große Klasse und das Beste, was ich bisher zum Thema gelesen habe. Ich sehe das genauso wie Sie. Leider sind wir eine Minderheit. Herzliche Grüße aus Berlin. Rainer “
Ich denke, es ist
selbstredend, daß nicht ich das habe, sondern ein anderer Rainer.
Ich wollte damit nur sagen, Wähler bestimmen perspektivisch die Richtung und ein
Rückzug in nicht wahrgenommene Psychooasen langfristig zum Aussterben unserer
Art, nämlich Schützen und Jägern, führt!
Gruß Rainer R;. Freitag, 27. März 2009 10:45
LM: Daher gefällt mir auch nicht, daß so viel nur anonym auftreten wollen. Jungs, zeigt doch mal Flagge! Wir sind die Guten!
Betreff:
Vertretung unsere Belange
Sehr geehrter Herr Möller,
ich habe als sehr interessierter Leser ihrer Seite, gerade den Beitrag
Vertretung unsere Belange durchgelesen
und möchte ihnen gerne paar Wörter dazu mitteilen. Ich möchte davor noch betonen
das ich noch relativ jung bin und einer Ausbildung nach gehe. Damit sie ungefähr
wissen mit welcher Altersgruppe sie zu tun haben.
Nach dem Amoklauf in Winnenden hatte ich wie so oft, in der Schule nachgefragt
ob den die Leute „17-20 Jahre alt“
die Berichterstattung im Fernsehen im Bezug auf den Waffenbesitz und die Lügen,
die da verbreitet werden glauben und was sie von einer Waffenrechtsverschärfung
halten gefragt. Von dem Vorschlag das Waffenrecht zu verschärfen hielt keiner
etwas, da sie alle der Meinung sind, man könnte das gar nicht mehr verschärfen,
außer die Waffen ganz zu verbieten. Aber selbst so ein Komplettverbot von Waffen
würde nichts bringen meinten alle. Ich zitiere: „Was
würde es denn bringen die Waffen komplett zu verbieten?“
„Nichts würde es bringen! Wenn jemand eine Straftat oder Amoklauf plant,
kommt er an eine Waffe, wenn nicht legal dann Illegal.“
In meinem ganzen Bekannten- und Freundeskreis, gibt es auch keinen der sagt, daß
die Waffengesetzte verschärft werden müßten. Sie sind eher der Meinung das man
die Waffengesetzte lockern müsse, damit auch ein gesetzestreuer Bürger das recht
habe, legal eine Waffe zu besitzen, ohne das er einen Bedarf anmelden muß.
Ich möchte mit dieser Mail nur verdeutlichen, es gibt sehr viele Nichtjäger und
-schützen, die genau wie sie es NICHT möchten, daß die Waffengesetzte noch mehr
verschärft werden.
Freundliche Grüße Michael Büttner, Mittwoch, 1. April 2009 21:12
Hier ist guter Lesestoff!
steht hier.
„Panorama“ und die Sportschützen: Die Stunde der Selbstgerechten
Guten Morgen Herr Möller,
ich habe nun eine Menge Aufsätze zu Winnenden gelesen. Wirklich gut fand ich nur
zwei:
„Das
gekränkte Ich“;
Junge Freiheit Nr.13/09 20.März 2009;
S.13; von Jost Bauch (leider nicht online erhältlich) und
Tim K. ist jetzt in der Hall of Fame des Verbrechens
„Der etwas erklären kann, der bannt es zugleich. Wenn etwas einen Grund hat, kann man daraus lernen. Gibt es eine eindeutige Linie, die das Motiv eines Täters mit der Tat verknüpft, könnte man vielleicht in Zukunft den Weg vom Motiv zur Tat blockieren. Wenn A, dann B: Das verschafft jedenfalls Sicherheit. Und weil wir die unbedingt wollen, wird nach jeder Bluttat, die ein Einzelner ohne erkennbaren Grund begangen hat und die mehrere mehr oder minder wahllos ausgesuchte Menschen das Leben gekostet hat, nach einer letztlich erlösenden Erklärung gesucht. Doch diese gibt es im Fall von Amok-Taten in aller Regel nicht. Stumm, wie die Täter zumeist sind, sind es auch die Taten. Sie enthalten keine Botschaften, sie werben für nichts, sie warnen vor nichts - sie sind einfach nur auf provozierend rätselhafte Weise da.
Das demütigt den menschlichen Geist, der - je neuer die Neuzeit geworden ist - weiße Flecken auf der Karte des irdischen Geschehens nur schwer ertragen kann.“ Welt online vom 16. März 2009
Franz Hohmann, Samstag, 28. März 2009 11:31
Hallo Herr Moeller,
hierüber stolperte ich:

Hier in China ist Ihr Nestplatz meine Morgenlektuere.
LM: Nestplatz für Netzplatz find ich süß!
L. S. Sonntag, 29. März 2009 03:31
Hallo Lutz!
Du hast absolut Recht mit Deiner Aussage: „Daher gefällt mir auch nicht, daß so viel nur anonym auftreten wollen. Jungs, zeigt doch mal Flagge! Wir sind die Guten!“. Ja, WIR sind die Guten, deshalb anbei mein Schriftverkehr mit Frau Künast von den Grünen mit der Erlaubnis dies unter vollem Namen zu veröffentlichen.
Beste Grüße, Markus Präg, Lörrach
Guten Tag Frau Künast!
Mit Befremden, Enttäuschung und Verärgerung nehme ich Ihre Aussagen im
Zusammenhang mit dem Amoklauf (korrekter wäre „erweiterter Suizid“ oder
„geplanter Mord“) zur Kenntnis.
Ihre Aussagen sind geradezu ein Affront, da sie jeden Waffenbesitzer pauschal
mit Menschen wie Tim K., Robert Steinhäuser oder sonstigen Kriminellen gleich
setzen.
Ihre Aussagen implizieren, daß über zwei Millionen legale Waffenbesitzer eine
potentielle Gefahr für die Allgemeinheit darstellen. Auch ich gehöre zum
Personenkreis derer, die Waffen legal besitzen, weiterhin besitzen wollen und
dazu stehe ich.
Ich durfte (mußte?) den Umgang mit Waffen drillmäßig während meinem aktiven
Dienst als Zeitsoldat für dieses Land erlernen. Man könnte es durchaus auch so
sehen, daß ich erst durch den Dienst für dieses Land in Kontakt mit Waffen
gekommen bin. Mein Ausscheiden aus der Bundeswehr liegt nun schon viele Jahre
zurück. Den Umgang mit Waffen habe ich beibehalten, als Sportschütze und als
Jäger. Als solcher, ebenso wie als Familienvater, Bürger und Unternehmer muß ich
jeden Tag beweisen, was Verantwortung bedeutet. Egal ob für die Familie, die
Mitarbeiter, bürgerliches (Allgemein)Eigentum oder eben für die Verwahrung
meiner Waffen.
Ich glaube nicht, daß ein Mensch mit nur durchschnittlichem IQ tatsächlich der
Meinung sein kann, daß solche Taten durch banale Forderungen wie einem Waffen-,
Film-, Spiele- oder sonstigen Verbot verhindert werden können. Diese Forderung
können nur Menschen stellen, die nicht bereit, willens oder in der Lage sind
sich über die wirkliche Gründe Gedanken zu machen. Menschen, die offensichtlich
gar nicht mehr registrieren, was von den Medien jeden Tag, rund um die Uhr und
bei vielen völlig ohne Moral und Pietät verbreitet wird. Menschen, die gar nicht
mehr registrieren wie viel unschuldige (!) Tote es in Ihrem Umfeld durch
Nikotin, Alkohol, Rauschmittel oder gar den Verkehr gibt.
Es würde den Rahmen dieser Email sprengen Ihnen die Gründe zu erläutern, die
nicht nur ich für verantwortlich betrachte und vor denen ein Großteil unserer
Bevölkerung (beschämt?) die Augen verschliesst. Daran etwas zu ändern sollte die
vordringlichste Aufgabe der gesamten Gesellschaft, vom einzelnen Bürger bis hin
zu unserem gesamten Staatsapparat, sein.
Abschließend seien hier nur die Stichworte Ehrlichkeit, Verantwortung, Anstand,
Toleranz, Freundschaft, Liebe und vor allem die Freude am Leben genannt. Auch
die Ausrichtung des eigenen Handelns auf den Inhalt der 10 Gebote, unabhängig
davon ob man Christ ist oder nicht, wäre mit Sicherheit eine Grundlage für ein
lebenswerteres Miteinander.
Ich würde mich freuen, wenn diese Zeilen Sie wenigstens etwas ins Nachdenken
bringen würden, denn die Diskussion um (legale) Waffen wird nach wie vor leider
nicht von der Ratio, sondern von der Ideologie bestimmt. Mit Hilfe der Letzteren
kann man aber keine vernünftigen Entscheidungen treffen.
Freundliche Grüsse, Markus Präg
Sehr geehrter Herr Präg,
vielen Dank für Ihre email an Frau Künast, die ich wie folgt beantworten möchte.
Die aktuelle Diskussion sollte m. E. auch von den Besitzerinnen und Besitzern
von Waffen genutzt werden, um Problem orientiert um Lösungen zu ringen.
Für die historischen Waffen sieht das Gesetz bereits jetzt besondere Sicherungsvorschriften vor, die 2007 präzisiert wurden. Ich hoffe, daß die Blockiersysteme tatsächlich in der Lage sind, die in sie gestellten Erwartungen zu erfüllen. Ich frage mich aber doch, ob ein Privatmann 15 voll einsatzfähige Schußwaffen besitzen muß. In der Tat sind hier Beschränkungen unumgänglich.
Eine weitere Frage ergibt sich aus der Lagerung
der Waffen im Privatbereich. Es hat sich gezeigt, daß Einbruchs- und
Diebstahlsicherung allein nicht ausreichen, um den Mißbrauch von Waffen und
Munition etwas durch psychisch gefährdete Familienangehörige zu verhindern. Es
gibt bereits heute Vorrichtungen in einigen Sportanlagen, die eine Lagerung
zulassen, daß keine zusätzlichen Sicherheitsprobleme auftreten. Wir wissen aber
auch, daß eine solche zentrale Lagerung auch bei den
Sportschützen nicht überall möglich ist. Daher regen wir in unserem Antrag an,
daß zumindest für den Anfang die Munition getrennt zentral aufbewahrt wird. Eine
Waffe ohne Munition kann logischerweise auch nicht für einen Amoklauf verwendet
werden.
Bei den Jägern ist die Situation noch schwieriger. Die Jagdhütten, oftmals im
Wald gelegen, eignen sich auch nur bedingt für die Lagerung. Bei
Berufswaffenträgern und insbesondere bei gefährdeten Personen läßt sich auch in
Zukunft die Lagerung im häuslichen Bereich nicht gänzlich unterbinden.
Daher fordern wir insgesamt eine verstärkte und effektive Kontrolle aller
Gruppen von Waffenbesitzern. Die gesetzlichen Regelungen aus der Novelle
2002/2003 sollten erst einmal umgesetzt werden. Das gilt sowohl für die
Darlegungspflicht für die Aufbewahrung von Waffen nach § 36 Abs. 3 WaffG wie
auch für die Prüfung der persönlichen Zuverlässigkeit nach § 5 WaffG. Leider
arbeiten die Behörden der Länder hier sehr unterschiedlich. Es gibt hier
insgesamt noch große Lücken im Gesetzesvollzug. Wir fordern hier zudem die
zeitlich beschleunigte Einführung des nach der EU-Richtlinie ohnehin bis 2014
vorgeschriebenen zentralen elektronischen Waffenregisters. Die Bundesregierung
weiß z. Zt. nicht einmal, wie viele legale Waffen in bundesdeutschen Haushalten
aufbewahrt werden.
Sie sehen, daß wir uns im Interesse der Sicherheit sehr differenzierte Gedanken
machen, die rechtsstaatlich saubere aber auch tragfähige Lösungen hervorbringen.
Von daher tragen wir auch nicht alle auf dem Markt der Meinungen geäußerten
Auffassungen mit.
Wir haben hier im Bundestag einen Antrag eingebracht, der sich dieser Fragen
annimmt. Es wäre sehr erfreulich, wenn die Diskussion nicht "Für und gegen
Waffenbesitzer" laufen würde, sondern zu mehr Vernunft und Einsicht führen
könnte, daß Waffen in falscher Hand großen Schaden anrichten können.
Mit freundlichem Gruß, Michael Rahe (Referent), Freitag, 27. März 2009 17:14
Michael Rahe
Referent der Fraktionsvorsitzenden Renate Künast
Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel: 030 227-71914
Fax: 030 227-76913
Michael.Rahe@gruene-bundestag.de
Liebe Frau Künast, sehr geehrter Herr Rahe!
Ihre Antwort und damit die Bestätigung meiner Befürchtungen hinsichtlich Ihrer
Positionierung, die nicht auf Fakten sondern auf purer Ideologie beruht, habe
ich erhalten.
Den Fakten zufolge, die Sie den polizeilichen Kriminalstatistiken entnehmen
könne, ist das Risiko, in Deutschland Opfer einer Straftat mit
Schußwaffenverwendung (Drohen oder Schießen) zu werden, außerordentlich gering.
Es liegt im Europäischen Vergleich auf den hintersten Plätzen. In
Großbritannien, wo seit 1997 der private Besitz jeglicher Faustfeuerwaffen
verboten ist und welches Sie als gutes Beispiel hinsichtlich der
Waffenbesitzregelung anführen, ist das Risiko hingegen um ein mehrfaches höher.
Hinzu kommt, daß die Verwendung legaler, erlaubnispflichtiger Schußwaffen zum
Drohen oder Schießen im Zusammenhang mit der Begehung von Straftaten bei derzeit
(2008) 2,6 % liegt, bezogen auf einen Anteil der Schußwaffenverwendung bei der
gesamten Kriminalität von 0,21 %. Wiederum bezogen auf die gesamte Kriminalität
(~ 6,5 Millionen angezeigte Straftaten in Deutschland jährlich) gelangt man
damit zu einer Beteiligung erlaubnispflichtiger, legal besessener Schußwaffen
von 0,3 Prozent multipliziert mit 2,6 Prozent, also 0,0021 X 0,026 = 0,0000546%.
Diese Zahlen sinken seit 2001, nachdem sie zuvor schon auf äußerst niedrigem
Niveau stagniert hatten.
Eine Beteiligung legal besessener Waffen ist somit marginal. Der Mißbrauch
existiert, nur stellt sich die Frage - und zwar unabhängig von der besonders
schrecklichen Tat - ob dieser Mißbrauch Anlaß für gesetzgeberisches Handeln ist
und -mit Verboten - Eingriffe in die allgemeine Handlungsfreiheit und andere
grundrechtliche Positionen von Millionen Menschen eingegriffen werden muß (und
darf).
Wer das bejaht, muß sich die Frage gefallen lassen, warum dies mit so einer
Vehemenz beim Waffenrecht (als Teil des Ordnungsrechts) gefordert wird,
beispielsweise aber dem Straßenverkehrsrecht (einem anderen Teil des
Ordnungsrechts) unterbleibt. In Deutschland sterben täglich 15 Menschen im
Straßenverkehr. An dieser Stelle scheint ein solcher "Kollateralschaden der
Freiheit" nicht zu stören, beim Waffenrecht hingegen genügt ein einzelner Anlaß.
Die Vermutung, sachfremde Motive könnten eine Rolle spielen, liegt daher nahe.
"Waffen sind moralisch böse" beispielsweise. Und: "Wer Waffen hat lebt auf eine
böse Art, also muß er gezwungen werden, das bleiben zu lassen". Ein
Glaubenskrieg also. Das ist der Kern.
Eine Tat, bei der Menschen durch eine aus legalem Bestand stammende Waffe zu
Tode kommen, ist mithin nurmehr ein Anlaß, die aus einem tieferen Ressentiment
stammende Forderung mit
Nachdruck zu erheben. Letztlich steckt dahinter aber eine Kultur, die einen nach
einem bestimmten Idealbild geprägten Lebenswandel fordert und bereit ist, diesen
auf dem Gesetzesweg
zu erzwingen.
Dieses Verhalten und die Benutzung eines solchen Vorfalles zur vermeintlichen
Erreichung Ihrer Ziele zeigen, dass Ihnen sachliche Argumente für eine breite
Akzeptanz Ihrer Weltanschauung in der Gesellschaft fehlen. Ich finde dies nicht
nur schändlich sondern eines Demokraten geradezu unwürdig.
Ich werde daher mein demokratisches Recht in Anspruch nehmen und soviel Wähler
wie möglich davon zu überzeugen versuchen, Ihre Partei nicht mehr zu wählen.
Freundliche Grüsse, Markus Präg
LM: Folgendes Email sandte der Unterzeichner an die Grünen, Herrn Rahe
Sehr geehrter Herr Rahe,
als Jäger und legaler Waffenbesitzer habe ich mit Erstaunen Ihre Aussagen im Brief an Herrn Präg zur Kenntnis genommen. Ihnen und Frau Künast müßte eigentlich die Studie zur Waffenkriminalität der Uni Bremen 2008 bekannt sein, die für den Bundestagsinnenausschuß erstellt wurde. Diese Studie kommt zu dem Ergebnis, legale Waffenbesitzer spielen praktisch keine Rolle im Rahmen der Waffenkriminalität spielen. Das bedeutet, in den vergangenen Jahren hat es keine erkennbaren Schwierigkeiten durch mißbräuchliche Verwendung legaler Waffen und Munition gegeben. Auch die jeweilige Anzahl der Waffen im Haus spielten keine Rolle, wobei bekanntermaßen die Anforderungen an die Sicherheit der Aufbewahrung mit der Anzahl der Waffen steigt. Wenn man also davon ausgeht, daß Ihnen diese Fakten bekannt sein müssen, entlarven sich Ihre Aussagen als rein populistisches und ideologisch motiviertes Wahlkampfgeschrei, für das Ihnen die Ereignisse von Winnenden als Anlaß dienen, was man als aufgeklärter und denkender Bürger in keiner Weise akzeptieren kann.
Mit freundlichen Grüßen, W. Röhm, Arzt für
Allgemeinmedizin,Sonntag, 29. März 2009 19:45
Sehr geehrter Herr Möller,
mir geht diese dumme Debatte um privaten Waffenbesitz auch ziemlich auf die Nerven. Natürlich sind Vorfälle wie der Amoklauf von Winnenden schrecklich, so etwas darf einfach nicht passieren - auch wenn es sich letztlich nie völlig vermeiden lassen wird.
Den Waffenbesitz zu beschränken ist bedenklich und gefährlich, da stimme ich völlig zu. Ich möchte aber etwas zur Diskussion stellen, was an dieser Stelle bisher nicht gesagt wurde, in dieser Sache aber durchaus relevant ist: Buben (zumindest ein großer Teil davon) wollen einfach schießen.
Kleine Buben beißen ihr Butterbrot in Pistolenform zurecht und spielen damit Cowboy. Sobald sie alt genug, kaufen sie sich Spielzeugwaffen. Ich selber durfte ein katholisches Bubeninternat besuchen, wo die Patres regelmäßig Luftgewehr-Wettkämpfe veranstalteten, die von allen gerne angenommen wurden. In Schwimmbädern oder an Badeseen laufen Buben (teilweise sogar gar nicht mehr so kleine!) mit Wasserpistolen durch die Gegend und haben damit eine Riesengaudi. Buben bauen sich Bögen und schießen mit selbstgebauten Pfeilen auf Kartons. Buben schießen gefaltetes Papier mittels Gummibändern aufeinander oder basteln richtige Zwillen. Heute findet vieles davon auch am Computer statt.
Warum das so ist, weiß ich nicht, ist mir auch ziemlich egal. (Ich frage mich auch nicht, warum sich mein kleiner Sohn - er wird im Juni zwei Jahre alt - so sehr für alles interessiert, was Räder hat. Bagger, Traktoren, LKWs sind das Größte momentan. Es ist einfach so.) Meiner Meinung nach muß man dem irgendwie Rechnung tragen. Wenn diese Buben keine Chance erhalten, mit diesem Verlangen normal umzugehen, dann kann es beim Einen oder Anderen einen anderen Weg suchen. Ich bin fest davon überzeugt, ein-zwei Stunden am Schießstand (egal, ob mit Luftgewehr, Luftpistole oder KK-Gewehr oder -Pistole) in Verbindung mit Ausbildung und Information über Waffen und die Gefahren und Risken, die sie bergen eine sind sinnvolle Ergänzung zum Lehrplan an unseren Schulen darstellt. Dies wäre auch sicher besser geeignet, diesen Drang zu kanalisieren, als jedes Killerspiel am PC. Nur befürchte ich, daß jeder, der so etwas zur Diskussion bringt, sofort als einer hingestellt wird, der sich nach so etwas wie der Hitlerjugend sehnt - was aber überhaupt nicht stimmt! Jeder sollte wissen, wie gefährlich Waffen sein können, vor allem wenn sie in falsche oder auch nicht sachkundige Hände geraten. Jeder sollte wissen, wieviel Verantwortungsbewußtsein notwendig ist, um mit Waffen richtig umzugehen.
Mag sein, der Vater des Amokläufers von Winnenden ist Schütze und Jäger und hatte seinem Sohn die Möglichkeit geboten, auf dem Schießstand zu üben. Ich sage auch nicht, durch einen normalen Umgang mit Waffen würden in Zukunft alle Amokläufe verhindert. Diese werden immer geschehen - ganz gleich, wie streng Gesetze sind oder wie genau diese befolgt werden. In Österreich wird der Waffenbesitz und die Verwahrung rechte streng kontrolliert, das Waffengesetz selbst ist ja im Vergleich zu Deutschland ein wenig liberaler. Meine Waffen sind in einem Waffenschrank verwahrt, der fest an der dahinterliegenden Wand verschraubt ist. Die Zahlenkombination kenne nur ich. Mit hinreichend Gewalt oder dem geeigneten Werkzeug könnte man ihn aber sicher öffnen, da braucht man kein Einbruchs-Experte zu sein. Ich glaube, ein Amokläufer kommt so oder anders an Waffen (und als Waffe kann man viele an sich harmlose Gegenstände gebrauchen oder eben mißbrauchen!) kommt - da ändert kein Gesetz etwas und auch keine noch so strenge Prüfung.
Je mehr man Waffen
verteufelt, desto mehr Anziehungskraft werden sie entwickeln! Nur ein
gewöhnliche und verantwortungsvoller Umgang - und das ist nur durch Schulung zu
erreichen - kann mithelfen, solche Katastrophen zu verhindern.
Mit freundlichen Grüßen, Mike K., Sonntag, 29. März 2009 13:24
Hallo Lutz!
Ein Bekannter sandte ein paar Zeilen, die ich Dir nicht vorenthalten will.
Markus Präg, Sonntag, 29.
März 2009 15:30:
Lieber Genosse Bodo Ramelow,
ich erinnere mich noch gut daran, wie Du kurz nach Erfurt auf einem Schießstand
als Gastschütze ein paar scharfe Patronen einstecktest, die Du dort (mangels
Erlaubnis zum Munitionserwerb) nur zum sofortigen Verbrauch erworben hattest.
Stolz zeigtest Du diese Patronen im Thüringischen Landtag herum, um zu beweisen,
wie einfach man in Deutschland an scharfe Munition käme.
Mir als normalem Bürger mit naturgemäß beschränktem Horizont blieb damals die
Erkenntnis über die Weitsicht Deiner Handlungen versagt. Ich war doch
tatsächlich der Meinung, Du wolltest diesen Vorfall als Argument gegen den
legalen Waffenbesitz verwenden.
Heute schreibe ich Dir, um Dich um Verzeihung zu bitten. Ich habe Dir Unrecht
getan. Angesichts der aktuellen Debatte um Waffenrechtsverschärfungen fiel es
mir wie Schuppen von den Augen: All denjenigen, die eine zentrale Lagerung der
Munition in den Vereinen fordern, schleudere ich von nun an Deinen Namen
entgegen: „Bodo Ramelow“, werde ich rufen,
„Bodo Ramelow hat bewiesen, eine zentrale
Munitionslagerung bringt nichts !“
Das wird diese Menschen Mores lehren, diese üblen Gestalten, die grausame
Bluttaten durch simple Verbote zu verbieten suchen, obwohl doch schon das
schwäbische Massaker nur durch die Mißachtung einer nach Erfurt verschärften
Vorschrift geschehen konnte, nicht nur die zentrale Lagerung von Munition, nein, das ganze Sammelsurium
mehr oder weniger phantasievoller Vorschläge zur Verschärfung des Waffenrechts
lassen sich durch Deine mutige Tat ad absurdum führen. Denn Du, lieber Genosse,
Du hast für uns die Gesetze gebrochen! Du hast das Waffenrecht wissend mißachtet, um uns ins Licht der Erkenntnis zu führen! Und diese Erkenntnis
lautet:
Gegen das mutwillige Umgehen von Vorschriften ist kein Kraut gewachsen.
Für Diese Heldentat dankt Dir auf immer und ewig,
mit sozialistischem „Freundschaft!“,
Dein xxxx
Hallo Herr Möller,
ich fand in Ihrer Denkschrift „Waffen im
Volk“ folgendes Zitat:
„Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?“
Geht's nur mir so, oder hat vielleicht noch
jemand den Eindruck, daß genau dieses in vollem Gange ist? Getreu der uralt
Stern-Rubrik: Wir basteln uns? Trotz des zur Schau gestellten Entsetzens, und
der auf Hochtouren laufenden Betroffenheitsmaschinerie, kann ich mich des
Eindrucks nicht erwehren, in bestimmten Berliner Kreisen herrsche eine geradezu
diebische Freude über das Winnenden Massaker. Jedem anständigen Menschen hat
dies grauenvollen Tat wahrscheinlich Tränen in die Augen getrieben. Umso
widerwärtiger erscheint mir die Berichterstattung durch die Medien und die
Instrumentalisierung durch die Politik. Seit einiger Zeit werden, quasi
„im Vorbeigehen“
Menschen, die sich für Volksherrschaft einsetzen und sich auf das
Grundgesetz, daß Sie erhalten wollen, berufen, von jenen die das GG je nach
Gusto ummodeln wollen, in die rechte Ecke gedrängt und als Krönung als
Verfassungsfeinde diffamiert.
Wie pervers ist das denn?
Endlich kann man wieder mit dem altbekannten Prügel auf den per se
rechtsextremen Jäger und Schützen, pardon Waffenfetischisten, eindreschen. Und
wieder sind wir der Entwaffnung des Volkes ein gutes Stück näher gekommen. Mein
besonderer „Dank“
gilt hier Frau Roth. Noch nie nach dem zweiten Weltkriege waren deutschen
Straßen so unsicher wie heute, und dennoch, oder gerade deshalb, werden die
entscheidenden Fragen bei Grünen ausgeklammert. Wo sind eigentlich die ~ 20 Mio.
illegalen Waffen? Wer ist hier eigentlich illegal bewaffnet? Von wem kann man
sich denn im Bedarfsfalle versorgen? Jemand schrieb (sinngemäß): ?An jeder
Dönerbude kann man für 'nen Fuffi ne Makarov bekommen? So sehe ich das auch.
Aber hat man schon je von der Stürmung einer Dönerbude gehört? Also ich nicht!
Bestimmte Teile der Bevölkerung sollen offensichtlich, und das bitte schön so
schnell wie möglich, wehrlos gemacht werden, während andere sich, offensichtlich
geduldet, bewaffnen. Kunststück, da traut sich die Polizei auch gar nicht ran.
Da kommen schöne Zeiten auf uns zu. Nochmals Dank an Frau Roth und Co.
Die schon lange geplante Verschärfung des Waffengesetzes ist nur die Spitze des
Eisberges. Ist die Entwaffnung erst vollzogen, sind Despotismus und Willkür Tür
und Tor geöffnet. Langsam beginnt es zu rumoren, die Multi-Kulti-Seifenblase
wird doch jetzt schon, bei genauem Hinsehen, nur noch mit Heftpflaster und
Kaugummi zusammengehalten. Sind aber der deutsche Michel und die anderen
europäischen Völker erst wehrlos, werden Pflaster und Gummis ruckzuck durch
Stacheldraht und Ketten ersetzt. Das wird schneller gehen als man
„Nie wieder Waffen“
sagen kann.
Die Antwort kann also nicht nur sein, sich als Jäger untereinander oder mit
Sportschützen gemeinsam zu einen und zu organisieren, sondern sich ganz genau
anzusehen wen man nächstes mal wählt.
Freundliche Grüße Ralf M, Sonntag, 29. März 2009 18:37
Schweizer Verteidigungsminister:
„Es gibt keinen Staat – Bürger – Gegensatz. Der freiheitliche Staat, das ist unser gemeinsames Projekt. Der Staat, das sind die Bürger. Wir Bürger, wir sind der Staat. Wir, das Volk, wir sind der Souverän. Deshalb ist es gar nicht anders möglich, als daß der Souverän auch die Waffen trägt und als Milizarmee letztlich die Rückversicherung dieser Ordnung abgibt.“
Hut ab – perfekt formuliert und so zeitgemäß, Markus Präg, Montag, 30. März 2009 12:25
Hallo Lutz,
seit 7 Uhr sichte ich nun schon wieder, welche neuen Hiobsbotschaften von der
Entwaffnungsfront kommen. Es wird schwer, sich mit Sachverstand und Fakten zu
wehren, wenn der Verhandlungspartner, nein -gegner rein emotional und
ideologisch agiert...
LM: Nein, lasse Dich nicht hinter's Licht führen, der Gegner, die Schreihälse, handeln bewußt mit Methode! Solange Du das nicht verstehst, kannst Du keine wirksamen Gegenmaßnahmen ergreifen.
Meinen herzlichen Glückwunsch an Markus Präg zu diesem hervorragenden Statement! Ich glaube, er hat hier den Beweis geführt, daß „Grün“ und sicherlich auch „Dunkelrot“ für Jäger und Schützen nicht wählbar sind und offensichtlich eine neue Diktatur des Proletariats im Auge haben.
Diktatoren können keine Waffen im Privatbesitz brauchen!
Da es nach den heutigen T-Online - Informationen
~ 6,5 Mio. legale Waffenbesitzer in Deutschland gibt und sicherlich damit um
die 6 Mio. Wähler, sollte es doch möglich sein, diesen Typen in diesem Jahr eine
ordentliche Abreibung zu verpassen! Das setzt natürlich voraus, daß man
überhaupt wählen geht!
Gruß Rainer, Montag, 30. März 2009 08:48
Rainer so wie ich die Lage erkenne ist für uns Jäger und Schützen links der CDU niemand wählbar und die Einzigen, die sich seit langem zur Freiheit bekennen, einschließlich der bewaffneten, sind die von der FDP.
Gruß Lutz
Lieber Lutz,
ich habe den Eindruck, die Grünen sind wie früher die SED: Keine Ahnung, Verbote
als Lieblingsbeschäftigung, Antworten von „oben herab“ um Diskussionen zu
umgehen. Ich dachte, die Zeiten sind vorbei.
LM: Die arbeiten mit Methode für eine Diktatur der Schreihälse.
SPD haut in die gleiche Kerbe,
na, und die Linke sowieso.
wütend, Torsten, Montag, 30. März 2009 19:20
Abgeordnetenwachpost:
Sehr geehrte Frau Künast,
Ihre Antwort zur Frage von A. Milde zu lesen ist für mich enttäuschend. Sie reiten auf Verschärfungen des Waffengesetzes herum, ohne sich um die wirklichen Ursachen dieser dramatischen Ereignisse zu kümmern. Wir besitzen eins der schärfsten Waffengesetze weltweit. Die Ereignisse von Erfurt oder Winnenden sind durch Mißachtung des schon bestehenden Waffengesetzes möglich geworden. In Erfurt gab es Versäumnisse der Ämter bei der Durchsetzung des Gesetzes! Sie und Ihre grünen Parteikollegen kriminalisieren das Gros der legalen Waffenbesitzer, die sich an Recht und Gesetz halten und x-mal überprüft wurden bzw. werden. Sie mißachten die Erkenntnisse von Experten und Fachleuten, die eindeutig sagen, daß die legalen Waffen NICHT das Problem sind (GDP, Rechtsmedizin usw.).
LM: Siehe Studie der Universität Bremen
Ihre ideologische Polemik erinnert mich zunehmend an die Verhältnisse in der DDR, die ich über 30 Jahre \"genießen\" durfte. Alles verbieten, was nicht in die Anschauungen der Grünen paßt. Frau Künast, Sie sind nicht mehr weit weg von den linken Genossen, und wenn Sie so weitermachen, übertrumpfen Sie sie noch! Was wollen Sie denn mit den schätzungsweise 20 Millionen illegalen Waffen in Deutschland machen? Meine Sie, kriminelle Elemente halten sich an das Waffengesetz? Habe Sie sich überhaupt schon einmal informiert, welche Anteil Schußwaffen überhaupt an den Gewalttaten einnehmen? Wenn der Amok-Läufer keine Schußwaffe findet, nimmt er irgend etwas anderes als Waffe. Wollen Sie Beile, weitere Messer, Scheren, Baseball-Schläger usw. auch verbieten? Was ist mit Autos und Flugzeugen? Verbieten? Wissen Sie, wie viele Verkehrs-Teilnehmer im Jahr durch Fahrzeuge zu Tode kommen? Fallschirm-Springen, Gleitschirm-Fliegen, Tauchen u. a. Sportarten sind ebenfalls sehr gefährlich. Verbieten? England und Australien haben den privaten Waffenbesitz zumindest teilweise verboten. Was ist das Ergebnis? Anstieg der Gewaltkriminalität! Kein Wunder - risikolos für Gauner! Danke Grün
MfG, Dr. T. Encke
Sehr geehrter Herr Möller.
In der Tat wird es Zeit zumindest darüber zu reden wer die Guten sind. Anbei meine Mail an Frau Künast.
Wai. Hei. J. Stotz
Sehr geehrte Frau Künast.
Mit Erstaunen und Entsetzen höre ich von Ihren Vorstellungen zu einem verschärften Waffengesetz. Als ehemalige Verbraucher und Landwirtschaftsministerin, mit übrigens durchaus respektablen Erfolgen, sollten Sie doch um die Sorgen der Landwirte in Bezug auf Wildschaden Bescheid wissen. Wie glauben Sie werden wir in Zukunft dem Schwarzwild Herr werden wenn kein Jäger mehr des Nachts am Mais sitzt? Und kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit Hormonen in freier Wildbahn, das wäre Ihrer Partei wahrlich unrühmlich.
Mit freundlichen Grüßen, Joachim Stotz, Montag, 30. März 2009 23:17
Hallo Lutz,
falls ich wieder, wie bereits am 17.04. durch die Zensur falle, hast Du die
Möglichkeit, sie meinetwegen mit vollem Namen, auf Deine Seite zu stellen.
Gruß Rainer, Dienstag, 31. März 2009 13:35
Über Abgeordenetenwatch an Frau
Künast
Sehr geehrte Frau Künast,
ich hatte diese Frage bereits am 17.03. gestellt, mußte aber Beweise zum
zweiten Teil meiner Frage beibringen. Also noch mal:
Am 17.03. hat es bereits wieder eine Schießerei in Baden-Württemberg zwischen
zwei verfeindeten türkischen Familien mit einem Schwerverletzten gegeben,
offensichtlich mit einer illegalen Waffe. Welche Schlußfolgerungen, Maßnahmen
würden Sie in diesem Fall den Medien in die Feder diktieren?
Wie erklären Sie die Tatsache (siehe Link:
selbstversorger-blog.over-blog.de )
daß Statistiken aus Ländern mit liberaleren Waffenrecht beweisen, die
Kriminalität sinkt oder umgekehrt, in GB nach dem Verbot der Kurzwaffen die
Schußwaffenkriminalität aber sprunghaft angestiegen ist?
Sind Sie auch der Meinung, daß unsere Sensationspresse Amokläufe
regelrecht herbeibettelt?
Nach der Abweisung meiner letzten Fragen würde ich gern wissen, wieso Sie sich das
Recht rausnehmen, völlig losgelöst von realen Statistiken und wissenschaftlichen
Arbeiten (Siehe
Studie der Universität Bremen
/ www.bundestag.de) ein Verbot von Waffen in Privatbesitz fordern können,
obwohl dort klar belegt wird, von diesen Waffen geht überhaupt keine Gefahr
aus, während ich für meine Behauptung Beweise erbringen muß?
Letzte Frage, was habe die Grünen bei einem etwaigen Wahlsieg mit dem
Waffenrecht vor? Nach meinem Wissen haben Diktaturen die restriktivsten
Waffengesetze?
Reiner Rothe
Sehr geehrter Herr Möller,
dies sollte uns eine Lehre sein. So klingt es, wenn der Zusammenhang
vollkommen ausgeblendet wird! Man kann sehen wie schändlich man die Sachlage
ausschlachten kann und dies offensichtlich gerne tut! Man muß tatsächlich sehr
vorsichtig sein mit guten Argumenten nicht trotzdem Öl auf die Lampen zu gießen.
Ihr, Tobias T., Dienstag, 31. März 2009 15:24
Hallo Herr Möller,
man sollte sich schon fragen, ob man nicht mal den Ein oder Anderen Politiker respektive Schreiberling so mancher Schmiergazetten mal wegen Volksverhetzung anzeigen sollte, denn das was da zur Zeit in Politik und Medien veranstaltet wird, ist nichts anderes als eine groß angelegte Hetze zum Zweck eigener Profilierung. Mich k.... sowas regelrecht an. Wie sagte doch gleich der Kollege: Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger. Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen. Volksvertreter verkaufen Völker.
Klaus Mehl
Sehr geehrter Herr Möller,
bisher glaubte ich eigentlich immer, Medien blieben einigermaßen bei der
Wahrheit. Was aber mittlerweile an Dreck und Schmutz über loyale Bürger gekippt
wird, hat mit anständigem Journalismus nicht mehr zu tun. Da ist übelste
Stimmungsmache und Hetze, um mehr Auflagen zu erzielen. Sachliche und saubere
Recherchen, Fehlanzeige. Wo bleiben der journalistische Berufsethos und die
Moral? Umfragen werden nur veröffentlicht, wenn sie der Meinung der Redaktion
entsprechen. Es geht wirklich mit unserer Journaille bergab. Linke und
Grüne kommen aus ihren Löchern gekrochen um auf billigen Stimmungsfang zu gehen.
Die Öffentlichkeit wird mit unsachlichen und falschen Berichten überschwemmt.
Populismus, dummes Gefasel und nicht den Hauch von Wahrhaftigkeit, das ist es,
was wir von Rot und Grün zu erwarten haben.
Wie hätten es denn die verblendeten Parteiideologen gern? Die Jäger gehen zum
Blockwart, holen sich Waffe und drei Schuß ab und gehen dann jagen? Sportschütze
kann nur noch der werden, der in der Partei und genehm ist? Die SED Schergen,
die bei den Linken untergekrochen sind, haben doch an der Mauer Flüchtlinge
ermorden lassen. Ist das alles schon vergessen?Sind die Medien schon so blind
geworden das nicht mal mehr zu merken?
Die Gallionsfiguren von Rot Grün sehen Jagd und Schießsport als Gewaltpotential
an und wollen den Sport verbieten bzw. unmöglich machen. Was ist denn so
gewaltbereites an einem Sportschützen, wenn er versucht mit Konzentration und
Präzision ein Loch in eine Papierscheibe zu stanzen.
Ein noch schärferes Waffenrecht bringt absolut
nichts. Die Gesetze sind einzuhalten und völlig ausreichend. Vorschläge, wie die
Munition auf Polizeiposten zu Lagern ist völlig abartig und Polizisten haben
besseres zu tun als über Millionen Patronen Karteikärtchen zu führen, wem was
gehört. Verbrecher mit illegalen Waffen werden dann sicher auf Polizeistationen
gehen und sich da ihre gelagerte Munition zu Gewalttätigkeiten abholen.
Ich werde von meinem demokratischen Recht Gebrauch machen und in meinem Umfeld
hinwirken, daß diese Parteien keine Stimme bekommen. Wahltag ist Zahltag. Im
Herbst können Millionen Sportschützen, Waffensammler und Jäger, Rot und Grün die
Watsche geben die sie verdienen.
Mit freundlichen Grüßen, H. Beier, Jäger und Sportschütze. Dienstag, 31. März
2009 21:27
Sehr geehrter Herr Möller,
anbei die Rückantwort des Büros von Frau Künast.
Ich konnte mir eine weitere Bemerkung nicht verkneifen. Bei Bedarf bitte ich Sie
das ins Forum zu stellen
Wai. Hei. J. Stotz, Dienstag, 31. März 2009 21:00
Sehr geehrte Frau Künast,
Mit Erstaunen und Entsetzen höre ich von Ihren Vorstellungen zu einem verschärften Waffengesetz. Als ehemalige Verbraucher und Landwirtschaftsministerin, mit übrigens durchaus respektablen Erfolgen, sollten Sie doch um die Sorgen der Landwirte in Bezug auf Wildschaden Bescheid wissen. Wie glauben Sie werden wir in Zukunft dem Schwarzwild Herr werden wenn kein Jäger mehr des Nachts am Mais sitzt? Und kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit Hormonen in freier Wildbahn, das wäre Ihrer Partei wahrlich unrühmlich.
Mit freundlichen Grüßen, Joachim Stotz
Sehr geehrter Herr Stotz,
haben sie vielen Dank für die Zuschrift, die ich gerne beantworten möchte.
Uns erreichen in diesen Tagen sehr viele Zuschriften zum Thema Waffenrecht. Wir
bekommen viel Unterstützung für unsere Position, aber selbstverständlich auch
eine Reihe kritischer Fragen. Sehen Sie uns daher nach, daß wir nicht auf jeden
einzelnen vorgebrachten Einwende eingehen können. Seien sie versichert, daß wir
den besonderen Bedürfnissen der Jäger hinreichend Rechnung tragen werden. Die
Äußerungen von Frau Künast bezogen sich in erster Linie auf Sportschützen und
nicht direkt auf Berufswaffenträger oder schutzbedürftige Personen. Der
Ansatz von Frau Künast, der übrigens mittlerweile auch in anderen Fraktionen im
Deutschen Bundestag vertreten wird, läuft im Ergebnis aber darauf hinaus, daß in
Privaträumen im Zweifel weniger Waffen zuzulassen sind als bisher.
Mit freundlichen Grüßen, i .A. Michael Rahe
Michael Rahe, Referent der Fraktionsvorsitzenden
Renate Künast
Bündnis 90 / Die Grünen im Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin, Tel: 030 227-71914, Fax: 030 227-76913
mailto:Michael.Rahe@gruene-bundestag.de
http://www.renate-kuenast.de
LM: Mit schutzbedürftige Personen meinen die Grünen wohl sich selbst, zumindest ab drei Gurken auf dem Schulterstück, oder?
Sehr geehrter Herr Rahe,
Danke für Ihre schnelle Antwort, leider hab ich den Eindruck das meine Nachricht
bei Ihnen inhaltlich nicht richtig ankommt, da es sich bei den meisten Jägern
weder um „Berufswaffenträger“
noch um „schutzbedürftige Personen“
handelt. Des Weiteren sind auch die Jäger, aus Sicherheits- und nicht zuletzt
aus Tierschutzgründen, gefordert die Schießfertigkeit durch Üben zu erhalten und
somit auf Schießanlagen, Übungsmunition und -waffen und Sportschützenvereine
angewiesen. Nehmen Sie doch einfach Kontakt zur Basis der anderen
„Grünröcke“
auf und informieren Sie sich direkt beim Volk.
Leider bleibt bei mir der Eindruck zurück, daß die tragischen Opfer von Winnenden instrumentalisiert werden, leider auch von Ihrer Partei, nur um politische Interessen (Stimmenfang im Wahlkampf) zu verfolgen. Diesem Eindruck könnten Sie bzw. Ihre Partei entgegenwirken indem Sie eine klare Differenzierung von Amokläufern und unbescholtenen Bürgern vornehmen würden. Die Begnadigung eines Christian Klar wurde von Ihrer Partei begrüßt, als Erfolg des Rechtsstaates, aber jetzt werden Millionen gesetzestreuer Bürger unter Generalverdacht gestellt. Das empfinde ich nicht als verhältnismäßig.
Mit weiterhin freundlichen Grüßen, Joachim Stotz
LM: Grins nicht so!
Hallo Lutz,
ich möchte gern noch einmal an den 2007 von mir geschickten Aufsatz
Waffen und starke
Empfindungen in Verbindung mit
dem Amoklauf erinnern. Dort wird beschrieben wie sich der durchschnittliche
Waffenbesitz je Bürger auf die Kriminalität auswirkt!
Gruß Ronny , Dienstag, 31. März 2009 22:24
Tag Herr Rahe,
Sie schrieben:
„Der Ansatz von Frau Künast, der übrigens mittlerweile auch in anderen
Fraktionen im Deutschen Bundestag vertreten wird, läuft im Ergebnis aber darauf
hinaus, daß in Privaträumen im Zweifel weniger Waffen zuzulassen sind als
bisher. “
Muß ich mir Sorgen machen?
"The Experts agree" als Bild eingefügt.
Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller, Dienstag, 31. März 2009 22:40
Hallo Lutz,
wenn es dich interessiert, hier mein Schreiben an Herrn Bosbach.
Grüße, Dirk
Sehr geehrter Herr Bosbach,
mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl im September stellt sich für mich
die Frage, ob Ihre Äußerungen zur notwendigen Verschärfung des Waffenrechtes die
zukünftige Richtung der CDU darstellen, und zu befürchten gilt, die Partei, die
sich hier in meiner räumlichen Umgebung, meine Person eingeschlossen, einer
treuen Anhängerschaft erfreut, dem billigen Aktionismus einer Frau Künast
anschließt. Sollte die CDU einer möglichen Gesetzesänderung im Umfang des
Antrages der „Grünen“ zustimmen wollen? Glaubt ein ernsthaft denkender Mensch
wirklich ein schreckliches Ereignis wie es in Winnenden geschah, durch eine
Waffenrechtsänderung verhindern zu können?
Eine Tat wie in Winnenden sollte die Gesellschaft eher dazu bewegen sich zu fragen, welche gravierenden Versäumnisse in der Betreuung unserer Kinder dazu geführt haben, daß ein 17-jähriger eine solche Wahnsinnstat begeht. Der einmal in seinem verwirrten Kopf so weit ist wie dieser 17-jährige, den hält nichts mehr auf; kein Gesetz und keine Gespräche. Hätte man sich um den Jungen früher angemessen gesorgt, und genug greifbare Ansätze für eine Sorge hat es wohl gegeben, wäre eine solche Tat mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu verhindern gewesen. Aber solche Ansätze kosten den Staat Zeit und Geld, das er augenscheinlich lieber an anderer Stelle verwendet.
Eine Verschärfung des Waffenrechts stellt m. E. das hilflose „Rumdoktern“ an der falschen Stelle der Kausalkette einer solchen Tat dar. Aber es ist natürlich billig, die Kosten für die verschärften Kontrollen der Waffenbesitzer und die Stellung von Personal für „was weiß ich noch“ Maßnahmen im Zuge einer Waffenrechtsänderungen fallen kaum dem Bund zur Last. Das Land, die Städte und Gemeinden werden locker das Personal für eine effektive Kontrolle und Überwachung im Sinne neuer Regelungen des Waffengesetztes übrig haben.
Ich bedanke mich im Voraus für Ihr Bemühen, für
mich ein wenig Licht ins Dunkel der Stellung der CDU zu Jägern und Sportschützen
zu bringen.
Mit freundlichen Grüßen, Dirk Stein, Mittwoch, 1. April 2009 11:36
Sehr geehrter Herr Möller,
mich widert und k.tzt mittlerweile an, was hier in unserer Gesellschaft
angestellt wird. Soviel Unwissen bei Politikern, sei es vorgegaukelt um die
Methode anzuwenden, Polemik und gezielte negativ Propaganda unserer Medien gegen
eine Minderheit in der Gesellschaft, die ihr berechtigtes, notwendiges und
sinnvolles Dasein immer wieder unter Beweis stellen muß, ist allmählich nicht
mehr auszuhalten.
Wieviel müssen wir uns als Jäger und Schützen eigentlich noch gefallen lassen?
Was sind das für Apparate in unserer Gesellschaft, die uns unter Generalverdacht
stellen, behandeln als seien wir die Verbrecher? Was und wem nutz ein
eingeschränktes Waffenverbot, wenn bei einem beschränktem Waffenbesitz nur eine
der Waffen nicht eingeschlossen ist, dafür aber die anderen? Da ist es doch
völlig unerheblich, ob ich eine oder 15 oder mehr Waffen besitze. Einzig die
Auswahl der zur Verfügung stehenden Waffen für den
„Durchgeknallten“ wird
„beschränkt“.
Aber das scheint ja offensichtlich schon mal ein Riesenfortschritt zu sein. Was
müssen wir für Menschen sein, die sich dieses immer wieder gefallen lassen
müssen? Wie lange müssen wir diese Methode noch mitmachen und immer wieder
unseren Kopf hinhalten für Dinge, die uns nicht zuzuschreiben sind, siehe
Statistiken aus Ländern mit liberalen Waffenrecht?
Ich wünschte mir eine Zeit, in der wir durch enges Zusammenhalten an der
Schraube drehen, die wir als Jäger theoretisch auch bewegen könnten. Nämlich
einfach mal alle Finger gerade sein zu lassen. In Zeiten, da wir als Jäger mehr
gefragt sind denn je, sollte man durch eine gewisse Art der Demonstration die
Bejagung beispielsweise auf Tauben und Sauen einfach mal für einen längeren
Zeitraum aussetzen - eben demonstrieren was dann passiert, wenn ein wichtiges
Glied der Kette aussetzt. Man könnte es gedanklich noch weiter ausweiten, was
sicherlich nicht realistisch wäre. Aber weil es für uns nicht realistisch ist,
weil eben das Ausmaß für uns klar ersichtlich ist und für andere eben nicht,
oder zumindest wollen sie es absolut nicht wahr haben um Ihre Art der Politik
und den Stimmenfang zu führen. Dies sollte und darf uns nicht egal sein. Es ist
die Zeit gekommen in der wir jetzt handeln müssen, denn wir sind die Guten aber
nicht die Bösen!
Wie kann es angehen, daß besserwissende und unwissende Politiker uns klarmachen
wollen, in Deutschland müssen Jagd- und Schonzeiten wie in Südeuropa gelten? Wie
anders kann man sich erklären, daß „Multi-Kulti“
nicht einmal vor biologischen Verhaltensweisen bei Wildtieren Stopp macht (siehe
Taubenjagdzeiten) So weit darf und kann „Multi-Kulti“
nicht gehen. Wir holen uns auch keine Elefanten und Nashörner in unseren
heimischen Wald. Wie sollen wir als Jäger unsere selbstverpflichtende und
verantwortungsvolle Aufgabe sonst sinnvoll ausführen, wenn uns die Bedingungen
zunehmend erschwert und irgendwann vielleicht einmal unmöglich gemacht werden?
Als naturliebender, leidenschaftlicher und in der Zuverlässigkeit überprüfter
Jäger (wie jeder andere auch) empfinde ich während der hitzigen Diskussionen um
das deutsche Waffenrecht nach Winnenden ein immer größer werdendes
Aversionsgefühl gegen unsere Medien und Politik. Ich bin nicht mehr gewillt
immer das kleinere Übel wählen zu müssen um mich so notgedrungen entscheiden zu
müssen, obgleich ich mich in dieser oder jener Partei auch nicht wiederfinden
kann. Diesem Zwang zur unvereinbaren Entscheidung werde ich für mich diesmal
vielleicht auf meine Weise entgehen. Das ist für mich der heutige Standpunkt,
der sich vor der Wahl sicherlich noch ändern kann. Es ist die Aufgabe unserer
Politik in diesem Fall zu einem Ergebnis zu kommen, welches jeder für sich
akzeptieren kann.
Eines ist jedoch offensichtlich. Jetzt muß irgendwie gehandelt werden. Wir sind
gefordert Augen zu öffnen - jetzt!
Beste Grüße, Martin H., Mittwoch, 1. April 2009 13:37
PS. Der Aprilscherz ist gar nicht so weit weg.
Hallo Lutz,
den Beitrag aus dem Tagesspiegel zur Kenntnisnahme.
Gruß Uwe J., Mittwoch, 1. April 2009 18:02
Staatssekretäre der Innenministerien von Bund und Ländern haben über Konsequenzen aus dem Amoklauf von Winnenden diskutiert. Eine Arbeitsgruppe soll bis Ende Mai konkrete Vorschläge erarbeiten. Noch in dieser Legislaturperiode könnte das Waffenrecht verschärft werden.
Zur Debatte stehen unter anderem eine
Beschränkung der Anzahl an Waffen, die Sportschützen und Jäger besitzen dürfen.
An diesem Punkt bestehen nach Aussagen von Teilnehmern gute Aussichten auf eine
Einigung. Ebenfalls diskutiert werden technische Maßnahmen zur Sicherung von
Schußwaffen, wie etwa Code- oder Fingerabdruckblockierungen.
Relativ strittig zwischen den Ministerien ist der Vorschlag, Waffen oder
Munition von Privatbesitzern zentral zu lagern. Bremens Innensenator Ulrich
Mäurer (SPD), derzeit Vorsitzender der Innenministerkonferenz, hat bereits einen
Katalog zum „Änderungsbedarf im Waffenrecht“ vorgelegt. Dieses Papier dient
jetzt als Diskussionsgrundlage.
Das Treffen, zu dem der Staatssekretär im BMI, August Hanning, direkt nach dem
Amoklauf eingeladen hatte, sei konstruktiv verlaufen, sagte der Sprecher des
BMI. Man habe sich auf die Arbeitsgruppe verständigt, die klären soll, was man
in Bezug auf den Besitz und den Umgang mit Waffen verbessern kann. Das BMI führt
parallel Gespräche mit Vertretern der Jagd- und Schützenverbände.
Barbara Junge, (Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 01.04.2009)
Hallo Herr Möller,
zum Thema Winnenden und Waffenrecht empfehle ich Ihnen zur Entspannung die
Sendung BürgerForum live, die heute im ausgestrahlt wurde und
online abgerufen werden kann:
Es entwickelte sich eine offene und niveauvolle
Erörterung zwischen den Bürgern und den geladenen Gästen die viel mehr
Vernunft in der Bevölkerung erahnen ließ als uns gewisse Massenmedien in ihrer
selbstgerechten Hysterie glauben machen wollen.
Mit freundlichem Gruß, AV, Mittwoch, 1. April 2009 23:44
Hallo Lutz,
ich habe am Montag an die Innenminister E-mails versandt und heute eine Antwort
aus dem Büro Schäuble erhalten.
LG Uwe, Donnerstag, 2. April 2009 12:10
Sehr geehrter Herr Jellinek,
Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble hat das Bürgerservice-Zentrum des Bundesministeriums des Innern (BMI) beauftragt, Ihnen für Ihre Mitteilung vom 30. März 2009 zu danken und diese zu beantworten. Zu Ihren Überlegungen bzw. Vorschlägen teile ich Folgendes mit:
Minister Dr. Schäuble und das BMI sind derzeit Adressat einer Vielzahl telefonischer und schriftlicher Mitteilungen von Bürgern, die sich aufgrund der entsetzlichen Tat von Winnenden Sorgen um Ihre eigene Sicherheit oder gar um die Innere Sicherheit in Deutschland insgesamt machen und uns hierzu ihre Meinung übermitteln, zum Teil verbunden mit umfangreichen Detailfragen oder Anregungen. Dies betrifft insbesondere Fragen waffenrechtlicher Art.
Hinweise und Anregungen wie Ihre werden ggf. auch den zuständigen Fachreferaten zur Kenntnis gegeben. Somit ist gewährleistet, daß auch die von Ihnen angesprochenen Aspekte bei der Meinungsbildung angemessen berücksichtigt werden. Wir sind weiterhin bemüht, Ihre telefonischen oder schriftlichen Anfragen möglichst zeitnah zu beantworten, bitten jedoch um Verständnis, daß nicht zu jeder Meinungsäußerung ausführlich Stellung genommen werden kann.
Ob die von Ihnen angesprochenen Punkte - neben den zahlreichen weiteren gegenwärtig im politisch-gesellschaftlichen Raum diskutierten Vorschlägen - tatsächlich so umgesetzt werden, wird zur Zeit noch intensiv geprüft. Das BMI wird im Rahmen seiner Zuständigkeit für das Waffenrecht zu gegebener Zeit hierzu Stellung nehmen und erforderlichenfalls konkrete Vorschläge vorlegen. Im Übrigen bleibt die Beurteilung etwaiger waffenrechtlicher oder sonstiger gesetzgeberischer Konsequenzen letztlich der Willensbildung und Entscheidung durch den Deutschen Bundestag vorbehalten.
Weitere aktuelle Informationen zu diesem Thema finden Sie zudem auf unseren Internet-Seiten (www.bmi.bund.de; siehe Homepage oder z.B. unter THEMEN -> Sicherheit -> Waffenrecht).
Mit freundlichen Grüßen, Im Auftrag, gez. Stephan Fischer, Donnerstag, 2. April 2009 09:41
Bundesministerium des Innern, - Bürgerservice-Zentrum -, E-Mail: Buergerservice@bmi.bund.de, Internet: www.bmi.bund.de
LM: Tja, was will er damit nun sagen? Ich erkenne inhaltlich gar rein nichts!
Hallo Lutz,
Schau Dir
das mal an! Wenn das stimmt, ist alles klar.
Gruß Rainer R. Donnerstag, 2. April 2009 12:59
LM: Da stecken eine ganze Reihe weiter Hinwese drin. Reinzusehen lohnt sich, denn unsere Gegner formieren sich. Mir wäre eine öffentliche, namentliche Liste mit Wohnort lieb.
Hallo Lutz,
die Frage war glasklar formuliert. Das ist Zensur, weil es nicht dem öffentlich
herrschende politischen Common Sense entspricht.
Gruß, Bernhard Russ, Donnerstag, 2. April 2009 20:55
Thema: Sicherheit / Waffengesetz
Sehr geehrte Frau Künast,
vor einigen Wochen brach die Polizei in Abwesenheit der Bewohner in eine
Privatwohnung ein, um eine israelische Flagge zu entfernen (Spiegel-TV zeigte
den Film). Ein Dammbruch in der Geschichte Deutschlands! Danach war der
demonstrierende islamische Mob in Hamburg besänftigt.
Eine Bekannte von mir, eine Bauleiterin und
damit eine erfahrene Frau im Umgang mit „Machomänner“, hat an Türken vermietet.
Bei einem Besuch drohte ihr ihr türkischer Mieter:
„Ich schlag dir die Zähne ein.“ Sie
ging zur Polizei in einem Dorf im Schwarzwald. Die Polizei teilte ihr mit:
„Da kann man nichts machen.“
In Berlin, also da die mitregieren haben deutsche Polizistinnen in Kreuzberg und
Neukölln bei den Türken nichts zu sagen.
Meine Frage an Sie: Glauben Sie wirklich, daß die Polizei uns schützt?
Ich bin der Meinung: Aus der Geschichte haben die nichts gelernt. Unser
politisches Motto muß Wehrhaftigkeit am Anfang gegen jegliche Gewalt, aber kein
Schmusekurs mit religiösen Staatsfeinden, sein. Ich jedenfalls bin froh, einen
Waffenschrank zu haben, denn auf die Politik kann ich mich genauso wenig wie vor
70 Jahren mein Großvater verlassen, den die Gestapo ins KZ führte, verlassen.
Ich bin da jüdisch und sage: Nie wieder.
Bernhard Russ
Guten Tag Bernhard Russ,
vielen Dank für Ihre Nachricht an Frau Künast über abgeordnetenwatch.de. Wir
müssen Ihnen allerdings mitteilen, dass wir Ihre Nachricht in der uns
vorliegenden Version nicht freischalten, da sie gegen den Moderations-Codex
verstößt. Sie fällt in die Kategorie: Beiträge, die keine Frageabsicht oder
Aufforderung zur Stellungnahme erkennen lassen und hauptsächlich dem Zweck der
Meinungsäußerung oder Kommentierung dienen.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß wir auf abgeordnetenwatch.de auf das
Frage- und Antwort-Format großen Wert legen. Wir werden Frau Künast Ihre
Nachricht aber zur Kenntnisnahme weiterleiten (aus Datenschutzgründen ohne Ihre
e-Mail-Adresse). Wir hoffen auf Ihr Verständnis und darauf, daß Sie
abgeordnetenwatch.de weiterhin nutzen. Wenn Sie Fragen zur
Moderationsentscheidung haben, dann bitten wir um eine kurze Rückmeldung an
moderation@abgeordnetenwatch.de.
Den Moderations-Codex finden Sie unter:
www.abgeordnetenwatch.de/codex
Mit freundlichen Grüßen, Daniel Zimmermann
(abgeordnetenwatch.de)
Unsere Kontaktdaten:
www.abgeordnetenwatch.de/impressum
Moin Lutz,
Herrn Russ' Standpunkt ist eine
gefährliche Einzelmeinung und die Anspielung auf das grausame Schicksal seines
Großvaters wird diesem damit bestimmt nicht gerecht. Ich habe und benutze
Waffen, weil sie für die Jagdausübung benötige. Aber jeder, der sich davon
Wehrhaftigkeit verspricht, sollte umgehend seine Zuverlässigkeit prüfen lassen!
Der Vater von Tim K. hatte auch diese Komplexe und rechnete jeder Zeit mit dem
Verteidigungsfall. Er hätte niemals Waffen besitzen dürfen und 15 Unschuldige
wären heute noch am Leben. Solchen Personenkreisen verdanken wir die Wahrnehmung
von uns in der Öffentlichkeit.
Wenn es bei uns klingelt, werde ich meinen Waffenschrank auch zukünftig nicht
öffnen.
Mit freundlichen Grüßen, Raiko S., Freitag, 3. April 2009 10:40
Sehr geehrter Herr Möller,
unten stehendes Schreiben habe ich heute, als Reaktion auf ein Schreiben von
Herrn Wolff an Herrn Michael Windecker, an Herrn Wolff geschickt. Evtl.
interessiert Sie der Inhalt auch.
Mit freundlichen Grüßen, Jürgen Leister, Freitag, 3. April 2009 11:26
Betreff: Ihr Schreiben an Herrn Windecker bezüglich Verschärfung Waffenrecht
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Wolff,
als Jäger und daher Waffenbesitzer interessiert mich natürlich die Diskussion um
die Verschärfung des Waffenrechts. Als Vater von zwei Töchtern (12 Jahre und 9
Jahre) sehe ich aber auch die Entwicklung im deutschen Schulsystem und dort
natürlich auch die Dinge, die mir nicht gefallen.
Politisch war ich bisher immer ein konservativ denkender Staatsbürger, der mit
den Vorstellungen der CDU gut leben konnte. Ihrer Partei nehme ich heute noch
die Idee des „liberalen Strafvollzugs“
übel, finde aber inzwischen, daß, zumindest für staatstreue, unbescholtende
Bürger keine weiteren Einschränkungen der Lebensführung zumutbar sind und
tendiere daher stark dazu, die FDP als „liberale“
Partei zu unterstützen.
Die Ereignisse von Winnenden machen natürlich betroffen, dafür die Ursache
allein im Waffenrecht zu suchen, scheint wesentlich zu kurz gegriffen. Wenn man
davon ausgeht, die legalen Waffenbesitzer gehen in den allermeisten Fällen
verantwortungsvoll mit ihren Waffen um, braucht es keine Verschärfung der
Aufbewahrungsform. Es wird wohl wenige geben, die riskieren, daß ihren Waffen
anders als bestimmungsgemäß genutzt werden.
Die Waffe allein stellt ja nie eine Bedrohung dar, sondern immer der Mensch, der
sie unangemessen benutzt.
Was bringt junge Menschen dazu, solche Taten zu
begehen? Seit unsere Kinder im Kindergarten sind, beobachten wir, Jungen werden
im
Erziehungssystem benachteiligt. Ihre Stärken, nämlich die klare, direkte
Konfrontation im Streit, die nach kurzem
„Gefecht“ mit einem versöhnenden
Handschlag und einem Fußballspiel beendet wird, werden als
„Gewalt“
von den Erziehenden als unpassende Mittel verboten. Jungen erleben, Mädchen
werden mit ihrer „Taktik“
zu petzen und langanhaltend
übelnehmen (Zickenkrieg) anerkannt. Unsere menschliche Natur ist seit Jahrtausenden darauf programmiert,
Rangordnungen festzulegen. Knapp 1000 Jahre „Zivilisation“ haben daran noch
nicht viel geändert. Nur die Art, wie der Stärkere festgestellt wird, ist
heute anders, aber nicht besser.
Wenn sich die Jungen im „fairen Ringkampf“ messen dürften, würden sie, wie
Generationen vorher auch, feststellen wer der Stärkere ist. Sie würden aber
auch die Erfahrung machen, der Gegner empfindet Schmerz und der
menschliche Körper ist verletzbar. Selbst einmal der Unterlegene zu sein
bringt die Erfahrung, was Schmerz ist und das es sich nicht gut anfühlt, zu
verlieren. Alles wesentliche Erfahrungen, die normalerweise dazu führen,
daß Kinder Mitleid erlernen und erkennen, wo die Grenzen sind, damit
niemand zu ernsthaften Schaden kommt.
Diese Erfahrungen machen aber viele nicht mehr, statt dessen leben sie ihre
Aggressionen in Computerspielen aus, in denen das Opfer einfach umfällt und vom
Bildschirm verschwindet oder, ganz unsinnig, mit einem 2. oder 3. Leben
wieder aufsteht.
Auch die Filmwelt hat sich seit unseren Kindertagen wesentlich verändert. Zu
unserer Kinderzeit waren z.B. Westernfilme sehr beliebt. Durchaus keine
friedvollen Geschichten, aber es war immer klar, ein Held trat gegen Böse an und selbstverständlich
erschießt der Held die Bösen nicht hinterrücks, sondern sucht den ehrlichen
Kampf.
Solche Ehrvorstellungen kommen in den Actionfilmen von heute eher selten
durch oder werden in großen Mengen Blut und Leichen ertränkt.
Kinder werden durch die Medien mit einer großen Menge Gewalt,
die aber von Schmerzempfinden und Mitleid völlig losgelöst ist, jedoch meist
zu Erfolg und Ansehen des Täters führt, ausgesetzt.
So entstehen in Schulklassen dann Systeme, in denen Schüler erst gehänselt
und beleidigt, später gedemütigt, erpreßt und körperlich bedrängt werden.
Gemeinsam werden Opfer ausersehen, auf denen alle herumtrampeln können. Die
Opfer haben meist keine Chance sich gegen Gruppendruck und
Hinterhältigkeiten zu wehren, die Lehrer sehen die Schwierigkeiten oft nicht oder
zu spät und haben keine Mittel, ein friedliches Akzeptanzverhältnis der
Schüler untereinander herbeizuführen.
Opfer werden oft die Kinder, die schon früh mit ihren Vorlieben, Interessen
und Verhaltensweisen anecken. Z.B. die Jungen, denen es nicht so leicht
fällt, dem „ewigen Friedensanspruch“ der Erzieher gerecht zu werden. Als
„Täter“ abgestempelt, werden sie früh zu geeigneten Mobbingopfern, da man
sie seitens der anderen Kinder ungestraft ärgern darf (wehren kann sich der
„Täter“ ja nicht, seine Verteidigungsstrategie wäre zu schlagen, das
darf er aber nicht). Die Mobber werden vom Erziehenden oft nicht erwischt,
da sie im geheimen agieren. So entsteht durch gutgemeinte aber wesensfremde
„Friedlichkeitserziehung“ der nächste
mögliche Amokläufer.
Ich bin kein Pädagoge, aber es ist eigentlich klar, in diesem Bereich muß
ein Umdenken erfolgen. Natürlich wäre wünschenswert, wenn kein Kind
sein Recht auf Unverletzbarkeit seiner Person mit der Faust durchsetzen
müßte, aber das Leben sieht leider oft anders aus. Die gegenseitige Duldung und Mitmenschlichkeit (also eben nicht weg
zu sehen oder gar
nach zu treten, wenn es dem anderen schlecht geht) muß wohl über andere
Erziehungsansätze vermittelt werden. Da man sich heute leider nicht mehr auf
die christlichen Grundwerte verlassen kann, muß wohl eine
unreligiöse „Staatsmoral“
entwickelt werden, die sich allen erschließt.
Gefragt sind hier alle pädagogischen Instanzen, vom Elternhaus über die
Erzieher in den Kindergärten bis zu den Lehrern in den Schulen. Hier wäre
anzumerken, ein Lehrer auf einer weiterführenden Schule hat eigentlich
keine Chance die Mechanismen innerhalb der Klasse zu erkennen,
geschweige denn zu verändern. Seit G8 ist ab der 6.Klasse die
Klassenlehrerstunde abgeschafft, jede zweite Stunde wechselt der Lehrer, wer
soll das Sozialgefüge einer Klasse wahrnehmen oder beeinflussen?
Schule ist für viele Kinder ein Haifischbecken, in das sie jeden Morgen
wieder hineingeworfen werden. Unter diesen Bedingungen scheint uns die
Überlegung, Kinder zwangsweise täglich bis spätnachmittags dort festzuhalten
(Ganztagsschule) eigentlich ein Hohn.
Schön wäre, wenn in der Aufbereitung des Falls "Winnenden" nicht der
Schwerpunkt auf dem Waffengesetz, sondern im Bereich der Jugendpädagogik
liegen würde. Nicht, um von falscher Waffenaufbewahrung abzulenken, sondern
weil im schulischen Bereich die Defizite so groß sind, dass man mit jedem
Mittel helfen könnte, während jeder Aufwand zur Verschärfung des
Waffengesetztes nur eine minimale Verbesserung der ohnehin guten Situation
bewirken würde.
Mit der Bitte, diese Überlegungen zur Kenntnis zu nehmen,
verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen Jürgen Leister
LM: Bravo!
Sehr geehrter Herr Dr. (das meine ich bei Ihnen
einmal gelesen zu haben) Möller,
wie unten zu lesen, ein schrecklicher, tragischer Unfall, der einem die Haare zu
Berge stehen läßt. Aus aktuellem Anlaß ist man versucht, neben der
tiefempfundenen Anteilnahme für die Angehörigen einige "analoge" Sätz zu
formulieren, und läßt es aus Scham dann doch!
MfG Jum Lück, langjährige Leser Ihres Platzes,
Freitag, 3. April 2009 19:49
Tödliches Ende einer heimlichen Spritztour:
Ein 17-Jähriger hat ohne Führerschein mit dem Auto seiner Eltern einen Unfall verursacht, bei dem am Donnerstagabend nahe Roth in Bayern drei seiner Freunde ums Leben gekommen sind. Ein weiterer 16-Jähriger wurde schwer verletzt. Der Unfallfahrer selbst erlitt dagegen nur leichte Verletzungen und wurde bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen, wie die Polizei in Nürnberg berichtete. Die Unfallursache ist noch unklar.
Wagen prallte seitlich gegen einen Baum
Der Unfall hatte sich am späten Donnerstagabend auf der Verbindungsstraße zwischen Roth und Barnsdorf ereignet. Der Wagen geriet von der Fahrbahn ab und prallte seitlich gegen einen Baum. Zwei 16-Jährige und ein 15-Jähriger wurden sofort getötet. Einer der Toten wurde im Wrack eingeklemmt und mußte von der Feuerwehr geborgen werden. Ein weiterer 16-Jähriger erlitt schwere Kopfverletzungen. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in das Klinikum nach Nürnberg geflogen. Sein Zustand sei nach Auskunft der Ärzte stabil, berichtete die Polizei.
Seelsorger betreuen Angehörige
Der 17-jährige Fahrer hatte den Ermittlungen zufolge ohne Wissen seiner Eltern die Fahrzeugschlüssel an sich genommen und war mit den Freunden zu der Spritztour aufgebrochen. Der Jugendliche wurde zu seinen Eltern gebracht, nachdem er das Krankenhaus wieder verlassen hatte. Um die Unfallursache zu klären, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger eingeschaltet, der ein Gutachten erstellen soll. Angehörige der Opfer waren im Laufe des Abends an der Unfallstelle eingetroffen und wurden dort von Notfallseelsorgern betreut.
t-online-Nachrichten von heute, Freitag, den 3. April 2009
Hallo Lutz!
Anbei der
Brief
des Saarländer Landesjägermeisters Andreas Schober. Diesem ist m. E. nichts mehr
hinzuzufügen, auch wenn er von der „Blöd“ (Bild) absichtlich falsch dargestellt
wurde und Teile aus dem Zusammenhang gerissen wurden.
Beste Grüße, Markus P., Sonntag, 5. April 2009 11:02
Betreff: Ihre E-Mail vom 30. März 2009
Sehr geehrter Herr Jellinek,
Ihr Schreiben hat Herrn Minister Schönbohm vorgelegen und wurde mir mit der
Bitte um Beantwortung zugeleitet. Zunächst einmal darf ich Ihnen für die darin
gegebenen zahlreichen Hinweise und Anregungen danken.
Ich teile Ihre Auffassung, daß - so schrecklich der Amoklauf von Winnenden auch
war und bleiben wird - nur eine sachliche Debatte über die Ursachen solcher
Taten sowie mögliche rechtliche und tatsächliche Folgen zielführend sein kann.
Eine von politischem Aktionismus geprägte Auseinandersetzung wird letztlich
keiner Seite gerecht werden.
Daß nach einer solchen Tat Forderungen laut werden, hier politisch tätig zu
werden, liegt in der Natur der Sache. Letztlich ist es auch Aufgabe der Politik,
sich dieser Forderungen anzunehmen und ernsthaft mit der Frage
auseinanderzusetzen, welche Art rechtlicher Regelungen oder welch stärkere
Ausschöpfung bereits gegebener Handlungsspielräume möglicherweise zu mehr
Sicherheit für die Bevölkerung führen kann. Man muß in diesem Zusammenhang
sicherlich auch so ehrlich sein einzuräumen, daß Verschärfungen jedweder Art
auch künftig solche schrecklichen Taten nie mit absoluter Sicherheit verhindern
können. Allerdings muß auch erlaubt sein, nach den Ursachen derartiger Taten zu
fragen und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen, die das Risiko der Wiederholung
zumindest verringern helfen.
Vor diesem Hintergrund werden der Bund und die Länder in den nächsten Wochen die
schwierige Aufgabe haben, die erhobenen Forderungen einer eingehenden Prüfung
und Bewertung zu unterziehen. Dabei wird sich mein Haus dafür einsetzen, daß
diese Diskussion sachlich und mit Augenmaß geführt wird.
Abschließend bitte ich um Ihr Verständnis dafür, daß im Hinblick auf die nicht
abgeschlossene politische Willensbildung eine Beantwortung im Detail derzeit
nicht möglich ist.
Mit freundlichen Grüßen im Auftrag gez. Pahl, Donnerstag, 9. April 2009 09:16
Ministerium des Innern
des Landes Brandenburg
Referat IV/1 Arbeitsgruppe 2
Henning-von-Tresckow-Straße 9-13
14467 Potsdam
Telefon: 0331 866 2887
Telefax: 0331 866 2826
E-Mail:
christian.pahl@mi.brandenburg.de
Frohe Ostern!
Hallo Lutz,
zwei Antworten aus den Büros von Schönbohm und Rech( eine im Anhang ). Als extra
Mail einen Artikel aus dem heutigen Tagesspiegel.
Gruß Uwe
Sehr geehrter Herr Jellinek,
im Auftrag von Herrn Innenminister Heribert Rech danke ich Ihnen für Ihr
Schreiben vom 30.03.2009.
Die schrecklichen Folgen des Amoklaufs von Winnenden und Wendlingen erfordern
eine umfassende Prüfung, die sich nicht auf die bestehenden waffenrechtlichen
Regelungen beschränken kann. Wir werden in die Überlegungen insbesondere auch
die Themen Computerspiele, Sicherheit an Schulen und Jugendschutz im Internet
einbeziehen.
Waffenrechtliche Änderungen kommen für uns nur dann in Betracht, wenn sie zu
einer spürbaren Verbesserung der öffentlichen Sicherheit führen.
Die Bundesregierung wird gemeinsam mit den Ländern mögliche Maßnahmen prüfen.
Bis dahin bitte ich Sie noch um Geduld. Ihre Ausführungen werden wir in die
Überlegungen mit einbeziehen.
Ich versichere Ihnen, dass wir die Ereignisse vom 11.03.2009
verantwortungsbewusst aufarbeiten werden.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Oesterle
Innenministerium Baden-Württemberg
Referat 53 - Verfassungsschutz, Besonderes Polizeirecht
Sportschützen und Jäger in Deutschland müssen
sich auf schärfere Sicherheitsbestimmungen einstellen. Das deutet sich nach
Gesprächen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit den Schützen- und
Jägerverbänden an.
Berlin - Die Innenministerkonferenz könnte daher Anfang Juni beschließen, daß
Waffen zusätzlich mit Sperrvorrichtungen versehen sein müssen, die nur eine
Nutzung durch den Inhaber oder Nutzungsbefugte erlaubt. Wie Schäuble jetzt
sagte, gibt es hierfür „interessante technische Möglichkeiten“. Gemeint sind
Sperren, die nur biometrisch durch den Fingerabdruck oder durch eine Pin-Nummer
gelöst werden können. Für solche Vorrichtungen machen sich auch der Berliner
Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und andere SPD-Minister in den Ländern stark.
Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat ebenfalls seine
Zustimmung signalisiert. Entsprechende Produkte – für Waffenschränke wie auch
Einzelwaffen – sind bereits auf dem Markt.
Der Vorschlag, Waffen individueller zu sichern, ist das Ergebnis des Amoklaufs
von Winnenden im März, bei dem der 17-jährige Täter eine Pistole seines Vaters
nutzte, die unsachgemäß im Schlafzimmer aufbewahrt worden war.
Zu weiteren Maßnahmen könnte auch eine Begrenzung der Waffenzahl gehören, die
ein Sportschütze besitzen darf. Die SPD-Innenminister haben das bereits
gefordert (sie wollen im Regelfall fünf Waffen erlauben), nun gibt es auch in
der Union Bewegung. Der brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) hält
Änderungen im Waffenrecht für „angebracht“, die auf eine Beschränkung der
Waffenzahl hinauslaufen. Diese müsse mehr als bisher am tatsächlichen Bedarf
ausgerichtet sein. Waffen, mit denen ein Schütze im Rahmen der Disziplinen in
seinem Verein gar nicht schießen könne, sollten vom Besitz ausgeschlossen sein.
Das heißt etwa, daß niemand eine großkalibrige Waffe besitzen darf, dessen
Verein nur Kleinkaliber zuläßt.
Ob es zu einer generellen Beschränkung auf Kleinkaliberwaffen im Schießsport
kommt, ist freilich unklar. Ausgeschlossen ist es aber nicht. Die
SPD-Innenminister wollen erreichen, daß großkalibrige Waffenarten, die bei
Polizei und Militär zum Einsatz kommen, für den Schießsport nicht mehr
zugelassen werden. Die Grünen unterstützen das, in der Union gibt es zumindest
Stimmen, die eine stärkere Beschränkung großkalibriger Waffenarten fordern.
Dagegen wird es wohl nicht dazu kommen, daß Waffen und Munition zentral – etwa
in den Schützenheimen – gelagert werden müssen. Schäuble hält dies aus
Sicherheitsgründen für problematisch, auch bei den Innenministern der Union gibt
es dafür wohl keine Zustimmung.
Von Albert Funk,
erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 12. Aprile 2009
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