

Warnung! 7,62 mm Kupferjagdgeschoß 7,62, 31,2 mm lang, 8 g schwer, BC 0,4
für 82,7 mm lange .30"-06. Patrone, 60 cm Lauf, GEE 214 m, ± 5 cm
Reichweite 248 m
| Pulver | Masse [g] |
Dichte [%] |
Druck [bar] | Umsatz [%] |
V0 [m/s] |
Bemerkung | |
| höchst | vorn | ||||||
| Alliant Reloder-12 | 3,55 | 97,9 | 4.348 | 563 | 100,0 | 990 | |
| Alliant Reloder-15 | 3,70 | 104,1 | 4.134 | 647 | 98,11 | 1003 | |
| Norma 201 | 3,51 | 100,3 | 4.014 | 605 | 99,19 | 979 | |
| Norma 202 | 3,52 | 100,6 | 4.057 | 591 | 99,99 | 985 | |
| Vectan Tubal 3000 | 3,52 | wie N202 | |||||
| PCL 507 | 3,60 | 97,0 | 4.064 | 604 | 99,26 | 988 | |
| Vectan SP7 | 3,55 | 93,1 | 4.057 | 598 | 99,68 | 983 | |
| Rottweil R901, N200 Achtung! RP 1 NT |
3,36 | 97,1 | 4.042 | 588 | 99,97 | 979 | Messung |
| 666 | 99,83 | 957 | 54 cm LL | ||||
| Rottweil R902 | 3,53 | 100,9 | 4.037 | 603 | 99,23 | 980 | empfohlen Messung |
| Vihtavuori N130 | 3,30 | 99,30 | 4.437 | 518 | 100,0 | 976 | Hochdruck |
| Vihtavuori N133 | 3,35 | 104,5 | 4.343 | 522 | 100,0 | 975 | Hochdruck |
| Rottweil R902 | 3,53 | 100,9 | 4.037 | 603 | 99,23 | 980 | Messung |
| Flugbahn | |||||||
| Weite [m] | 0 | 50 | 100 | 150 | 200 | 250 | 300 |
| Schnelle [m/s] | 985 | 943 | 902 | 863 | 824 | 785 | 742 |
| Bahn [cm] | -4,5 | +1,4 | +4,6 | +4,7 | +1,5 | -5,2 | -15,8 |
| Leistungen | |||||||
| Fleisch [cm] | 68 | 67 | 66 | 64 | 63 | 61 | 59 |
| Knochen [cm] | 13 | 13 | 12 | 11 | 11 | 10 | 10 |
| Patrone | Geschoß | Masse [g] |
Anfangs- druck [bar] |
Lauf- länge [mm] |
V0 [m/s] |
GEE [m] |
± 5
cm Reichweite [m] |
Reich- weiten- verlust [m] |
V300 [m/s] |
Bahn300 [cm] |
| .30-06 | KJG | 8,0 | 150 | 600 | 985 | 214 | 248 | 0 | 742 | -15,8 |
| KJG | 9,0 | 150 | 610 | 938 | 207 | 241 | -7 | 733 | -18,1 | |
| CDP | 10,7 | 500 | 610 | 858 | 186 | 214 | -34 | 609 | -30,2 | |
| TUG | 11,7 | 250 | 610 | 837 | 182 | 218 | -30 | 598 | -32,3 | |
| Bionic | 10,0 | 500 | 610 | 885 | 183 | 211 | -37 | 538 | -34,4 |
ein Blick auf die Pulverlebhaftigkeiten zeigt, Bofors RP1 Norma 200 und Rottweil R901 sind etwa gleich schnell. Zumindest galt das bis 2007. In der Zeit, oder etwas davor, änderte sich nämlich das verfüllte Bofors Pulver zum leistungsfähigeren RP 1 NT (New Technology). Das wird aber auch in Norma N200 oder Alliant Reloader 10x Dosen abgefüllt. Übliche Schwankungen eingerechnet können die von RWS seit viel Jahren veröffentlichten Ladungen mit R901 also nicht mehr stimmen. Erfahrungen mit der 7x64 und 9,3x62 im Jahre 2007 bestätigten die Nachricht. Nun erreichte mich heute eine Nachricht über herausgeflogen Zündhütchen der R901 Ladung, 2007er Pulver. Das heißt auch beider .30-06 KJG Ladung gilt die Ladungen mit R901 ab 2007 bringen eher Drück wie das N200. Man muß also zwischem Pulver vor und nach 2007 unterscheiden. Ist das Pulver älter, kann man die R901 Ladungen so nehmen. Ist das Pulver junger als 2007 gelten die Daten für N200. Im Fall der .30-06 KJG Ladung gilt für Anfänger, das R901 dafür zu meiden und das empfohlene R902 oder auch Norma 202 zu wählen. Die meisten Hülsen fassen tatsächlich noch deutlich mehr als die angegeben 3,53 Gramm, so daß die Patron noch hochgeladen werden kann. Der Höchstgasdruck nach CIP ist für die alte amerikanische Militärpatrone eher mäßig angesetzt. Gute Patronenhülsen, z. B. von RWS, Norma, Lapua, aber sicher nicht von Remington, halten 450 MPa oder 4500 bar schadlos und wiederladbar aus. Das 7,62 mm KJG beschleunigt eine wacker Ladung also locker über 1000 m/s. Selbst bei 1050 m/s ist noch kein Ende wenn man Norm 202, oder das ähnliche Rottweil R902, stopft. Die lebhafteren Pulver können das nicht, weil der Druck vorher durch die Decke geht. Sie sind schwächeren Ladungen für Stutzenläufe vorbehalten.
Ich möchte diese Nachrichtung nicht dahingehend mißverstanden wissen, als ob Rottweil R901 ein schlechtes Pulver sei, vor dem allgemein abzuraten wäre. Das Gegenteil ist der Fall. Das früher in die Dosen gefüllte Bofors RP 1 und das seit etwa 2007 eingefüllte RP 1 NT sind besonders für Jäger die viel Leistung bei wenig Flamme wollen ganz hervorragende Treibladungsmittel. Lediglich die Eigenschaften haben sich geändert, wie das bei Pulver nicht unüblich ist. Leider spiegeln die veröffentlichten Daten das im Mai 2008 noch nicht wieder.
Bei Schlappladungen merkt die Änderung niemand. Aber wenn man die technisch gegeben Möglichkeiten voll ausschöpfen will und an die Grenze geht, dann schon. Billige, zu weiche Hülsen geben schon lange vorher den Geist auf. Da eine gut gepflegte Hülse lange lebt, häufig wiedergeladen werden kann, wäre dumm, beim Einkauf gerade daran zu sparen. Bei Patronenhülsen treten Belastbarkeit, Genauigkeit und Lebensdauer oft gemeinsam auf. Eben deshalb wiederhole ich meine Empfehlung auf Hülsen von RWS, Norma oder Lapua zurückzugreifen. Dabei sind Norma in der Regel innen größer und können etwas weniger Druck ab, während RWS nach deutscher Sitte etwas kräftiger gebaut sind, also weniger Raum bieten, dafür aber mehr Druck aushalten. Je nach Füllung empfiehlt sich also eher die eine oder die andere Hülse. Der genau arbeiten will kommt eh nicht darum die Hülsen auszulitern.
Waidmannsheil, Lutz Möller, Samstag, den 17. Mai 2007,
Lutz,
Wie sind die Ladedaten für 57 cm Lauf Vita N140 (alternativ N135) für Laden Deiner 7,62 mm KJG 8g ?
Danke für Deine Mühe und ein schönes Wochenende
Fritz Vodegel, Samstag, 26. Januar 2008 01:33
Fritz,
zunächst lies Vihtavuori Treibladungspulver für Jäger. Wenn Du dieses Zeug dennoch in deine Hülsen stopfen möchtest, schaue Dir die Pulverlebhaftigkeiten an und vergleiche Deine Wünsch mit den möglichen und dem empfohlen Pulver Norma N202. Wenn Dir setzt ein Licht aufgeht ist es gut. Wenn nicht und du N135 oder N140 gestopft voll bis nichts mehr reingeht vor das 7,62 mm KJG schüttest, erwartet Dich beim Schuß nur ganz schlappe Leistungen aber, gewissermaßen als Ausgleich, bekommst Du eine kräftige Mündungsfackel und peekig verschmauchte Hülsen.
Laß das sein, sage ich! N135 oder N140 sind für das 7,62 mm KJG in der .30-06 Patrone zu faul. Flotte KJG wollen lebhafte Pulver!
Die angegeben N130 und N133 liefern bei leicht erhöhtem Gasdruck, den alle Patronenhülsen klaglos vertragen und wiederzuladen bleiben (Lies Höchtgasdruckermittlung), brauchbare Ergebnisse.
Gruß Lutz,
Hallo Herr Möller,
die 7,62 mm KJG sind dank bester
Verpackung
wohlbehalten angekommen.
LM: Danke!
Ich habe Vihtavuori N140 und N160 und würde bei 30-06 das N140 bei 3,05-bis-
3,30g laden. Geht das in Ordnung?
LM: Nein! Haben Sie denn nicht etwa nicht Vihtavuori in der .30-06 Patrone gelesen? N160 ist noch fauler als N140. was habe Ihre Stopfer eigentlich gelernt? Leichte Geschosse mit geringer Flächenlast verlangen schnelle Pulver!
Ich werde einen Gelblock gießen und versuchen mit Highspeed zu filmen. Was meinen Sie, wie lang sollte der Gel-Block bei 20 x 20cm Frontfläche und einer Sauschwarte davor sein.
LM: Das steht doch bei den .30-06-KJG
Ladedaten unter Fleischleistung! Um das Geschoß sicher zu fangen soll der
schon 80 cm lang sein. Cornel will damit beider
Büffeljagd 2008
eine solchen schießen. Ohne meine Zusicherung, die Tiefenwirkung würde dazu
hinreichen, würde er das wohl nicht wagen..
Ich bin auf Ihre Antwort gespannt. Bis dahin beste Grüße, Klaus Schmitt,
Freitag, 16. Mai 2008 11:08

Chrony, billiger Geschwindigkeitsmesser
3,19 g R901, Thuner Hülse, CCI200 Zündhütchen, 60 cm Lauf, CZ, 991 m/s gemessen (Unterladung)

3,55 g R902, Thuner Hülse, CCI200 Zündhütchen, 60 cm Lauf, CZ, 1'023 m/s gemessen, 15 - 18 mm Abstand
Sehr geehrter Herr Möller
Ich habe den Bericht zu Solids in der Zeitschrift Jäger Nr. 1 auf Seite 79
gelesen. Da habe ich Abweichungen festgestellt. Die Daten der Prüfer sagen
z.B. eine GEE von 159 m im Gegensatz zu Ihnen von 214 m, auch die
Streukreisdurchmesser scheinen mir nicht „gerecht“. Vielleicht machen Sie zu
Händen von „Jäger“ eine Berichtigung.
Auf jeden Fall halte ich Ihnen die Treue und wünsche schöne Festtage!
Mit freundlichen Grüßen W., Sonntag, 23. Dezember, 2007 11:08
Tag Herr W.
Der Bericht liegt mir nicht vor. Aber wenn ich das so höre muß ich vermuten, da hat sich wohl einer ungehörig verstopft (Falsches Pulver o. ä.). Von dieser 800-m/s-und-etwas-Ladung hört ich schon. Die ist ja völlig ungenügend. Mangelhaft ist schon kein Ausdruck mehr dafür. Wenn Sie das richtig machen, wird das 7,62 mm KJG aus der .30-06 Patrone locker 1.000 m/s schnell, nachgemessen siehe weiter unten bei 1.000 m/s. Andere kamen weiter, lies 1.050 m/s v0 aber noch kein Ende. Ich selbst brachte das Geschoß auf 1.103 m/s.
Die KJG-Genauigkeit erfordert allerdings schon angemessene Ladungen. Mit denen klappt das dann allerdings gut, siehe weiter unten Auf KJG um zu schießen.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
wenn du den gesamten Artikel über die
Schlappladung möchtest,
dann scanne ich den Rest auch noch.
Mit großer Erwartung habe ich auf die Dezember Ausgabe des "Jäger" gewartet, da
dort ein Vergleich der am Markt befindlichen Kupfergeschosse angekündigt wurde.
Einer deiner Leser hat ja schon von der
KJG-Schlappladung
berichtet, die dort „geprüft“
wurde.
Du kannst dir vorstellen, dieser Artikel erfüllt insgesamt nicht annähernd die
Erwartungen. Zusammenfassend würde ich sagen: „nicht
viel aussagekräftiger als die Broschüren der Hersteller, allenfalls eine
Zusammenfassung mit gewissen Widersprüchen“.
Zu deinem KJG wird auf den
vorangegangenen Seiten, die ich nicht kopiert habe, eine hohe Präzision,
geringer Verlust an Masse, gute Tiefen- und Schockwirkung etc. bescheinigt.
Alles Aussagen, die wir von deiner Seite kennen und
als Anwender oft bestätigt haben, die allerdings in keiner Weise in diesem
Jäger-Bericht geprüft oder bestätigt wurden. Schade, ich hätte dir mehr gute
Werbung aus diesem Bericht gewünscht. Allerdings hat
LiMa da wirklich eine
schlappe Ladung geliefert
und deine Geschosse unter Wert verkauft. Ich bin gespannt, ob einzelne
Hersteller auf den Bericht reagieren werden.
Zur Präzision wurde allgemein ausgeführt, die Versuchswaffen erzielt mit der
kommerziellen Bleiernen Sippe 17-19 mm
Referenzstreukreise. Dann wären die Kupfer-Ergebnisse aller Hersteller
schlechter, was in diesem Bericht mit den gelieferten Ladungen belegt wurde. Da
müssen sich die Stopfer noch was einfallen lassen, denn als Wiederlader kann man
das besser!
Gleich für mich, denn Versuchsberichte muß man lesen und bewerten. Ich bleibe
beim KJG und muß bald die 6,5er
für meine Neuerwerbung bestellen. Mich wurmt nur, daß man das Potential der
KJG nicht gezeigt und das HDB so viel
besser abgeschnitten hat, denn jetzt zeigt mir mein Jagdfreund (den ich gerade
zum KJG bringen wollte) wieder eine
lange Nase.
Gruß, Volker, Dienstag, 1. Januar 2008 16:35
Danke Volker,
für deine Mühe, mir Auszüge aus dem Jäger zu senden. Warum VL die Dinger so schlapp stopfte ist mir ein Rätsel. Ich werde ihn dazu befragen. Vermutlich Freitag werde ich mit Torstens CZ mal ein Schußbild hinlegen, um Herr Heil mal zu zeigen, woher der Wind weht. Diese drei Schuß .30-06-KJG-alt setze Torsten mit der Waffe jedenfalls in ein Loch. Wie so der Mann bei 4,5 cm ZF über Seele und ± 5 cm erlaubter Flugbahnabeichung von der Visierlinie bei 877 m/s auf die geringe GEE kommt, weiß der Himmel. oder rechnet der anderes?
Gruß Lutz, Neujahr 2008
Guten Tag sehr geehrter Herr Möller,
ich würde meine neu erworbene
BBF Blaser 95 in
.30" -06 gerne auf
schwarz-rot-gold umstellen.
Können Sie mir eine Ladeempfehlung für diese
Waffe geben, damit ich entsprechend einen Auftrag für die
Munitionsfertigung an die Hand geben kann?
Vorrangig wird diese Waffe auf dem Pirschgang geführt, aber nur
selten nachts.
Ich danke für Ihre Mühe und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus Dortmund,
Olaf Hempel, Freitag, 1. Juni 2007 16:52
Tag Herr Hempel,
der Wiederlader wir vermutlich die empfohlen Ladung wählen. Ich selbst habe vor langen Jahren als Jungjäger mit der .30-06 vom Pulver her gut Erfahrungen mit dem französischen Vectan Tubal 3000 gemacht, damals allerdings noch mit der Bleiernen Sippe, die gar nicht befriedigen konnte (zu weich, zu kurz, zu kaputt), aber mit dem Kupferjagdgeschoß ist das heute ja alles ganz anders. Das Pulver ist gut!
Auf der Pirsch werden Sie kaum weite Schüsse antragen. Wenn Sie vernünftig ihr Ziel wählen, werden Reh, Sau, Hirsch und anders Wild sicher waidgerecht zur Strecke kommen und nach einem wilden Leben in freier Wildbahn uns gutes Wildpret zu essen liefern ohne mit Blei vergiftet zu werden. Der geringe Rückstoß bedingt eigentlich keine 7,62 mm hdp - Rückstoßbremse, aber die sich damit eröffnende Möglichkeit die erhoffte Beute nach dem angetragenen Schuß auch auf flüchtiges Wild auf der Drückjagd nach dem hoffentlich gut vorgehaltenen Schuß klar und deutlich im Zielfernrohr zu beobachten ist viel wert.
Wenn Sie noch weitere quälende Fragen bewegen, schrieben Sie mir ihre Zweifel oder Sorgen gern oder rufen mich auch an.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Hallo lieber Herr Möller,
Wenn ich Sie schon belästigen darf, möchte ich nicht unerwähnt lassen, ich lud
gestern die .30-06 KJG Ladung, wie Sie die auf
Ihren Seiten mit Norma 202 und 3,52 Gramm und 82,7mm
L6 auführen. Sie erinnern sich noch, als Sie letzten Freitag anriefen
und wir über die unterschiedlichen Angaben und Werte aus
Quick Load gesprochen haben. Wie gesagt,
Quickload errechnete mir unter obigen Voraussetzungen 945 m/s v0
und von 3.601 bar Gasdruck. Hülsen
literte ich. Als ich gestern mein Geschwindigkeitsgerät aufbaute und den ersten
Schuß tat, glaubte ich nicht ganz recht.

Messung
Die Anzeige war genau 1000,0 m/s. Ich dachte das Ding spinnt, der Zündhütchenboden war jedoch ziemlich platt, wie man sieht.

1000 m/s Hülsen ohne Austoßerfensterkratzer sehen einwandfrei aus
Der zweit Schuß bestätigte den ersten mit genau 997,4ms. Unglaublich, zumal der Lauf der Blaser R93 nur 57,7cm lang ist. Es kann wirklich nur sein, daß das Pulver lebhafter als im Programm hinterlegt ist. Nächsten Samstag werde ich mal mit ein paar Krümeln weniger weiterprüfen.
LM: Warum weniger? Sehen Sie sich mal das an:

R93 Verschluß

9,3x62 Lapua Abdruck im R93 Verschluß

Steigender Druck in der 8x68S von links nach rechts
3. v. l mit Ausstoßerprägung, 4.v. l. beginnt durchzublasen (schwarzer Rand)
LM: Solange Ihre Patronenhülsen, die Sie oben zeigten, weder wie im 8x68S-Versuch dargestellt, Austoßerlochprägungen zeigen noch beginnen durchzublasen ist der Gasdruck für die Hülsen noch harmlos. Ob das auch für die R93 gilt, steht auf eine anderen Blatt. Die guten Geco-Hülsen halten jedenfalls noch mehr aus. 1.000 m/s v0sind für die noch lange nicht das Ende der Fahnestange! Wir maßen in Finnland '07 in der Kühle jedenfalls mehr!
Nebenbei lagen die beiden Treffer auf 150 m 6 cm tief und 2 cm auseinander.
LM: Na, da möchte ich doch gern mal ein ordentliches Schußbild auf der Zielscheibe sehen.
Viele Grüße, M. H., Sonntag, 16. September 2007
PS. Ich bitte die beiden ersten Absätze nicht zu veröffentlichen. Den dritten,
nur wenn Sie es mögen.
Danke für die schnelle Antwort. Im Rahmen der Kaliberreduzierung war ich auf der Suche nach einer Selbstladebüchse in 30-06. Zur Auswahl stand eine HK mit Poligonlauf und eine FN mit herkömmlichen Laufprofil. So habe ich mich für die FN entschieden. Übrigens werden Ihre KJG für die .45-70 Gov. mit der Ladung für alte Waffen aus einem 22" Lauf auf ~ 560 m/s v3 beschleunigt.
In der .30-06 wurden bei 3,49 g Norma 202 bei zwei verschiedenen Hülsenlose aus einem 61er Lauf ~ 950 m/s und ~ 1.050 m/s v3 gemessen. Allerdings war die in Ihren Ladedaten angegebene Stopfladung noch nicht vorhanden - es raschelte noch.
LM: Sie sind ja auch noch unter der empfohlen Ladung. Ich habe in Finnland 07 immerhin 1.110 m/s gemessen! Sie sind also noch nicht am Ende!
MfG, C.H. Mittwoch, 3. Oktober 2007 21:38
p.s. Bitte veröffentlichen Sie meinen Namen nicht.
Lieber Herr Möller,
auf der Suche nach einer vernünftigen Ladung für die
Blaser R93 für die
.30-06 Patrone möchte ich an meine
Messung 1000 m/s schnell vom vergangenen
Wochenende anknüpfen. In Anbetracht der Feststellungen und auch auf Ihren Seiten
hier aufgefüheten Berichte rund um das Thema
Verschluß der Blaser R93,
fand ich einen guten Ausgleich zwischen Ihrer empfohlenen Ladung und den obigen
Überlegungen gefunden, um u.a. nachfolgende Zielsetzung zu finden.
Ziel war es eine schnelle Ladung zu bekommen, die dem Verschlußsystem gerecht
wird (so hoffe ich zumindest) und vor allem die Repetierfreudigkeit der Blaser
R93 aus dem Anschlag heraus nicht durch zu stramm sitzende Hülsen im Lager
stört. Das war zumindest bei der 1000 m/s Messung
der Fall. Nun gut, zwei neue geminderte Ladungen mußten zeigen was sie können.
Die 1. Ladung wurde um 0,06 Gramm reduziert. Dies ergab dann eine Geschwindigkeit von 989,3 bzw. 985,2 m/s v2. Der Verschluß war immer noch zu stramm.
Bei der 2. Ladung habe ich von Ihrem empfohlenen
Wert 0,12 Gramm abgezogen. Die Messung ergab 964,3 und 961,2 m/s v2. Der
Verschluß ließ sich ohne weiteres wie gewohnt locker öffnen.
Dann stand der Test auf der Scheibe an. Mit 3 Schuß auf 100 m vom Sandsack aus
geschossen kann sich dieses Ergebnis absolut überall zeigen lassen.

Drei 7,62 mm KJG auf 100 m
Leider hatte ich keine weitere Patrone mehr und leider auch keinen Anflug auf der Scheibe, um die Nummer mit der Kupferfliege nachzuahmen. Es hätte mit Sicherheit geklappt, da bin ich mir sicher! Gerne möchte ich Ihnen meine Laborierungsdaten nennen:
Geschoß: 7,62 mm KJG Spitz 30-06, 8g
Zünder: RWS 5341
Hülse: GECO, Volumen 4.461cm3 (gelitert)
Pulver: Norma 202
Ladung: 3,4 Gramm oder 52,47 Grain
Patronenlänge: 82,70 mm
Krempe: leichter Tappercrimp exakt unter dem 2.
Führband
Die Werte aus Quickload habe ich aus der ersten
Messung Ihrer empfohlenen Ladung mit 1000 m/s entsprechend in den Pulverwerten
angepaßt. Erstaunlich war, daß diese Werte dann von den gestrigen selbst
gemessenen Werten um genau 5 m/s abwichen. In sofern darf man von dem Wert des
Brennschlusses für diese Laborierung auch die Aussage treffen, daß der
Brennschluß sogar bei 99.97% liegt und obgleich des kurzen Laufes der R93 von
577 mm hoffentlich kein Mündungsfeuer sichtbar wird.
Viele Grüße, M.Hegener, Sonntag, 23. September 2007 12:09
Alles schön und gut Herr Hegener,
aber ich schoß das 7,62 mm KJG aus der .30-06 Patrone ohne Klemmer schon mit 1.103 m/s. Allerdings aus einer CZ, keiner R93! Siehe hier:

.30-06 KJG Ladung mit 1.103 m/s für CZ mit hdp-Bremse

.30-06 KJG Ladung mit 1.103 m/s in CZ ohne Klemmer
Zu ihrem Trefferbild kann ich Sie nur beglückwünschen. Das ist ja wohl erstklassig!
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Tag Herr Möller,
ich belästige Sie schon wieder,
denn ich komme mit der
KJG-Munition nicht weiter.
Ich hatte bei Lima Zweierlei anfragt:
100 Stück 9,3 x 62 mit dem von Ihnen vorgeschlagenen Pulver
TU
2000
sowie
100 Stück .30“ -06 mit der von Ihnen vorgeschlagenen Ladung mit
dem Pulver Norma 202.
Leider herrschen auf dem Pulvermarkt wohl Zustände wie zu Zeiten
der DDR – im Fünfjahresplan vorhanden, aber leider nicht auf dem
Markt.
Da ich nur Anwender und kein „Sachverständiger“ bin, kann ich
die Auswirkungen verschiedener Ladungen nicht
beurteilen, bin angewiesen entsprechende Vorschläge, die auf dem Papier als gut beurteilt
worden sind, anzunehmen.
Die Versorgungs mit fertigen Patronen bestimmter
Ladungen scheint mir zur Zeit nicht gewährleistet.
Ich habe einen Jagdfreund (Offizier der britischen Armee, mit
Dienstsitz hier in Deutschland) der seine Jagd- und
Sportmunition für die Langwaffen schon immer selbst stopft. Ich werde daher versuchen in der Zukunft die Munition für
mich und einen weiteren Jagdfreund von ihm „bauen“ zu lassen.
Beide „Anwender“ schießen hauptsächlich mit der
9,3 mm.
Hier stelle ich daher meine Fragen: Wieviel kosten
Kupferjagdgeschosse? In welchem Zeitraum sind die lieferbar? Als Ladung werde ich ihre Vorgaben mit dem
TU 2000 weiter
geben. Auch mein Freund schießt einen
Stutzen aus einem kurzen Lauf. Gibt es einen Vorschlag zu dem Zündhütchen welches man am
besten verwenden sollte?
Danke für Ihre Antwort, Ihr Angebot.
Mit freundlichen Grüßen aus Dortmund,
Olaf Hempel, 4. Juni 2007
Ach Herr Hempel,
die Engländer sind eher schlechter als wir dran. Alliant, die unter dem Namen Reloader die üblichen Bofors-Pulver im angelsächischen Raum vertreiben, versäumte in Großbritannien in diesem Jahr die erforderliche Einfuhrgenehmigung zu erneuern, so daß die nun auch auf dem Trockenen sitzen. Die französischen Vectanpulver sind bei den Großhändlern vorhanden, so daß die auch zu beziehen sind. Wegen gewisser Verbringungs- und Lagervorschriften sind Pulverlieferungen in Deutschland aber selten und teuer. Wundern Sie sich also nie, wenn bestimmt Treibladungspulver nicht überall und sofort zu bezeihen sind. Das dauert! Daran kann der Patronenstopfer auch nichts ändern, obwohl er an sich günstige Lagerbedingungen hat. Ihr britischer Freund möge mich bitte gern anrufen, wenn er Rat benötigt.
Waidmannsheil, Lutz Möller
Hallo Herr Möller,
aus verschiedenen Gründen werde ich meinen Steyr-Mannlicher für
die .30-06 Patrone jagdlich
wieder beleben und möchte hierzu ihr
KJG verladen. Zur
Pulverwahl eine Frage: Laut
Quickload bringt Norma 203B bei gleichem Druck eine höhere v0
als das von Ihnen empfohlene N202. Der Abbrand ist mit mehr als
98% immer noch recht gut. Was spricht Ihrer Meinung nach gegen
N203B, außer vielleicht etwas mehr
Mündungsfeuer ? Sie werden sagen, daß dieses Pulver nicht
lebhaft genug ist, aber wie wirkt sich das aus?
Grüße und Waidmannsheil, Gerhard H. (Dipl.-Ing. Univ.), Freitag,
15. Juni 2007 15:09
Beim Zitieren bitte ich Sie Name und email-Anschrift nicht zu
nennen. Ich bekomme schon genug Müllmail, und
Ihrer Seite ist sicher auch
bevorzugtes Ziel irgendwelcher Adresssammler etc.
Tag Herr H.
lesen Sie Gasdruck und Zündhütchen. Ich kann ihre Behauptung nicht nachvollziehen. Bei 95% Füllung sehe ich nur 309 MPa, und 923 m/s und 95,75% Abbrand. Da stimmt was nicht!
Derlei Ladungen würden schlechte anbrennen, stark flammen und kaum gleichmäßig zünden, hinfort also streuen.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Hallo Herr Möller,
jetzt bin ich verwirrt. Warum sollte man die Hülse nur zu 95%
füllen? Sie plädieren doch immer für Preßladungen. Eine Ladung
von 103.6% bringt laut
Quickload 994 m/s bei einem Abbrand von 98,3% und alles im
zulässigen Druckbereich. Da sieht die Welt doch schon anders
aus. Ich habe die QL-Daten nachfolgend eingefügt.
Grüße, Gerhard H., Freitag, 15. Juni 2007 16:03
Tag Herr H.
Die Rechnung seiht so aus:
Patrone : .30-06 Spring.
Geschoß : 7.82, 8., Möller 7,62 mm KJG-S
Patronenlänge L6 : 82.70 mm
Lauflänge : 600.0 mm
Pulver : Norma 203B
Tabelle mit abgestuften Ladungen in Stufen von 1,0% der eingegebenen Nennladung
V O R S I C H T: Maximal- und minimal zulässige Ladungen werden überschritten.
Diff Füll. Ladung v0 E0 Pmax Pmünd Abbrand D_Zeit
% % Gramm m/s Joule bar bar % ms
-10,0 93 3,315 893 3205 2820 584 94,2 1,167
-09,0 94 3,352 903 3278 2920 591 94,7 1,149
-08,0 95 3,389 913 3352 3024 597 95,2 1,131
-07,0 96 3,426 923 3427 3131 604 95,7 1,114
-06,0 97 3,463 934 3502 3242 610 96,1 1,097
-05,0 98 3,500 944 3578 3357 616 96,6 1,080
-04,0 99 3,536 954 3655 3476 621 97,0 1,064 ! STARKE LADUNG !
-03,0 100 3,573 964 3732 3599 627 97,3 1,047 ! STARKE LADUNG !
-02,0 102 3,610 974 3810 3726 632 97,7 1,032 ! STARKE LADUNG !
-01,0 103 3,647 984 3888 3858 637 98,0 1,016 ! STARKE LADUNG !
+00,0 104 3,684 994 3968 3995 641 98,3 1,001 ! STARKE LADUNG !
+01,0 105 3,721 1004 4047 4136 646 98,6 0,986 !ÜBERDRUCK - NICHT VERWENDEN!
+02,0 106 3,757 1014 4128 4283 650 98,8 0,971 !ÜBERDRUCK - NICHT VERWENDEN!
+03,0 107 3,794 1023 4208 4435 653 99,1 0,957 !ÜBERDRUCK - NICHT VERWENDEN!
+04,0 108 3,831 1033 4290 4592 657 99,3 0,943 !ÜBERDRUCK - NICHT VERWENDEN!
+05,0 109 3,868 1043 4371 4756 660 99,4 0,929 !ÜBERDRUCK - NICHT VERWENDEN!
Auswirkung einer ± 10-prozentigen Los-zu-Los Pulverabbrandschwankung bei Nennladung
Abbrandgeschwindigkeit gegenüber dem Nennwert erhöht um 10%
+Ba 104 3,684 1040 4344 4817 626 100,0 0,926 !ÜBERDRUCK - NICHT VERWENDEN!
Abbrandgeschwindigkeit gegenüber dem Nennwert reduziert um 10%
-Ba 104 3,684 931 3481 3201 623 92,3 1,100
Die Räume sehen so aus

Selbstverständlich müssen Hülsen voll sein. Quickload berücksichtig das zu setzende Geschoß. Anders wären auch nicht sinnvoll zu rechnen. allerdings habe ich des öfteren feststellen müssen, daß die Hülsen nicht so viel Pulver fassen, wie ich mir wünsche. Außerdem sollen die Hülsen bei gesetztem Geschoß mindestens 95% voll sein. Wenn Sie ihre 3,88g Norma 203B darein bringen, sagen Sie mir bitte Bescheid. Im Übrigen taugen 98,3% Abbrand nicht für die Nachtjagd, weil die Ladung vermutlich flammen wird.
MfG, Lutz Möller;
Sehr geehrter Hr. Möller,
eine beeindruckende Seite haben Sie
da auf die Beine gestellt.
Ich führe eine A. Zoli 1900 in .30-06, schieße überwiegend im
Wald Reh + Schwarzwild. 100 m sind da schon viel. Zwei Fragen
hätte ich:
Wieviel kosten denn 100
Kupferjagdgeschosse?
LM: Siehe Email!
Können Sie auch .30-06 Ladendaten für Kemira N160 rechnen?
LM: Nein. Das ist viel zu faul! Siehe auch Pulverlebhaftigkeiten.
Mit freundlichem Gruß, Jörg Claus, Dienstag, 9. Oktober 2007
19:19
Spitze Flitzer in der Kiste
Moin Lutz,
gestern habe ich meine ersten Spitzen gesetzt und natürlich seit Anfang des Jahres diesbezügliche Neuigkeiten der Wiederladekollegen mitverfolgt. Ich habe einen winzigen Siliconklecks an den Stiel der Spitze aufgetragen und das Teil unter einer leichten Drehbewegung in das Geschoß eingeführt. Das ging recht einfach, da das Silicon auch etwas schmiert. Die RCBS-Competition Setzmatrize scheint innerlich fast die gleiche Form wie die Spitze zu haben, man setzt ja sonst auch damit eigentlich nur Hohlspitzgeschosse. Das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend, mal sehen wie es mit dem Treffen aussieht.
WaiHei Ralf, Sonntag, 12. August 2007 18:17
Ralf,
heute gibt es dafür den RCBS Setzersatz.
Gruß Lutz

Unerwünschter Wiesenumbruch
Hallo Lutz,
nach unerwünscher Landschaftsgestaltung herrscht jetzt wieder Ruhe in der
Weidekoppel. Ich konnte um 3:20 Uhr meine erste Kupfersau erlegen.
Schußentfernung 45 mtr., .30-06., stehend freihändig wackelnd , mit Leuchtpunkt,
Schuß mittendrauf → Sau lag im Knall!

Ehem. Wiesenumbrecher a. D.
Schönes Wochenende, V. M. Obersetzen, Samstag, 8. September 2007 08:50
Moin V.
das ist ja sehr schön. Waidmannsheil dem guten Schützen. Mich befriedigen stehend freihändig angetragen erfolgreiche Treffer immer mehr als alles andere. Das ist für mich richtige Jagd. Was hat das KJG denn innen erwischt? Hast du vielleicht auch Bilder von drinnen und vom Aufbruch?
Gruß, Lutz,
Sehr geehrter Herr Möller,
sehr gebannt lese ich schon seit längerem Ihre Erfahrungsberichte. Seit kurzem
gehöre ich auch zu den Besitzern eines Jagdscheines und nun möcht ich natürlich
auch geeignete Jagdgeschoße haben. Überwiegend werde ich wohl auf Reh und Sauen
ansitzen. Darum habe ich mir eine Mauser M 03 im Kaliber .30-06 zugelegt.
Die Lauflänge beträgt 56 cm.
Zu spät habe ich ihre Meinung hinsichtlich der
.30-06 gelesen, aber es gibt ja bei der M 03 die Möglichkeit ggf. den Lauf zu
wechseln. Da die Waffe neu ist möchte ich gern wissen, ob und wie ich den Lauf
einschießen sollte. Wäre es da ratsam
zuerst günstigere Munition zu verwenden oder doch gleich die
KJGe nehmen. Können Sie mir eine
Preisliste für die 7,62 mm KJG für die
.30-06 Spr. Patrone zukommen lassen?
Weiterhin rühren mich natürlich die Ladedaten für die o. a. Waffe mit einem
56 cm Lauf.
Für die Beantwortung meiner Fragen bedanke ich mich im Voraus
Mit freundlichen Grüßen, Frank Grant, Mittwoch, 12. September 2007 11:16
Tag Herr Grant,
lesen Sie bitte Einschießen. Sie nehmen gleich das richtige Geschoß. Im Übrigen sind ie Mauser 03 Läufe gehämmert und fertig. Oben gibt es Ladungsdaten auch für einen 54 cm Lauf. Daran können Sie sich anlehnen. Auf Reh und Sau werden Sie damit zurechtkommen, nur eben nicht so weit, wie mit einem längeren Lauf. Auch wird die Waffe lauter und blitz mehr. Das ist der Preis, den Sie für Stummel zahlen. Aber wozu? Was gewinnen Sie dafür?
Meinen Sie Munition oder Geschoß?
Moin Lutz,
Heute morgen war ich etwas eher unterwegs, stellte den Motor schon 40 m vor der
Reviergrenze ab und ließ mich reinrollen.

Septembermorgen
Tür auf, Glas raus und erst mal die Wiese abgesucht. Ein schmaler dunkler Streifen und einen Klumpen mußte genauer beobachtet werden. Der Klumpen bewegte sich. Eine Sau? Bevor ich die Waffe laden konnte, setzte sich der Klumpen mitsamt schwarzen Streifen in meine Richtung in Bewegung und kam 30 m vor mir zu stehen.
Zwischen uns war nur noch fast mannshohes Kraut. Der Kofferraumdeckel war noch zu. Nun versucht ganz leise den Kofferraum zu öffnen, um an das Gerät zu kommen. Der Deckel war auf und die Sauen noch da. Nun versuchte ich im Futteral irgendwie eine Patrone ins Lager zu kriegen. Ohne Magazin und mit den dicken Fingern ging das nicht. Also Magazin raus, Patrone rein, einführen, repetieren. Die Sauen hörte ich. Die machten selber so einen Krach, waren mit sich selbst beschäftigt. Als ich nun endlich schußbereit war, den Ellenbogen aufs Dach, den linken Unterarm auf den Türrahmen aufgelegt, sah ich wieder nur einen schwarzen Streifen im Absehen.
Plötzlich standen die Sauen wieder auf, zogen zügig weg, kamen etwa auf 80 m zu stehen.

Wiese
Nun mußte ich eine Sau ins Fadenkreuz kriegen, sonst wäre es zu spät gewesen. Und schon war ein altes KJG aus der .30-06 Patrone unterwegs. Die Sauen sprangen ab, ein kurzes leises Klagen und nach etwa 3 Sekunden ein kräftiges Knacken. Was war das? Auf der Wiese liegen doch keine dicken Äste?
Am Anschuß lag ein Frischling 28 kg mit Blattschuß und blasigen Lungenschweiß auf dem Ausschuß.

blasiger Lungenschweiß
Auf der Fluchtfährte der restlichen Rotte war auch Schweiß.

Schweißfährte
Mit der Taschenlampe folgte ich der Fährte. Nach etwa 80 m lag ein zweiter Frischling. Der ist gegen den Zaun eines Gatters gelaufen und hat dabei einen Pfosten angeknickt, das war das Knacken.

Gecknackter Zaun
Der Bursche, 26 kg hat das Restgeschoß tief in Lunge und Herz gefaßt und es gab auch hier noch einen Ausschuß.

Nummer zwei, der junge Knacker

Lungenwirkung
Die Frischlinge waren ohne Bache unterwegs, mein Reviernachbar hat letztens schon eine Bache mit kleinen Frischlingen gesehen. Werden wir diese Jahr wir wohl zwei Mal erneten?

Doppelpack

Pilz im September
Waihei Ralf, Samstag, 22. September 2007 11:55
Moin Ralf,
ich muß schon sagen, deine Bildergeschichten werden immer besser.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Moin Lutz,
Bald ist Wechsel.

Schichtwechsel im Magazin von alt nach spitz
Waihei Ralf, Sonntag, 30. September 2007 09:28
Na prima Ralf,
dannn müssen die Weißwedelhirsche im November wenigstens nicht veraltet sterben! So wie du die Munition ausnützt, weiß man bei dir allerdings nicht ob der Wechsel nach einer oder mehreren Sauen vollzogen werden wird.
Gruß, Lutz,
Moin Lutz,
Das geht ja gut los. Heute Morgen hatten wir das erste mal Reif. Ich saß eigentlich auf seine Sau deren Wechsel ich gestern im frischen Tau feststellte.
Es kamen aber 2 Stücken Rehwild. Auch nicht schlecht. Ich wollte einen ganz sauberen wildpretschonenden Schuß antragen, kam aber etwas weiter hinten ab.

.30-06 KJG Ladung Reheinschuß

.30-06 KJG Ladung Rehausschuß

.30-06 KJG Ladung Rehgeräusch und -gescheide
Entfernung 130 m, Fluchtstrecke 0 m , Lunge und Leber kaputt und dann noch etwas Grünes. Patrone 30-06 mit 7,62 mm KJG spitz nach Schichtwechsel.
Dann mußte ich erst mal ein Aggregat wegbringen, denn die Wildkammer ist in der Gegenrichtung und ich hängte die Zicke erst mal an die Leiter. Zurück im Revier trieb sich noch ein Fuchs herum, stand unmittelbar an der Bestandskante, sicherte erst zu mir, ignorierte mich dann und fraß an seiner Ratte weiter.
Ich beschoß den Burschen direkt von vorn mit gesenktem Haupt. Das Ergebnis siehst Du ja an den Bildern.

Fuchs von vorn mit gesenktem Haupt beschossen

Fuchs von vorn mit gesenktem Haupt beschossen

Die lenkte den Fuchs von Ralf ab.
LM: Ich kenne das Verhalten von der Börse: Gier frißt Hirn!
Waihei Ralf, Montag, 8. Oktober 2007 16:20
Nabend!
Ich wollte nur kurz anmerken, daß die „Ratte“ aus der Erzählung
Nach Schichtwechsel in der 30-06 KJG S, die
der Fuchs verspeisen wollte, eine Wühlmaus war und keine Ratte. Das macht sich
besser auf der Seite.
Gruß! Safarischorsch, Samstag, 13. Oktober 2007 19:15
Moin Lutz,
das Filmchen habe schon losgeschickt, das dauert. Stell dir vor auf dem Heimweg hatte ich noch WH. Unterwegs sah ich, daß sehr viel Rehwild draußen stand und habe gedacht mach doch eine kleine Tour durchs Revier. Rehwild habe ich nicht gesehen, aber ein kleines Füchslein blieb einfach sitzen als ich ausstieg, die 30-06 geladen habe und auf der Motorhaube, bei noch laufenden Motor auflegte.
LM: Gute Tarnung!
Das Ergebnis siehst du auf den Bildern.

Schande: Da waren nur 80 Stück drin! Wie kann das geschehen?

Unvorsichtig

tot

Kraniche im Himmel
Waihei Ralf, Samstag, 20. Oktober 2007 16:42
Guten Tag Herr Möller!
Anbei sende ich Ihnen einige Bilder eines Hirsches (Mein erster Kupferhirsch)
den ich Samstag am Morgen erlegen konnte. Außentemperatur frostige -3°C.
Als ich um 8:15 wieder abbaumen wollte, stand dieser plötzlich mitten auf der vor
mir liegenden Almwiese. Nach dem Schuß ging der Hirsch noch etwa 80 m. Ich konnte Ihm jedoch sehr leicht
folgen da er mir eine sehr starke Schweißfährte
hinterließ.
Verendeter Hirsch
Hirsch liegt
Der Erleger am Hirsch
Letzer Bissen
7,62 mm KJG Hirschlungenausschuß, außen, blasiger Lungenschweiß
7,62 mm KJG Hirschlungeneinschuß, innen
7,62 mm KJG Hirschlungenausschuß, innen
Einschuß wie auf den Bildern ersichtlich hinterm Blatt. Lungenschuß. Ich
vergaß
leider die Lunge abzulichten.
Schöne Grüße aus den Nockbergen in Kärnten,
Stefan Puff, Montag, 22. Oktober 2007 10:19
Waidmannsheil Herr Puff,
Danke für Ihre Meldung und die Bilder!
Glück muß man haben - Unerhofft kommt oft - oder so ähnlich lauten die klugen Sprüche zu solchen Gelegenheiten. Wie nah stand der Rote denn bei ihnen? Ich vermute gar nicht mal so fern! Oder liege ich mit meiner Vermutung verkehrt? Wie zeichnete er im Schuß, oder konnten Sie das nicht erkennen? Wie schwer war er auf gebrochen mit (oder ohne) Haupt?
Lutz Möller,
Sie haben recht mit der Schußentfernung. Die war
bei 70 - 80 m. Er zeichnete mit einem kleinen Sprung und einem „Ausfeuern“ der
Hinterläufe. Ging dann sehr schnell ab. Ich konnte den Hirsch mit meinem
Zielfernrohr verfolgen. Er flüchtete aufwärts, wurde dann aber schnell schwächer
und ich sah wie er schweißte. Gewicht ohne Haupt: 72 kg. Stark abgebrunftet.
lG Stefan Puff, Montag, 22. Oktober 2007 13:50
Tag Herr Puff,
hier sieht man, wie ich meine, wieder wie Nähe stört und die Flucht begünstigt. Ihre Zielwahl war vollkommen. Dazu muß der Hirsch allerdings breit stehen. So ein Hirsch mag 72 km/h rennen, oder 20 m/s. Bei 80 m Fluchtstrecke ist er dann also noch 4 Sekunden gerannt, oder auch etwas länger, da er vor dem Fall ja schon schwächelte und langsamer wurde. Die Geschoßwirkung rechte also gut hin. Auf die doppelte oder dreifache Entfernung beschossen, wäre er ungestört möglicherweise überhaupt nicht gerannt, da er gar nicht gewußt hätte, wovor er sich hätte fürchten sollen, ihm also der Fluchtwille gefehlt hätte.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Hallo Lutz,
ich schoß bei Halbmond um 23 Uhr einen 62 kg Keiler Hochblatt mit Ausschuß
leicht schräg hinten im jetzt lichten Buchenwald. Er zeichnete kaum, und ging
ab. Schußentfernung 45 mtr. .30-06, 7,62 mm KJG neu.
Am Anschuß leider kein Schweiß, erst nach 30 mtr. Den Keiler fand ich bei der
Nachsuche 1 Std. später mausetot in einem Brombeergebüsch. Die Lungenflügel
kaputt, Herz heil.

.30-06 KJG Ladung Mondsau
Viele Grüße V. M. , Mittwoch, 24. Oktober 2007 17:46
Waidmannsheil V.
daß der bei der Nähe stiften ging, wundert mich nicht. Wie weit lief der denn insgesamt?
Gruß, Lutz,
Hallo Lutz,
ich möchte gerne bei Dir je 100 KJG für 30-06 und 375 H6H bestellen. Kannst Du
mir bitte die Einzelpreise (würde evtl. auch mehr bestellen) und die
Versandgebühren sowie das Bankkonto für die Vorauszahlung nennen?
Mit freundlichen Grüßen, F. Vodegel, Mittwoch, 31. Oktober 2007 22:09
PS: Ich habe bisher für 30-06 Dein 9 g Geschoss verwendet und war auch damit
super zufrieden!
Hallo Herr Möller,
na wie geht es Ihnen?
LM: Gut, aber erschöpft. Ich komme gerade von zwei erfolgreichen Jagdreisen. Gamsjagd + Kupferwinter '07 - II !
Anbei schicke ich Ihnen ein paar Fotos von der Nacht auf den 20. November 2007.
Wie Sie sehen hat das
KJG wieder mal erfolgreich gearbeitet.
Den 39 kg ♂ Überläufer erlegte ich
gegen 19:08 Uhr. Er fiel und lag im Feuer. Wie beim letzten Mal gab es nur
sehr wenig Wildbretverlust.
Ich bin wirklich froh, das ich mich damals, als ich vor der Wahl des Geschosses
stand für das KJG entschieden habe.
Mit freundlichen Grüßen (Und Waidmannsheil), Thomas Zimmer, Donnerstag, 22.
November 2007 12:45
Tag Herr Zimmer,
ich freu mich, daß es klappt und wünsche weiterhin allzeit guten Anblick und bei Gelegenheit auch fette Beute!
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Moin,
bin vom Einschießen bzw.
„Um“schießen
auf KJG-spitz zurück. Für Conni`s BBF 95
mit Zeiss 2,5-10x50 Varipoint in 12/76 und 7 x 65 R
brauchte ich 8 Schuß, war also ohne Schwierigkeiten. Trefferbilder 5 (!) Schuß
anbei.

5 Schuß 7x65 R KJG Ladung aus BBF95 auf 100 m
Abschätzung der Maßverhältnisse nach Schußpflaster = 15
mm Durchmesser.
Weiterhin schoß ich noch 3 Schuß mit der Dir gut bekannten
Brünner in .30-06 mit KJG alt (von Dir
geladen) mal so zur Kontrolle.

Brünner mit .30-06 KJG alt im Kupferwinter '06 brachte auf Anhieb Bierdosentreffer auf 170 m

Drei Schuß Brünner mit .30-06 KJG alt auf 100 m
Lutz, es waren wirklich 3 Schuß unter den Augen des
Schießwarts. Man sieht nur, daß das Loch größer und gezackter ist als
normalerweise von einem Einzelgeschoß. Das hatte ich bisher noch nicht.
Die Serien wurden jeweils mit weichem Sandsack unter Vorderschaft und Kolben
sitzend vom Anschußtisch geschossen.
Herrje, so macht das Spaß !
Beste Grüße - Torsten, Freitag, 30. November 2007 13:31
Moin Lutz,
Nachdem im Oktober nur Füchse und im November nur 1 Reh, 1 Fuchs und 2 Weißwedel
auf der Strecke lagen, wollte ich gern mal wieder ein Schwein schießen. Ich
setzte mich an eine seit Mittwoch nicht mehr bediente Kirrung, die auf der Wiese
an einem Jungeichenbestand lag. Kurz nach 17°° Uhr knackte es hinter mir. Zwei
mal war ein leichtes Blasen zu vernehmen. Der Wind schien zu passen und schon
stand ein einzelnes mittelgroßes Schwein auf der Kirrung. Hoffnungsvolles
Schwein. Drei mal nix da und nun kommt doch eines wieder. Schnell merkte die
Sau, daß nichts zu holen war und zog an der Kante von mir weg. Nun mußte es
schnell gehen. Das Licht gab auch nicht mehr viel her. Ein schwarzer Klumpen
von hinten, anders ging es nicht. Eingestochen und fliegen lassen.
Schnell wurde die Sau von dem spitzen 7,62er KJG eingeholt. Kein Poltern, kein Knacken - die Sau mußte liegen oder verfehlt sein. Mit der Taschenlampe ging ich Kante ab, kein Schweiß, keine Sau. Auf dem Rückweg leuchtete ich gründlich die Wechsel in den Bestand ab.
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Zwei kleine Schweißspritzer waren zu finden.
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.jpg)
Ich leuchtete in den Bestand mit der Lampe hin und her, kein weiterer Schweiß, aber ein dicker grauer Klumpen etwa 7 - 8 Meter hinter dem Anschuß.

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Die Sau habe ich dann erst mal auf die Wiese gezogen.
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Der Einschuß war genau von hinten, weich und . . .
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Eine Keule kann man bestimmt nur noch teilweise verwerten, Beckenknochen kaputt, Weiches, Loch in Leber und Lunge.
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Die Kugel hat die Kammer direkt neben dem Schlund wieder verlassen.
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Eine weitere Suche nach dem Projektil blieb erfolglos. Ich konnte jedoch den Wundkanal bis zum Unterkiefer verfolgen. Ich werde den Fleischer bitten nochmal zu suchen, denn meine Möglichkeiten in der Wildkammer sind begrenzt.
Ich möchte nicht behaupten, der 54 Kg
♂ Überläufer hätte die Kugel wieder
ausgespuckt, das käme der Jägerlateinvermutung meiner Frontsau wieder sehr nahe.
Jedenfalls glaube ich, daß das 7,62er
tiefer eindringt als das 9,3 mm KJG aus der
Plempe. Eine 12 Kilo
schwerere Sau, mit der 9,3x64 auf den Stich
geschossen, hatte das 9,3 mm KJG noch vor der
Keule zu stecken. ich berichtete Ende August „Noch
ein
Diagonalschwein mit
der 9,3x64“ darüber.
Waihei Ralf, Sonntag, 2. Dezember 2007 08:18
Moin Ralf,
Bernd Stoelben berichtete fernmündlich etwas ähnliches. Er erlegte mit seiner 9,3x62 KJG Ladung in diesem Herbst auf Drückjagden insgesamt 9 Sauen, leider ohne die abzulichten oder darüber zu schreiben. Bemerkenswert erschien ihm allerdings ein 55 kg Überläufer den, er auf mäßige Entfernung von vorn auf das Haupt schoß. Das Geschoß verließ die Sau achterwärts. Die Sau fiel ebenso binnen weniger Meter. Du brauchst also nicht zu zweifeln, ob die Zentnersau das KJG wieder ausgespuckt hätte - sie hat.
Gruß Lutz,
Hallo Herr Möller.
Da ich wie Sie ja wissen regelmäßig ihre Seite besuche muß ich mir mal wieder etwas Luft zu den Berichten auf ihrer Seite Luft machen. Siehe Texaner. Diese Berichte bestärken mich nur weiter in meiner Meinung über die Deutsche Jägerschaft. Wie tief sind diese Jagdscheininhaber gesunken? Die Jägerschaft braucht sich keine Gedanken über ihr schlechtes Bild inder Öffentlichkeit zu machen, solange solche Schießer auf die Jagd gehen und sich mit solchen Schweinereinen brüsten. Diesen Jagdscheininhabern auch noch WaHei zu wünschen finde ich ebenfalls mehr wie übertrieben. Wie bereits schon gesagt ich verfolge ihre Seite schon seit Jahren und benutze ihr Kupferjagdeschoß, aber ich muß auch bei ihnen einen Gesinnungswandel feststellen. Ich meine mal bei ihnen gelesen zu haben, Sie wollten ihre reichliche Erfahrung Jungjägern an die Hand geben, damit diese nicht die gleichen Fehler wie Sie als Jungjäger machen.
LM: Ja, richtig.
Was sagen sie heute einem Jungjäger?
Alles Tot zu schießen das nach Sau aussieht?
Anzusprechen braucht man im Dunkeln ja nicht?
Von hinten durch Keulen kann man schießen?
Immer drauf. Das Geschoß gibt es ja her ?
Wie wäre es denn gewesen, wenn der Schütze den Finger gerade gelassen hätte? Wenn ich den „Schwarzen Klumpen“ nicht ansprechen kann, laß ich es halt. Allein dieser bei diesem Ausdruck „Schwarzer Klumpen“ spricht Bände. Unser einziges wehrhaftes uriges Wild ist das Schwarzwild. Das verdient einfach nicht für Schießübungen mißbraucht zu werden. Diese Jagdscheininhaber sollten ihre Erlaubnis abgeben und in einen Schützenverein eintreten und dort von mir aus ihr Unwesen treiben.
Herr Möller,
Sie sind auf dem falschen Weg. Bieten Sie diesen
Jagdscheininhabern keine Plattform und wenn doch, dann erwarte ich von ihnen
eine eindeutige Stellungnahme zu solchen Schweinerein. Sie machen doch auch
sonst keine Mördergrube aus ihrem Herzen. Wie habe ich mich über ihre sachliche
fundierte Argumentation mit Jagdgegnern gefreut, was sagen Sie denen heute zu
solchen Berichten ?
In diesem Sinne, Gruß Frank Klaas , Freitag, 7. Dezember 2007 10:25
Tag Herr Klaas,
an dem was Sie sagen ist was dran. Keulenschüsse sollten tunlichst vermieden werden, siehe Zielwahl. Ich muß allerdings anerkennen, Ralf lieferte bislang viele gute Berichte mit Bildern und Beschreibungen. Er ist insofern ein wichtiger Zuträger an Erfahrung, die ich gern veröffentliche. Insofern muß man vielleicht auch mal aushalten, daß auch mal etwas nicht so gelang, wie das allgemein zu wünschen wäre. Ich werde Ihre Schelte an Ralf weiterleiten.
Waidmannsheil, Lutz Möller,
Sehr geehrter Herr Möller,
gut ist, daß Sie - wenngleich nicht allzu oft - auch kritische Beiträge ins Netz
stellen, wie eben den von Herrn Frank Klaas zu
Texaner.
Herr Klaas darf sich gewiß sein, er ist nicht der Einzige, den die zum Teil
veröffentlichten Beiträge bis ins Mark erschüttern.
Wohlgemerkt: Auch ich bin aktiver Jäger. Aber wenn ich sehe, mit welcher
Skrupellosigkeit und Gefühllosigkeit manche Jagd„kameraden“
mit unseren Mitgeschöpfen umgehen und sich damit auch noch brüsten, wird mir
speiübel.
Mit freundlichen Grüßen, Dr. Peter Kremer, Bühlertal, Freitag, 7. Dezember 2007
12:22
Tach Lutz,
er spricht mir aus der Seele, der Herr Klaas! Ich jage gerne
und mache noch viel lieber Beute. Ich liebe Waffen und das Schießen ansich mit
jeder Art von Waffen macht mir außerordentlichen Spaß. Ich beschäftige mich mit
Ballistik und bin mehr als glücklich, hierfür die nötige Zeit und das
erforderliche Geld aufbringen zu können.
Aber wer auf ein nicht angesprochenes Stück Wild („schwarzer
Klumpen“) einen
„texanischen Herzschuß“
anbringt, sollte kein öffentliches Forum bekommen. Und wenn, dann sollte er
dabei ordentlich abgewatscht werden. Und zwar vom neudeutsch so schön als "webmaster"
bezeichneten und verantwortlichen "Herrn der Seite". Also von Dir.
Und, da Du selbst ja mit harscher Kritik stets rasch zur Hand bist, mußt Du Dir den Schuh anziehen, dies in diesem Fall unterlassen und damit stillschweigend Zustimmung signalisiert zu haben. Das ist mehr als traurig.
Wir können nicht ständig von Waidgerechtigkeit reden und dann so etwas hinnehmen, egal, wie sachlich die bisherigen Berichte dieses Schießers auch waren.
Ich strecke jedes Jahr einige Sauen, denen derartige oder ähnliche Lumpschüsse ein paar Zentimeter neben das Leben gegangen sind. Schlimm genug. Und selbst wenn die Sau liegt, ist es oft genug die Leitbache, und die Rotte gerät außer Rand und Band. Mit all den (offensichtlich nicht allen!) bekannten negativen Folgen. Was soll das?
Bitte versuch doch, den Weg von einer „Schieß-Seite“ zu einer Jagd- und Ballistik-Seite zurückzufinden! Das würde unserer gemeinsamen Sache sicher guttun.
Und, nur zur abschließenden Klarstellung, bevor das beleidigte Geschrei wieder einsetzt, es geht mir AUSSCHLIEßLICH um die Sache, nicht um die beteiligten Personen.
Buenas Tardes! Hugo, Freitag, 7. Dezember 2007 17:27
Hola Hugo,
der Sache wegen sprach ich heute nachmittag ein halbe Stunde mit Herrn Klaas am Telefon. Ich erkenne wirklich ein gewisse Seelenverwandtschaft zwischen euch beiden. Auch er meinte, in den letzen Jahre habe die Berichterstattung von herkömmlichern Jagd zu ballistischen Sonderleitungen hin, bis ins Grenzwertige und gelegentlich sogar darüber hinaus zugenommen. Das liegt sicher auch an dem Kupferjagdgeschoß das gerade solche besonderen Leistungen ermöglichet und man möge mich nachsehen, daß ich mich dann über Berichte über besondere Leistungen auch freue.
Richtig ist allerdings auch, und da bist du ja nicht der Einzige, der das bemängelt, das wir bei allen Möglichkeiten das Wohl de Wildes hoch zu halten haben, wenn wir als gerechte Herren darüber anerkannt bleiben und auf unser Handwerk stolz sein wollen. Das merkst du richtig an, dürfen wir nicht vergessen, zumal unbedarfte Jungjäger sonst möglicherweise durch unrefelktiertes Nachahmens schlechter Vorbilder oder falscher Beispiele lche in die falsche Richtung gelenkt werden könnten.
Waidmannsheil, Lutz,
Moin Lutz,
die Karte mit dem Ansprechen gebe ich mal zurück. Wenn ich das Schwein mit dem
Zielfernrohr statt mit dem Glas angesprochen hätte, wäre es noch breit getroffen
auf der Kirrung gefallen. Mir war war schon bewußt, auf was ich schieße. Die
Zielwahl war eine glatte 6, mit dem
Endergebnis kann ich aber trotzdem nicht unzufrieden sein. Die berechtigte
Kritik nehme ich hin und an, weiß damit umzugehen, bin um eine Erfahrung
reicher, und weiß wie ich das nächste mal handeln werde.
Der ohne Sünde ist, werfe doch den nächsten Stein.
Waihei Ralf, Samstag, 8. Dezember 2007 16:02
Hallo Lutz,
ich wundere mich etwas über die heftige Abfuhr, die Ralf
bekommen hat. Er hat das Schwein doch vor dem Schuß als mittelgroß und einzeln
angesprochen. Also erst einmal koscher. Dann hat er geschossen auf den schwarzen
Fleck Mitte Glas = Mitte Sau und getroffen. Das Stück kam sehr schnell zur
Strecke (bei dem Treffer auch kein Wunder). Wer Ralf hier ausschimpft, darf an
keiner Drückjagd mehr teilnehmen, denn dort
leidet das Wild z. T. erheblich an schlechten Treffern, die nicht so schnell zum
Tode führen. Abgesehen davon kann auch von 100 % Wildverwertung auf Drückjagden
keine Rede sein.
Im Gegenteil muß man sogar feststellen, daß ein Schuß längs durch ein Stück mit
KJG schneller und sicherer zum Tode führt als ein Schuß quer.
LM. Stimmt!
Solange der Großteil der Waidmänner immer noch von Blattschüssen quer durch die Schulter träumt (die dann auch beim Teufel ist), muß mir keiner was von einem Stück Hinterkeule erzählen, das Ralf jetzt entsorgen muß.
LM: Beachte vernünftige Zielwahl!
Das mit dem Stein und dem Werfen ist ganz richtig, genauso
wie das aus der Geschichte zu lernen und daher schließe ich mich deinem
Waidmanns Heil an Ralf gerne an.
Liebe Grüße, Jan, Samstag, 8. Dezember 2007 19:15
Hallo Lutz,
eigentlich dachte ich nach dem Bericht von
Herrn Klaas, dem ich auch zustimme, und
Ralfs Antwort, hätte sich die
Sache erledigt. Doch der Bericht von Jan
hat mich doch etwas befremdet. Er sollte doch den Bericht von Ralf mit dem
bewußt auf das Weidloch gesetzten Schuß noch mal lesen. Ein solcher Schuß ist
nur bei einem kranken Schwein erlaubt, wie jeder andere Schuß auch, um sie von
ihren Leiden schnellst möglichst zu erlösen. Ein Anpfeifen oder Rufen hätte das
Schwein sicher zum Verhoffen und drehen gebracht. Ich habe solche Situationen
schon öfter erlebt. Keiner ist vor schlechten Schüssen gefeilt, doch sollte man
sie nicht bewußt herbeiführen; auch wenn die Beute noch so lockt.
Doch nun zu einer andere Sache. Der Hundetöter
hat bei seiner Vernehmung durch die Polizei den bewußten Schuß zugegeben und
auch bestätigt, daß er von der Stöberjagd in Kenntnis gesetzt wurde. Nun dürften
die Gerichte keine Schwierigkeit mehr haben, ihm eine gerechten Strafe zukommen
zu lassen. Ich hoffe, er darf nie mehr jagen und Waffen führen. Diese
Information habe ich auf der Jagd am Freitag von einem befreundeten Förster
erhalten. Ich werde dich und alle die es interessiert auf dem Laufenden halten.
Übrigens hat mein Mitträger am Sonnabend einen ähnlichen Schuß mit
9,3x62 KJG
auf den Brustkern eines Rehs gebracht, das sofort lag und die Lunge durch starke
Blutergüsse und Blutung das Ende dieses Stücks besiegelte. Er fand zwar keine
Splitter, doch es wird schon einer die Blutung verursacht haben.
Gruß Klaus, Sonntag, 9. Dezember 2007 15:49
Hallo Herr Möller.
Wir hatten uns ja bereits fernmündlich über die „heftige Abfuhr“ unterhalten und wir waren uns ja auch soweit einig über das, was ich dort zum Ausdruck bringen wollte. Die Bemerkung Waidmanns Heil an Ralf die Jan jetzt dazu abgibt, hätte er sich getrost sparen können bzw. leider bestärkt es mich in meiner Meinung über viele Jagdscheininhaber.
Wie war es so schön in der Werbung des FC Bayern zu sehen : „Er bereifts net, Er begreifts net“
Wieso sollte jemand, der Kritik an solchen Schweinerein übt, nicht mehr an einer Drückjagd teilnehmen? Meine Meinung dazu ist, auch auf einer Drückjagd muß man solche Schüsse nicht antragen. Ich stimme Jan zu das auf Drückjagden „schlechte Treffer“ vorkommen. Das war schon immer so und wird auch leider so bleiben. Die Schüsse kommen auch leider bei der Ansitzjagd vor. Um das abzustellen, sind wir mit alle gefragt, denn das geht nur mit üben üben nochmals üben. Dabei sind auch unsere Jagdverbände gefordert, denn es fängt ja schon bei den geeigneten Schießständen für das flüchtig Schießen an ( Ich denke da oft an Finnland, aber das ist ein anderes Thema. ) Was ich zum Ausdruck bringen möchte ist, daß wir sauber und ordentlich jagen sollten. Bewußte Schweinerein haben auf der Jagd nichts verloren und zwar weder bei Ansitzjagden noch bei Drückjagden.
Da beziehe ich halt nun mal klar Stellung. Im Zweifel hat der Finger grade zu bleiben !
Abschließend möchte ich noch wissen, ob Jan lieber Wild mit solchen Schüssen verzehrt bei denen mit Sicherheit der Waidsack und das Gescheide geöffnet wurden, oder von einem Stück mit einen sauberen Blattschuß? Wobei hinter das Blatt in die Lunge wohl besser ist, siehe Zielwahl bei Lutz Möller.
Man könnte zwar noch stundenlang darüber reden, aber ich
möchte es jetzt eigentlich damit bewenden lassen. Vielleicht sieht man sich ja
doch mal auf einer Drückjagd oder einer Ansitzjagd. Dann kann man sich ja mal im
Anschluß mit einem Glas Bier zusammen setzen und in Ruhe darüber reden.
Mit freundlichen Grüßen, Frank Klaas, 10. Dezember 2007
Hallo Lutz,
ich habe mich vielleicht nicht richtig ausgedrückt, aber Ralf hat das Stück als
mittelgroß und einzeln angesprochen. Er hat sicher nicht die Borsten zählen
können, oder die Länge des Gewaffs, aber angesprochen war das Stück. Gerade dies
wurde ihm z.T. abgesprochen. Das ist falsch und übertrieben. Seit es Abend- und
Nachtansitze gibt, wird so praktiziert und zwar schon zu Zeiten vor
Nachtsichtgeräten und Leuchtpunktvisieren. Waren unsere Väter alle schlechte
Jäger?
Was den Schuß an sich angeht, so habe ich mich mißverständlich ausgedrückt. Auch ich halte einen Schuß durch das Waidloch für falsch und würde ihn wissend nicht anbringen. Für diesen Teil der Geschichte teile ich die Mißbilligung. Ein Schuß quer ist sauber und ein quer stehendes kann von einem längs stehenden Stück auch nachts unterschieden werden. Falls nicht, darf nicht geschossen werden.
Falls mir Ralf jedoch ein Stück von seinem Schwein anbieten
würde, würde ich es dennoch mit Genuß und ganz getrost essen.
Liebe Grüße, Jan, Montag, 10. Dezember 2007 17:22
Sehr geehrter Herr Moeller,
leider enthalten Ihre 30-06 KJG-Ladungen nicht das Pulver R 903. Ich verwende
aber bisher mit gutem Erfolg dieses Pulver (53,0 gr. 150 gr Sierre Game King).
Also habe ich nach Ihrer Anleitung eine Ladungsleiter erstellt. Hier ist sie:
Ladungsleiter 8,0 g KJG, R 903, Länge 82,7 mm
Gramm Grain
Geschoßgewicht 8 123
Höchstladung R 903 3,56 55,00
Anfangsladung 90% 49,50
Differenz 5,50
Stufe 0,28
˜ 0,3
1 3,56394005 3,56 55,0
2 3,54579636 3,55 54,7
3 3,52765266 3,53 54,4
4 3,50950897 3,51 54,2
5 3,49136527 3,49 53,9
6 3,47322158 3,47 53,6
7 3,45507788 3,46 53,3
8 3,43693419 3,44 53,0
9 3,41879049 3,42 52,8
10 3,4006468 3,40 52,5
11 3,3825031 3,38 52,2
12 3,36435941 3,36 51,9
13 3,34621571 3,35 51,6
14 3,32807202 3,33 51,4
15 3,30992832 3,31 51,1
16 3,29178463 3,29 50,8
17 3,27364093 3,27 50,5
18 3,25549724 3,26 50,2
19 3,23735354 3,24 50,0
20 3,21920985 3,22 49,7
1 gr = 0,06479891 g
Auf dem Schießstand ergab sich kein deutlicher "Süßer Fleck", sondern die
Treffer lagen alle im Umkreis von 10 cm beieinander. Nach genauerem Hinschauen
habe ich doch 2 Treffer-Ansammlungen gefunden und daraus je 5 Patronen mit 53,0
gr und mit 51,6 gr geladen (8 g KJG, R 903, 82,7 mm Patronenlänge).
Wieder auf dem Schießstand ein erstaunliches Ergebnis: Die 53,0 gr-Ladungen
wiesen einen Streukreis von ~ 3 cm auf, die 5 Schuß mit der 51,6 gr-Ladung
jedoch konnten mit einem Schußpflaster zugedeckt werden. Leider hatte ich keine
Kamera dabei. Der anwesende Jungjägerkurs (ich bin Schießausbilder) schüttelte
ungläubig den Kopf.
Mit neuen Patronen 51,6 gr R 903 konnte ich danach 2 Rehe erlegen:
Reh 1, Entfernung ~ 80 m, Schuß hinters Blatt, Fluchtstrecke ~ 30 m,
ausreichend Schweiß, sodaß ich "von Hand" nachsuchen konnte (mein alter
Jagdterrier zog es vor, sich um die Gesundfährten zu kümmern).
Wildbretzerstörung keine, auch kein Sulzen.
Reh 2, Entfernung ~ 60 m, Schuß handbreit hinterm Blatt, Fluchtstrecke 0 m,
Wildbretzerstörung unwesentlich, Pansen durch Splitter geringfügig geöffnet
(wäre beim Siere Game King ebenso gewesen).
Bilde habe ich angefügt.
Fazit: unglaubliche Präzision, keine bis geringe Fluchtstrecke, genügend
Schweiß, keine Wildbretzerstörung
Ich bin begeistert!
Was mich jetzt noch interessieren würde, sind Berechnungen aus QuickLoad für
meine gefundene Präzisionsladung (30-06, 51,6 gr R 903, 82,77 mm lang, RWS-Hülse).
Können Sie mir das bitte ausrechnen?
Besten Dank und ein freundliches Waidmannsheil
Robert Wölfle, Donnerstag, 3. Januar 2008 21:32
Das Kupferjagdgeschoß bietet dem Jäger Vorteile, insbesondere flachere Flugbahnen, größere Reichweite, somit einfacheres Zielen (binnen ± 5 cm Reichweite sorglos Fleck anzuhalten), vorherbestimmten Wirkungsquerschnitt und Tiefenwirkung bei guter Wundwirkung, ohne deshalb sonderlich Wildpret zu zerstören. Das KJG liefert auch bei schwierigen Schüssen (Weichschuß) immer gutes Wildpret.
Im Vergleich zu herkömmlichen Geschossen aus Bleikern mit Tombakmantel und besonders nicht reibungsarmen Vollgeschossen mindert es Abrieb und Laufbelastung deutlich, siehe Messungen und Lauflebensdauer. Mit dem KJG schonen Sie ihre Waffen, brauchen weniger zu putzen!
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