Siehe auch Bleierne Sippe, Seeadler , Jagdhund, Wettbewerb!

Bleischauer der Bleiernen Sippe im Wild (Röntgenbild)
Seminar | Giftiges Blei | Bleiverbot | Brandenburg | Staubkorngröße | Bleifreie Munition | KJG in Brandenburg | Bleierne Adler | Bbg. bleifrei | Zurück zu den Ahnen | Seeadlerforschung | Röntgenbilder | Bbg. Zwischenbericht | Reines Wildpret | Fachgespräch | Großversuch ausgesetzt | Leserbrief an Pirsch | Leserbrief an U. Jagd | Forstbettrieb | Naturmagazin | ÖJV | Broschüre | Blei auf Menschen | Bleigefahr | Kupfer | Steinadler | Tagungsbericht | Querschüsse | off the Parks | Tagung 2009 | FAZ | Zufrieden | Minnesota | Schweiz | „Lüge“ | noch mal | Ignoranz | Alles Mist | Brandenburg wieder bleifrei
Zur Giftigkeit der Geschoßwerkstoffe siehe Giftiges Tellur im Kupfer, bleifreie Jagmunition und Wettbewerb mit Messungen der DEVA.
Datum der Mitteilung: 31. 10. 2003
Das Institut für Zoo- und Wildtierforschung ist Mitveranstalter eines
Seminars über Adler und Eulen
Wie operiert man eigentlich Greifvögel? Was ist die Haupttodesursache von
Seeadler n? Wohin ziehen die Fischadler, die das Revier ihrer Eltern verlassen
müssen? Das sind nur drei Fragen von vielen, die beim "Zweiten Berliner
Greifvogelseminar" auf der Tagesordnung stehen. Am 8. November treffen sich
Experten im Hörsaal der Kleintierklinik der Freien Universität Berlin, um über
Schutz und Pflege der einheimischen Greifvogel- und Eulenarten zu sprechen.
Veranstalter sind das Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) sowie die
Klinik und Poliklinik für kleine Haustiere der FU.
Einer der Referenten ist der Seeadler -Experte Dr. Oliver Krone vom IZW. Er hat
zusammen mit Kollegen aus Berlin und Brandenburg kürzlich eine Studie
veröffentlicht, wonach Bahnunfälle ein großes Risiko für die Seeadler
darstellen. Wie kommt es dazu? Krone, Fachtierarzt für Zoo-, Gehege- und
Wildtiere, erklärt: "Manchmal liegt überfahrenes Wild auf oder dicht neben den
Gleisen und die Seeadler lassen sich nieder, um davon zu fressen." Da die Tiere
beim Herannahen eines Zuges nicht rasch genug abheben könnten, würden sie von
der Bahn erfaßt. Etwa 14 Prozent der Todesfälle gehen auf solche Kollisionen
zurück, haben Krone und seine Kollegen ermittelt. Sie hatten hierfür mehr als
hundert Seeadler-Kadaver untersucht. Ebenfalls ein großes Problem sind
Bleivergiftungen, Infektionskrankheiten und Stromschläge aus Überlandleitungen.
Dabei hat sich gezeigt, daß insbesondere eine Mastkonstruktion für große Vögel
gefährlich ist. Die Maste haben die Form eines "T" und die Isolatoren stehen auf
dem Querbalken. Greifvögel, aber auch Weißstörche, lassen sich gerne auf den
Querträgern nieder und laufen dann Gefahr, beim Abheben zwei Leitungen auf
einmal zu berühren; sei es mit den Schwingen oder mit den Beinen. Dann kommt es
zum tödlichen Stromüberschlag. Helfen könnte dagegen eine andere
Mastkonstruktion, bei der die Isolatoren unter dem Querbalken hängen. Oder
Kappen auf den Isolatoren. Beide Varianten werden bereits teilweise verwendet.
Es gibt jedoch auch einige gute Nachrichten von den Greifvögeln. Die
Populationen der Fisch- und Seeadler sind dabei, sich zu erholen. Ein Grund
dafür ist wohl das Verbot von DDT und anderen Pestiziden, aber auch von
Quecksilberbeize, die früher das Saatgut schützte. Auch die Flüsse, die früher
mit Quecksilber belastet waren, sind sauberer geworden. Das hochtoxische
Schwermetall hatte sich in der Nahrungskette angereichert und zu Vergiftungen
bei Greifvögeln geführt.
Zweites Berliner Greifvogelseminar 2003
Termin: 8. November 2003, 9 Uhr (letzter Vortrag voraussichtlich
16.50 Uhr)
Ort: Hörsaal der Kleintierklinik der Freien Universität Berlin,
Oertzenweg 19 b, Berlin-Zehlendorf
Weitere
Informationen:
Institut für Zoo- und Wildtierforschung
Dr. Oliver Krone, 030/51 68-405,
krone@izw-berlin.de
Quelle:
http://www.fv-berlin.de/pm_archiv/2003/pm31-10-2003.html
ILDIKO RÖD POTSDAM
Das Brandenburger Wappentier, der Adler, könnte hierzulande möglicherweise
bald nur noch auf Fotos oder den Siegeln der Autokennzeichen zu bewundern
sein. Das befürchtet der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion,
Dieter Dombrowski. Er forderte gestern ein Verbot von Bleischrot bei der
Wasservogeljagd. Nach Auskunft des Naturschutzbunds (Nabu) hatten von 91
Seeadlern, die in Brandenburg in den letzten Jahren tot oder krank
aufgefunden wurden, 32 eine tödliche Bleivergiftung. Weitere sechs wiesen
erhöhte Bleiwerte in den Organen auf.
Das Blei gelangt laut Nabu-Geschäftsführer Wolfgang Mädlow über die
Nahrungskette in die Körper der Seeadler. Leichter verwundete Wasservögel,
die durch die Schrotmunition in ihren Körper geschwächt seien, würden zur
leichten Beute für die Adler. Die wiederum nehmen das Blei mit der Jagdbeute
auf und verenden daran.
1995 hat die Bundesrepublik als einer von 64 Staaten das internationale
"Afrikanische-eurasische Abkommen zum Schutz von ziehenden Wasservögeln"
unterzeichnet. Allerdings haben bislang nur Niedersachsen,
Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein
Bleischrot bei der Wasservogeljagd geächtet.
Einen generellen Verzicht auf Blei in der Jagdmunition fordert Oliver Krone
vom Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung. So werden etwa in der
Hochwildjagd die so genannten "Teilmantelgeschosse" verwendet. Weil Seeadler
sich auch von den Kadavern von Rehen, Hirschen oder Wildschweinen ernähren,
gelangt so das vergiftende Blei in den Vogelkörper. Statt Bleischrot könnten
Jäger laut Krone auch Weicheisenschrote verwenden oder moderne Projektile,
die ohne Blei auskommen, als Ersatz für die Teilmantelgeschosse. Aus
Kostengründen und wegen angeblich besserer Ballistik würden die Jäger aber
oft beim herkömmlichen Blei bleiben.
Im Potsdamer Agrarministerium will man die Verbotsforderung der CDU-Fraktion
bis Ende des Monats klären, unter Einbeziehung sowohl der Jägerschaft als
auch der Naturschützer. "Das Problem wird Ernst genommen", so
Ministeriumssprecher Achim Wersin, Quelle
Jens Blankennagel
WOBLITZ. Der Adler, Brandenburgs Wappentier, soll eine große Zukunft haben - selbst wenn das Land irgendwann mit Berlin fusioniert. Im so genannten Neugliederungsstaatsvertrag beider Länder von 1995 heißt es in Artikel 2: "Das Landeswappen zeigt einen goldbewehrten roten Adler". Der schwarze Berliner Bär soll dann klein auf des Adlers silbernem Brustschild prangen.
Doch die Zukunft des lebendigen Vorbilds - des Seeadlers - ist ungewiss. Einst war der größte deutsche Greifvogel akut vom Aussterben bedroht, weil Pestizide die Eier des Vogels zerstörten. Inzwischen leben wieder 100 Brutpaare an märkischen Gewässern - immerhin ein Viertel des gesamten deutschen Bestandes. Doch noch immer steht er auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Wie so oft ist der Mensch auch heute noch die größte Gefahr für diesen majestätischen Vogel: Zum einen wurden in den vergangenen zwei Jahren 13 Seeadler von Rotorblättern der überall aufgestellten Windräder zerstückelt. Zum anderen starben nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) 32 der tot oder verletzt aufgefundenen Vögel an einer Bleivergiftung.
Tierarzt kann nicht mehr helfen
"Seit drei Jahren stagniert die Population der Seeadler, auch wegen der vielen Vergiftungen", sagt Rainer Altenkamp, Geschäftsführer des Greifvogelschutzvereins Aquila in Woblitz (Oberhavel). In der dortigen Naturschutzstation starben im vorigen Jahr sechs Adler an der Vergiftung, zwei stammten laut ihrer Beringung aus Brandenburg, drei aus Mecklenburg-Vorpommern, einer aus Schleswig-Holstein. "Seeadler fressen gerade im Winter viel Aas", sagt Altenkamp. Oft sind es Enten und Gänse, die von Jägern zwar angeschossen, aber dann nicht gefunden wurden. Seeadler fraßen die Tiere. "Sie können mit ihrer starken Magensäure nicht nur Knochen verdauen, sondern auch Blei auflösen."
Durch das Blei wird das Nervensystem der Tiere gestört. "Sie können nicht mehr richtig sehen und fliegen dann auch gegen Bäume", sagt der Tierschützer. Bei starker Vergiftung lösen sich die roten Blutkörperchen auf und die Adler ersticken. "Es ist entsetzlicher Tod, er dauert bis zu zwei Tage, kein Tierarzt kann da noch helfen."
Doch nicht nur das Bleischrot für die Vogeljagd ist gefährlich, sondern auch die großen Bleigeschosse für die Jagd auf Rehe und Hirsche. Die Innereien dieser Tiere - oft mit Bleisplittern übersät - entfernen die Jäger bereits im Wald und die Adler fressen sie. "Wir fordern ein generelles Bleimunitionsverbot in Brandenburg", sagt Altenkamp.
Bereits 1995 hat die Bundesrepublik ein Abkommen zum Schutz von Wasserzugvögeln unterschrieben, doch nur fünf Länder haben Bleischrot für die Wasservogeljagd verboten. Brandenburg gehört nicht zu ihnen. "Wegen der vielen vergifteten Seeadler soll als kurzfristige Reaktion noch vor Beginn der nächsten Jagdsaison im August Bleischrot in allen Brandenburger Vogelschutzgebieten verboten werden", sagt Hans-Joachim Mader, Abteilungsleiter Naturschutz im Umweltministerium. Das seien immerhin 22 Prozent der Landesfläche.
"Das ist gut", sagt Nabu-Geschäftsführer Wolfgang Mädlow. "Doch die einzige sinnvolle Lösung wäre ein Totalverbot aller Schrotmunition." Dies plant das Land jedoch noch nicht, da erst der wissenschaftliche Nachweis erbracht werden soll, daß auch die Bleikugeln zur Reh- und Hirschjagd für die Seeadler gefährlich sind.
Keine alternative Munition
"Diese Gefahr ist für mich eher ein Märchen", sagt der Chef des Landesjagdverbandes Wolfgang Betee. Jäger würden die entnommenen Innereien von erschossenen Tieren nicht etwa im Wald liegen lassen, so daß Greifvögel sie finden können, sondern vergraben. "Es ist schade um jeden Seeadler, der stirbt. Aber die Population ist so groß wie nie", sagt Betee. Der Jagdverband hat sich bereits 1993 verpflichtet, kein Bleischrot mehr für die Vogeljagd in Feuchtgebieten einzusetzen. Betee vermutet, daß erkrankte Seeadler zuvor Tiere fraßen, die sich durch ihr Futter selbst vergiftet hatten: zum Beispiel durch Pflanzen, die von jahrzehntelangen Bleiausstößen der Industrie oder durch Reste von verbleitem Benzin kontaminiert waren. Ein Totalverbot aller Bleimunition sei derzeit unmöglich, sagt Betee. Denn in Europa gebe es keine Munition, die vergleichbare ballistische Eigenschaften wie Schrotgeschosse haben. Außerdem müssten sich viele Jäger für andere Munition neue Waffen kaufen.
Tierschützer Altenkamp widerspricht. Ein totaler Bleiverzicht sei möglich. "In Jagdzeitschriften wird immer wieder über alternative Munition berichtet. Es gibt also keinen Grund mehr, giftige Schwermetalle für die Jagd zu verwenden."
Lesen Sie auch : Nur noch 400 Brutpaare in Deutschland
MITTELMARK ● Die Bleivergiftung stellt
mit rund 33 Prozent die häufigste Todesursache des Seeadlers im Land Brandenburg
dar. Darauf weist die Geschäftsstelle des Ökologischen Jagdvereins Brandenburg
e. V. in Michendorf in einer Erklärung gegenüber der MAZ hin. Wie das Institut
für Zoologie und Wildtierforschung der Freien Universität Berlin heraus gefunden
habe, seien ursächlich die Reste bleihaltiger Jagdmunition für die Vergiftungen
verantwortlich.
Dabei geht es weniger um bleihaltige Schrote, die bei der
Wasserwildjagd verwendet werden, so der Ökologische Jagdverein. Die Schrote
werden bei der Aufnahme von den Seeadlern über Wasservögel durch so genannte
Gewölle in der Regel innerhalb eines Tages wieder ausgeschieden und könnten
toxisch daher nicht sehr wirksam werden. Vielmehr stellten die Reste
bleihaltiger Büchsengeschossen das Hauptproblem dar. Treffen die bei der Jagd
auf Rehe und andere Schalenwildarten im Wald verwendeten Büchsengeschosse auf
den Tieren auf, zerlegen sie sich und geben Splitter ab. Die Innereien des
Wildes, der so genannte Aufbruch, verbleiben dabei im Wald.
Diese Aufbrüche stellten im Winter eine
wichtige Grundlage für die Ernährung des Adlers dar. Bei der Verdauung dieser
Nahrung gelangten bleihaltigen Geschoßreste aufgrund der sehr säurehaltigen
Magenflüssigkeit des Seeadlers direkt in dessen Stoffwechsel. Die
Bleikonzentration führe beim Seeadler entweder direkt zum Tod oder
beeinträchtige den Stoffwechselkreislauf in der Form, daß eine schwerwiegende
Schwächung des zentralen Nervensystems aufträte, die dann mittelbar zum Tod
führen könne, beispielsweise durch erhöhte Bahnunfälle, tödliche Revierkämpfe u.
a.
Auch in der aus dem Ministerium für Ländliche Entwicklung,
Umwelt und Verbraucherschutz stammenden Veröffentlichung der „Umweltdaten aus
Brandenburg - Bericht 2004“ wird darauf Bezug genommen und festgestellt, daß das
Problem nach wie vor aktuell und ungelöst sei.
Es sei aber nicht erkennbar, daß die
gleichfalls zum Ministerium gehörende Jagdbehörden des Landes Brandenburg dabei
wäre, sich mit diesem Thema ernsthaft auseinander zu setzen, behauptet der ÖJV.
Vor diesem Hintergrund ist es dem Verein unverständlich, warum mit Blick auf die
vorliegenden Erkenntnisse nichts geschehe und dem Sterben der Seeadler nicht
Einhalt geboten würde.
In einem Brief an Minister Dietmar Woidtke fordert der
Ökologische Jagdverein Brandenburg e. V. ein unverzügliches Verbot sämtlicher
bleihaltiger Jagdmunition (Schrot und Büchsenpatronen) jagdlich zu verwenden.
Während einer Übergangszeit sei denkbar, bei noch verwendeter alter bleihaltiger
Munition die Reste erlegter Wildtieren so entsorgt würden, daß sie dem Seeadler
nicht mehr zugänglich seien. So könnten die Aufbrüche der erlegten Tiere
vergraben oder sachgerecht beseitigt werden.
Die größten Jagdpatronenhersteller böten inzwischen Munition
an, deren Geschosse aus bleifreiem Material hergestellt sind. Aus
Erfahrungsberichten von Jägern, die bereits damit jagten, gehe hervor, sie
stellten eine vollwertige Alternative zu bleihaltiger Munition dar.
MAZ, Mittwoch, 2.Februar 2005

Anders als der ÖJV glauben läßt, geht die Verwaltungsjagd (also die Förster) in Brandenburg durchaus mit gutem Beispiel voran, bestätigte dem Verfasser auf Nachfrage das Brandenburgische Ministerium für Landwirtschaft Umwelt und Verbraucher Ministerium. Das zuständige Referat 43 hat kürzlich bereits für den Fortbetrieb bestimmt, künftig nur noch bleifreie Jagdmunition (Schrot und Büchsenmunition) zu verwenden. Altbestände bleihaltiger Munition können, sofern der Aufbruch vergraben, oder aber anderweitig unschädlich entsorgt würde, noch aufgebraucht werden.
Seit Ende 2003 wird in Brandenburg bereits mit bleifreier Munition mit Lutz Möller Geschossen erfolgreich gejagt, so jedenfalls vom Verfasser als Begehungsscheininhaber beim Forstamt Jüterbog unter Revierförster Lunkwitz auf den alten Panzerschießplätzen in Markendorf. Die Ergebnisse ermutigen und trugen dem Verfasser bei der letzen großen Drückjagd 2004, ob guten Schusses bei geringer Wildpretentwertung auf eine Bache, ein Lob von Oberforstrat Schurk ein. Seit 2003 kamen neben Sauen auch Rehe, Rotwild sowie Füchse ebenfalls gut zur Strecke. Der Verfasser schätzt an den Lutz Möller Geschossen, die er auch in Finnland auf Weißwedelhirsche und in Afrika auf Antilopen, Gazellen, Schweine und Schakale erfolgreich einsetzte, die flache weite Flugbahn und die gute Wirkung auf Wild. Wegen geringer Wildpretentwertung schätzt der Forst den guten Zustand des abgelieferten Wildes, schließlich werden ja aus dem Wald hochwertige natürliche Nahrungsmittel gewonnen.
Lutz Möller, 2. Februar 2005,

Der Verfasser gibt einem mutterlosen Springbockkitz in Afrika die Flasche
POTSDAM ● Der Landesjagdverband
hat in einem Erlaß seinen Bediensteten ab sofort den Gebrauch von Bleimunition
untersagt. „Brandenburg übernimmt damit bundesweit
eine Vorbildfunktion”, sagte gestern der Sprecher
des Ministeriums für ländliche Entwicklung und Umwelt, Jens-Uwe Schade, der MAZ.
Das Ministerium folgt damit den
Forderungen von
Umweltverbänden, die Bleimunition verantwortlich für tödliche
Bleivergiftungen bei Greifvögeln machen. Nach Angaben des Naturschutzbunds
hatten von 91 Seeadlern, die in Brandenburg in den vergangenen Jahren tot
aufgefunden wurden, 32 eine Bleivergiftung. Das Blei gelangt über die
Nahrungskette in die Körper der Seeadler. So werden verwundete Wasservögel, die
durch Schrotmunition in ihren Körpern geschwächt sind, zur leichten Beute für
die Adler..
Das Bleiverbot soll deshalb auch auf die Wasservogeljagd
ausgeweitet werden, sagte Schade. Bei Schrotmunition. lasse sich Blei am
leichtesten durch andere Metalle ersetzen. Außerhalb der Landesforstverwaltungen
bleiben die Bleikugeln zunächst erlaubt. Das Ministerium strebe jedoch eine
bundesweite Lösung zum generellen Verbot der Bleimunition an, so Schade. kd
Quelle: MAZ, Brandenburg / Berlin, Freitag, 4. Februar 2005
Die Meldung ist in sich widersprüchlich, weil der Landejagdverband und das Ministerium nicht daßelbe, sondern zwei getrennte Körperschaften sind sind, aber so wird nun mal bei den Zeitungen leider nachlässig berichtet. Der Erlaß für den Forstbetrieb kam aus dem Ministerium für die Verwaltungsjagd, nicht vom Brandenburgischen Landesjagdverband, wäre richtigzustellen!
Lutz Möller, Freitag, den 4. Februar 2005,
Liebe Weidgenossen,
wie bereits beim Erweiterten Präsidium am 29. 1. 2005 von mir angesprochen, gibt es zur Zeit in den Medien Berlins und Brandenburgs eine Kampagne gegen die Verwendung bleihaltiger Jagdmunition. Anlaß ist das Auffinden mehrerer an Bleivergiftung erkrankter und verendeter Seeadler. Nach Angaben des Institutes für Zoo- und Wildtierforschung soll das nachgewiesene Blei bzw. die entstandenen Verbindungen aus Beutetieren stammen, die mit bleihaltiger Munition beschossen wurden.
Seit einiger Zeit gibt es Hinweise darauf, daß auch kleine Bleipartikel, die beim Schuß mit Teilmantelgeschossen in den Schußkanälen verbleiben, zu Bleivergiftungen führen können. Die Aufnahme des Bleis durch Greifvögel - insbesondere aber durch Seeadler - kann durch die Atzung von Fallwild, im Revier belassenem Raubwild oder durch Aufbrüche erfolgen.
Vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz wird derzeit als Reaktion ein Verbot von Bleischrot bei der Jagd auf Wasservögel an Gewässern vorbereitet, seit 1993 war das eine freiwillige Aktion der Jägerschaft des DJV, die auch für den Landesjagdverband Brandenburg e.V. übernommen wurde. Außerdem soll in diesem Zusammenhang zwingend vorgeschrieben werden Aufbrüche und geschossenes Raubwild so zu entsorgen, daß die Aufnahme durch Greifvögel nicht erfolgen kann.
Ich rufe alle Jäger in Brandenburg auf , diese Beseitigungspflicht ernst zu nehmen.
Beim Neukauf von Büchsenmunition ist von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, Munition mit bleifreien Geschossen zu erweben und zu testen. Über entsprechende Erfahrungen sollte berichtet werden. Nach unseren Informationen haben die Firmen Lapua und S &; B derartige Munition im Angebot.
In einem Presseartikel am 4. Februar 2005 in der MAZ wird, unter falschem Bezug auf den LJVB, vom Erlaß des Abteilungsleiters Forst vom 31.01.2005, von einer „Vorbildfunktion“ ausgegangen, in dem nach MAZ Aussage ein generelles Bleiverbot für die Landesforstbediensteten, „Begehungscheininhaber“ und sogar für Jagdgäste ausgesprochen wird.
Eine populistische Geste des scheidenden Abteilungsleiters an seinem letzten Amtstag, die aber nicht die „richtungsweisende“ Natur hat, denn im nächsten von der Presse unterschlagenen Satz heißt es:
“.... Sofern dies aus technischen Gründen oder zum Verbrauch noch vorhandener Restbestände noch erfolgt, so ist durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, daß bleibelastete Wildkörperteile nicht von Greifen angenommen werden können. Hierzu sind insbesondere auch Aufbrüche zu vergraben oder anderweitig zu entsorgen.“
Ich bitte Sie, unsere Jägerschaft von diesen Entwicklungen zu informieren.
Ihr
Dr. Wolfgang Bethe, Michendorf, 4. Februar 2005
Quelle http://www.ljv-brandenburg.de/
POTSDAM ● In der gestrigen Berichterstattung zum Verbot von Bleimunition in Brandenburg ist uns bedauerlicherweise ein Fehler unterlaufen. Nicht der Landesjagdverband, sondern die Landesforstverwaltung hat das Verbot initiiert. Wie erwähnt, gilt das Verbot zunächst nur für Bedienstete der Verwaltung. Der Jagdverband hält ein Totalverbot derzeit für unmöglich, weil es keine vergleichbare Munition mit den gleichen ballistischen Eigenschaften wie Bleischrotgeschosse gebe. MAZ, 5. Februar 2005
Heidihei,
ich denke in einigen Jahren wird die größte Anzahl der erklärlichen
Todesursachen bei Raubvögeln der Tod im Windkraftwerk sein. Da bewegen sich die
paar angeblich bleivergifteten Piepmätze schon jetzt im Promillebereich!
Wir haben seit 1996 fünf Windkraftanlagen im Revier stehen und können fast jede
Woche verletzte oder tote Vögel darunter einsammeln. Wenn uns die Füchse nicht
zuvorkommen. Da ist vom Kranich über Fischreiher, Schwarzstorch, Milan,
Kornweihe, Wespenbussard, Mäusebussard, Baumfalke, Turmfalke, Sperber,
Waldohreule, Uhu, Schleiereule, Kolkrabe, Lerche, Raubwürger, Turteltaube und
Hohltaube alles dabei, was Rang und Namen auf der roten Liste hat. Ich denke das
es auf die Opfer wohl nicht ankommt, denn wenn Herr Trittin den Artenschutz so
ernst nähme, dann müßte er ja sein Lieblingskind nächst dem Dosenpfand
beerdigen!
Ich glaube kaum, das von den 32 Seeadlern auch nur bei einem Blei das
unzweifelhaft von Jägern stammt nachgewiesen wurde. Es ist ja für die Natur- und
Tierschützer auch so einfach, weil ja sonst auch kaum jemand mit Blei in der
freien Landschaft hantiert. Und die Jäger sind ja sowieso schon auf der
Sünderbank. Also kann es kein anderer gewesen sein. Anreicherungen durch
Schwermetalle in der Luft die dann über die Pflanzen in den Kreislauf
eingebracht werden sind eben schwerer nachzuweisen und auf dem Weg zur
jagdfreien BRD doch eher kontraproduktiv. Wenn sich die Jäger einig wären könnte
man tatsächlich mal für fünf Jahre auf Bleianwendung verzichten. Was käme dabei
heraus: Keine Bewegung in der Sache, denn die Adler erbeuten auch Zugvögel und
wenn die ein Schrotkorn oder etwas Anglerblei mit sich führen ist die Maßnahme
gescheitert. Was aber viel einfacher wäre: Man fange mal willkürlich einige
Wildenten und lege diese auf ein Röntgengerät. Wenn die Vergiftungsgefahr
wirklich so hoch ist, müßten eigentlich eine ganz nette Anzahl von denen mit
Schrotkörnern gespickt sein. Bei denen ließe sich auch gleichzeitig nachweisen,
wie gut man auch mit Schrotkugeln im Körper leben kann. Ich lebe
jedenfalls mit drei Körnern Nr. 5 im Schienbein ganz gut und das schon seit 18
Jahren. Gibts so alte Enten?
Nix für Ungut aber ich habe bisher noch kein schlechtes Gewissen beim
verschießen von Bleimunition. Da muß schon mehr als Vermutungen von Ideologen
kommen! Sobald der schlüssige Beweis da ist, fliegt das Zeug dann auf den
(Sonder)Müll!
So lange aber, ...
bis neulich,
Leo, 8. Februar 2005 18:11
POTSDAM ● Nach den
jüngsten Berichten über bleivergiftete Adler will Brandenburg seine
Jagdverordnung ändern. Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) kündigte am Mittwoch
im zuständigen Landtagsausschuß an, an Gewässern solle Bleischrot bei der Jagd
auf Wasservögel verboten werden. Außerdem sollen Jäger generell verpflichtet
werden, die geschossenen Tiere bzw. deren Reste zu beseitigen. Die neuen
Regelungen sollen noch vor Beginn des Jagdjahres am i. April in Kraft gesetzt
werden. Ende Januar hatte die Landesforstverwaltung bereits die Verwendung
bleihaltiger Munition bei der Jagd im Landeswald eingeschränkt. Besonders von
der Beseitigungspflicht erhoffe sich das Land eine große Schutzwirkung, hieß es.
Jäger hätten die Kadaver manchmal als Futter für Greifvögel liegen gelassen.
Nach Untersuchungen von kranken und verendeten Seeadlern wird vermutet, die
Aufnahme bleibelasteter Wildkörper verursache schwere Gesundheitsschäden. Mit
dem „Bleiverbot” im Landeswald habe Brandenburgs
Landesforstverwaltung bundesweit die weitestgehenden Schutzmaßnahmen
eingeleitet, so das Ministerium. dpa
MAZ,
Brandenburg - Berlin, Donnerstag, 10. Februar 2005
From: "Manfred Trzoska" <ManfredTrzoska -at- gmx.de>
Date: Fri Jan 30, 2004 7:02 pm
Subject: BleiHallo,
ist doch völlig egal, ob man nun beweisen kann, ob man den Tod von Seeadlern oder anderen Vögeln auf Bleischrot zurückführen kann. Klar scheint doch zu sein, daß Blei in der Umwelt schädlich ist, ganz gleich, ob die Jäger es da hineingepustet haben oder es im Hausmüll entsorgt wurde. Letztendlich gelangt es auch in unseren Nahrungskreislauf und sorgt latent für Gesundheitsschäden. Wer wissentlich dieses Blei in die Natur hinausschießt, handelt ebenso verantwortungslos wie der Angler, der es ins Wasser hängt. Wer die Schädlichkeit von Blei im Körper anzweifeln möchte, starte doch einen Selbstversuch und gebe uns hier das Ergebnis bekannt.
Gruß, Manfred
From: Karen Debler <karen -at- sswg.de>
Date: Fri Jan 30, 2004 6:51 pm
Subject: Re: noch einmal: [GBN] Bleibelastung von Greifvögeln weitere LiteraturquellenHallo Herr Donath,
eine Bleischrotkugel im Tier löst sich erstaunlich schnell auf, die Zersetzung ist groß. Meine letzte Rabenkrähe hatte einen durchschossenen Femur, während der OP (Nagel) entfernte ich die Kugel, die schon sehr schmierig und regelrecht weich war natürlich mit, im Wundbett war die Muskulatur schwärzlich verfärbt vom Abrieb der Kugel ( keine Verbrennung). Lange konnte das Tier bei winterlichen Temperaturen am Boden sicher nicht aushalten, es war unfähig zu gehen, flog nur kurz auf und konnte problemlos vom Finder eingesammelt werden. Ich denke also an höchstens 2-3 Tage zwischen Treffer und Erstvorstellung + OP. Ich denke die angeschossenen Vögel bekommen so auch eine Riesendosis Blei ab und verenden schleichend. Rabenkrähen dürfen soweit mir bekannt in BW gar nicht geschossen werden (Auskunft NABU Pflegestelle).
mit freundlichen Grüßen, Karen Debler
From: "Herbert Fuchs" <herbertfooks -at- hotmail.com>
Date: Fri Jan 30, 2004 4:37 pm
Subject: Bleibelastung von Greifvögeln (Rainer W.)Hallo GBN und Rainer,
völlig einverstanden mit deinem "Nachbohren" und deiner bisherigen Analyse, die sich wohltuend von früher mitunter veröffentlichten Polemiken und Rundumschlägen unterscheidet (von einzelnen anderen zu diesem Thema veröffentlichten Mails ohnedies). Wußte ich doch, der Mensch ist lernfähig. Aber mal nachgefragt: Hat tatsächlich jemand ("genüßlich") behauptet, daß der Rückgang der Seeadler in monokausalem Zusammenhang mit der Verwendung von Bleimunition steht? Oder hat Rainer da etwas versehentlich in einen "ungenauen Zusammenhang" gestellt? Leider lese ich im GBN mitunter sehr/ zu oberflächlich. Ist mir da etwas entgangen? Ich bin also gespannt darauf zu erfahren a. woher die geschilderten und andere Bleivergiftungen bei Seeadlern (und anderen Arten) tatsächlich kommen und b. was die wahren Ursachen für die Bestandsgefährdung von Seeadlern sind, die wir ansonsten vielleicht aus dem Auge verlieren. Vielleicht liest ja jemand die seither genannten Veröffentlichungen für die GBN-Gemeinde noch etwas genauer (und nicht nur die Abstracts und das, was der eine vom anderen und dieser wiederum von anderen abgeschrieben hat) und kann uns
alle noch weiter aufklären. Ich für meinen Teil verfolge diese Diskussion mit überaus großem Interesse und fürchte auch nicht, daß damit unnütz "Zeit vertrödelt" wird. Das "Dumme" an der Angelegenheit ist ja, daß niemand genaue Zahlen hat, daß nur ein kleiner Teil der "Opfer" gefunden wird und somit alles mehr oder weniger dem Zufall unterworfen ist. Vielleicht wagt sich ja mal jemand an gezielte
Vergiftungen unter statistisch absicherbaren Laborbedingungen heran ;-))Herzlichst, Herbert Fuchs
From: Edwin Donath <done -at- medizin.uni-leipzig.de>
Date: Fri Jan 30, 2004 4:33 pm
Subject: Re: noch einmal: [GBN] Bleibelastung von Greifvögeln weitere Literaturrquellen
Ich glaube, es ist notwendig, noch einmal zu betonen, daß Blei in den Verdauungsorganen selbstverständlich relativ schnell aufgelöst wird. Erst das gelöste Blei ist das giftige Blei. Je nach Größe der Fragmente, die aufgenommen werden, kann die Auflösung in Stunden, wenigen Tagen oder allerhöchstens ein paar Wochen abgeschlossen sein. Berücksichtigt man aber, daß Gewölle ausgeworfen werden, kann man kaum davon ausgehen, daß das Blei in Partikelform lange in den Greifvögeln verweilt. Es ist überhaupt nicht überraschend, wenn man im verendeten Tier keine Reste ungelösten Bleis findet, denn der Vergiftungstod kann nach wenigen Tagen bis einigen Wochen eintreten, das Blei ist dann bereits vollständig gelöst. Zweifelsfrei ist jedoch, daß in den Tieren hohe Bleikonzentrationen nachgewiesen werden. Der Schluß auf Bleivergiftung ist absolut gerechtfertigt. Wie ich schon betonte, ist eine akute Vergiftung pathologisch leicht zu verifizieren. Noch einmal zur Bleiaufnahme: Der Hauptweg des Bleis erfolgt über die orale Aufnahme der Schrote durch Wasservögel und Tauben. Eine Schrotkugel, die in den Körper eingedrungen ist, und im Gewebe liegt, ist erst einmal weit weniger giftig als Blei im Kropf und Magen, das durch den pH-Wert und die Tätigkeit der Muskulatur schnell zerrieben und gelöst wird.Grüße, Edwin Donath
Sehr geehrter Herr Möller,
vielen Dank für Ihr Engagement für das
Lutz Möller Geschoß.
Mir ist zur Kenntnis gekommen, daß eine inzwischen überzeugte komplette
Jägerschaft den Antrag stellen wird, daß der Landesjagdverband von sich aus –
ohne erst auf den politischen Druck von außen dazu gezwungen zu werden – die
Selbstverpflichtung eingeht, mit einer gewissen Übergangszeit auf die Verwendung
bleihaltiger Büchsengeschosse zu verzichten.
Ich würde das jetzt schon gerne tun, weis aber nicht, wo ich mit dem von Ihnen
beschriebenen Lutz Möller Geschoß fertig geladene Munition im Kaliber 8 x 57IS
erhalten kann. Können Sie mir helfen?
Vielen Dank vorab.
Mit freundlichen Grüßen und Weidmannsheil,
Horst Blase, Sonntag, 6. März 2005 16:48

Herr Möller,
Am Samstag auf dem Stand haben die
KJGe bewiesen was in ihnen steckt; Präzision pur! Nachdem auf 50 m , die zu
einschießende Richtung stimmte, wechselte ich zu dem 100 m Stand. Gut, daß
die Anlage computergesteuert ist, sonst wäre der Eindruck entstanden, man
hätte die Scheibe nicht getroffen. Die 10er Ringscheibe wies,
nach 16 Schuß, ( Dreipunktauflage ) nur EIN schwarzes Loch von einem
Ø
einer Colakapsel. Da kommt innere Zufriedenheit auf. Das Kupferjaggeschoß muß
sich anscheinend sehr wohl in meiner 8 x 75 RS fühlen. Solch ein Schußbild
habe ich mit der CDP nicht hinbekommen. So was nenne ich Evolution!!!
Am Wochenende habe ich dem Jagdhüter eine „ Reifenjagd “ angekündigt, damit
der Mann sieht, was ich unter Präzision verstehe. Ich fiebere schon nach meiner 9,3x62, aber die ist im Moment noch
beim Bü Ma.
Mit freundlichen Grüßen, Albert Thinnes , Mittwoch, 2. März 2005 10:50
Bei der Jagd werden in der Regel
Büchsengeschosse mit Bleikern verwendet. Für diese heute verwendeten
Büchsengeschosse liegen ausreichende unabhängige Untersuchungen vor, die das
tierschutzgerechte, zielballistische Verhalten bestätigen, während entsprechende
Untersuchungen für bleifreie Munition noch nicht vorliegen. Wesentlicher
Bestandteil dieser Untersuchungen ist aus sicherheitstechnischer Sicht die
Überprüfung des Gasdrucks innerhalb der Waffe, sowie aus tierschutzrechtlicher
Sicht die Wirkung im Wildkörper. Die Konstruktion und das Gewicht der Geschosse
haben entscheidenden Einfluss auf die Wirkung im Wildkörper und damit
Auswirkungen auf das tierschutzgerechte Töten des Wildes.
Auch die "Internationale Kommission zur Prüfung der Handfeuerwaffen und Munition
(C.I.P.)", deren Mitglied auch die Bundesrepublik Deutschland ist, sieht bei
bleifreier Munition nicht absehbare Risiken bzgl. der Sicherheit. Ein besonderes
Problem ist dabei, daß Geschosse ohne Bleikern "steifer" sind und von daher zu
Gasdrucksteigerungen im Lauf führen können. Auch erfordern bleifreie Geschosse
Einschränkungen hinsichtlich Schußentfernung, Trefferlagenabhängigkeit und
begrenzter Verwendung bei unterschiedlichen Wildarten-/gewichten, die auch noch
auf ihre tödliche Wirksamkeit in den verschiedenen Wildkörpern überprüft werden
müssen.
Die zurzeit zur Verfügung stehenden Geschoßkonstruktionen bleifreier Munition
für Büchsengeschosse decken nur einen geringen Teil der in Deutschland
benötigten Kaliberpalette ab.
Sowohl aus Tierschutz- als auch aus Sicherheitsgründen ist ein Wechsel auf
Nicht-Blei-Büchsengeschosse nach derzeitigem Stand der Technik noch nicht
möglich. Der einzige deutsche Büchsenpatronenhersteller RWS arbeitet intensiv an
der Entwicklung weiterer bleifreier Geschosse.
Die Schaffung eines entsprechenden Know-hows, die Umstellung der
Fertigungsmethoden, die Ausdehnung auf die jagdlichen Kaliber, sowie die
unabhängige Überprüfung der fertigen Geschosse im Hinblick auf eine ausreichende
Versorgung der deutschen Jäger mit Nicht-Blei-Büchsengeschossen, erfordern einen
Zeitraum von 3-5 Jahren.
Was den derzeit bekannt gewordenen Tod von Seeadlern betrifft, so führen die vom
brandenburgischen Ministerium herausgegebenen "Umweltdaten Brandenburg 2004"
aus, daß 1/3 der untersuchten Seeadler an einer Bleivergiftung starben. Bei den
Todesursachen sind aber nach wie vor viele offene Fragen, die dringend einer
weiteren wissenschaftlichen Klärung bedürfen. Die Jägerschaft bietet hierzu ihre
Mithilfe an.
Wir fordern die Jägerschaft auf, konsequent die Aufbrüche des Schalenwildes zu
vergraben, um so der möglichen Vergiftungsgefahr der Seeadler über die
Nahrungskette zu unterbinden.
Der Deutsche Jagdschutz-Verband fordert die Entwicklung bleifreier Munition
zügig voranzubringen, damit der Jägerschaft baldmöglichst bleifreie
Büchsenmunition zur Verfügung steht.
Bonn, Februar 2005
Einen schönen Guten Tag Herr Möller,
ich habe mir das „Bleiverbot” im brandenburger
Landeswald nun als Anlaß genommen, mich der der neuen bleilosen Geschossen
anzunehmen. Nun gibt es mittlerweile doch eine Fülle solcher Geschosse und man
hat (zum Glück) die Qual der Wahl. Nach dem was ich bisher gelesen habe, hat
mich Ihr Geschoß neugierig gemacht. Daher die Frage: Können Sie mir eine Bezugsquelle nennen, bei der ich
eine Schachtel 20 fertig geladener .30-06 Sprg.
Patronen
beziehen kann? Da hier in den Forstkreisen eine sehr hohe Zweifel gegenüber
neuen Geschossen besteht und die meisten noch ihren Vorrat an Restmunition (der
noch verschossen werden darf) laufend erhöhen, möcht ich sozusagen für das Neue
werben, da ich das Bleiverbot für durchaus sinnvoll halte, solange es
angemessene Alternativen gibt.
Einen schönen Tag noch,
Sebastian Weiß, Montag, 18. April 2005 16:46
LM: Ich schreibe Ihnen.
Hallo Herr Möller,
als angehender Jungjäger habe ich Ihre Seiten mit
großem Interesse gelesen. Glückwunsch zu Ihrem
Lutz Möller Geschoß! Ich werde diese sicher bald einmal versuchen. Ich habe
auch die verschiedenen Aufsätze zur Bleiproblematik im Wildfleisch gelesen,
daher würde es mich interessieren welche Stoffe außer Kupfer noch im Material
sind.
Herbert Heeckt machte mich auf einige im Netz zu lesende Aufsätze zu Wildbretvermarktung und Wildfleischqualität aufmerksam, insbesondere zur Bleibelastung. 28. Dezember 2005
Irgendwo auf Ihrer Seite glaube ich gelesen zu haben es sei
zu 99% aus Kupfer, aber woraus bestehen denn die restlichen 1 %? Ist Kupfer im
Braten nicht auch giftig?
Danke schon mal für Ihre Auskunft!
Gruß, Paul Kuhn, Sonntag, 8. Januar 2006 11:09
Tag Herr Kuhn,
die 99% stimmen. Über die 1 % schweige ich mich aus. Mir wird schon genug nachgebaut. Alle Schwermetalle sind giftig, auch Kupfer, deswegen ist Kupfergeschirr innen auch verzinnt. Der wesentlich Unterschied zwischen Kupfer und Blei im Wildpret nach dem Aufprall ist einerseits die Menge und zweitens und viel wichtiger die Oberfläche. Lutz Möller Geschosse sind so gebaut, daß Sie grobe und wirksame Splitter abgeben

Lutz Möller Geschoßsplitter
Bleigeschosse hingegen zerstäuben vorn bis runter zu etwa 550 m/s Geschwindigkeit im Ziel. Damit meine ich nicht die Zielgeschwindigkeit, mit der die Geschosse ankommen, sondern die Geschwindigkeit, mit der die Geschosse nach dem Zersplittern dann formstabil exponentiell abfallen weiterfliegen.
1,5 g Rest eines 7 g Bleigeschosses auf einen Springbock, der Rest ist im Leib zerstäubt
Bleigeschosse zerstäuben, während Lutz Möller Geschosse splittern. Wenn die Korngröße im Bleifalle 0,25 x 0,25 x 0,25 mm³ beträgt, im Kupferfalle aber 3 x 3 x 1 mm Dann ergeben sich bei dem obigen Beispiel eines 6,5 mm Geschosses die Staub, bzw. Splittermassen und -oberflächen wie folgt
| Blei | Kupfer | ||
| Masse | 5,5 | 1,8 | g |
| Dichte | 11 | 9,8 | g/ml |
| Raum | 0,5 | 0,202 | ml |
| Staub- oder Splitterseitenlänge |
0,025 | 0,3 x 0,3 x 0,1 | cm |
| Staubkornraum | 0,000016 | 0,009 | ml |
| Kornoberfläche | 0,00375 | 0,3 | cm² |
| Stück | 32.000 | 22,47 | |
| Stauboberfläche | 120,00 | 6,74 | |
| Verhältnis | 17,8 | 1 |
Das bedeutet im obigen Vergleich, das fein staubende Bleigeschosse ergibt gegenüber dem grob splitternden Kupfergeschosse die 17,8-fache Oberfläche an der sich die Giftigkeit des Werkstoffes abspielt. Schon aus dem Grunde ist Kupfer besser als Blei. Dazu kommt, daß Sie 22½ Kupfersplitter im obigen Beispiel mit bloßem Auge erkenn und finden können, während die 32.000 (zweiunddreißigtausend) Bleistaubkörner kaum alle finden werden. Das ist der entscheidende Unterschied, nicht so sehr die Giftigkeit. Von daher ist Blei mit Sicherheit wesentlich bedenklicher als Kupfer, da nach dem Versorgen bestimmt mehr Blei im Wildpret als Kupfer verbleibt.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Sehr geehrter Herr Möller,
im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Bleivergiftung beim Seeadler arbeiten
wir gerade an einer Übersicht der zur Zeit auf dem deutschen Markt erhältlichen
bleifreien Geschosse. Diese soll in ein Info- Faltblatt integriert und an
Förster und Jäger verteilt werden. Da wir auch Ihr
KJG gern aufnehmen würden, wollte ich mich
nach den Preisen erkundigen und danach, ob die
KJG-Munition noch immer über Herrn
Liebich zu beziehen ist. Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen, Anna Trinogga, Mittwoch, 16. August 2006 10:34
( Doktorandin Forschungsgruppe Wildtierkrankheiten)
Leibniz- Institut für Zoo- und Wildtierforschung
Alfred- Kowalke- Str. 17
D- 10315 Berlin
Tel: 030/ 5168526
Fax: 030/ 5126104
E- Mail: trinogga@izw-berlin.de
Web: www.izw-berlin.de
Sehr geehrter Herr Möller,
leider ist Ihr Netzplatz etwas unübersichtlich
geworden, so daß ich Sie mit meiner Anforderung belästige: Aus meinen Büchsen
(Mauser neu und Mauser alt, beide im Kaliber 8x57IS)
schoß ich bisher mit mehr oder weniger Zufriedenheit Norma Oryx. Seit kurzen ist
in einigen Landesforstrevieren bleihaltiger Munition zu benutzen untersagt. Da
ich für die anstehenden Drückjagden nun
bleifreie Munition benötige, macht es
eigentlich nur Sinn, ganz umzusteigen, da ich ansonsten für das notwendige
Einschießen mehr Zeit auf dem Schießstand als auf der Jagd verbringe. In meinem
Feldrevier umfaßt der Abschußplan hauptsächlich Rehwild und Raubwild, aber
natürlich auch Schwarzwild. Damwild ist bei mir Wechselwild, Rotwild und Muffel
sind auch schon gesichtet worden.
Wie ist der gegenwärtige Zustand der 8 mm KJG? Wieviel wiegen die?
LM: Das 8 mm KJG wiegt 9 g.
Die Seiten der bei Ihnen aufgeführten gewerblichen Wiederlader, die Ihre Geschosse als Fertigmunition vertreiben sollen, sind entweder nicht erreichbar oder führen in die Irre. Können Sie mit weiterhelfen?
Als Vorstandsmitglied des
Jagdaufseherverbandes
Brandenburg e.V. wäre es möglich, hier auch etwas zur Breitenwirkung
beizutragen!
Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil, Horst Blase, Montag, 25. September
2006 18:04
Tag Herr Blase,
Siehe Lutz Möller GmbH!
Waidmannsheil, Lutz Möller
Die Zeitschrift Magnum/Südafrika berichtet im Februar 2007:

Lead Bullet Ban
Wg. Bleivergiftung bei seltenen Greifen verschenkte die Verwaltung von
Arizona/USA bleifreie Geschosse an Jäger.
Gerd Ahnert, Web: www.nationalpark-eifel.de, Freitag, 27. April 2007 09:53
Moin Herr Möller,
hier noch eine kleine Geschichte vom Schießstand: Seit 3 Wochen müht sich dort
ein sonst netter Mensch, für seinen Kumpel ein
7x65R-Barnes Geschoß so zu laborieren, daß es einigermaßen trifft. Nach
diesem Zeitraum soll das jetzt mit einer sehr reduzierten Ladung gelungen sein,
was ich nicht prüfen kann. Jedenfalls riet ich dem Mann, weil die Geschichte mit
dem Barnes ja nicht neu ist, mal ein
vernünftiges KJG zu nehmen, oder aber
lieber bei Blei zu bleiben, bevor er mit dem vermurksten
Barnes das Wild malträtiert. Darauf
bekam ich zur Antwort, daß er sich diese Mühe ja nur deshalb mache, weil er in
Brandenburg zur Ansitz(drück)jagd gewesen sei und das dort Pflicht gewesen sei.
Das Landesforstamt hatte sogar Besuch von einer Tierärztin, die alle Stücke
röngten und Fragebogen zum Verhalten der Stücke nach dem Schuß verteilen würde.
Mit Hilfe des Röntgengerätes wurden dann auch zwei Jäger überführt, bleihaltige
Munition verschossen zu haben. Auf den entsprechenden Röntgenbildern war eine
deutliche Bleiwolke zu sehen, die sich durch das Stück um den Wundkanal zog. Die
Jäger wurden belangt und von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen. Die
Tierärztin fährt dort mit ihrem mobilen Röntgenapparat von Jagd zu Jagd und
nimmt ihre Untersuchungen im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit vor. Die
Ergebnisse werden später Grundlage zu einer Entscheidung über das Für und Wieder
von Blei herangezogen werden. Die Anwesenheit der Ärztin wird im Vorfeld nicht
bekannt gegeben und es wird JEDES Stück untersucht. Bislang war für mich die
ungesunde Bleihaltigkeit der Munition kein entscheidendes Argument für die Wahl
von Kupfer, denn mit bloßem Auge kann die Spuren niemand sehen. Das Röntgenbild
jedoch läßt auch dieses Argument in meinen Augen wichtiger erscheinen. Leider
konnte ich den Namen der Ärztin oder des Forstamtes nicht erfahren, mit Ihren
Beziehungen läßt sich das sicherlich herausfinden, denn ich vermute, die
bisherigen Ergebnisse könnten auch für Sie interessant sein.
Liebe Grüße, Jan G., Sonntag, 13. Mai 2007 13:30
Moin Herr G.
Die Untersuchungen werden vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Verbindung mit Fachhochschule Eberswalde
F B F O R S T – FG W I L D B I O L O G I E &; J A G D B E T R I E B S K U N D E
J A G D P R A X I S – S O Z I O D Y N A M I K
M O N I T O R I N G J A G D M U N I T I O N
durchgeführt. Die Beteiligten sind in einschlägigen Kreisen wohlbekannt. Man prüft mit Regierungsgeldern in Vergleichrevieren einerseits ob bleifreie Jagmunition waidgerecht ist und andererseits warum bleifreie Munition so schlecht angenommen wird. Der Versuch läuft noch zwei Jahre.
Waidmannheil, Lutz Möller
Zurück zu den Ahnen: Venedig verkehrt bleifrei!
Hallo Herr Möller,
bitte schauen Sie auf unserer Seite, was sich im Seeadler-Projekt tut: http://www.seeadlerforschung.de
Viele Grüße, Oliver Krone, Mittwoch, 16. Mai 2007 15:15
Leibnitz-Institute for Zoo and Wildlife Research
Dr. med. vet. Oliver Krone
P.O. Box 601103
D-10252 Berlin
Germany
Herr Möller
Ich habe die Studie mit den Röntgenphotos wieder gefunden, sie steht hier zum Herunterladen zur Verfügung:
http://projectgutpile.org/archives/pdf/hunt2006.pdf
http://projectgutpile.org/archives/pdf/fragmentationdata.pdf
Waldmann, Montag, den 14. Januar 2008
Mr. Moeller,
It appears that the California Department of Fish and Game is going to certify
certain bullets as non-lead and legal to hunt big game here.
I have not as yet heard how this will be done. I would imagine they will require
the manufacturer to submit bullets for evaluation. The criteria is: the alloy
must contain less then 1.0% of lead by weight.
http://www.dfg.~gov/wildlife/hunting/condor/docs/LeadInformation.pdf
We haven't heard exactly how this will be done. I could call the F&;G in
Sacramento, and find out what will be required of the Manufacturer for you, if
you desire.
Regards, Mike Lerner, Dienstag, 15. Januar 2008 06:29
Hallo Herr Möller,
Wie Sie wissen, finden in den Landesforsten von Bayern und Brandenburg Praxisversuche mit bleifreien Büchsengeschossen statt. Das Land Brandenburg veröffentlichte Ende Januar einen Zwischenbericht.
Grüße und Waidmannsheil! Gerd Ahnert , Freitag, 15. Februar 2008 09:07
Sehr geehrter Herr Möller,
ich bin vor mehr als drei Jahren - vor meinem 1. Jagdschein - habe ja gerade für 3 Jahre verlängert - während des Jagdkurses auf Ihre Seiten gestoßen und habe so viele Stunden mit Lesen verbracht, finde aber immer noch was Neues, wirklich meinen höchsten Respekt vor dieser Meisterleistung. Nun nach Beweihräucherung - allerdings aus tiefstem Herzen - zur Anfrage:
Ich will nicht mehr mit Blei auf Wild schießen und keine Bleikuchen sondern sauberes, reines Wildpret genießen.
Hierzu benötige ich einige Geschoße in Kal. .30, 1. für eine Ladungsleiter und natürlich 2. weitere für die Herstellung meines Patronenvorrates für die Jagd. Ich benutze eine Sako - Varmint mit dicken Lauf, so etwa 30 Jahre alt, wie das Modell mal genannt wurde, habe ich bis heute nicht gefunden. Genauso lange lade ich auch schon wieder. Ich bin mit der Waffe mit allen bisher geschossenen Munitionen, ob Fabrik oder selbst geladen hoch zufrieden. Auch auf 300 Meter, was man zu Zeiten der noch vorhandenen Schießstände hier in Schleswig-Holstein einfach und oft schießen konnte. Ständig wiederholbare gute Ergebnisse erzielte ich mit Geschoßen bei 9,7 g, MEN oder FN Vollmantel und RWS DK. Ich besitze noch größere Vorräte, werden ja nicht schlecht, aber sind alle leider nur bedingt jagdlich einsetzbar (Außer Fuchs, Enok etc.) Verfügbares Pulver waren und sind sind Vihtavuori N 140 und N 130. Leichtere und schwere Geschosse haben mir nie Spaß gemacht.
Meine Jagdgelegenheit liegt in Meck-Vopo. Es handelt sich um ein Feldrevier mit wenig Knicks und Baumbewuchs (Ackerland). Meine bisher gestreckten Stücke Rehwild mußte ich immer auf Entfernungen von min. 100 bis 120 Meter schießen. Welche Geschoße soll ich nehmen?
LM: Die empfohlene 7,62 mm KJG Munition
Ich hoffe, ich habe Sie nicht zu sehr zugetextet.
Mit freundlichen Grüßen, Karl-Heinz Bössow, Mittwoch, 16. April 2008 17:05
am 5. Mai 2008 in Berlin

Freie Universität Berlin

Harnackhaus
Anläßlich eines Fachgespräches zu bleifreier Jagdmunition zum Schutze der Greife am 5. Mai in Berlin in der Freien Universität war unter anderem zu lernen, wilde ebenso wie gefangene Seeadler vermeiden große Metallbrocken aufzunehmen (kleine bis 2,7 mm Größe nur zu 23%, aber 7,7 mm große zu 98%). Große Splitter weisen zudem geringer Oberfläche je m Masse auf. Blei als nicht im Stoffwechsel gebrauchtes Metall reichert sich in Vögeln, die Blei fressen, um zwei Größenordnungen stärker in den Organen als Kupfer an, das als essentielles Metall im Stoffwechsel in geringen Mengen erforderlich ist. Blei ist vorrangige unnatürliche Todesursache bei Seeadlern (Neben Windrädern und Verkehrsunfällen), aber Kupfer gar nicht.
Das RWS Evolution mit verlötetem Bleikern hingegen splittert, wie alle TM - Bleigeschosse, dennoch; teilweise wurden 280 feine und feinste Bleisplitter oder Staubteilchen gezählt. Man darf also nicht glauben, ein verlöteter Bleikern würde dem Blei zu splittern verwehren. Wie denn auch? Zwar mag ein wenig Blei am zerrissenen Mantel haften bleiben, aber der Staudruck im Ziel zerfetzt das weiche, wenig scherfeste Blei ja im Raum, in der Tiefe. Bis 550 m/s runter zerstäubt Blei. Unter 400 m/s Auftreffgeschwindigkeit behält Blei in Weichzeilen seine Gestalt noch einigermaßen bei. Nur wirken derartige Geschosse nur noch schlecht und fliegen zudem krumm wie eine Banane. Seit wir mit Nitropulver schießen, hat Blei ausgedient - seit nunmehr 130 Jahren. Die Zeit zu wechseln ist lange gekommen. .
Schlußfolgerung: Bleigeschosse mit verlötetem Bleikern stellen kein Lösung dar, die Greifvogelvergiftung abzustellen.
Guten Gewissens kann das grobsplitternde Lutz Möller Geschoß spitz ( meist 4- 6 grobe Splitter von etwa 4 x 4 x 2 mm Kantenlänge) zur Jagd benutzt werden, auch wenn, wie im Winter bei gefrorenem Boden, der Aufbruch nicht vergraben werden kann, beim KJG auch nicht vergraben werden muß, sondern als Nahrung für Aasfresser ausgelegt werden kann.
Siehe dazu auch Zeitgemäßes Jagdgeschoß (10 MB Powerpoint Präsentation) | Zeitgemäßes Jagdgeschoß (80 KB Erklärungen PDF).
Waidmannsheil, Lutz Möller,

Forstverwaltung verbietet Einsatz bleifreier
Munition
Potsdam – In der Landesforstverwaltung Brandenburg werden bis auf weiteres keine
bleifreien Büchsengeschosse mehr eingesetzt. Hintergrund sind Meldungen über
unkalkulierbare Rück- und Abpraller mit bleifreier Munition. Diese wurden
insbesondere von der Deutschen Versuchs- und Prüfanstalt für Jagd- und
Sportwaffen e.V. (DEVA) festgestellt. Brandenburg ist das einzige Bundesland,
das seine Landesbediensteten seit 2005 per Erlass zum bleifreien Schießen
verpflichtet hat und den Einsatz bleifreier Munition in einem Großversuch
wissenschaftlich untersucht. Aus der Fürsorgeverpflichtung für seine Mitarbeiter
und Jagdgäste wird der Einsatz bleifreier Munition bei der Jagdausübung im
Landeswald verboten, bis Klarheit über das Rück- und Abprallverhalten bleifreier
Munition besteht.
Seit dem Erlass im Jahr 2005 wurden in Brandenburg umfangreiche Erfahrungen mit
bleifreier Munition gesammelt, die nun weiter ausgewertet werden. Aufgrund der
anschließend geführten Diskussion zu bleifreier Munition im jagdpraktischen
Einsatz wurde 2006 eine Steuergruppe „Bleifreimonitoring“ eingesetzt. Das
gemeinsame Forschungsprojekt hat über einen mehrjährigen Zeitraum
tierschutzrelevante, jagdbetriebliche, wirtschaftliche, wildbiologische,
waffentechnische und ballistische Aspekte beim Einsatz von alternativer Munition
untersucht und mit der Wirkung herkömmlicher Munition verglichen. Nunmehr müssen
weitere Untersuchungen folgen, die Aufschluss über das Rück- und
Abprallverhalten bleifreier Munition geben.
Der Erlaß zum bleifreien Schießen war am 31. Januar 2005 als zusätzlicher
Schutz für Greifvögel ausgegeben worden. Außerdem wurde damals das Jagrecht
verändert: Brandenburgs Waidmänner und -frauen wurden angewiesen, den so
genannten Aufbruch nach der Jagd so zu beseitigen, daß Greifvögel nicht daran
herankommen. Hintergrund waren seinerzeit sich häufende Berichte über
Bleivergiftungen bei Greifvögeln. Bei einigen dieser Vögel wurden Geschossreste
von bleihaltiger Munition im Magen nachgewiesen. Die Verpflichtung, zum Schutz
der Greife den Aufbruch entsprechend zu beseitigen, gilt weiter.
Kontakt: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz, Referat 02 - Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Dr. Jens-Uwe Schade, Tel.: 0331/ 866 -7016, Fax: 0331/ 866 -7018, E-Mail: Jens-Uwe.Schade@MLUV.Brandenburg.de, 9. Juli 2008, Quelle
Tag Herr Schade,
lesen Sie dazu bitte Abprallergerücht!
Waidmanns Heil, Lutz Möller,
Lutz Möller, Donnerstag, den 21. August 2008,
Hallo Lutz,
Auf den letzten Artikel des Chefredakteurs in Unsere Jagd konnte ich mir
einen Leserbrief nicht verkneifen. Es hat mich gewurmt, daß man dort sogleich
von Unzuverlässigkeit der Jäger geschrieben hat, falls nun mit einem
Kupfergeschoß einmal etwas passieren sollte.
Sogenannte „Sachverständige“
nutzten also die gänzlich unbelegte
Warnung der DEVA gleich
eine allgemeine Verunsicherung zu schüren. Völliger unbelegter Unfug den ich
nicht unkommentiert lassen konnte.
Die Readaktion hat meinem Brief eine Seite gespendet - nicht schlecht. Ich habe
zwar den Eindruck, daß man einige Details etwas vereinfacht und abgewandelt hat,
aber den Sinn hat man nicht verfälscht.
Gruß, Volker T., Freitag, 26. September 2008 06:53
Moin Volker,
der Schriftleiter der Jagdpresse sollte besser Abprallergerücht und Hartholz lesen, statt unbelegbaren Unsinn vom Hörensagen oder nicht belegten Zuschriften in die Welt zu setzen. Papier ist zwar bekanntlich geduldig, dennoch sollte auch an die Leser gedacht werden, denn die nichts wissen, müssen alles glauben. Also muß die Redaktion bei der Wahrheit bleiben - nicht nur die. Wenn die Redaktion aber nichts weiß, sollte sie demzufolge auch nichts schreiben.
Deinen Leserbrief hätte ich gern und die genaue Ausgabe der Pirsch mit Seitenzahl, auf der er abgedruckt, ist dazu. Bitte sende mir beides zu.
Danke und Gruß Lutz,
Hallo Lutz,
nicht Pirsch sondern UJ =
Unsere Jagd. 10 / 2008 Seite 24. Hier
folgt das Original:
Volker Timmer LM: Anschrift (von mir weggelassen, im Original aber vorhanden)
Leserbrief: zu Artikel: „Bleifrei am Ende?“; von Ralf Stephan
Liebe Redaktion von „Unsere Jagd“, lieber Verfasser des Berichtes zum Status der Diskussion um bleifreie Jagdgeschosse....
Es ist lobenswert, daß Sie die Leserschaft über den aktuellen Stand der Diskussion, Meinungen von Sachverständigen und mögliche Folgen für die Jäger bei der Nutzung bleifreier Jagdgeschosse informieren.
Inzwischen ist es aber an der Zeit sich nun auch einmal mit der sachlichen Begründung der ausgesprochenen Sorgen und Warnungen tiefer auseinanderzusetzen. Das bietet Ihnen sicher viel fundierten Stoff für weitere Artikel und zusätzlich die Gelegenheit die Entwicklung aktiv und konstruktiv zu beeinflussen.
Was wissen wir bis heute konkret und bewiesen:
- Es gibt eine Lobby für und gegen die bleifreien Geschosse. Konservativ besteht naturgemäß eine Abneigung gegen das Bleiverbot, Naturschützer dagegen wollen es mit Gewalt durchsetzen. Unabhängig davon, ob das Blei aus Gründen des Tierschutzes ersetzt werden muß, hat man durch die Entwicklung inzwischen neue Erkenntnisse erlangt.
- Die Entwicklung bleifreier Geschosse ist bereits weit fortgeschritten. Für eine Reihe hoch moderner Geschosse ist eindeutig nachgewiesen, daß sie in der Wirkung bleihaltige Geschosse sogar übertreffen.
- Bei geringerer Waffenbelastung und weniger Rückstoß erreichen einzelne Bauformen trotz eines geringeren Geschogewichtes eindeutig bessere ballistische Daten, höhere Geschwindigkeiten und Reichweiten und in Verbindung mit der individuellen Ziel-ballistischen Wirkung auch eine zuverlässige Tötungswirkung bei weniger Wildbretverlust.
- Die Restgewichte der Geschosse hängen dabei stark von der Bauform und vom verwendeten Material ab.
Emotionale, wirtschaftlich begründete, oder aus Geltungsdrang verbreitete Aussagen sollte man bei dieser Diskussion vermeiden. Es gibt derzeit eine Reihe von Hinweisen, Vermutungen und Behauptungen, daß die laufende Diskussion nicht frei davon ist. Es ist daher an diesen Sachverständigen zu beweisen, daß ihre Mahnungen auf soliden Erkenntnissen und insbesondere reproduzierbaren Fakten beruhen, was derzeit bezweifelt werden muß.
Allein auf Grund von „Mahnungen“ sollten wir keine voreiligen Schlüsse ziehen. Hier gilt immer noch der Grundsatz „Mahner sind schlechte Berater!“ Warum mahnen wir nicht gleich, daß es bei jeder Anwendung weitreichender Geschosse in der Vergangenheit immer wieder einmal zu Unfällen gekommen ist und schließen daraus, das von nun an jeder unzuverlässig ist, der solche Geschosse verwendet. Allein aus der Eigenschaft des Geschosses kann man keine Leichtfertigkeit ableiten, allenfalls aus der jeweiligen, ggf. nachlässigen, Verwendung.
Nach allem was wir derzeit wissen hat es, teilweise vor längerer Zeit, Unfälle durch Abpraller gegeben. Angeblich sogar durch Geschosse, die heute nicht mehr auf dem Markt sind. Ob diese Unfälle durch heute verwendete bleifreie Geschosse verursacht wurden, ob sie auf Eigenschaften heutiger bleifreier Geschosse zurückzuführen sind, oder ob sie auch mit anderen bleihaltigen Geschossen ähnlicher Bauart hervorgerufen worden wären, ist bis heute weder ausreichend erörtert noch belegt.
Inzwischen gibt es bleifreie Geschosse in vielfältiger Ausführung und aus unterschiedlichen Materialien und Legierungen. Einige entsprechen in Aufbau und Wirkung tatsächlich einem Vollmantelgeschoß, andere einem Deformationsgeschoß und wieder andere einem Teilzerlegungsgeschoß. All diese Unterschiede werden in den ausgesprochenen Mahnung in keiner Weise berücksichtigt. Allein das belegt für mich bereits die Qualität der bisherigen Aussagen.
Aber auch unter den bleihaltigen Geschossen tummeln sich eine Reihe von Bauformen, die sich in Aufbau und Wirkung kaum von den modernen Bleifreien unterscheiden. Bei der Bewertung der Wirkungen und Risiken geht es allein um die Eigenschaften der Härte, Deformationsfähigkeit, Penetration und des Restgewichtes und nicht um die Frage „Bleifrei“ oder „Bleihaltig“.
Einige Beispiele dazu:
- Das GROM von PRVI-Partizan ist ein bleihaltiges Geschoß. Es unterscheidet sich von einigen bleifreien aber nur dadurch, daß die Hohlspitze mit Blei gefüllt wurde. Das Zielverhalten, die Restmasse und auch das Abprallverhalten muß daher dem entsprechender bleifreier Bauformen entsprechen.
- Das Nosler Partition, oder auch Swift A-Frame kapselt den hinteren Bleikern so konsequent, daß auch hier ein hohes Restgewicht erzeugt wird und eine Verformung nur im vorderen Teil erfolgt.
- Gleiches gilt insbesondere für das Blaser CDP Geschoß, das mit hohem Restgewicht und besonders hoher Penetrationseigenschaft aufwartet.
- Selbst das alte H-Mantelgeschoß ist so konstruiert, daß ein großer Restbolzen für hohes Restgewicht und Penetration sorgt.
Jeder Jäger muß sich über die ballistischen und zielballistischen Wirkungen seines Geschosses im Klaren sein. Er muß seine Sorgfalt und sein Verhalten darauf ausrichten. Der bleifreie Munition verwendet, muß sich der hohen Penetrationsfähigkeit und weitreichenden Wirkung bewußt sein und besonders auf einen sicheren Kugelfang hinter dem Ziel achten. Das gilt aber auch für die Jäger, die z.B. die o. g. bleihaltigen öder ähnliche bleihaltige Geschosse verwendet. Ein Verbot der bleihaltigen Munition ist daher keine Lösung und mag lediglich dazu führen, daß sich mancher Jäger mit anderen Geschossen zu sicher fühlt.
Wer auf Drückjagden derartige Geschosse, ob bleifrei oder bleihaltig, verwendet, der handelt aus meiner Sicht tatsächlich fahrlässig. Wir alle wissen um die Gefährlichkeit von Drückjagden. Hier sollten nur Geschosse zum Einsatz kommen, die auf die kurze Drückjagddistanz ausreichend wirken, sich allerdings im Ziel und an Hindernissen stark verformen oder zerlegen und eine geringere Gefährdung des Hinterlandes zur Folge haben.
Aber auch dann ist Vorsicht geboten, sonst werden bald Mahner auftreten die feststellen, daß vorrangig bei Drückjagden schwere, oft tödliche, Unfälle auftreten. Handelt damit jeder fahrlässig und unzuverlässig, der solche Jagden besucht oder gar organisiert? Müssen wir sie zur Vermeidung der Gefahr ebenso verbieten wie bleifreie Geschosse, oder solche mit hohem Restgewicht? Sicher nicht, denn die Übung und Sorgfalt des Schützen bestimmt bei jeder Schußabgabe den Grad der Gefährdung, nicht das Geschoß.
Iich versuchte bewußt nicht zu
sehr auf Details einzugehen, Angriffe und Polemik zu vermeiden auch wenn es
schwer fällt etc.. Mein Ziel war den Unfug des
Abprallergerüchtes allein dadurch deutlich zu machen, daß der Leser sich
einmal klar macht, was eigentlich Abpraller verursacht und wie ähnlich sich
Geschosse sein können, selbst wenn sie Blei enthalten. Ich bin ziemlich sicher,
du hättest Einiges anders geschrieben, aber gerade in den unterschiedlichen
Argumenten und Hinweisen liegt der Nutzen. Also sei nicht zu streng mit mir
☻!
Volker T. ,
Freitag, 26. September 2008 20:32
Hallo Herr Möller,
eine kurze Information über den weiterhin bleifreien Jagdbetrieb im
hatzfeldt´schen Fortsrevier Massow.
Mit der im Februar diesen Jahres gelieferten Munition sind 5 Waffen (Bergstutzen
5,6x50 R Magnum +
7x65R / Repetierbüchse
.308" / Repetierbüchse
.30-06 /
Repetierbüchse .300" Weatherby Magnum / Repetierbüchse
8x68 ) eingeschossen bzw.
stehen in Erprobung.
Die Resonanz ist durchweg gut. Gute Tötungswirkung (wenige Nachsuchen) bei
minimaler Wildbretzerstörung (Lob unseres sonst stets nörgelnden Metzgers) sind
mit wenigen Ausnahmen zu verzeichnen.
Aus diesem Grund werden jetzt weitere Jäger auf Ihr Produkt umschwenken. Auch im
hatzfeldt´schen Stammbetrieb in Rheinland Pfalz zeigen einige Kollegen erstes
Interesse am KJG.
Nun noch einige Literaturtips zum Thema Wald und Wild
Tatort Wald ISBN 10 3938060115
Die Zeit des Waldes ISBN 3-86150-630-0
Rehwild heute ISBN 3-405-15018-3
Waldökosystem und Schalenwild ISBN 3-89014-137-4
Jagdwende ISBN 3-406-45993-5
Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen, Mark Illerich,
Hatzfeld´sche Forstverwaltung, Montag, 20.
Oktober 2008 14:09
Sachsen: Jäger sollen bleifrei schießen | Freitag, den 7. November 2008
Hallo Herr Möller,
anliegender Aufsatz erschien kürzlich im Naturmagazin: sachkundig und gut verständlich.
Grüße aus der Eifel! Gerd Ahnert , Dienstag, 11. November 2008 14:29
Fachbereichsleiter Waldentwicklung u. Wildtiermanagement
Landesbetrieb Wald und Holz NRW
Nationalparkforstamt Eifel
Urftseestr. 34
53937 Schleiden-Gemünd
Das bekam ich heute vom
ÖjV.
Waidmannsheil
Hunter, Dienstag, 25. November 2008 16:03
Bleifrei oder nicht bleifrei, das ist hier die Frage!
Hallo Zusammen,
anbei mal noch eine Fortsetzung zum Ökojagdartikel aus 03/08 und dem
Stand der Bleifreidiskussionen.
Viele Grüße und Waidmanns Heil bei den anstehenden Drückjagden
Ökologischer Jagdverein Baden-Württemberg e.V.
Geschäftsstelle
Dr. Klaus Maylein
Teuringer 2
88289 Waldburg
Tel.: 07529-9747548
Fax: 07529-9747547
Hallo Herr Möller,
zwei Berichte zu Ihrer Kenntnis. Wie wäre in Oberschwaben mal gemeinsam mit
Jägern und Förster einen KJG Großversuch
durchführen? Wir zeichnen auf, Anzahl der Schüsse, Tier, Gewicht, Trefferlage,
Entfernung, Fluchtstrecke, Wildpretverlust, Schußkanal, Kaliber usw.?
Gruß, Bernhard Russ, Dienstag, 25. November 2008 17:10
Dipl.-Wirt.-Ing
Anlage: Schuß in's Brötchen 1
| Schuß in's Brötchen 2 |
Bleifrei in der Ökojagd
In
der neuen Broschüre
„Bleivergiftungen bei Seeadlern: Ursachen und Lösungsansätze – Anforderungen an
bleifreie Büchsengeschosse“ sind die aktuellen Erkenntnisse aus dem Projekt
zusammengefaßt.
Inhaltsverzeichnis
Über die Bibliothek des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung können
Sie die neue Broschüre
zu 20 € Kostenbeitrag.
Bestellungen der Broschüre mit der gewünschten Lieferanschrift bitte per E-Mail
an: biblio@izw-berlin.de oder per Fax:
+49 30 512 6104
auf Ihrer Seite sah ich eine Frage zu
Blei vs. Mensch. Kurz
zusammengefaßt kann ich das wie folgt kommentieren:
Eine länger dauernde perorale Exposition mit geringen Bleimengen ist viel
gefährlicher als eine einzige oder wenige große Einzeldosen. Schrotkörner oder
ähnliches bleihaltiges Material, das den Verdauungstrakt schnell wieder verläßt,
ist eher harmlos, es sei denn, man nimmt es andauernd zu sich.
Sehr gefährlich ist jedoch folgendes Szenario: Bleidepot im Magen. Z.B. ein bleihaltiger Gegenstand, der aufgrund seiner Größe den Magenpförtner nicht passieren kann. Dieser Gegenstand wird über Monate und Jahre geringe Bleimengen freisetzen, die resorbiert werden und das hat zwangsläufige fatale Folgen (d.h. Tod oder schwere Krankheit). Vielleicht begünstigt das Verdauungssystem von bestimmten Raubtieren / Vögeln diesen Effekt? Beim Menschen werden Schrotkörner wohl so gut wie immer schnell ausgeschieden.
Bei größeren Gegenständen sieht das anders aus. Ich kenne aus der Literatur einen Fall, in dem ein Kind an einem verschluckten „Glücksbringer“ (!) aus Blei, der über Monate eine Bleivergiftung erzeugte, gestorben ist. Bei Interesse kann ich Ihnen das Röntgenbild zuschicken, in dem man den „Glücksbringer“ im Magen des todgeweihten Kindes sieht.

Tödlicher bleierner Glücksbringer in Kind, Quelle
Viele Grüße, Christian Klein, Samstag, 6. Dezember 2008 09:11
Moin Herr Klein,
Danke für Ihr Auskunft Bleiwirkung auf Menschen.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Hallo Herr Möller,
der
Artikel sollte frei verfügbar sein, bei Schwierigkeitenn bitte Rückmeldung.
Gefährlich sind auch Tees und andere Naturprodukte aus dubiosen asiatischen
Quellen. Zitat aus dem Artikel ("Discussion"):
"The patient's cerebral edema progressed, and he died 24 hours later. Laboratory
studies revealed elevated lead levels thought to be a result of ingestion of
several "tonics" that were sent to the family from India."
Der kontrollierte Handel von Arzneimitteln durch Spezial-Großhandel und
Apotheken, wie wir sie (noch) hier in Deutschland haben, hat schon seinen Sinn.
Gefährlich können auch Senkbleie oder anderes Angelzubehör sein. Blei aus
Geschossen, die im Gewebe stecken, ist nicht unbedingt (toxikologisch)
gefährlich, wie sich an
diesem
Beispiel zeigt: Ein Depot von metallischem Blei im Magen löst sich unter den
dortigen, sauren Bedingungen (Magensäure) jedoch mit der Zeit auf und die
entstandenen Blei-Ionen können im Dünndarm resorbiert werden.
Viele Grüße, Christian Klein, Samstag, 6. Dezember 2008 12:02
Moin Herr Möller,
ich erlebe in letzter Zeit folgende Ausreden, „Bevor
ich nicht sicher bin, daß Kupfer weniger toxisch wirkt als Blei, stell ich meine
Munition nicht um.“
LM: Das nicht zu wissen, heißt sich damit nicht beschäftigt zu haben. Kupfer ist für Wirbeltiere ein „essentielles“ Metall, d.h. eines das in geringen Mengen im Leib vorkommt und dort gebraucht wird. Blei ist das nicht. Daher ist Blei immer giftig, Kupfe erst bei Überdosierung.
Man nimmt zur Kenntnis, daß Blei im Wildkörper in einem weiten Bereich um den Schußkanal nachweisbar ist. Diese Untersuchung wurde über die bekannte Seeadlerforschung mit einigermaßenem technischem Aufwand durchgeführt .
Man weiß wohl auch, daß Blei anstelle von Calcium in die Knochen eingelagert
wird. Kupfer (Cu) hat man in den verendete Vögeln nun ein physiologisch üblicher
Menge nachweisen können.
Meine Frage: Ist Ihnen als Kupferspezialist bekannt, ob es zu diesem Metall
toxikoligische Untersuchungen gibt und weiß man auch, wie dieser Metall im
Körper wirkt, wenn es denn toxisch sein soll. Gäbe es über diesen Weg weitere
Argumente, in Zukunft auf bleihaltige Munition zu verzichten?
LM: Ja, kaufen und lesen Sie die Broschüre
Bleivergiftungen bei Seeadlern: Ursachen und Lösungsansätze
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekt beinhaltet die Erforschung der Ursachen von Bleivergiftungen bei Greifvögeln, die Entwicklung von Lösungsansätzen und die Kommunikation der Ergebnisse. Das Projekt ist in einen naturwissenschaftlichen Teil, der vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung und in einen dialogorientierten Forschungs- und Kommunikationsteil gegliedert, der von der Forschungsstelle für Umweltpolitik bearbeitet wird. Lösungsansätze werden im Dialog mit den beteiligten Interessengruppen entwickelt.
Grüße, Michael Jansen , Dienstag, 9. Dezember 2008 13:37
Servus Lutz,
Ich hoffe Du hast den Schiurlaub heil überstanden

LM: Ein blöde Kuh ist mir in Ischgl von links über die Ski gefahren, daß sich in Fahrt die Bindungen lösten, ich aus den Skiern fiel, auf den Rücken knallte, die Wirbelsäule verbog, und ein Dornfortsatz abriß → Hubschrauber, Krankenhaus, Computertomographie (Bild oben) usw. Ich bin also gekrellt und durch die am 7. Halswirbel überdehnten Nerven in den Händen teilweise schmerzhaft behindert. Bis sich das wieder gegeben haben wird, werde ich nur wenig und vor allem knapp schreiben.
. . . und die Schihütten haben noch etwas Hochprozentiges für die anderen Urlauber übrig.
LM: Daran lag`s nicht!
In der Zwischenzeit hat sich bei uns auch ein Fall von vergiftetem Steinadler ereignet, siehe hier.
Steinadler stirbt an Bleivergiftung!
Am 9. Jänner dieses Jahres wurde D. Steitmeier (Arge NATURSCHUTZ) von Hegeringleiter O. Prepotnik über einen Steinadler nahe Eisenkappel informiert, der flugunfähig aufgefunden worden war. Der Vogel zeigte Verwirrung, Erbrechen und starke Krämpfe – ein Hinweis auf eine Vergiftung. Am 2. Februar bekamen wir die Information, daß der Steinadler stark überhöhte Bleiwerte aufwies! Dabei muß mit größter Wahrscheinlichkeit von einer Aufnahme von bleihältiger Munition ausgegangen werden (denn es gibt sonst keine uns bekannte Möglichkeit in der freien Natur solche Mengen aufzunehmen)! Der Adler verstarb am 1. Februar – aller Wahrscheinlichkeit nach an einer Bleivergiftung. 4. Februar 2009
Lesen Sie mehr: Presseaussendung herunterladen (doc, 40 KB)
Flugunfähiger Steinadler am Fundort nahe Eisenkappel.
Die Diskussion über bleifrei wird jetzt auch bei uns geführt. Noch ein paar
Fälle die nachweislich auf Bleivergiftung zurückzuführen sind und das Blei hat
endlich ausgedient.
LG. Werner A., Donnerstag, 5. Februar 2009 10:24
Nette Nachrichten 1 und 2 | Mittwoch, den 11. Februar 2009
Hallo Lutz,
hier
hat der
LJV Brandenburg einen Tagungsbericht ins Netz gestellt. Der ist nicht mehr
ganz neu, aber er paßt zu den gerade erschienenen Artikeln in den
Jagdzeitschriften
LM: Nette Nachrichten 1 und 2 | Mittwoch, den 11. Februar 2009
und überbrückt die Zeit bis Du sie wieder einstellen kannst ;-)
Noch einen schönen Sonntag, Servus Uwe, Samstag, 21. Februar 2009 23:59
Blei ist giftig. Ich weiß das, denn ich habe in meiner Jugend mehr als 5 Jahre
fast täglich mit Blei gearbeitet. Schriftsetzer. Ein ausgestorbener Beruf, die
Zeitungen – besser die Zeitungsleser – leiden darunter, daß es keine Setzer und
Korrektoren mehr gibt. Grauenhafte Fehler, eine jämmerliche Grammatik, kein
Gefühl für die Sprache ist das Resultat dieser Entwicklung. Unsere Zeitungen und
Zeitschriften sind ein Menetekel der Unbildung geworden.
Die Setzer waren ein Kulturberuf, von ihrer Qualität war die Bildung von
Generationen bestimmt. Aber man mußte mit Blei arbeiten, ununterbrochen mit
Bleilettern hantieren oder noch schlimmer, bei der Linotype den Dampf des
geschmolzenen Bleis einatmen.
Ich habe das überlebt, alle anderen auch, allerdings ist mein Großvater – auch
er hatte denselben Beruf – an einer chronischen Bleivergiftung zugrundegegangen,
nachdem ihn die Nazis aus der Kronenzeitungsdruckerei in der Pramergasse
hinausgeschmissen hatten. Vielleicht war ihm auch das Herz gebrochen worden, ich
war zu jung damals, kann es nicht mehr beurteilen.
Blei ist giftig. Auch wir Schützen und Jäger wissen das. Man sollte sich nach
dem Hantieren mit Bleigeschoßen gut die Hände waschen und bei geschlossenen
Schießständen auf wirksame Entlüftung achten.
In der Natur aber ist Blei nicht gefährlich. Auch haben die Menschen
jahrhundertelang Bleirohre als Wasserleitungen verwendet, nichts ist passiert.
Bleischrote, die in der Landschaft herumliegen, sind harmlos.
Vor einigen Jahren aber hat eine Blei-Hysterie angefangen. Dahinter stecken
nicht allein „Umweltschützer“ sondern auch Jagdgegner. Gestützt auf zweifelhafte
Gutachten und Studien, wonach Wasservögel an Bleivergiftung gestorben sein
sollen, begann ein Feldzug gegen die Verwendung von Blei als Geschoßmaterial,
besonders bei Schrotpatronen.
Vordergründig gegen das Blei gerichtet, zeigte die Kampagne bei den Jägern
Wirkung und auf die Jäger war das Ganze letztlich gezielt. Ohne darüber
nachzudenken oder vielleicht gar die wissenschaftlichen Grundlagen der
Bleiverteufelung zu erforschen, wurde auf allen Linien nachgegeben.
Bleischrotfreie Jagdreviere, einige Länder führten ein Verbot ein. Stahlschrot
(in Wirklichkeit: Weicheisenschrot) wurde propagiert, Gewehre umkonstruiert –
lauter nutzlose, teure Maßnahmen, die noch dazu tierschützerisch nicht
unbedenklich sind.
Jetzt beginnt der Wahnsinn langsam auch auf Österreich überzugreifen. Und wieder
dasselbe Bild: Willfährige Funktionäre bar jeder Sachkenntnis reden den
selbsternannten Umwelt- und Tierschützern nach dem Mund, geben nach und üben
sich in vorauseilendem Gehorsam.
Leitragender ist die Jagd, sind die Jäger und die Sportschützen. Macht aber
anscheinend nichts. Hauptsache, es gibt Streicheleinheiten von den beamteten
Jagdgegnern und Umweltaktivisten.
Ich kann darauf verzichten und alle anderen Jäger und Schützen auch.
Dr. Georg Zakrajsek, Museumstraße 5, 1070 Wien,
www.querschuesse.at, 6. März 2009
14:28:21 GMT+01:00
Moin Herr Zakrajsek,
siehe Bleifreie Jagdmunition und Wettbewerb.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Mr. Moeller,
Here is an article you might be interested in:
http://home.nps.gov/applications/release/Detail.cfm?ID=855
Thanks for your website, I visit it often.
Matt, Dienstag, 17. März 2009 11:44
NPS arrowhead National Park Service, Department of the Interior Office of Communications 1849 C Street NW Washington DC 20240 202-208-6843 phone, 202-219-0910 fax
National Park Service News Release
For Immediate Release:
March 10, 2009
Contact(s): David Barna, 202-208-6843,
Bert Frost, 202-208-3884
National Park Service Gets the Lead Out!
WASHINGTON – National Park Service visitors and wildlife have something to cheer
about today with the agency’s stepped-up efforts to reduce lead in national park
environments.
“Our goal is to eliminate the use of lead ammunition and lead fishing tackle in
parks by the end of 2010,” said Acting National Park Service Director Dan Wenk.
“We want to take a leadership role in removing lead from the environment.”
The new lead reduction efforts also include changes in NPS activities, such as
culling operations or the dispatching of wounded or sick animals. Rangers and
resource managers will use non-lead ammunition to prevent environmental
contamination as well as lead poisoning of scavenger species who may eventually
feed upon the carcass. Non-toxic substitutes for lead made in the United States
are now widely available including tungsten, copper, and steel.
The NPS will also develop educational materials to increase awareness about the
consequences of lead exposure and the benefits of using lead-free ammunition and
fishing tackle.
Lead is an environmental contaminant affecting many areas of the world,
including our national parks. Lead is banned in gasoline, children’s toys, and
paint because of its effects on human health. In the United States, there is an
accelerating trend to expand efforts to reduce lead contamination associated
with firearms and hunting. California and Arizona have recently implemented
mandatory and voluntary bans, respectively, on lead ammunition to facilitate
California condor recovery. And Yellowstone National Park has had restrictions
on lead fishing tackle for years to protect native species and their habitats.
Resource managers recognize that hunting and fishing play an important
historical role in the complicated and intensive management of wildlife
populations. Because of this history, these activities continue in some parks
and, in some cases, even enhance the park’s primary purpose to preserve natural
environments and native species. The new restrictions on lead will ensure
environmentally safe practices are implemented to protect park visitors and
lands.
Wenk adds, “The reduction and eventual removal of lead on park service lands
will benefit humans, wildlife, and ecosystems inside and outside park boundaries
and continue our legacy of resource stewardship.”
Back to Press Releases
Hallo Herr Möller,
wir versuchen noch Teilnehmer für die Seeadlertagung am 16. April 2009 zu gewinnen.
Bisher ist die Zahl der Anmeldungen gerade aus der Jägerschaft nicht unbedingt
riesig. Könnten Sie nicht vielleicht an exponierter Stelle auf
Ihrer Seite
noch einmal auf die Veranstaltung hinweisen? Im Anhang finden Sie eine
Kurzankündigung und ein
Röntgenbild, die sich zu diesem Zweck gut verwenden
lassen.
Vielen Dank und beste Grüße, Anna Trinogga, Dienstag, 17. März 2009 14:50
Sehr geehrter Herr Möller,
mit der Bitte um Kenntnisnahme ein Artikel aus der heutigen FAZ.

Mit Waidmannsheil, H. Brendecke, Donnerstag, 16. April 2009 08:41

Immer noch eine gefährdete Tierart: der Seeadler
16. April 2009 Seit Ende der neunziger Jahre ist bekannt, daß viele Seeadler an Bleivergiftung sterben. Das hat mit den Jägern zu tun. Schießen sie Wild und lassen den Aufbruch liegen, dann kreisen schon bald Seeadler und andere Greifvögel über der Mahlzeit. Als Aasfresser nehmen sie Blei aus der Jagdmunition auf. Die starke Magensäure der Seeadler lässt das Blei rasch ins Blut gelangen und schädigt die Augen. Der Adler kann nicht mehr so gut jagen und verendet.
In Deutschland gibt es 600 Seeadler-Brutpaare. Bei jedem vierten tot aufgefundenen Tier wurde eine Bleivergiftung festgestellt. In Mecklenburg-Vorpommern, wo es 250 Brutpaare gibt, wurden in den vergangenen zehn Jahren 236 tote Adler gefunden. Jeder dritte war an einer Bleivergiftung verendet. Im Müritz-Nationalpark hatten von 16 toten Tieren zehn eine Bleivergiftung. Der Nationalpark mit seinen 13 Brutpaaren ist von Bedeutung, weil sich von hier aus der immer noch gefährdete Seeadler nach Westen ausbreitet und nun auch in Schleswig-Holstein und Niedersachsen wieder zu finden ist.
Bleifreie Munition: besser, doch teurer
Bleihaltige Munition: jeder vierte Seeadler stirbt durch eine Überdosis Blei im Blut
Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin untersuchte seit 2006 in einem vom Bund geförderten Projekt die Ursachen von Bleivergiftungen bei Greifvögeln. Am einfachsten wäre es, die Jäger vergrüben die Innereien des erlegten Tieres. Aber welcher Jäger hat schon einen Spaten dabei? Außerdem könnte zur Hauptjagdzeit im Winter der Boden gefroren sein, oder Wildschweine könnten die Erde wieder aufwühlen. Vernünftiger scheint es, mit bleifreier Munition zu schießen. Sie wurde vor 20 Jahren zuerst in Amerika hergestellt, um die Ballistik der Geschosse zu verbessern.
Diese Munition hat sich in Japan, Afrika und Australien durchgesetzt. In Deutschland gibt es noch immer Streit darum. Im Müritz-Nationalpark haben zwölf „Verwaltungsjäger“ – sie betreuen den Wildtierbestand im Nationalpark – bleifreie Munition getestet. Das Ergebnis: Die Geschosse seien zum Teil sogar besser als die bleihaltigen. Der Nachteil liegt im Preis. Ein Schuss ist ein bis zwei Euro teurer. Der Markt für bleifreie Munition wächst auch in Deutschland. Schon haben sich die Waffen- und Munitionshersteller darauf eingestellt.
Da wirkt es merkwürdig, daß in den wildreichen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg bleifreie Munition in den landeseigenen Jagdbezirken seit Sommer 2008 verboten ist. Das hat mit einem tödlichen Jagdunfall in den Neunzigern zu tun, der angeblich auf bleifreie Munition zurückgeht. Die Deutsche Versuchs- und Prüfanstalt für Jagd- und Sportwaffen e.V. in Altenbeken testet derzeit das Abprallverhalten bleifreier Geschosse – so lange gilt das Verbot. Das Institut für Zoo- und Wildtierforschung präsentiert an diesem Donnerstag in Berlin seine Forschungen über Bleivergiftungen am Beispiel des Seeadlers. Außerdem soll eine Befragung der Jägerschaft über Erfahrungen mit bleifreier Munition vorgestellt werden.
Text: Frank Pergande F.A.Z. Bildmaterial: dpa
B. Russ, sandte Donnerstag, 16. April 2009 10:35
2009, 40 Min. FÖN e. V. mit Fördermitteln des Ministeriums für Ländliche
Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg und der
Heidehof-Stiftung
Regie: Uta Greschner Kamera: Marian Hiller, Peter Näther, Hubert Freymann,
Sebastian Koerner, Uwe Leinen, Andreas Matthews, Karl-Heinz Sass, Wolfram
Taubert, Reinhard Voss
Seit jeher wird der Seeadler hoch verehrt wegen seiner Kraft und Kühnheit.
Doch war er in der Vergangenheit immer wieder Bedrohungen ausgesetzt, wie etwa
durch Verfolgung als Nahrungskonkurrent oder durch Umweltgifte. Dank zahlreicher
Schutzmaßnahmen leben heute wieder ~ 600 Brutpaare in Deutschland. Eine
stabile Population, sollte man meinen, wäre da nicht eine Bedrohung, die
Wissenschaftler Ende des 20. Jahrhunderts entdeckten – die bleihaltige Munition
für die Jagd. Über die dramatischen Folgen für den Seeadler und andere Greife
weltweit berichtet dieser Film. Er beleuchtet die Ursachen der Bleivergiftung
und die Konsequenzen für die Jagd, er verfolgt den widerspruchvollen Prozeß
zwischen Erkenntnis und Handeln und zeigt, wie man auch international Lösungen
für das Problem gefunden hat. Die DVD beziehen Sie für 10 € Spende
vom
Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz e.V. foerderverein-foen@t-online.de Spendenkonto, Kontonummer: 3502032938 BLZ: 160 500 00 Bank: Mittelbrandenburgische Sparkasse Verwendungszweck: Spende Weitere Filme
Hallo Lutz,
bevor ich es vergesse wünsche ich Dir und deiner Familie Frohe Ostern!
LM: Danke, Volker. Wir waren in Rom - imperial!
Langsam muß ich mich wieder in mein Kämmerchen verziehen und einige 9,3x62
Patronen für das kommende Jagdjahr stopfen. 2009/10 hat mir 17 Stück
Schalenwild gebracht, alle mit
Lutz Möller Geschoß in den Kalibern 7x65R; 6,5x57; und überwiegend 9,3x62
erlegt. Interessante Erlebnisse habe ich ja berichtet.
Seitdem ich dein Geschoß verwende kann ich über die angeregten Forschungen
zum Thema "bleifrei auf der Jagd" nur schmunzeln. Das Forschungsgeld könnte
man sicher besser verwenden, denn was ist da noch zu forschen und zu
beweisen. Nichts beweist Qualität und Wirkung besser als viele zufriedene
Kunden.
Also. Dank dafür,
LM: Danke für die Blumen!
. . . weiter so und viel Erfolg bei deinen, euren
Geschäftsideen!
Volker, Sonntag, 4. April 2010 18:56

Lies Minnesota Fish & Wildlife Division DNR
Hallo Herr Möller,
Wumm.
Dieser
Beitrag sitzt. Wenn die Jungs von Minnesota so etwas publizieren, muß man
sich auch hierzulande beschleunigt Gedanken über die Untaten der
Bleisippe machen. Die staatlichen
Forstverwaltungen, jeder, der Wildbret auf den Markt bringt oder selber ißt
und letztendlich (und vor allem) auch der Gesetzgeber müssen sich mit der
Thematik auseinandersetzen. Für Ihr Marketing bezüglich der
KJGe ein Meilenstein!
Mit freundlichen Grüßen, Hans Stotz, Dienstag, 4. Mai 2010 11:56
Hallo Lutz,
Hier sende ich Dir ein paar gute Links zum Thema “bleifrei”. In vielen Produkten ist Blei schon verboten nur „wegen guten ballistischen Eigenschaften“ in Geschossen nicht.
LM: Obwohl es von da in unser Essen gelangt! Die
ballistischen Bleieigenschaften sind schlecht. Deshalb nehme ich den Plunder
seit 7 Jahren ja nicht mehr.
EU-Richtlinie:
http://de.wikipedia.org/wiki/Richtlinie_2002/95/EG_%28RoHS%29
http://www.bag.admin.ch/themen/chemikalien/00228/01364/index.html?lang=de
http://www.europeanleadfree.net/
http://www.rohs-news.com/whatsrohs.php
http://www.admin.ch/ch/d/sr/814_81/
Bleiaufnahme http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?clinitox/toxdb/KLT_001.htm?clinitox/klt/toxiklt.htm
Martin Wyler, Schweiz, Freitag, der 18. Juni 2010
Hallo Lutz,
der Artikel Die „Bleilüge“,
erschienen in „St. Hubertus“,
verfaßt von Herrn Weidinger ist wieder einmal ein Paradebeispiel für
Blödmannsgehilfenjournalismus. Man zweifelt ohne nachprüfbare Gründe
internationale Forschungsergebnisse bzgl. Bleikontamination, respektive
Vergiftung an, qualifiziert eine Dissertation ab, ganz schön starker Tobak.
Was hat denn Herr Weidinger bisher so veröffentlicht an Forschungsarbeiten?
Ist der Mann überhaupt ein Wissenschaftler, oder nur ein sogenannter
„Experte“ von eigenen Gnaden? Immerhin weiß er daß sich Blei selbst in
50%iger Salzsäure nicht lösen läßt; bei dem im Labor muß es aber ordentlich
kalt sein, zumindest seiner gesättigten Salzsäure, oder er arbeitet mit
Überdruck.
Spaß beiseite, Blei zu
verharmlosen halte ich für gefährlich, zumal es sogar besser funktionierende
Alternativen in Form des KJG gibt!
Grüße, Dirk Stein, Dienstag, 22. Juni 2010 21:35
Moin Herr Möller,
ein Physiotherapeut im lokalen Krankenhaus berichtete mir von einem Jäger
mit einer Schußverletzung - eine Schrotgarbe hatte ihm die Wade zerfetzt.
Man konnte wohl einen Großteil wieder herstellen, allerdings , so der
Physiotherapeut, habe man nicht alle Schrotkugeln entfernen können. Dies
hätte nach anfänglich gutem Heilungsverlauf zu einer Bleivergiftung geführt,
aufgrund derer die Nerven in Mitleidenschaft gezogen worden waren und
abstarben.
Es entzieht sich meiner Kenntnis, warum ich Bleimunition verwenden soll,
wenn
- direkte neurophysiologische Schäden direkt auf Blei im Körper
zurückzuführen sind
- evidenzbasiert nachgewiesen ist, das metallisches Blei im Körper zu
Nervenschäden (und auch Nierenschäden) führt
- des weiteren diverse Jagdhunde schon an Bleivergiftung
eingegangen sind
- es hinreichend Alternativen gibt.
Mit freundlichen Grüßen, Saskia W., Mittwoch, 23. Juni 2010 09:11
LM: Siehe auch
Geschosse!
Betreff: Bleifreidiskussion
Guten Morgen Lutz,
ich habe mir lange überlegt, ob ich mich dazu äußern sollte, aber bei so
viel Ignoranz habe ich mich einfach zu viel geärgert um dazu zu schweigen.
Diese Leute (Artikel Die „Bleilüge“, erschienen in „St. Hubertus“, verfaßt von Herrn Weidinger, Verfasser bzw. Kommentator) haben
entweder nur die Interessen der Munitionsfabriken im Sinn, oder
die wissenschaftlichen Publikationen nicht gelesen oder
diese nicht verstanden.
Ich glaube, als nicht Wissenschaftler, aber als aufmerksamer Leser folgende Kernaussage aus diesen Publikationen herausgelesen zu haben: Grobe (größere) Bleiteile haben eine kleinere Oberfläche als kleine Teile ( Verhältnis Oberfläche zur Masse). Und um diesen „Bleistaub“ geht es im Grunde genommen. Der menschliche und tierische Organismus ist durchaus in der Lage diesen Bleistaub in kürzester Zeit auf zunehmen. Ob dies gesundheitsgefährdend ist oder nicht sollen qualifizierte Fachleute feststellen. Ich für meinen Teil werde so ein kontaminiertes Wildbret nicht konsumieren.
Eins sollten sich alle Jäger vor Augen halten: Eines der
Hauptargumente gegenüber den Jagdgegnern und der nichtjagenden Bevölkerung
über die Legitimation der Jagd ist doch die „Produktion“ von streßfreiem
gesunden fettarmen Lebensmittel. Dafür bringen wir dieses bleiverseucht
in den Umlauf. Darin liegt ein großer Widerspruch, und dieser wird durch
solche Artikel nicht gerade kleiner. Solche „Fachleute“ erweisen der Jagd
keinen guten Dienst, und es ist mir unverständlich, daß Jagdzeitungen solch
einen Artikel überhaupt abdruckt. Welche Interessen vertreten die überhaupt?
Sicher werden diese von der „Bleigesellschaft“ über die Werbung gesponsert!
Weidmanns Heil, Werner, Mittwoch, 23. Juni 2010 09:16
Werner,
ich freu mich von Dir zu hören. Auch Kriminalisten fragen „Cui bono?“ Da mag sich jeder seinen Teil denken.
Gruß Lutz
Ich habe mit Ihre Preise im Ladenangesehen. Diese sind weit zu teuer um überhaupt die bleifreie Munition einzusetzen. Weiterhin haben KJG Geschosse keine befriedigende ballistische Eigenschaften. Wir hatten mit diesen Geschossen eine hohen Rate an Nachsuchen. Das Wildbret war mit Blutergüssen überseht, so daß ein großer Teil verworfen werden mußte.
LM: Seit wann denn das? Lies
Bluterguß!
MfG, Jürgen Rosinsky, Mittwoch, 23. Juni 2010 07:24
T.,
hat der überhaupt bei uns gekauft?
fragt Lutz, Mittwoch, 23. Juni 2010 13:41
Hallo Herr Möller,
ein Herr Rosinsky hat bei uns nicht bestellt.
Anke, Mittwoch, 23. Juni 2010 14:05
Titel: Abprallverhalten von Jagdmunition Kurzfassung (dt.):
Es sollen wissenschaftliche Untersuchungen über das Abprallverhalten von bleifreier und bleihaltiger Jagdmunition durchgeführt werden. Die Ergebnisse sollen zur Abschätzung einer eventuellen Gefährdung von Personen durch das Abprallverhalten von Jagdmunition dienen. Der Arbeitsplanung liegt zugrunde, daß die wesentlichen Voraussetzungen zur effektiven Durchführung des Projektes beim Antragsteller durch das Vorhandensein entsprechenden Fachpersonals und der spezifisch erforderlichen technischen Einrichtung gegeben sind. Der Lösungsweg ist durch die Aufgabenstellung klar vorgegeben. Aus einer Präzisionsschießmaschine wird mit den jeweiligen Geschossen auf ein Prallmedium geschossen, das in seiner Lage verändert werden kann, um auf diese Weise unterschiedliche Geschossauftreffwinkel zu ermöglichen. Das vom Prallmedium abgelenkte Geschoss wird in einem Wattebehälter aufgefangen. Mittels Lichtschranken werden die Geschossgeschwindigkeiten vor und nach dem Abprallen erfasst. Daraus lassen sich die Energien berechnen, insbesondere die Energien der abgelenkten Geschosse, die den Gefährdungsbereich bestimmen. Innerhalb des Versuchsaufbaus werden Entfernungen und Winkel mit Lasermessgeräten hoher Auflösung bestimmt. Vorbehalte irgendwelcher Art bestehen nicht, da bei dieser vergleichenden Untersuchung (bleifreie und nichtbleifreie Geschosse und Schrote) ein klar strukturierter Versuchsaufbau reproduzierbare Ergebnisse liefert.
Das Gutachten zu dem Forschungsvorhaben "Abprallverhalten von Jagdmunition" (09HS001) ist abrufbar unter http://download.ble.de/09HS001_Gutachten.pdf
Die gemeinsame Stellungnahme des begleitenden Projektrates finden Sie unter http://download.ble.de/09HS001_Projektrat.pdf
Laufzeit: von 14.09.2009 bis 30.06.2011
Durchf. Einrichtung: Deutsche Versuchs- und Prüf-Anstalt für Jagd- und
Sportwaffen e.V. (DEVA),
Dune 3, 33184 Altenbeken Projektleiter: Helmut Kinsky Ergebnis (dt.): Das
Gutachten zu dem Forschungsvorhaben "Abprallverhalten von Jagdmunition"
(09HS001) ist abrufbar unter
http://download.ble.de/09HS001_Gutachten.pdf
Die gemeinsame Stellungnahme des begleitenden Projektrates finden Sie unter http://download.ble.de/09HS001_Projektrat.pdf
Die Forschungsaktivität leistet Hauptbeitrag zur Hauptaufgabe: 2.29: Untersuchungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie zur beruflichen Qualifikation im Agrarbereich Bezug: BMELV-Forschungsplan 2008 Förderkennzeichen: 09HS001 Dokument zum Download: Dokument downloaden Kontakt: Benutzen Sie unser Kontaktformular oder E-Mail an projekttraeger-agrarforschung@ble.de
Hallo Herr Möller,
habe mir mal erlaubt, alles
aufzuschreiben. Die Sitzung war sehr interessant, zu meinem Bedauern
kannte ich die meisten Teilnehmer nicht. Dann hätten die Reaktionen u.
Äußerungen bestimmt noch mehr Aussagekraft. Wie war es in
Namibia 2011? Ich werde dies
bestimmt auf ihren Seiten lesen können. Ich versuche nun Ihre MJG 7003 in
7x64 aus, werde dann zu gegebener Zeit auch was schicken.
Grüße, H.P.Schilling, Sonntag, 22. Mai 2011 17:54
Brandenburg: Landesforsten heben Bleifreiverbot auf
Nachdem
es zunächst danach aussah, daß in Brandenburg das Bleifrei-Verbot für die
Staatsjagden erstmal weiter gelte, hat sich die Lage kurzfristig geändert.
Als erste Reaktion auf das Gutachten zum Abprallverhalten von bleifreien
Büchsengeschossen (jagderleben.de berichtete hier) wurden innerhalb der
letzten Tage doch die 'alten' Erlasse aufgehoben.
Nun können Jäger im Bereich der Landesforsten bis auf weiteres sowohl
bleihaltige als auch bleifreie Munition verwenden, so Referatsleiter Frank
Oeser (Oberste Jagd- und Fischereibehörde) auf Nachfrage der Pirsch. Das
Gutachten der HNE Eberswalde zur Tötungswirkung von bleifreien Geschossen
wolle man in jedem Fall abwarten, ehe weitere Entscheidungen getroffen
werden.
Quelle SN, 27.06.2011
Hallo!
Den Kundendienst kann ich nicht wirklich beurteilen! Ich hatte jedoch vor
einiger Zeit mal angefragt ob Anschauungsmaterial für die
Jungjäger-Ausbildung zur Verfügung gestellt werden kann. Dies wurde
abgelehnt!
LM: Weil ich nichts habe.
Ich finde dies eigentlich schade, da eine möglichst frühe Sensibilisierung
auf bleifreie Munition den Weg für
die Zukunft ebnen könnte. Gerade hier sollte so früh wie möglich der Blick
offen gehalten werden. Die Jungen bringen oft neues Wissen in die Reviere.
Wie wir gerade sehen, können sich Gesetze schnell ändern. Ich glaube auch,
dass die Zeit vom Blei gezählt ist. Die Nachbarn in DK haben beispielsweise
Bleischrot komplett verboten.
Verschiedene Namenhafte Hersteller wie RWS, Brenneke, Lapua, … haben diesen
Trend erkannt und gehen den offensiven Schritt der Information.
LM: Was tun die? Was erwarten Sie? Schlagen Sie was vor!
Zu begreifen funktioniert am besten mit Anfassen.
Gruß und Waidmannsheil, Jörn Boysen, Donnerstag, 15. September 2011 09:00
BfR warnt! | DJV zu Bleimunition |
Guten Morgen Herr Möller,
habe mir heute mal meine Einladung vom Bundesforst Rhein-Weser durchgelesen,
und finde auf der Rückseite unter besonderer Hinweis:
Zur Ihrer Information und Beachtung teile ich Ihnen bereits jetzt mit, mit Beginn des kommenden Jagdjahres 2012/2013 ist von allen Teilnehmern an der Jagdausübung auf DBU Naturerbeflächen ausnahmslos bleifreie Munition zu verwenden.
Wie ich finde, bei über 46.000 Hektar in 9 Bundesländern
endlich mal eine gewichtige Aussage und schöne Bestätigung, wenn ich das mal
so 'sagen' darf, unseres Tun.
Waidmannsheil, Harald-Peter Schilling, Montag, 3. Oktober 2011 11:44
Sehr geehrter Herr Möller,
ich befinde mich derzeit in der Ausbildung zum Berufsjäger. Wir hatten
neulich eine 2 tägige Informationsveranstaltung von der RUAG, in der wir auf
die großen Probleme und unerforschten Gefahrenpunkte von bleifreien
Geschossen aufmerksam gemacht wurden.
Ich habe schon vielfach auf Ihrer
Internetseite gestöbert, aber hatte noch nie die Möglichkeit, mich mit
jemandem, der Erfahrung mit Ihren Geschossen hat, zu sprechen. Letzte Woche
habe ich Jens Schäfer aus Bad König kennen gelernt und mich ausführlich mit
ihm darüber unterhalten. Kurzum, ich möchte Ihre Geschosse einfach selbst
versuchen. Da ich selbst erst seit kurzem Wiederlader bin (und mir immer Rat
und Hilfe hole) hätte ich ein Paar Fragen.
Ich führe eine Steyr-Mannlicher M Repetierer, Kaliber 7x64, leider mit dem
50 cm Lauf, ich weiß, dass das nicht optimal ist, aber es ist die einzige
Waffe, die mir momentan zur Verfügung steht.
LM: Dann werden Sie mit erheblich Feuer und Krach
zurechtkommen müssen, es sei denn, Sie würden (privat) einen
Feuerschlucker oder (beruflich) einen
Schalldämpfer verwenden.
Ich schieße damit hauptsächlich Schwarzwild und Rehwild, aber auch Rotwild
bis 100 kg und Damwild.
LM: Ich schieße mit 7 mm MJG vom Fuchs, über Reh,
Impala, Warzenschwein, Sau, Oryx. Elch bis Eland erfolgreich.
Was sind die Unterschiede zwischen MJG und KJG?
LM: Lies Kupfer oder Messing und MJG
Was ist das Geschoß 7003?
LM: Das 7 mm MJG.
Was sind die Vor- bzw. Nachteile davon? Lies Möller Geschosse wirken anders und Hindernisse und Zweige .
Welches Geschoss würden Sie mir empfehlen und warum?
LM: Das 7003, weil es das passende Geschoß für Ihre Patron ist. Den Rest lesen Sie hier!
Welches Pulver würden Sie empfehlen?
LM: Sie hier!
Wie kann ich an die Ladedaten kommen?
LM: Indem Sie, statt lange zu schreiben und auf Antwort
zu warten, gleich danach auf meiner Seite suchen
und finden.
Ich möchte über das Laden der Munition, über das
Einschießen und über die
zielballistischen Ergebnisse einen
Sachbericht für mein Berichtsheft schreiben. Falls ich dazu weitere Fragen
hätte oder Unterrichtungen brauche, dürfte ich mich dazu an Sie wenden?
LM: Ja, gern.
Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen, Elias Raiser, Montag, 16. April
2012 08:27
Sehr geehrter Herr Möller,
sanke für das Rundschreiben. Hochachtung für Ihren Netzplatz, indem ich schmökere wenn es die Zeit erlaubt. Ich betrachte mich als Jungjäger mit 8 jähriger Erfahrung an der eigenen Waffe , durch meine Eltern geprägt wo ich schon als Kind mit auf Ansitz war. Vielleicht hat es deshalb fast 40 Jahre gedauert um meine Passion zu erkennen. Da ich Perfektion liebe und danach strebe sei es dahin gestellt wie weit das immer gelingt. Mein größter Erfolg (Jagdlich) war es meinen Dad davon zu überzeugen , das vor 50 Jahren wo er mit der Schrottflinte und Brennecke zu Jagen begann, weiter über die Vulkan bis zu der heutigen Entwicklung Ihrer Geschosse ein Sinneswandel stattgefunden hat. Ich bin von Ihren Geschossen überzeugt, ohne ein Tier jemals damit gestreckt zu haben. Aufgrund meines bescheidenes Fachwissens, aber auf Grund Ihrer Dokumentation konnte ich das Denken einer Generation ändern. Danke für Ihre Seiten.
LM: Bitte. Sehr schön beschrieben. Wenn ich doch nur alle Jäger so erreichen könnte.
Mfg. Carsten Döhren, Mittwoch, 18. April 2012 00:26
Ihnen Ihnen freigestellt, diese Post mit Namen und Adresse in
Ihren Netzplatz zu stellen, wenn Sie es für richtig oder sinnvoll
halten.
LM: Ihren Namen gern, Anschrift nur bei Gewerblichen, bei Privaten nie.
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Gönne Dir Munition der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.
Du wirst keine bessere finden.